Erding

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Erding
Erding
Deutschlandkarte, Position der Stadt Erding hervorgehoben
48.30644722222211.90755463Koordinaten: 48° 18′ N, 11° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Erding
Höhe: 463 m ü. NHN
Fläche: 54,64 km²
Einwohner: 34.402 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 630 Einwohner je km²
Postleitzahl: 85435
Vorwahl: 08122
Kfz-Kennzeichen: ED
Gemeindeschlüssel: 09 1 77 117
Adresse der
Stadtverwaltung:
Landshuter Straße 1
85435 Erding
Webpräsenz: www.erding.de
Oberbürgermeister: Maximilian Gotz (CSU)
Lage der Stadt Erding im Landkreis Erding
Oberding Eitting Berglern Langenpreising Moosinning Erding Bockhorn (Oberbayern) Taufkirchen (Vils) Dorfen Sankt Wolfgang (Oberbayern) Lengdorf Wartenberg (Oberbayern) Kirchberg (Oberbayern) Hohenpolding Steinkirchen (Oberbayern) Inning am Holz Fraunberg Isen Finsing Walpertskirchen Forstern Neuching Ottenhofen Pastetten Buch am Buchrain Wörth (Landkreis Erding) Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Ebersberg München Landkreis München Landkreis Landshut Landkreis FreisingKarte
Über dieses Bild

Erding ist eine altbayerische Herzogstadt, 36 km nordöstlich von Münchens östlicher Stadtgrenze und 36 km südwestlich von Landshut gelegen. Erding ist Große Kreisstadt im gleichnamigen Landkreis im Regierungsbezirk Oberbayern.

Erding liegt mit 34.402 Einwohnern in einem der zukunftsträchtigsten Landkreise Deutschlands, wie eine Untersuchung des „Berlin-Instituts für Weltbevölkerung und globale Entwicklung“ von 2004[2] aufzeigt (zweitbeste Bewertung nach Eichstätt) – demnach spielt der Flughafen München eine wesentliche Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung.

Geographie und Stadtgliederung[Bearbeiten]

Erdinger Schrannenplatz mit Stadtturm, davor eine Plastik von Karl Reidel

Erding liegt etwa 40 km in nordöstlicher Richtung vom Münchner Stadtzentrum entfernt. Im Erdinger Moos befindet sich der internationale Flughafen München Franz Josef Strauß. Dieser liegt etwa 5 km süd-südöstlich von Freising, ca. 39 km in nord-nordöstlicher Richtung von München sowie etwa 14 km in nord-nordwestlicher Richtung von Erding. Die Herzogsstadt hat rund 35.000 Einwohner. Die drei Stadtteile sind Erding, Altenerding und Langengeisling. Altenerding und Langengeisling waren zunächst eigenständig und existierten schon länger als Erding selbst. Erding liegt an der Sempt, einem kleinen Nebenfluss der Isar. Die Sempt fließt in einem Bogen im Osten um die Erdinger Altstadt, die im Westen von dem von der Sempt abzweigenden Fehlbach begrenzt wird.

Naturschutzgebiete[Bearbeiten]

  • Sinterbildung bei Wörth (Geotop-Nummer 177R003)

Geschichte[Bearbeiten]

Erdinger Rathaus
Sempt mit den Türmen der Wehranlage

742 wird der Stadtteil Altham das erste Mal urkundlich erwähnt: Ein Familienmitglied der Agilolfinger schenkt Altham dem Kloster Benediktbeuern. 788 wird die Siedlung Ardeoingas (entspr. Erding) das erste Mal urkundlich erwähnt. 891 schenkt König Arnulf den dortigen Königshof dem Domkapitel in Salzburg.

1228 erhält Erding von Herzog Ludwig von Bayern die Stadtrechte zuerkannt; die Stadt ("Herzogstadt") wurde bewusst als herzoglicher Stützpunkt gegenüber dem Hochstift Freising an der Fernstraße Schongau-München-Landshut angelegt. Die birnenförmige Gestalt der Altstadt ergibt sich aus den beiden Wasserläufen – die Sempt im Osten und der künstlich vertiefte Fehlbach im Westen, was der Stadt gleichsam den Wert einer Wasserfestung gab. Mauer, Graben und Wall sind in kleinen Resten noch bis heute vorhanden.

