Liberty of Action

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Liberty of Action
Studioalbum von The BossHoss
Veröffentlichung 9. Dezember 2011
Label Universal; Island Records
Format CD, CD+DVD (Deluxe Version)
Genre Rock, Indie, Country, Funk
Anzahl der Titel 14, 18 auf der Deluxe Version
Laufzeit 63:35 (Deluxe Version)

Besetzung

Darüber hinaus:

Produktion Hoss Power
Studio Sonnenstudio Music, Berlin
Chronologie
Low Voltage
(2010)
Liberty of Action

Liberty of Action ist das 2011 erschienene, sechste Studioalbum der deutschen Band The BossHoss. Das Album beinhaltet überwiegend Kompositionen der Band und neben Country-Musik auch Elemente aus Punk, Funk, Rockabilly und Calypso. Das Album ist der bisher größte kommerzielle Erfolg der Band.

Titelliste[Bearbeiten]

  1. Liberty of Action (Power)
  2. Don’t Gimme That (Bobbit/Power)
  3. Live It Up (Power)
  4. The Answer (Power)
  5. I Keep on Dancing (Power)
  6. My Way (Power)
  7. Still Crazy 'Bout Elvis (Power/Leiber/Stoller/Vonne/Williamson)
  8. Hayday (Power)
  9. My Country (Schneider/Lorenz/Lindemann/Landers/Kruspe/Riedel)
  10. Sex on Legs (Power)
  11. Riding High, Singing Low (Power)
  12. Money (That’s What I Want) (Gordy/Bradford)
  13. Run Run Devil (Power/Garvey)
  14. Killers (Kilmister/Campbell/Dee) -

Bonustracks auf der Deluxe Version

  1. L.O.V.E. (Kaempfert/Gabler)
  2. Dr. Kitch (Roberts)
  3. My Way (Drifter Version) (Power)
  4. Hey Baby Don’t Gimme That (Mississpi Beat Machine) (Power)
The BossHoss beim Konzert im Familiengarten Eberswalde

Auf iTunes erschien das Album mit einem weiteren Bonus-Stück, genannt Burning Love.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Im Juli und August 2010 war die Band unterwegs durch Texas, speziell in den Städten Austin, San Antonio[2] und Houston, wo sie sich Inspiration für das neue Album holte, sie spielten drei kleine Shows wie beispielsweise im Continental Club in Austin[3], darauf schrieb die lokale Presse Artikel mit Überschriften wie Holy Scheiße, oder Sturm und Twang, so Hoss Power[4]. Zudem ließen sie in Texas Fotos für das Cover und das Booklet machen, so zeigt letzteres beispielsweise Ernesto Escobar de Tijuana bei Schießübungen. Der Deluxe Version ist ein Poster beigelegt, das die ganze Band vor der Kapelle Gay Hill zeigt und auf der Rückseite das Albumcover im Großformat.[5] Auszüge der Tour durch Texas sind auf der der Deluxe-Edition beigelegten DVD zu sehen. Im Dezember 2012 erschien die sogenannte Black Edition von Liberty of Action mit einigen neuen Titeln und einer anderen beigelegten DVD.

Beteiligte Personen[Bearbeiten]

Erstmals nach Internashville Urban Hymns tritt hier ein Gastsongschreiber auf. Auch Hank Williamson komponierte auf Still Crazy ’Bout Elvis, abermals nach Crazy About Mary von dem Album Do or Die ein Lied mit.

Das Schlagzeugspiel von Sir Frank Doe verzichtet oft auf typische Countryrhythmen und basiert auf Rock-orientierten Beats, auch die Gitarrenriffs sind größtenteils auf Rock ausgerichtet. Mit L-O-V-E wurde der erste Swingsong der Band veröffentlicht, der einen starken Kontrast zu dem dem Rock zuzuordnen Album bildet. Als Gastmusiker treten Nena und Rea Garvey sowie Jesse Hughes, Patricia Vonne und The Tijuana Wonderbrass auf.

Nicht nur als Produzent, sondern auch als Arrangeur und Mixer war Hoss Power tätig, als Toningenieur betätigte sich auf Liberty of Action Guss Brooks, abermals nach Low Voltage. Der Bereich Grafikdesign wurde von Boss Burns als Werbedesigner bedient, der dies schon bei allen zuvor veröffentlichten Alben seit Rodeo Radio getan hatte.

Erläuterungen zu den Stücken[Bearbeiten]

Liberty of Action[Bearbeiten]

Die stark vom Hauptriff geprägte Eigenkomposition von Hoss Power, ist ein klassischer Rock-Opener, ähnlich wie das vier Jahre zuvor veröffentlichte Stallion Battalion. Das Titellied wurde allerdings nie als Single ausgekoppelt.

Don’t Gimme That[Bearbeiten]

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Der Funk-Titel entstand aus einem Sample des Liedes Give It Up or Turnit a Loose von James Brown aus dem Jahr 1969.[6] Erneut wurde hier auf die Tijauana-Wonderbrass-Bläsergruppe zurückgegriffen, die schon auf Low Voltage zu hören war. Die Single-Auskopplung ist der bisher kommerziell erfolgreichste Titel der Band. Auch hier treten erkennbare Backing Vocals wieder in Erscheinung.

Live It Up[Bearbeiten]

Auch dieses Stück bietet charakteristischen Hintergrundgesang, mit Country in diesem sonst sehr Hip-Hop-typischen Stück. Erinnert allzu sehr an die Aufnahmen Cypress Hills.

The Answer[Bearbeiten]

Das zweite Countrylied auf Album, hier treten die Backgroundvocals kaum noch in Erscheinung. Ein nachdenkliches Lied, das die Tanzlieder unterbricht.

