C. Aubrey Smith

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Sir Charles Aubrey Smith, CBE (* 21. Juli 1863 in London; † 20. Dezember 1948 in Beverly Hills) war ein britischer Cricketspieler, der zeitweise Kapitän der Nationalmannschaft war. Nach Beendigung seiner Sportlerlaufbahn wurde Smith Schauspieler und war über Jahre einer der erfolgreichsten älteren Darsteller Hollywoods.

Englands Cricketteam im Herbst 1888 mit Smith (Mittlere Reihe, 3.von rechts)

Inhaltsverzeichnis

Karriere [Bearbeiten]

Als Sportler [Bearbeiten]

Der großgewachsene Smith besuchte die Charterhouse School und studierte an der University of Cambridge. Während seiner Studienzeit (1882–1885) spielte er in der Cricketmannschaft der Universität als Bowler und erhielt den Spitznamen Round the Corner Smith. Auf der Tour 1888/1889 führte er die englische Nationalmannschaft gegen Südafrika im Test-Match in Port Elizabeth zum Sieg. Später blieb er in Südafrika um sich am Goldrausch zubeteiligen.Nach seiner Rückkehr nahm er seine Sportkarriere nicht wieder auf.

Als Schauspieler [Bearbeiten]

Nach seiner Rückkehr nach England im Jahre 1895 spielte Smith am Londoner Theater. Vor dem Ersten Weltkrieg ging er mit seiner Familie nach Hollywood und begann eine Karriere beim Stummfilm. Immer wieder war er auch am Broadway aktiv.

Aber erst in den 1930er Jahren und mit dem Aufkommen des Tonfilms fand Smith seine Position, indem er durch seine „europäische Art” der Ehre und Tradition meist respektable Persönlichkeiten wie Offiziere von Polizei und Militär - in Alfred Hitchcocks Thriller Rebbeca und im Abenteuerfilm Vier Federn; erfolgreiche Geschäftsmänner - als wohlhabender Großwildjäger in Tarzan, der Affenmensch; oder Aristrokraten - z.B. als Earl of Dorincourt in Der kleine Lord (1936); verkörperte.

Diese Rollen machten ihn zu einem der erfolgreichsten Darsteller seines Alters in Hollywood. Er spielte neben Legenden wie Elizabeth Taylor, Clark Gable, Vivien Leigh, Laurence Olivier, Greta Garbo, Douglas Fairbanks Jr., Marlene Dietrich, Shirley Temple, Ronald Colman und Gary Cooper. So drehte er bis zu seinem Tod über 100 Filme.

Privates und Auszeichnungen [Bearbeiten]

Während seines Südafrika-Aufenthaltes lernte er Isabella Wood kennen und lieben – ein Jahr später heirateten sie und bekamen eine Tochter. Obwohl er Schauspieler geworden war, blieb er dem Cricket in seiner Freizeit treu: Jahre 1932 gründete Aubrey Smith den, später renommierten, Hollywood Cricket Club und spielte neben David Niven und Boris Karloff des Öfteren mit. Unter anderem fungierte er auch als Club-Präsident. Smith starb am 20. Dezember 1948 an den Folgen einer Lungenentzündung.

1938 wurde er zum Commander des Order of the British Empire ernannt und sechs Jahre später von Georg VI. zum Ritter geschlagen, sodass Smith sich für seine letzten Lebensjahre "Sir" nennen durfte. Smith starb am 20. Dezember 1948 nur kurz nach seinem letzten Film an den Folgen einer Lungenentzündung. Er besitzt einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. In einer Episode der Zeichentrickserie Die Simpsons spielt die Figur des Commander McBragg mit, die eine Parodie auf Smith und seine typischen Rollen ist.

Filmografie [Bearbeiten]

  • 1915: The Builder of Bridges
  • 1915: John Glayde's Honor
  • 1916: Jaffery
  • 1916: The Witching Hour
  • 1918: Red Pottage
  • 1920: The Face at the Window
  • 1920: Castels in Spain
  • 1920: The Bump
  • 1920: The Shuttle of Life
  • 1922: The Bohemian Girl
  • 1922: Flames of Passion
  • 1923: The Temptation of Carlton Earle
  • 1924: The Unwanted
  • 1924: The Rejected Woman
  • 1928: Es tut sich was in Hollywood (Show People)
  • 1930: Birds of Prey
  • 1930: Such Is The Law
  • 1930: Passion Flower
  • 1931: The Bachelor Father
  • 1931: Trader Horn
  • 1931: Contraband Love
  • 1931: Daybreak
  • 1931: Never The Twain Shall Meet
  • 1931: Just A Gigolo
  • 1931: The Man in Posession
  • 1931: Der Sohn des Rajah (Son of India)
  • 1931: Guilty Hands
  • 1931: The Phantom of Paris
  • 1931: Surrender
  • 1931: Polly of the Circus
  • 1932: Tarzan, der Affenmensch (Tarzan the Ape Man)
  • 1932: ... but the Flesh is weak
  • 1932: Schönste, liebe mich (Love Me Tonight)
  • 1932: Ärger im Paradies (Trouble in Paradise)
  • 1932: No More Orchids
  • 1932: They Just Had To Get Married
  • 1933: The Monkey's Paw
  • 1933: Hotel auf dem Ozean (Luxory Liner)
  • 1933: Secrets
  • 1933: Liebeslied der Wüste (The Barbarian)
  • 1933: Adorable
  • 1933: Morning Glory
  • 1933: Curtain at Eight
  • 1933: Sexbombe (Bombshell)
  • 1933: Königin Christine (Queen Christina)
  • 1934: Die Rothschilds (The House of Rothschild)
  • 1934: Die Spielerin (Gambling Lady)
  • 1934: Die große Zarin (The Scarlet Empress)
  • 1934: One More River
  • 1934: Bulldog Drummond Strikes Back
  • 1934: Caravan
  • 1934: Cleopatra
  • 1934: We Live Again
  • 1934: The Firebird
  • 1935: Bengali (The Lives of a Bengal Lancer)

Literatur [Bearbeiten]

  • David Rayvern Allen: Sir Aubrey: Biography of C. Aubrey Smith, England Cricketer, West End Actor, Hollywood Film Star. Elm Tree Books, 1982, ISBN 978-0-241-10590-0
  • H. Walter Wills: The Anglo-African Who's Who. Jeppestown Press, 1907, ISBN 0-9553936-3-9

Weblinks [Bearbeiten]