Rea Garvey

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Rea Garvey bei einem Reamonn-Konzert

Raymond Michael „Rea“ Garvey (* 3. Mai 1973 in Tralee, County Kerry, Irland[1]) ist Sänger, Gitarrist und war Frontmann der 2010 aufgelösten deutschen Band Reamonn. Außerdem arbeitet er als Songwriter und Sänger immer wieder mit anderen Musikern zusammen.

Biografie[Bearbeiten]

Rea Garvey wuchs in der irischen Stadt Tralee mit sieben Schwestern auf.[2] 1998 verließ er Irland und kam nach Deutschland. Er arbeitete anfangs als Roadie und T-Shirt-Verkäufer auf Festivals. 1998 suchte er per Zeitungsannonce Mitstreiter für eine Band („Sänger sucht Band für Platte und Tour“). Wenig später fanden sich Mike Gommeringer, Sebastian Padotzke, Uwe Bossert und Philipp Rauenbusch zusammen und gründeten die Band Reamonn. Rea Garvey ist seit 2002 verheiratet und lebte zusammen mit seiner Ehefrau und der 2005 geborenen Tochter zunächst in Berlin. Mittlerweile sind sie nach Hadamar bei Limburg an der Lahn gezogen.

Rea Garvey war nicht nur Sänger von Reamonn, sondern sang unter anderem den Jam-&-Spoon-Hit Be Angeled. Die Zusammenarbeit wurde bei dem Song Set Me Free fortgesetzt.

Bei der Show Alive and Swinging sang Rea Garvey gemeinsam mit Xavier Naidoo, Sasha und Michael Mittermeier die Klassiker von The Rat Pack. Die Gala wurde zugunsten der Stiftung Saving an Angel veranstaltet. Diese Show wird seit Ende 2011 fortgesetzt.

Außerdem ist er als Songwriter tätig. Er schrieb unter anderem den englischen Text des Songs Sweetest Poison von Nu Pagadi. Weiterhin komponierte er den Song Ready Steady Go, der von Elli interpretiert wurde. Rea Garvey arbeitete außerdem mit der Mittelalter-Metal-Band In Extremo zusammen und steuerte zum Lied Liam den irischen Text bei. 2005 trug Rea Garvey für den Soundtrack des Kinofilms Barfuss zwei Songs bei. Zum einen handelt es sich um eine Cover-Version des Leonard-Cohen-Klassikers Hallelujah, zum anderen den selbst geschriebenen Song Walk with Me.

2006 nahm er zusammen mit Nelly Furtado eine Version des Nr.-1-Hits All Good Things (Come to an End) auf. 2007 nahm er zusammen mit Paul van Dyk den Titel Let Go auf, der auf dessen 2007 erschienenem Album In Between zu finden ist. Außerdem findet man den Song Anna & Ludo / Hold Me Now von ihm auf dem 2007 erschienenen Soundtrack zu Til Schweigers Film Keinohrhasen. 2008 förderte er den irischen Künstler SJ McArdle im Rahmen des Projektes IdeenSounds, eine Initiative, die sich zum Ziel gemacht hat, den musikalischen Nachwuchs nachhaltig, langfristig und unabhängig von den kommerziellen Spielregeln des Musikmarktes aufzubauen. Mit SJ McArdle nahm er dessen Song Turn the World auf, der auf dem ersten IdeenSounds Sampler erscheint.

Im März 2010 war er neben dem Jurypräsidenten Stefan Raab und der Sängerin Joy Denalane Jurymitglied in der Show Unser Star für Oslo, welche den deutschen Beitrag für den Eurovision Song Contest 2010 suchte. Im selben Monat erhielt er bei der Echoverleihung 2010 in Berlin einen Echo für sein soziales Engagement. 2010 produzierte er außerdem den Titel Each Tear mit Mary J. Blige, welcher auf ihrem Album Stronger with Each Tear erschien. 2011 nahm er zusammen mit ATB den Titel Running a Wrong Way auf, der sich auf dessen 2011 erschienenen Album Distant Earth befindet. Im September 2011 ist sein erstes Soloalbum Can't Stand the Silence erschienen, das er zusammen mit Andy Chatterley produziert hat.