Im Inneren der Altstadt gibt es typische Kennzeichen einer wittelsbachischen Stadtneugründung des 13. Jahrhunderts: eine langgezogene, etwa 400 Meter lange Nord-Süd-Achse, die nördlich des Schrannenplatzes "Lange Zeile" heißt, ursprünglich als Straßenmarkt angelegt, in West-Ost-Richtung - versetzt - einen Straßenzug, und in der Mitte den "Schrannenplatz". Von den ursprünglichen vier Stadttoren (im Westen "Münchner Tor", im Norden "Freisinger Tor, im Süden "Haager Tor") ist nur noch das Osttor, das "Landshuter Tor" ("Schöner Turm") erhalten (gleichzeitig das größte Stadttor, da es zur Hauptstadt Landshut führte). Im Südwesten lag die heute abgegangene Stadtburg von Erding. Zusätzlich zur strategischen Bedeutung kam später der Rang als Handelszentrum hinzu, speziell für Getreide und Vieh.

Mit der ersten wittelsbachischen Landesteilung wird Erding Niederbayern zugeordnet, bei dem es bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts verbleibt. Ab 1300 wird der Erdinger Stadtturm, das Wahrzeichen der Stadt, an zentraler Stelle erbaut.

1503 wird Erding im bayerischen Erbfolgekrieg von Herzog Albrecht IV. von Bayern-München erobert. Mit Ende des Erbfolgekrieges werden Ober- und Niederbayern 1506 wieder miteinander vereinigt. Die zwischenzeitlich vom Salzburger Domkapitel zurückerhaltene Hofmark Altenerding wird von den Grafen von Haag an Johann Jakob Fugger verkauft.

Im Zuge des Dreißigjährigen Krieges wird Erding zweimal – 1632 und 1634 – von den Schweden erobert, geplündert und in Brand gesteckt. Die Folgen waren eine Hungersnot und der Ausbruch der Pest 1634. 1648 wurde Erding Hauptquartier des schwedischen Generals Wrangel. Die Bevölkerung war größtenteils in die noch unbesetzten Gebiete des Landes – die meisten nach Wasserburg am Inn und Traunstein – geflohen. Als die Kaiserlichen unter General Piccolomini auf Erding von Vilsbiburg und Geisenhausen her vorrückten, wurde die Stadt erneut in Brand gesteckt. Der dritte Wiederaufbau wurde durch eine extra eingeführte Biersteuer finanziert.

Während der napoleonischen Kriege – besonders 1800 bei der Schlacht von Hohenlinden – wurde Erding dazu verpflichtet, Soldaten einzuquartieren und zu verpflegen. Am 1. Mai 1945 wurde die noch im April bombardierte Stadt Erding kampflos an die US-amerikanischen Truppen übergeben.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2013 wurde Erding zur Großen Kreisstadt erhoben.[3]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Altenerding und Langengeisling im Zuge der Gemeindegebietsreform eingegliedert.[4]

Bevölkerung[Bearbeiten]

In Erding leben etwa 35.000 Menschen. Das Durchschnittsalter der Frauen liegt bei 41,7, das der Männer bei 39,7 Jahren. In Erding leben 1.050 mehr Frauen als Männer (49,3 % männlich; 50,7 % weiblich). 5.186 Erdingerinnen und Erdinger oder 14,8 % sind älter als 65 Jahre (davon 41 % männlich, 59 % weiblich). 20,3 % sind jünger als 18 Jahre.

Der Anteil der 3.968 Ausländer aus 101 Nationen (davon 50,3 % männlich, 49,7 % weiblich) beträgt 11,3 %.

Verheiratet sind 45,4 %, ledig 42,0 %, geschieden 6,9 % und verwitwet 5,7 %. 11 Männer und Frauen haben die Form einer Lebensgemeinschaft gewählt.

