Liste bayerischer Hoflieferanten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bayerisches Hoflieferantenschild am Stammhaus Dallmayr in München
Die Königlich Bayerischen Hoflieferanten durften das mittlere Wappen Bayerns öffentlich führen
Hoflieferantendiplom an den Schuhmachermeister Eduard Meier vom 7. März 1895
Hoflieferantendiplom von König Ludwig II. für Farina in Köln (1872)

Königlich Bayerischer Hoflieferant[Bearbeiten]

Der Titel Königlich Bayerischer Hoflieferant wurde von den Bayerischen Königen sowie von Prinzregent Luitpold vergeben. Mit Erwerb des Titels hatten die Hoflieferanten die Ehre, das königliche Wappen zu führen und Mitglieder der Königlichen Familie laufend zu beliefern. Traditionell sehen es diese Häuser als Pflicht, bis heute Produkte anzubieten, die auch die Gunst des Königs fänden.[1]

Herzoglich Bayerischer Hoflieferant[Bearbeiten]

Auch die wittelsbacher Seitenlinie der Herzöge in Bayern verlieh den Hoflieferantentitel an Geschäfte bzw. Unternehmen ihrer Wahl. Öfter waren die Firmen sowohl königliche als auch herzoglich bayerische Hoflieferanten und verwandten diese doppelte Ehre auch zur Reklame.

Königlich bayerische Hoflieferanten[Bearbeiten]

In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Bitte Liste vervollständigen, mit Belegen ergänzen.

Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst, aber kopiere bitte keine fremden Texte in diesen Artikel.

Die unvollständige Liste unten der offiziellen Hof-Titelträger ist nach Nachnamen aufgestellt:

  • F. A. Ackermanns Kunstverlag – Königlich Bayerischer Hoflieferant seit 1879 (Adresse: Meglingerstraße 60)[2]
  • Michael Bscher, Kgl. bayer. Hofphotograph, Salzstrasse K.94, Kempten und vis á vis dem Bahnhof Immenstadt [3]
  • G. Greul, Kgl. Bayr. u. H. Sächs. Hofphotograph Sr. Kgl. Hoheit des Prinzen Ludwig v. Bayern , Paradeplatz 2, Würzburg [4]
  • Andreas Huber – Königlich Bayerischer Hofuhrenlieferant (Adresse: Residenzstr. 11)
  • Ludwig Beck (Adresse: Marienplatz 11)
  • Brückner-Bublitz – Königlich bayerischer Hoflieferant seit 11. März 1905 (Parfümerie)
  • V. Berdux Pianoforte-Fabrik – Königlich Bayerischer Hoflieferant
  • Heinrich Cohen – Königlich bayerischer Hoflieferant seit 1821 (Kurzwaren und Mode), arisiert 1937[5]
  • Dallmayr – Königlich Bayerischer Hoflieferant (Adresse: Dienerstr. 14–15)
  • Develey Senf & Feinkost – Königlich Bayerischer Hoflieferant seit 1874
  • Albert Diesbach, Möbelfabrikation, München
  • Joseph Eilles – Königlich Bayerischer Hoflieferant seit 1873 (Adresse: Residenzstr. 13)
  • Heinrich Georg Erbshäuser – Königlich Bayerischer Hoflierant (Konditorei und Chocoladefabrik)
  • Kaspar Faber, „Charcutier“ (Schweinemetzger) in Bad Kissingen (Oberer Markt, heute: Obere Marktstraße), stellte seit Geschäftsübernahme im Jahr 1898 fünfzehn Wurstsorten und zwei Schinkensorten her, die seinen Kunden derart mundeten, dass die kurende Obrigkeit ihn alsbald zum Königlich Bayerischen Hoflieferant ernannte [6]
  • Farina gegenüber – Königlich Bayerischer Hoflieferant von SM König Ludwig II, 1872 (Eau de Cologne)
  • Farina gegenüber – Königlich Bayerischer Hoflieferant von SM König Otto, 1894 (Eau de Cologne)
  • Franz Grainer, München, Königlich Bayerischer Hoffotograf
  • Jos. Feinhals - Zigarren und Tabakhandel - Königlich Bayerischer Hoflieferant ab ca. 1903, Köln (Adresse: Hohe Str. 63)
  • Graf, August - Landau in der Rheinpfalz, Königlich Bayerischer Hoflieferant, 1903
  • Bäckerei Haverland, Soest, Königlich Bayerischer Hoflieferant (Pumpernickel)
  • Hartmann, Hofphotograph, Luitpoldstr. 9, Bamberg [7]
  • Heiden (Adresse: Promenadeplatz 4)
  • J. Heimhuber, Sonthofen, Königlich Bayerischer Hofphotograph
  • L. Heiner, k.u.k. Hofzuckerbäcker (Adresse: Wollzeile 9, 1010 Wien), Königlich Bayerischer Hoflieferant seit 1899
  • Gebrüder Hemmerle, Orden und Juwelen
  • Theodor Hierneis – Delikatessen
  • Theodor Hilsdorf, Fotograf, Edenkoben (Pfalz)[8]
  • Honsell – Königlich Bayerischer Hoffriseur
  • Otto Jordan, Herrenwäsche-Fabrikant, München
  • Kaut-Bullinger – Königlich Bayerischer Hoflieferant seit 1894 (Adresse: Rosenstr. 8)
  • Alois Krieger, Hof-Photograph, Altstadt No.82, Landshut [9]
  • Lewandowski Miederwaren – Bayerischer Hoflieferant (nicht königlich, weil Frauenwäsche) für Königin Marie Therese v. Bayern, Frau Prinzessin Adalbert v. B., Frau Prinzessin Ludwig Ferdinand und Infantile Eulalia von Spanien. Zur Nazizeit wurden die Jüdisch-stämmigen Lewandowski enteignet, was auch das Ende für der eigene Miederwaren Herstellung blieb. Ein Geschäft, das nur noch den Namen trägt (keine Produktion) ist bis heute am Sendlinger Tor (D-80331 Sendlingerstr. 62) zu finden. Es wird allerdings nicht mehr von Nachkommen der Lewandoskys geführt. Das originale Kaufhaus stand einst am Marienplatz. Quelle Adressbuch München 1917
  • Kondrauer Mineralwasser – Königlich Bayerischer Hoflieferant
  • Marstaller (Adresse: Pacellistraße 2–4)
  • Arthur Marx, K. Bayer. Hofphotograph, Residenzstrasse 12, München [10]
  • Mayer´sche Hofkunstanstalt, Werkstätten für Glasgestaltung und Mosaik, von Joseph Gabriel Mayer 1847 gegründet, 1882 von König Ludwig II. zur "Königlichen Hofkunstanstalt" ernannt, Seidlstrasse 25, München[11]
  • Eduard Meier – Schuhmacherei seit 1596, Königlich Bayerischer Hoflieferant seit 1895 (Adresse: Residenzstr. 22)
  • Porzellanmanufaktur Nymphenburg
  • Sektkellerei J. Oppmann
  • Prantl Fr. Ant. (Franz Anton), Druck- und Lederwaren, gegr.1797, Königlich Bayerischer Hoflieferant (Adresse: Amiraplatz 3)
  • Joseph Radspieler (Adresse: Hackenstraße 7)
  • P. Rath – Karl Rothmüller (Adresse: Theatinerstr. 36)
  • Roeckl
  • Rottenhöfer (Adresse: Residenzstr. 25–26)
  • E. Rudolph, Kgl. Bayr. Hof-Photograph, Marien-Strasse 69, Hof[12]
  • Schachinger (Adresse: Josephspitalstr. 6)
  • Franz Scheiner – Königlich Bayerischer Hoflieferant (Militär-Formularien-Verlag)
  • Louis Schmetzer & Co. - Königlich Bayerische Hof-Holzwaren- und Kindermöbelfabrik
  • Sport Münzinger seit 1892 (Adresse: Marienplatz 8)[13]
  • Wilhelm Vogt, Königlich Bayerischer Hof-Uhr- und Taschen-Chronometermacher, München
  • Hans Weis, K. Bayer. Hofphotograph, nächst dem Bahnhof, Memmingen [14]