Von November 2011 bis Februar 2012 war Garvey als einer von fünf Coaches bei der ersten Staffel der Castingshow The Voice of Germany zu sehen, in der gesangliche Nachwuchstalente gesucht werden.[3][4] Als Co-Coach stand ihm die britische Singer-Songwriterin Nerina Pallot zur Seite.[5] Auch in der zweiten Staffel war er als Coach zu sehen und stellte mit seinem Schützling Nick Howard den Sieger.

Garvey ist Botschafter des 2011 gestarteten „Clearwater-Project“. Im Rahmen dieses Projekts werden Wasseraufbereitungsanlagen für Menschen am Amazonas in Ecuador bereitgestellt, deren natürliche Grundlagen von der Industrie auf der Suche nach Öl und Gas zerstört worden sind.[6]

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[7] Anmerkung
DE AT CH
2011

2012

Can't Stand the Silence

Can't Stand the Silence - The Encore

4 25 23

Verkäufe D: +200.000 (Platin)[8]

AT: +20.000 (Platin)[9]

Die Verkäufe von "Can´t Stand the Silence - The Encore" fließen in die Gesamtverkäufe mit ein.

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[7] Anmerkung
DE AT CH
2000 Heal Yourself mit New Rock Conference
2001 Be Angeled 16 15 53 Jam & Spoon feat. Rea Garvey
2004 Set Me Free (Empty Rooms) 22 57 Jam & Spoon feat. Rea Garvey
2006 Liam 51 In Extremo feat. Rea Garvey
2006 All Good Things (Come to an End) 1 1 1 Nelly Furtado feat. Rea Garvey
2007 Let Go 21 Paul van Dyk feat. Rea Garvey
2008 Hallelujah 58
2010 Each Tear Mary J. Blige feat. Rea Garvey/K’naan
2011 Can’t Stand the Silence 17 65
2011 Heroes/Helden 28 50 (mit Nena, Xavier Naidoo und The BossHoss)
2012 Colour Me In 12 28 46
2012 Heart of an Enemy 47
2012 Wild Love 18 6 60 Verkäufe D: +150.000 (Gold)[10]

Reamonn[Bearbeiten]

→ für Veröffentlichungen mit seiner Band Reamonn, siehe: Reamonn/Diskografie

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2010: Echo: In der Kategorie Ehrenecho für soziales Engagement
  • 2012: Radio Regenbogen Award: In der Kategorie Künstler National[11]
  • 2012: Diva: In der Kategorie Music Artist of the Year[12]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.allmusic.com/artist/mn0000609557
  2. Sigrun Weinhardt: Rea Garvey im Interview. femlife.de, 19. Oktober 2012, abgerufen am 25. Februar 2013.
  3. The Voice-Coaches komplett auf www.quotenmeter.de
  4. Spiegel Online (2. Dezember 2011): Spitzen-Quote für „The Voice of Germany“ Nobody, du bist der Größte
  5. http://www.universal-music.de/home/alle-genres/news/article:204453/nerina-pallot-kommt-zu-the-voice-of-germany
  6. The Voice of Germany – Helft Rea Garvey dabei, weiterhin für Clear Water zu sammeln
  7. a b Chartquellen: DeutschlandÖsterreichSchweiz
  8. http://www.musikindustrie.de/gold_platin_datenbank/#topSearch
  9. http://www.ifpi.at/?section=goldplatin
  10. http://www.musikindustrie.de/gold_platin_datenbank/#topSearch
  11. [1]
  12. Abendzeitung München: Diva im Bayerischen Hof - Awards für Promis in München: Die wahren „Diven“

Weblinks[Bearbeiten]