Innerhalb der ehemaligen Stadtmauer – der Altstadt Erdings – leben 815 Personen (davon 418 Männer und 397 Frauen), der Ausländeranteil beträgt hier 20,1 %.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Angegeben ist die Bevölkerungszahl der Stadt Erding, einschließlich der bis 1978 unabhängigen Gemeinden Altenerding und Langengeisling. Die Stadt Erding alleine hatte im Jahre 1875 2.755 Einwohner, am 1. Mai 1978 lebten in Erding 10.450, in Altenerding 11.048 und in Langengeisling 1.923 Personen.

Jahr Einwohner Bemerkung
01.12.1840 4.046
01.12.1871 5.278
01.12.1900 6.109
16.06.1925 6.944
17.05.1939 10.736 Bau des Fliegerhorstes ab 1935
13.09.1950 13.760
31.12.1961 19.023 Zuzug von Heimatvertriebenen
31.12.1970 20.963
31.12.1987 23.933
31.12.1990 25.147
31.12.1996 28.406 Eröffnung des Flughafens München 1992
31.12.1998 29.571
31.12.2000 31.165
31.12.2002 32.045
31.12.2004 32.953
31.12.2005 33.017
31.12.2006 33.500
31.12.2007 33.821
31.12.2008 34.020
31.12.2009 34.410
31.12.2010 34.514
31.12.2011 33.825
31.12.2012 34.402

Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (1960–2012)

Religionen[Bearbeiten]

52,1 % gehören dem römisch-katholischen Glauben an, weitere 13,5 % sind evangelisch-lutherisch, 1,0 % sind anderen christlichen Glaubensgemeinschaften und Kirchen zuzuordnen, wie der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (Brüdergemeinde), der freien Christengemeinde oder den Adventisten. Eine altkatholische Gemeinde hält Gottesdienste in der Heiliggeistkapelle ab. 33,4 % gehören einer anderen oder keiner Religionsgemeinschaft an.

In Erding haben sich auch andere Religionsgemeinschaften niedergelassen wie zum Beispiel eine Neuapostolische Kirche oder die Zeugen Jehovas.

Es gibt auch ein islamisches Zentrum.

Wappen und Fahne[Bearbeiten]

Wappen von Erding
Blasonierung:

„In Silber eine schräg gestellte blaue Pflugschar.“

Beschreibung:

Seit dem 13. Jahrhundert steht im Schild eine schräg liegende Pflugschar, die als Gerät zur Bearbeitung der Erde als redendes Zeichen für den Ortsnamen gedacht war. Seit dem aus dem späten 13. Jahrhundert stammenden und seit 1303 durch Abdrucke überlieferten ältesten Siegel steht im Schild stets die schräg liegende Pflugschar (eigentlich „Pflugeisen“). Aktuelle Forschungen verweisen auf die Übereinstimmung zwischen dem längst vergessenen keltischen Wort „Ard“ (für Pflugmesser) und dem im hiesigen Dialekt ausgesprochenen „Arding“ für Erding. Die sehr vielen Abbildungen des Wappens seit 1523 geben übereinstimmend die heutigen Farben an, die Pflugschar war aber fast ausnahmslos senkrecht gestellt.

Das Wappenbild von Erding ist (wie das von Dorfen) bereits in der Wappensammlung von Philipp Apian und im Wappenblatt von Hans Mielich enthalten. Das Stadtwappen wurde nach der Gemeindegebietsreform am 4. August 1978 bestätigt.

Die Erdinger Fahne hat die Farben Weiß-Blau-Weiß.

