LGV Rhône-Alpes

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
LGV Rhône-Alpes
Strecke der LGV Rhône-Alpes
Kursbuchstrecke (SNCF): 500
Streckennummer (RFF): 752 000
Streckenlänge: 115 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem: 25 kV 50 Hz ~
Höchstgeschwindigkeit: 1. Abschnitt: 300 km/h
2. Abschnitt: 320 km/h
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
380,54 Ausfädelung aus der LGV Sud-Est
Planfreie Kreuzung – unten
Bahnstrecke Lyon–Bourg-en-Bresse
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
393,23 Tunnel des Dombes (501 m)
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
Tunnel de la Costière (291 m)
BSicon STR.svg
Planfreie Kreuzung – oben
394,96 Viaduc de la Costière
(Bahnstrecke Lyon–Genève; 1725 m)
BSicon STR.svg
Brücke über Wasserlauf (groß)
399,59 Viaduc de Rhône (Rhône; 535 m)
Bahnhof, Station
409,75 Lyon-Saint-Exupéry TGV
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
410,69 nach Grenoble
Planfreie Kreuzung – unten
Bahnstrecke Lyon–Grenoble
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
418,76 von Grenoble
Brücke (groß)
437,54 Viaduc de Savas-Mépin (565 m)
Brücke (groß)
439,14 Viaduc de Meyssiez (535 m)
Tunnel
441,56 Tunnel de Meyssiez (1780 m)
Brücke (groß)
464,69 Viaduc de Bancel (218 m)
Tunnel
466,65 Tunnel de la Galaure (2680 m)
Brücke über Wasserlauf (groß)
489,67 Viaduc de l’Isère (Isère; 222 m)
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
zur Bahnstrecke Valence–Moirans
Strecke – geradeaus
495,46 Anschluss an die LGV Méditerranée

Die LGV Rhône-Alpes, kurz für Ligne à grande vitesse Rhône-Alpes, ist eine Schnellfahrstrecke in Frankreich. Sie ist 115 Kilometer lang, wird von TGV-Zügen befahren und ist nach der Region Rhône-Alpes benannt, in der sie liegt. Die Strecke umfährt den Großraum von Lyon und führt bis in die Nähe von Valence.

Strecke[Bearbeiten]

Es werden vier Départements durchquert; von Nord nach Süd sind dies Ain, Rhône, Isère und Drôme. Die Strecke beginnt bei Montanay, wo sie von der LGV Sud-Est abzweigt. Sie verläuft zunächst in südöstlicher Richtung, überquert die Rhône auf schwenkt südwärts. Der erste Abschnitt endet bei Saint-Quentin-Fallavier, wo eine Ausfädelung auf die Altbaustrecke Lyon-Grenoble besteht, die auch von Zügen in Richtung Italien benutzt wird.

Der zweite Abschnitt besitzt zwei längere Tunnel, den Tunnel de Meyssiez (1780 m) und den Tunnel de la Galaure (2680 m). Wenige Kilometer nach Überquerung der Isère endet die Strecke bei Saint-Marcel-lès-Valence. Sie geht einerseits in die LGV Méditerranée in Richtung Süden über, andererseits besteht hier eine Ausfädelung auf die Altstrecke nach Valence.

Merkmale[Bearbeiten]

Die Strecke bedeckt eine Fläche von 12,18 km², fast genau gleich viel wie der Flughafen Saint-Exupéry. Sie ist wie die LGV Sud-Est für eine nominelle Geschwindigkeit von 300 km/h ausgerichtet, mit einem Mindestkurvenradius von 4000 m und einem Gleismittenabstand von 4,2 m. Auf dem zweiten Abschnitt können die Züge sogar mit 320 km/h verkehren. Die Höchstneigung beträgt 3,5 %.

Zu den Kunstbauten gehören zehn Viadukte mit einer kumulierten Länge von 4,5 km sowie vier Tunnel mit einer kumulierten Länge von 5,3 km. Elektrifiziert ist die vollständig doppelgleisig ausgebaute Strecke mit 25 kV 50 Hz Wechselstrom. Überwacht und gesteuert wird die gesamte Strecke von einem Kontrollraum im Bahnhof Lyon-Perrache aus.

Bahnhöfe[Bearbeiten]

An der LGV Rhône-Alpes befindet sich der Bahnhof Lyon-Saint-Exupéry TGV auf dem Gebiet der Gemeinde Colombier-Saugnieu. Der Bahnhof wurde vom Spanier Santiago Calatrava entworfen und gilt als architektonisches Meisterwerk; es erschließt den Flughafen Lyon Saint-Exupéry.

Ereignisse[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerhard Scheuch: Zwei Hochgeschwindigkeitsstrecken in Frankreich. In: Baukultur, Heft 3, 1994, S. 58–62, ISSN 0722-3099

Weblinks[Bearbeiten]