Ladykillers (2004)

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Filmdaten
Deutscher Titel Ladykillers
Originaltitel The Ladykillers
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2004
Länge 104 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
JMK 10[1]
Stab
Regie Ethan und Joel Coen
Drehbuch Ethan Coen
Joel Coen
William Rose
Produktion Ethan Coen
Joel Coen
Musik Melvin Adams
Kenneth Anthony
Kamera Roger Deakins
Schnitt Roderick Jaynes
Besetzung

Ladykillers ist ein Spielfilm aus dem Genre der Heist-Movies und die Neuverfilmung des gleichnamigen Films aus dem Jahr 1955.

Handlung[Bearbeiten]

Um den Tresorraum des New Orleans Riverboat Casinos auszuräumen, quartiert sich der (selbsternannte) Professor Goldthwait Higginson Dorr bei der alten, kämpferisch frommen Witwe Munson als Zimmermieter ein. Sein Plan ist es, mit seinen vier Kumpanen einen Tunnel vom Keller aus zum Casino zu graben. Damit die alte Dame keinen Verdacht schöpft, gibt sich die Bande als Kammerorchester aus, das im Keller übt. Tatsächlich wird die Musik von einem mitgebrachten Kassettenrekorder abgespielt, während die Gauner ihren Einbruch vorantreiben. Der Coup gelingt, das Geld fällt in die Hände der Verbrecher. Als die Bande den Tunnel mit einer Sprengung wieder zuschüttet, entdeckt Mrs. Munson die Sache. Sie fordert die Bande auf, das Geld zurückzugeben und am Sonntag in die Kirche zu gehen, andernfalls werde sie die Polizei informieren. Die Verbrecher beschließen, Mrs. Munson umzubringen. Gawain MacSam kommt im Streit mit Garth Pancake um, als es darum geht, wer Mrs. Munson umbringen soll. Garth Pancake wird wiederum durch den General beseitigt, als er versucht, mit dem Geld und seiner Freundin Mountain Girl das Weite zu suchen. Der General selbst verunglückt bei dem Versuch, Mrs. Munson zu beseitigen. Immer werden die Leichen von einer Brücke auf ein Schiff geworfen, das Müll transportiert. Bei dem Versuch, Professor Dorr daran zu hindern, nun selbst Mrs. Munson umzubringen, erschießt sich der geistig beschränkte Lump Hudson auf der Brücke versehentlich und landet ebenfalls auf dem Mülltransportschiff. Professor Dorr freut sich bereits, dass er nun der einzige ist, dem das Geld zusteht, als ihm ein Teil einer Brückenskulptur auf den Kopf fällt und er ebenfalls tot auf das Schiff stürzt. Als kein Verbrecher mehr übrig, das Geld aber noch da ist, geht Mrs. Munson zur Polizei. Die Polizisten Sheriff Wyner und der Deputy Sheriff sind völlig mit der Aufklärung des Verbrechens beschäftigt und glauben Mrs. Munson nicht, da sie ihnen als senil gilt. Um sie loszuwerden, sagen sie ihr, dass sie das Geld behalten kann. Daraufhin spendet sie das Geld der Bob Jones University, einer Bibelschule in Greenville, South Carolina.

Trivia[Bearbeiten]

Wie bereits in der Originalverfilmung wird als „Playbackmusik“ für die vorgetäuschte Probe zu Anfang das Menuett von Boccherini verwendet, ein reines Streichquintett. Die Ganoven rücken jedoch – abgesehen von einer Geige als einzigem Streichinstrument – mit mehr oder minder exotischen Musikinstrumenten an: einer Theorbe, einer Posaune, einem Parforcehorn sowie einer dreihälsigen Gitarre, die vom General zwischen den Knien stehend wie ein Cello gehalten wird, als Mrs. Munson nach dem Rechten sieht. Der Professor gibt sich als Liebhaber der Musik der Renaissance aus. Weiterhin ist das Porträt von Mrs. Munsons verstorbenem Ehemann im Verlauf des Films mehrfach mit unterschiedlichen – der jeweiligen Situation angemessenen – Gesichtsausdrücken zu sehen.

Kritiken[Bearbeiten]

„Die Coen-Brüdern Joel und Ethan haben sich diesmal das Remake des gleichnamigen Klassikers mit Alec Guinness vorgenommen. Leider haben sie die im London der Nachkriegszeit spielende Story in den Süden der USA von heute verlegt. Nur wenige Gags funktionieren, weil einige der Figuren völlig überzeichnet wurden. Auch wenn Tom Hanks brilliert, werden alle, die das Original kennen, maßlos enttäuscht sein.“

prisma-online[2]

„Der von Spielwitz und klugen Zitationen getragene Film transferiert den nostalgischen Charme der Vorlage in die Jetztzeit und unterhält mit inszenatorisch souveräner Leichtigkeit.“

Lexikon des internationalen Films[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film nahm bei den Filmfestspielen von Cannes 2004 am offiziellen Wettbewerb teil. Irma P. Hall erhielt dort den Jurypreis für ihre schauspielerische Leistung. Die Darstellerin wurde noch mit weiteren Preisen bedacht, darunter der Black Reel Award in der Kategorie Musical/Komödie und ein Saturn Award als beste Nebendarstellerin.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kennzeichnung der Jugendmedienkommission.
  2. http://www.prisma-online.de/tv/film.html?mid=2004_ladykillers
  3. http://www.filmevonabisz.de/filmsuche.cfm?wert=522666&sucheNach=titel

Weblinks[Bearbeiten]