Militär[Bearbeiten]

Im Jahr 1935 wurde nordöstlich von Erding der Fliegerhorst Erding eröffnet. Erding ist Bundeswehrstandort für das Luftwaffeninstandhaltungsregiment 1, das Systemzentrum Luftfahrzeugtechnik, sowie das Materialdepot Erding. Weiter im Norden, anschließend an den Stadtteil Langengeisling, liegt das Wehrwissenschaftliche Institut für Werk- und Betriebsstoffe (WIWeB). Das WIWeB ist eine Ressortforschungseinrichtung des Bundesministeriums der Verteidigung und gehört zum Geschäftsbereich des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung (mit Sitz in Koblenz). Im Zuge der 2011 in Kraft getretenen Bundeswehrreform wird der Fliegerhorst Erding voraussichtlich 2019 geschlossen, das Wehrwissenschaftliche Institut (WIWeB) hingegen bleibt auch in Zukunft bestehen.

Politik[Bearbeiten]

Am 23. September 2008 erhielt die Stadt den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.

Stadtrat[Bearbeiten]

Die Stadtratswahl am 16. März 2014 führte bei einer Wahlbeteiligung von 49,8 % (2008: 54,1 %) zu folgendem Ergebnis:[5]

Partei CSU UWG SPD Erding Jetzt Grüne ÖDP Die Linke / Piratenpartei FDP REP Gesamt
Sitze 17 (15) 6 (8) 5 (6) 4 (4) 3 (3) 2 (2) 1 (0) 1 (1) 1 (1) 40
Stimmenanteil 42,46 % (37,84) 15,18 % (19,4) 12,98 % (14,02) 11,41 % (10,43) 8,72 % (7,18) 4,13 % (5,39) 2,02 % (-) 1,68 % (2,78) 1,43 % (2,97) 100,00 %

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • 194600000: Max Lehmer (CSU) (23. März 1946 bis 1. September 1946)
  • 1946–1948: Max Kraus (CSU)
  • 1948–1966: Hans Schmidmayer (SPD)
  • 1966–1977: Alois Schießl (CSU)
  • 1977–1990: Gerd Vogt (CSU)
  • 1990–2008: Karl-Heinz Bauernfeind (UWE)
  • seit 2008: Maximilian Gotz (CSU)

Jugend[Bearbeiten]

Die Stadt Erding verfügt seit 2010 außerdem über ein Jugendparlament, um die Interessen des großen jugendlichen Anteils in Erding besser vertreten zu können. Die Mitglieder des Jugendparlaments werden alle zwei Jahre durch die Jugend der Stadt Erding gewählt. Bei den Gründungsmitgliedern handelt es sich um den Schüler Felix Bohrisch, sowie um die Studentin Loredana Colletta. Beide waren auch die Vorstände des Parlaments während der ersten beiden Jahre ( 2010-2012). Das Parlament hat keine politische Ausrichtung.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Dank der günstigen Lage im Münchener Umland ist Erding durch mehrere Verkehrsanbindungen zu erreichen: zum einen über die Bundesautobahnen 9 (München–Nürnberg), 92 (München–Deggendorf) und 8 (SalzburgStuttgart), des Weiteren über die Bundesstraßen 11 (München–Landshut), 15 (München–Rosenheim) und über die B 388 München–Passau.

Mit dem öffentlichen Personennahverkehr der Stadt München, dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund MVV, ist Erding mit der S-Bahnlinie 2 aus Richtung München-Ost auf der 36,5 km langen Strecke in circa 40 Minuten zu erreichen (50 Minuten bis München Hauptbahnhof). Die Züge fahren über die Bahnstrecke Markt Schwaben–Erding und die Bahnstrecke München–Mühldorf zum Münchener-Ostbahnhof. Im Einzugsgebiet der Stadt Erding befindet sich auch der Franz-Josef-Strauß-Flughafen der Stadt München. Ein zentraler Busbahnhof liegt am S-Bahnhof in Erding. Zudem existiert ein Rufbussystem für weniger frequentierte Strecken.

Medien[Bearbeiten]

In Erding gibt es folgende regelmäßig erscheinende Medien:

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Behörden[Bearbeiten]

Erding verfügt über ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Landshut und zum OLG-Bezirk München gehört.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Allgemeine Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Als Kreisstadt verfügt Erding über ein umfassendes Bildungsangebot und damit über Schultypen aller Ausrichtungen; den Schülerinnen und Schülern der Stadt steht jeder Bildungsweg offen.

