Kreuzritter – Richard Löwenherz

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Filmdaten
Deutscher Titel Kreuzritter – Richard Löwenherz
Originaltitel The Crusades
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1935
Länge 125 Minuten
Stab
Regie Cecil B. DeMille
Drehbuch Harold Lamb, Waldemar Young, Dudley Nichols
Produktion Cecil B. DeMille, Henry Herzbrun
Musik Rudolph G. Kopp
Kamera Victor Milner
Schnitt Anne Bauchens
Besetzung

Kreuzritter – Richard Löwenherz ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1935. Die Hauptfigur des Films ist Richard Löwenherz. Regie führte Cecil B. DeMille.

Handlung[Bearbeiten]

Als im Jahr 1187 die Sarazenen Jerusalem erobern, verspricht ein Einsiedler dem islamischen Sultan Saladin einen Kreuzzug der Christen gegen ihn. Frankreichs König Philipp II. macht sich sogleich zum Kreuzzug bereit. Dessen Schwester Alice ist seit Kindesbeinen an dem englischen König Richard Löwenherz als Frau versprochen.

Dieser bekommt sogleich Besuch von Philipp, Alice, seinem Bruder John sowie Konrad, dem Marquis von Montferrat und zeigt einmal mehr seinen Unwillen, Alice zu heiraten und, als Philipp ihm von seiner Teilnahme am Kreuzzug erzählt, seinen religiösen Unglauben. Jedoch sieht er in seiner Teilnahme am Kreuzzug die Chance, der Ehe mit Alice zu entgehen. Indes schmieden John und Konrad Pläne, wie John König von England und Konrad König von Jerusalem werden kann.

Als Richard mit seinen Kreuzfahrern in Marseille ist und die Vorräte zu Ende gehen, stellt ihm der König von Navarra Vorräte gegen die Hand seiner Tochter Berengaria zur Verfügung. Bei der Hochzeit noch in derselben Nacht lässt sich Richard zu Berengarias Enttäuschung von seinem Schwert vertreten. Nachdem Richard sie zum ersten Mal sieht, nimmt er sie gegen ihren Willen mit auf den Kreuzzug.

Philipp will mit Saladin verhandeln. Saladin räumt den Christen eine letzte Chance ein, das Land lebend zu verlassen; Richard und seine Verbündeten jedoch bestehen auf Krieg. Im Gegenzug greift Saladin in der Nacht darauf Richards Lager an; es folgt eine tagelange Schlacht. Einen Versuch von John, die Krone an sich zu reißen, wehrt Richard ab, indem er Berengaria zu seiner Königin krönt. Die Sarazenen nehmen Berengaria und den Einsiedler gefangen. Richard Löwenherz startet sogleich einen Angriff auf Saladin und seine Männer, um die beiden Gefangenen zu befreien. Nach der Schlacht bekommen Richards Männer Gelegenheit, das Kreuz Christi zu sehen. Saladin will Berengaria als seine Frau, diese weigert sich jedoch. Als Richard ihren Aufenthaltsort erfährt, reitet er sofort zu ihr; es kommt zu einer weiteren Schlacht zwischen Richards und Saladins Armeen. Konrad bietet Saladin an, Richard an ihn zu verraten, wird jedoch von Saladins Männern als Verräter ermordet. Als Berengaria ihm ihre Liebe verspricht, lässt Saladin Richard von seinen Männern warnen. Diese können sogleich eingreifen, als Richard von Konrads Gefolgsleuten angegriffen wird.

Richard eilt sofort zu Saladin. Saladin macht ihm ein Friedensangebot. Richard zeigt sich unwillig, dieses anzunehmen, doch Berengaria kann ihn überzeugen, mit dem Sultan Frieden zu schließen. Da Richard Berengaria geschworen hatte, sein Schwert an Jesu Grabstätte in Jerusalem niederzulegen, akzeptiert er nur zähneknirschend Saladins Bedingung, dass er Jerusalem nicht mehr betreten darf. Die Kriegsgefangenen werden freigelassen und Berengaria darf zu Richard zurück; sie legt das Schwert an seiner Statt nieder.

Deutsche Fassung[Bearbeiten]

Die deutsche Synchronbearbeitung entstand 1954 in den Ateliers der Berliner Synchron unter der Regie von Peter Elsholtz. Das Dialogbuch verfasste Fritz A. Koeniger. [1]

Rolle Darsteller Synchronsprecher
König Richard Löwenherz Henry Wilcoxon Ernst Wilhelm Borchert
Prinzessin Berengaria von Navarra Loretta Young Catja Görna
Sultan Saladin Ian Keith Friedrich Joloff
König Philipp II. von Frankreich C. Henry Gordon Curt Ackermann
Prinzessin Alice Katherine DeMille Tilly Lauenstein
Einsiedler C. Aubrey Smith Walter Werner
Konrad, Marquis of Montferrat Joseph Schildkraut Klaus Miedel

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Im Jahr 1936 bekam Kreuzritter – Richard Löwenherz eine Oscar-Nominierung für die Beste Kamera.

Kritiken[Bearbeiten]

  • "Alter amerikanischer Monstrefilm. Benutzt den dritten Kreuzzug, um eine abgeschmackte Liebesaffäre ablaufen zu lassen. Die tragende Idee der historischen Ereignisse erstickt im äußeren Aufwand und in wilden Massenszenen." - 6000 Filme, 1963 [2]
  • "Typischer Monumentalfilm von De Mille: Liebesverwicklungen, prachtvolle Ausstattung und spektakuläre Massenszenen ersticken die religiösen und historischen Motive, garantieren aber Kinounterhaltung." - Lexikon des internationalen Films [3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kreuzritter – Richard Löwenherz, Eintrag in der Synchrondatenbank von Arne Kaul; abgerufen am 19. Oktober 2008
  2. 6000 Filme. Kritische Notizen aus den Kinojahren 1945 bis 1958. Handbuch V der katholischen Filmkritik, 3. Auflage, Verlag Haus Altenberg, Düsseldorf 1963, S. 246
  3. „Lexikon des internationalen Films“ (CD-ROM-Ausgabe), Systhema, München 1997