KUKA Roboter

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KUKA Roboter
Kuka-Logo
Rechtsform GmbH
Gründung 1898/1995
Sitz Augsburg
Leitung Manfred Gundel (CEO)
Mitarbeiter KUKA Roboter: 3.150
Gesamt KUKA AG 7.264
Umsatz KUKA Roboter 743 Mio. €
KUKA AG (2012 gesamt) 1.739 Mio. €[1]
Branche Maschinenbau
Produkte Roboter, Steuerungen
Website www.kuka-roboter.de
1898 Firmengründung durch Johann Josef Keller und Jakob Knappich
KUKA Industrieroboter

Die KUKA Roboter GmbH ist ein weltweit operierender Hersteller von Industrierobotern und automatisierten Produktionslösungen. Die KUKA Roboter GmbH hat 25 Tochterunternehmen weltweit, meist Vertriebs- und Serviceniederlassungen, darunter in den Vereinigten Staaten, in Mexiko, Brasilien, Japan, China, Korea, Taiwan, Indien sowie in fast allen europäischen Ländern. Die Firma der Gesellschaft KUKA ist eine Abkürzung von Keller und Knappich Augsburg und ist zugleich eingetragene Marke für Industrieroboter und andere Produkte des Unternehmens.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte [Bearbeiten]

Das Unternehmen wurde 1898 durch Johann Josef Keller und Jakob Knappich in Augsburg gegründet. Lag der Fokus zunächst auf Haus- und Stadtbeleuchtungen, konzentrierte man sich schon bald auf andere Dinge (Schweißwerkzeuge und -anlagen; größere Behälter), um sich schließlich bis 1966 zum Marktführer bei Kommunalfahrzeugen in Europa zu entwickeln. 1973 wurde der weltweit erste Industrieroboter FAMULUS entwickelt[2]. Das Unternehmen gehörte während dieser Zeit zur Quandt-Gruppe. Die Familie Quandt zog sich jedoch 1980 zurück, und es entstand eine Publikumsgesellschaft. 1995 wurde aus der KUKA Schweissanlagen + Roboter GmbH die Robotertechnik ausgegründet. Heute konzentriert sich KUKA auf Produkte zur Automation industrieller Produktionsprozesse. Das Unternehmen gehört zur KUKA AG (ehemals IWKA Group).

Unternehmensdaten [Bearbeiten]

Hauptsitz der KUKA Roboter GmbH mit weltweit mehr als 3.150 Mitarbeitern (Stand: 30. September 2012) ist Augsburg. Die Kunden des Unternehmens sind vornehmlich in der Automobilindustrie, in zunehmendem Maße aber auch in anderen Branchen außerhalb der Automobilindustrie (General Industry) zu finden.

Konzernumsatz (KUKA Roboter GmbH)

  • 413 Mio. Euro (2008)
  • 330 Mio. Euro (2009)
  • 435 Mio. Euro (2010)
  • 616 Mio. Euro (2011)
  • 743 Mio. Euro (2012)

Konzernumsatz (KUKA AG)

  • 1.286 Mio. Euro (2007)
  • 1.266 Mio. Euro (2008)
  • 902 Mio. Euro (2009)
  • 1.078 Mio. Euro (2010)
  • 1.435 Mio. Euro (2011)
  • 1.739 Mio. Euro (2012)

Wichtige Entwicklungen [Bearbeiten]

1971 – Europas erste Schweißtransferstraße für Daimler-Benz gebaut.

1973 baute KUKA den weltweit ersten Industrieroboter mit sechs elektromechanisch angetriebenen Achsen, bekannt als FAMULUS.

1989 – Eine neue Generation Industrieroboter wird entwickelt – bürstenlose Antriebsmotoren führen zu niedrigem Wartungsaufwand und hoher technischer Verfügbarkeit.

2007 – KUKA „titan“ - der zu diesem Zeitpunkt größte und stärkste 6-Achs-Industrieroboter, Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde.[3]

2010 – Mit der Roboterserie KR QUANTEC deckt erstmals eine einzige Roboterfamilie den Traglastbereich von 90 bis 300 kg bei Reichweiten bis 3100 mm komplett ab.

2012 – Einführung der KR AGILUS Kleinroboterserie auf der Automatica 2012.

Systeminformationen und Einsatzgebiete [Bearbeiten]

Systeminformationen [Bearbeiten]

Die KUKA Systemsoftware ist das Betriebssystem mit allen Grundfunktionen, die zum Betrieb des Robotersystems benötigt werden.

Die Roboter werden mit einem Bedienpanel mit integrierter 6D-Maus und einer Bildschirmauflösung von 640 x 480 Bildpunkten ausgeliefert, mit dem der Manipulator bewegt wird, Positionen gespeichert werden (TouchUp) oder Module, Funktionen, Datenlisten,... erstellt und bearbeitet werden können. Zum Handverfahren der Achsen müssen die auf der Rückseite des Bedienpanels (KUKAControlPanel (KCP)) befindlichen Zustimmschalter betätigt werden. (Heute nur noch mit Panikfunktion). Die Verbindung zur Steuerung ist eine VGA-Schnittstelle und ein CAN-Bus.

Im Steuerschrank befindet sich ein Industrie-PC, der über die MFC-Karte mit dem Robotersystem kommuniziert. Steuersignale zwischen Manipulator und Steuerung werden über eine sogenannte DSE-RDW Verbindung übertragen. Die DSE-Karte ist im Steuerschrank, die RDW-Karte am Robotersockel zu finden.