In Erding gibt es sechs Grundschulen

  • GS am Grünen Markt
  • GS Am Lodererplatz
  • GS Klettham
  • Carl-Orff-GS in Altenerding-Süd
  • GS am Ludwig-Simmet-Anger
  • GS Langengeisling

In Erding gibt es zwei Gymnasien

  • Anne-Frank-Gymnasium Erding
  • Korbinian-Aigner-Gymnasium Erding

In Erding gibt es zwei Realschulen

  • Mädchenrealschule Hl. Blut der Erzdiözese München - Freising
  • Herzog-Tassilo-Realschule Erding

In Erding gibt es zwei Hauptschulen

  • HS Altenerding-Süd
  • HS Am Lodererplatz

Weitere Bildungseinrichtungen sind das

Weiterführende Schulen

Landwirtschaftsschule (mit zwei Fachgebieten Landwirtschaft und Hauswirtschaft)

Seit dem 1. Oktober 2004 gibt es auch noch die kostenpflichtige und staatlich anerkannte private Fachhochschule für angewandtes Management.

Volkshochschule im Landkreis Erding[Bearbeiten]

Die Volkshochschule ist seit 2005 im eigenen vhs-Haus in der Lethnerstraße 13. Sie bietet Kurse und Veranstaltungen in den Bereichen: Gesellschaft, Beruf, EDV - IT - Multimedia, Schülerförderung, Seniorenclub, Sprachen, Kultur - Kunst - Musik, Gesundheit, Freizeit.

Kindergärten[Bearbeiten]

  • Waldorf-Kindergarten Kinderinsel
  • Städt. Kindergarten St. Antonius
  • AWO-Kinderhaus Hand in Hand
  • AWO-Kindergarten Märchenmond
  • Caritas-Schulkindergarten (Klettham)
  • Kath. Kindergarten St. Vinzenz (gehört zur unten stehenden Pfarrgemeinde St. Vinzenz, Klettham)
  • Kath. Kindergarten St. Johannes (gehört zur unten stehenden Pfarrgemeinde St. Johannes, Erding)
  • Kath. Kindergarten St. Franziskus (gehört zur unten stehenden Pfarrgemeinde St. Johannes, Erding)
  • Kath. Kindergarten St. Martin (gehört zur unten stehenden Pfarrgemeinde St. Martin, Langengeisling)
  • Kath. Kindergarten Altenerding
  • Ev. Kindergarten
  • Kindergarten Kinderland
  • Schulkindergarten Lange Feldstraße
  • Montessori Kinderhaus
  • Montessori Children’s House (zweisprachiger Kindergarten)
  • Naturkindergarten Erdinger Mooswichtel
  • Josefs Heim Wartenberg

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

Die Stadthalle Erding, eine moderne Mehrzweckhalle, wurde im Dezember 1984 eingeweiht. Hier finden Opern-, Operetten-, Theater- und Kabarettveranstaltungen statt.

Die Volksspielgruppe Altenerding, 1920 gegründet, präsentiert vor allem Stücke aus dem bayerischen Umfeld. Besonderes Highlight sind die seit 1978 unregelmäßig stattfindenden Schwedenspiele unter Leitung von Josef Beil, Träger der goldenen Stadtmedaille, die die Kulisse des Landshuter Tores, des Schönen Turms, nutzen und in eine Freilichtbühne verwandeln. Am „Grünen Markt“ befindet sich zur gleichen Zeit das sog. „Schwedenlager“ das mit einem Biergarten verbunden wird. Historischer Hintergrund ist die Eroberung und Plünderung der Stadt durch schwedische Truppen im Jahre 1632.

Das Cineplex Kino Erding liegt nahe der S-Bahn-Station Erding.

Musik[Bearbeiten]

Die Klassische Philharmonie Erding sowie das Erdinger Kammerorchester musizieren regelmäßig in der Stadthalle Erding.