I Keep on Dancing[Bearbeiten]

Das Lied kann dem Alternative-Rock zugeordnet werden und weist Ähnlichkeiten mit Stücken der Beatsteaks auf.

My Way[Bearbeiten]

Der Truckersong auf diesem Album, doch ganz anders als Truck ’n’ Roll Rules. Der dritte Einsatz für Ernesto Escobar de Tijuanas Keytar, zudem Hank Williamsons erstes Mundharmonikasolo.

Still Crazy ’Bout Elvis[Bearbeiten]

The BossHoss und Patricia Vonne bekunden Elvis Presley ihren Respekt, wie an den Textzeilen and I if would be a girl, I would marry him (und wenn ich ein Mädchen wäre, würde ich ihn heiraten) und and if he would still be there, he would be my teddy bear (und wenn er immer noch hier wäre, würde er mein Teddybär sein) zu erkennen ist.

Hayday[Bearbeiten]

Bei diesem Rockabillylied sind die Gitarrenriffs von Hoss Power dominierend. Wieder ein Einsatz für Keytar und Melodica.

My Country[Bearbeiten]

Cover der Metal-Band Rammstein, in Zusammenarbeit mit derselben entstanden, die sich schon 2009 wünschte, von der Gruppe gecovert zu werden.[7] Nicht nur der Stil, sondern auch der Text wurde in typische Country-Atmosphäre umgewandelt. My Country ist auch auf der B-Seite der Rammstein-Single Mein Land zu hören.[8] Erster Einsatz für Hank Williamsons Mandoline. Zudem mit einem Gitarren- und einem Mundharmonikasolo versehen.

Sex on Legs[Bearbeiten]

Ein Discolied, auf dem die Perkussionsinstrumente oder ein Synthesizer Pferdegalopp zu imitieren suchen. Drittes Mundharmonikasolo auf dem Album.

Riding High, Singing Low[Bearbeiten]

Der Rockabilly-Titel auf dem Album, mit dem Hoss Power an seine Zeit mit Hot Boogie Clillun anknüpft. Hier spielt er eines der wenigen Male elektrische Rhythmusgitarre.

Money (That’s What I Want)[Bearbeiten]

In der Version von The Sonics, den Namensgebern der Band[9], zusammen mit dem Frontmann der Band Eagles Of Death Metal Jesse Hughes aufgenommen. Auf dem Rockabilly-Song Money kommen die Backing Vocals der Band erneut zum Einsatz.

Run Run Devil[Bearbeiten]

Düsterer Song mit eingängigem Rhythmus, in dem The BossHoss mit Gastmusiker Rea Garvey Themen wie Gesellschaftskritik, Religion, aber auch Humor besingen. Bassist Brooks spielt statt Kontra- E-Bass.[10]

Killers[Bearbeiten]

Dieses Motörhead-Cover ist wohl eines der Cover der Band, das dem Original am wenigsten ähnlich klingt, das Hauptriff, das im Original von Lemmy Kilmister auf dem Bass gespielt wird, spielt hier Hank Williamson auf der Mandoline, was dem Song seine vom Metal-Sound geprägte Klangfarbe nimmt und diese in eine typische Country-Umgebung versetzt.

Kritiken[Bearbeiten]

  • Sono (Dezember 2011 / Januar 2012): ,,Die Basis, von der aus sie ihre Exkursionen starten, bleibt zwar urwüchsiger Rock ’n’ Roll, gewürzt mit Country-Anleihen, doch diesmal setzen sie von Beginn an auf eine deutlich größere stilistische Bandbreite. Das zeigt sich besonders eindrucksvoll bei der ersten Single „Don’t Gimme That“, mit der die Cowboys von der Spree ungewohnt poppige Wege einschlagen.[11]
  • Stereo (Februar 2012):,,Mit dem Pioniergeist der ersten weißen Siedler ziehen sie gen Neuland, stecken ihre Claims selbstbewusst auf den Feldern Blues, Pop, Funk und Disco („Sex on Legs“) ab.[12]
  • Audio (Februar 2012) : ,,lhr typischer Rock ’n’ Roll wird mit Calypso, Funk und Pop vermischt. Gut so, denn so werden die Songs der Berliner Cowboys nicht langweilig.[13]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://itunes.apple.com/de/album/liberty-action-special-deluxe/id480112586#
  2. http://www.audio.de/ratgeber/the-bosshoss-niemals-neben-bohlen-1217159.html
  3. http://www.szene.it/magazin/The_Bosshoss.html
  4. http://www.audio.de/ratgeber/the-bosshoss-niemals-neben-bohlen-1217159.html
  5. http://www.giga.de/musik/the-bosshoss-neues-album-liberty-of-action-album-kritik/
  6. http://www.youtube.com/watch?NR=1&feature=endscreen&v=tEvSJVqcwNE
  7. http://www.terrorverlag.de/rezensionen/the-bosshoss/liberty-of-action/
  8. http://www.monstersandcritics.de/artikel/201149/article_196600.php/CD-Kritik-Liberty-of-Action-von-The-BossHoss
  9. http://www.fairaudio.de/artikel/musik-rezension/2011/12_dez/musik-interview-the-boss-hoss-cd-liberty-of-action.html
  10. http://www.youtube.com/watch?v=pEBDZYQJrTQ&feature=relmfu
  11. http://www.jpc.de/jpcng/poprock/detail/-/art/BossHoss-Liberty-Of-Action/hnum/1484560
  12. http://www.jpc.de/jpcng/poprock/detail/-/art/BossHoss-Liberty-Of-Actio/hnum/1484560
  13. http://www.jpc.de/jpcng/poprock/detail/-/art/BossHoss-Liberty-Of-Action/hnum/1484560