Steuerungen des älteren Typs KR C1 wurden mit Windows 95 ausgeliefert, auf dem eine vxworksbasierende Software lief. Zur Peripherie gehörten ein CD-ROM- und ein Diskettenlaufwerk, optional auch eine Schnittstelle für Ethernet, Profibus, Interbus, Devicenet oder ASI.

Steuerungen des aktuellen Typs KR C4, einer universellen Steuerung für alle KUKA Roboter, werden mit Windows XP ausgeliefert. Zur Peripherie gehören USB-Schnittstellen, ein Ethernetanschluß und optional Schnittstellen für Profibus, Interbus, DeviceNet oder Profinet.

Die Werksfarben, in der die meisten Roboter ausgeliefert werden, sind orange (RAL 2003) - schwarz.

Einsatzgebiete [Bearbeiten]

Sie werden insbesondere zur Materialbearbeitung, zum Be- und Entladen von Maschinen, Palettieren, Punktschweißen und Schutzgasschweißen in unterschiedlichsten Branchen eingesetzt. Beispielsweise werden die KUKA Industrieroboter in der Produktion bei GM, Chrysler, Ford, Porsche, BMW, Audi, Mercedes-Benz, Volkswagen, Ferrari, Harley-Davidson oder Boeing, Siemens, STIHL, IKEA, Swarovski, Wal-Mart, Nestlé, Budweiser, BSN medical sowie Coca-Cola und in weiteren Unternehmen genutzt[4]. Im Folgenden einige konkrete Anwendungsformen:

  • Transportfunktionen:

Beim Transport von Schwerlasten können Industrieroboter eine wichtige Funktion einnehmen. Genutzt wird oft ihre Traglast und die freie Positionierbarkeit.

  • Lebensmittelindustrie:

Die Roboter von KUKA finden auch in der Lebensmittelindustrie ihre Anwendung. Hier entlasten sie Mensch und Maschine zuverlässig bei anspruchsvollen Aufgaben wie beim Be- und Entladen von Verpackungsmaschinen, Zerteilen von Fleisch, Stapeln und Palettieren sowie bei der Übernahme von Qualitätskontrollen.

  • Bauindustrie:

Variable Einsatzmöglichkeiten bietet auch die Bauindustrie: Sowohl für einen beständigen Materialfluss, als auch für Prozesse der Weiterverarbeitung und effiziente Fertigung werden Roboter eingesetzt.

  • Glasindustrie:

Verfahrensschritte wie die thermische Bearbeitung von Glas und Quarzglas in der Laborglas-Herstellung, Ansetz- und Umformarbeiten oder die Herstellung von Norm- und Serienartikeln sind in der Glasindustrie Anwendungsgebiete der Roboter.

  • Gießerei- und Schmiedeindustrie:

Die Industrieroboter können direkt an, in und auf den Gussmaschinen eingesetzt werden, weil sie hitze- und schmutzresistent sind. In Prozessen der Weiterverarbeitung wie dem Entgraten, Schleifen oder Bohren und bei der Durchführung von Qualitätskontrollen können KUKA Roboter ebenfalls genutzt werden.

  • Holzindustrie:

Schleifen, Fräsen, Bohren, Sägen, Palettieren oder Sortieren sind Tätigkeiten, die in diesem Industriebereich durch Roboter unterstützt werden können.

  • Metallbearbeitung:

Hauptarbeitsbereiche sind Bearbeitungsvorgänge wie Bohren, Fräsen, Schneiden oder Biegen und Stanzen. Natürlich werden Industrieroboter aber auch bei Schweiß-, Montage-, Belade- oder Entladevorgängen eingesetzt.

  • Steinbearbeitung:

Die Keramik- und Steinindustrie nutzt Industrieroboter beim sogenannten Brückensägen von Steinplatten bis hin zur vollautomatischen 3D-Bearbeitung.

Wissenswertes [Bearbeiten]

Der KUKA Robocoaster ist ein Fahrgeschäft für Freizeitparks basierend auf einem Industrieroboter.

KUKA-Industrieroboter wurden auch in verschiedenen Spielfilmen eingesetzt. Im James Bond Film Stirb an einem anderen Tag werden die Roboter filmisch im Eispalast auf Island eingesetzt, um mit Laserstrahlen die NSA-Agentin Jinx Halle Berry zu bedrohen. Im Film The Da Vinci Code – Sakrileg reicht ein KUKA Roboter in einer Bank Tom Hanks ein Behältnis mit einem Kryptex. Darüber hinaus wird der Robocoaster[5] auch als Fahrgeschäft in Freizeitparks eingesetzt.[6] [7] [8] [9]

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: KUKA – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Annual Report 2012 (PDF; 5,2 MB) KUKA.
  2. Company history located on the KUKA Robotics Homepage
  3. Guiness World Records Ltd. (Hrsg.): Guinness World Records 2007. Bibliographisches Institut, Mannheim 2007, ISBN 978-3-411-14077-0.
  4. References listed on KUKA Robotics Homepage
  5. "KUKA Entertainment 4D Simulator". Abgerufen am 11. Januar 2008.
  6. Harry Potter World Orlando (March 22, 2010): ""Harry Potter and the Forbidden Journey" Attraction Details". Harry Potter World Orlando. Abgerufen am 29. Juni 2010.
  7. Kuka Entertainment: Kuka Entertainment - Robocoaster. Kuka Entertainment. Abgerufen am 29. Juni 2010.
  8. Kuka Industrial Robots: Kuka Industrial Robots - Robocoaster. Kuka Industrial Robots. Abgerufen am 29. Juni 2010.
  9. Robocoaster (March 22, 2010): Large & Theme Park Solutions. Robocoaster. Abgerufen am 29. Juni 2010.

48.3710.93565Koordinaten: 48° 22′ 12″ N, 10° 56′ 8″ O