Zudem bietet die Kreismusikschule Erding ein großes Spektrum an Veranstaltungen.

Die jährliche stattfindende Erdinger Orgelwoche in der Pfarrkirche St. Johann gehört wie die Jazztage Erding oder die Europa-Tage der Musik in der Kreismusikschule Erding mit internationaler Besetzung zum festen Bestandteil der Erdinger Musikkultur. Seit dem Jahr 2010 organisiert das Kulturamt der Stadt Erding jährlich die Volksmusiktage Erding, bei denen altbayerisches Brauchtum gepflegt wird.

Die Stadtkapelle Erding ist ein konzertantes Blasorchester, das neben traditioneller Blasmusik moderne Unterhaltungsstücke im Repertoire hat und Ausflüge in die Klassik unternimmt. Die Stadtkapelle ist aktuell bayerischer Meister der musikalischen Mittelstufe des MON (Stand 2014).

Die Johannesbläser Erding sind eine Gruppierung (4 Trompeten, 2 Posaunen und Tuba), die von der Pfarrei Sankt Johann gegründet wurde und deren Mitglieder unter anderem in der Stadtkapelle mitwirken. Vorrangig spielen sie klassische und kirchliche Literatur, aber auch modernere Stücke.

Auf eine 60-jährige Tradition kann die Chorgemeinschaft Altenerding zurückblicken. Ihre Gründung im Jahr 1949 erfuhr sie als „Männergesangsverein“. Zehn Jahre später wurde der Männerchor zu einem gemischten Chor erweitert.

Seit 2005 findet jährlich im Juni das Musikfestival „Open Airding“ am Sepp-Brenninger-Stadion in Altenerding statt. Es wird ehrenamtlich von Jugendlichen in Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum Erding organisiert und bietet lokalen und regionalen Bands eine breite Plattform.

Museen[Bearbeiten]

  • Das Museum Erding beherbergt nicht nur zahllose historische Schätze aus Erding und dem Erdinger Land, es ist selbst ein Kulturdenkmal. Aufgrund seiner Gründung im Jahr 1856 zählt es zu den ältesten kommunalen Einrichtungen dieser Art überhaupt. Heute besitzt das Museum rund 50 000 Exponate.[6]
    Der futuristisch wirkende Anbau (Eröffnung Juni 2010) mit gold schimmernden Platten schmiegt sich an den historischen Altbau an. Den Besucher empfängt bereits vor dem Eingang eine Bilderwand, die ein Panoptikum des Erdinger Alltags präsentiert und sich durch das gesamte Foyer weit ins Innere des Museums zieht: 100 m2 Bilderwand lassen ein facettenreiches Gesamtbild von Menschen, Häusern und Geschehnissen der letzten 50 Jahre entstehen – in Anlehnung an die Goldfassade des Neubaus ist sie semitransparent golden eingefärbt. Die rund 1800 Fotos sind Teil des Gesamtkonzeptes „Lebendiges Museum“, das sich in allen Ausstellungsabschnitten zeigt: Jedes Thema verfügt neben fest installierten Modulen über einen eigenen veränderbaren Bereich, einen lebendigen Teil, der für Sonderausstellungen oder spezifische Aktionen genutzt wird.
    Die Schau „Erdinger Handwerk“ zeigt einen Überblick über alte und neue Erdinger Unternehmen: Das Handwerk der Glockengießer beispielsweise, inszeniert mit Glockenhimmel und einer Einladung zum Selbstversuch am Glockenspiel und das Gewerbe der Loderer. Auch hier ist der Begriff „Tradition“ für den Besucher nicht nur optisch, sondern auch haptisch erfahrbar: gewalkte Wolle, auf Kugeln gezogen, lädt zum Fühlversuch ein.
    Die weiteren Abteilungen (Vor- und Frühgeschichte, Stadtgeschichte, Alltagsleben, Künstler in Erding und Volksfrömmigkeit) werden nach energetischer Sanierung des Altbaus bis Ende 2013 nach und nach in neuer Konzeption eröffnet.