Herzoglich bayerische Hoflieferanten[Bearbeiten]

Reklame-Rückseite eines Fotos aus dem Atelier Josef Reitmayer, Tegernsee, Herzoglich Bayerischer und Herzoglich Anhaltischer Hoffotograf

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Marita Krauss: Die königlich bayerischen Hoflieferanten – Wo der König Kunde war. Volk Verlag, München 2007, ISBN 3937200274, S. 335.
  2. Ackermann Kunstverlag. Abgerufen am 26. April 2013.
  3. CDV und Revers eines Fotos (Privatsammlung des Einreichers). Abgerufen am 23. Januar 2014.
  4. CDV und Revers eines Fotos (Privatsammlung des Einreichers). Abgerufen am 23. Januar 2014.
  5. Jüdisches Leben in Bayern. Bayerischer Rundfunk, 8. September 2011, abgerufen am 26. April 2013.
  6. Faber Feinkost ehem. bayerischer Hoflieferant. Abgerufen am 26. April 2013.
  7. CDV und Revers eines Fotos (Privatsammlung des Einreichers). Abgerufen am 23. Januar 2014.
  8. Berthold Roland (Hrsg.): "Theodor Hilsdorf, 1868 – 1944; königl.-bayer. Hofphotograph". 1. Auflage, Edenkoben 1987.
  9. CDV und Revers eines Fotos (Privatsammlung des Einreichers). Abgerufen am 23. Januar 2014.
  10. CDV und Revers eines Fotos (Privatsammlung des Einreichers). Abgerufen am 23. Januar 2014.
  11. Geschichte. Mayer'sche Hofkunstanstalt GmbH, abgerufen am 20. Februar 2014.
  12. CDV und Revers eines Fotos (Privatsammlung des Einreichers). Abgerufen am 23. Januar 2014.
  13. Sport Münzinger Geschichte. Abgerufen am 26. April 2013.
  14. CDV und Revers eines Fotos (Privatsammlung des Einreichers). Abgerufen am 23. Januar 2014.
  15. Die herzogliche Hoflieferanteneigenschaft ist im Wikipedia-Artikel der Firma festghehalten
  16. Firmenwebseite mit Vermerk als ehemaliger Herzoglich Bayerischer Hoflieferant. Abgerufen am 23. Januar 2014.
  17. 126 Jahre Hauser. Fa. Hauser, abgerufen am 23. Januar 2014.
  18. Reklameanzeige aus eigener Sammlung im Artikel eingestellt
  19. CDV und Revers eines Fotos (Privatsammlung des Einreichers). Abgerufen am 23. Januar 2014.
  20. Webseite zur Firmengeschichte der Sektkellerei Oppmann. Freunde Historischer Wertpapiere, abgerufen am 23. Januar 2014.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]