Kirchen[Bearbeiten]

  • Pfarrkirche St. Johann (röm.-kath.)
  • Spitalkirche Hl. Geist (kleiner Saalbau mit Dachreiter, bez. 1444, 1688 barockisiert; mit Ausstattung) (röm.-kath.)
  • Gottesackerkirche St. Paul (röm.-kath.)
  • Pfarrkirche St. Martin in Langengeisling (röm.-kath.), im Kern spätgotisch, 1669/70 erhöht, Turm 1710 von Anton Kogler
  • Filialkirche St. Johannes der Täufer in Langengeisling (röm.-kath.)
  • Filialkirche St. Benedikt in Altham (röm.-kath.)
  • Filialkirche St. Ägidius in Eichenkofen (röm.-kath.)
  • Pfarrkirche Mariä Verkündigung in Altenerding (röm.-kath.), stattlicher Saalbau 1724 durch Anton Kogler
  • Filialkirche St. Vitus in Itzling (röm.-kath.)
  • Filialkirche St. Martin in Indorf (röm.-kath.)
  • Filialkirche St. Georg in Pretzen (röm.-kath.)
  • Wallfahrtskirche Heilig Blut (röm.-kath.), Neubau 1675 durch Hans Kogler, 1704 von Anton Kogler überarbeitet, Hochaltarblatt von Johann Andreas Wolf 1697
  • Pfarrkirche St. Vinzenz (röm.-kath.)
  • Erlöserkirche (ev.-luth.)
  • Christuskirche (ev.-luth.)
  • Auferstehungskirche (im Gemeindezentrum Altenerding)
  • Freie Christengemeinde (ev. frei. Pfingstg.)
  • Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde

Bauwerke[Bearbeiten]

siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Erding

  • Stadtturm, mit Türmerstube, dient auch als Glockenturm für die Stadtpfarrkirche St. Johann Campanile ; 2. H. 14. Jh.
  • Schöner Turm; Landshuter Tor, Backsteinbau des 15. Jh. mit Haubenkuppel von 1660/64
  • Schrannenhalle, dreigeschossiger Walmdachbau mit hohem Arkadengeschoss, neugotisch von 1866.
  • Ehemalige Stadtresidenz der Grafen von Preysing, sogenannter Grafenstock, jetzt Rathaus, langgestreckter dreigeschossiger Walmdachbau mit Eckerker und prachtvollen Türbekrönungen, 17. Jh. (Landshuter Str. 1)
  • Frauenkircherl – Ehem. Frauenkirche, ursprünglich dreischiffige Basilika mit Zwiebelturm, Ende 14. Jh., 1666 erneuert und seit 1802 profaniert, dann Feuerwehrhaus, jetzt Städt. Kulturraum. Im Turm befindet sich das Erdinger Glockenspiel.
  • Ehem. Hl. Geist-Spital, dreigeschossiger Satteldachbau mit breiter Tordurchfahrt, Mitte 15. Jh., Fassade 17. Jh.
  • Rest der Stadtmauer im Hl.-Geist-Hof (Stadtbefestigung der Stadt Erding, entstanden um 1250, im 15. Jh. wesentlich erneuert und ab 1789 großteils abgetragen)
  • Rest des ehem. Pfändner- und Stadtmauerturmes, sog. Schuldturm (Am Rätschenbach 32), ehemals quadratischer Bau mit angefügter Stadtmauer, 15. Jh.;
  • Gasthof zur Post, großes zweigeschossiges Eckgebäude mit Walmdach und Putzgliederung, erbaut 1692, Fassadengestaltung mit Portal 1816.
  • Zahlreiche Bürgerhäuser aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert im Altstadtensemble
    (besonders beachtenswert die Erker und die Hausfiguren an den Häusern etwa Lange Zeile 28 mit Hausfigur, Christus als Gärtner, um 1640, Lange Zeile 27 mit Hausfigur, Christus an der Geißelsäule, 17. Jh.)
  • Widnmann-Palais, ehemaliger Palais von Joseph von Widnmann, zweigeschossiger Walmdachbau mit Krangauben und klassizistischer Fassade von 1782.
  • Gartenpavillon, zum ehemaligen Palais Widnmann gehörig, zweigeschossiger Massivbau mit Mansardwalmdach, wohl 1782, im Zuge von Stadtmauer und Stadtgraben liegend (Nähe Roßmayrgasse)
  • Antoniusheim (heute Museum Erding), Ehem. Spitalhof und Kindergarten St. Antonius, zweigeschossiger Traufseitbau mit Satteldach, Wandmalereien und Hausmadonna, wohl 18. Jh. (Prielmayerstraße 1)
  • Rivera-Palais, zweigeschossiges Wohnhaus mit hohem Giebel und Nischenfiguren, 1712, erbaut von Giovanni Antonio Viscardi (Münchener Straße 20)
  • Finanzamt, stattlicher zweigeschossiger Bau mit Mansardwalmdach und reicher neoklassizistischer Gliederung, 1899 (Münchner Str. 31)
  • Amtsgericht, zweigeschossiger Putzbau mit neubarocker Fassadengliederung und Mansardwalmdach, wohl 1901 (Münchner Str. 27)
  • Mauerkapelle im Garten des ehem. Kapuzinerklosters (1697–1803), heute Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Erding, 1984 wiederhergerichtet und erneuert (Dr.-Ulrich-Weg 4)
  • Herderhaus in Bergham. Mit dem um 1650 errichteten und noch heute strohgedeckten Haus ist im Stadtgebiet Erding das Wohnhaus eines Dorfhirten erhalten und dokumentiert anschaulich das harte Leben der Menschen in früheren Jahrhunderten

Freizeitanlagen[Bearbeiten]

Der Erdinger Stadtpark hat eine lange Geschichte. Um die Klosterkirche Heilig-Blut (1675; an Stelle einer 1360 erbauten Holzkapelle erbaut) und das Schloss (1712) begründete Freiherr Walter von Grainger und Franziska von Grainger, geborene Widnmann 1822 die heutige Gartenanlage in der Form einer englischen Parklandschaft.

Schon in seiner frühen Zeit wurde der Park vielfältig als Erholungsraum genutzt. 1861 ließ Grainger das Gelände bis zur Sempt bepflanzen. In den darauffolgenden Jahrzehnten erfolgten der weitere Ausbau und die Ausdehnung des Parks, der seit 1877 der Heilig-Geist-Stiftung gehört. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Stadtpark stark vernachlässigt. Daher legte der aus München stammende Gartenbaumeister Kolb den Park neu an.

Zur Erweiterung des Parks gehört im 20. Jahrhundert unter anderem die Anlage eines Spielplatzes (1934) und eines Tiergeheges (1935). Um 1971 erfolgte die Anlage eines neuen Tiergeheges. In den 1980er- und 1990er-Jahren fanden weitere Umbauten und Sanierungen statt. Heute präsentiert das Tiergehege Damwild und einen Esel. In einem Streichelzoo finden sich u.a. Pfauen, Hasen, Meerschweine und Ziegen. In einer großzügigen Voliere leben verschiedene Vogelarten. Der Erdinger Stadtpark hat sich im Laufe der Zeit aufgrund seiner Größe und zentralen Lage zur wichtigsten öffentlichen, innerörtlichen Grünfläche entwickelt. Der Park wird von allen Altersklassen genutzt – ob zur Erholung, zum Sport, zur Kommunikation oder zum Spielen. Auch als Rückzugs- und Lebensraum für viele unterschiedliche Pflanzen und Tiere dient die Anlage. Ein Denkmal an der Sempt erinnert an den Maler Wilhelm von Diez, ein weiteres Denkmal an den Stadtparkgründer.

Nach Bürgerbeteiligung wurde im Frühjahr 2012 mit der Revitalisierung eines Teilbereichs des Parks begonnen. Ziel der Planung ist die Pflege des Gehölzbestandes, die das Nutzungsspektrum des Parks an die aktuellen und zukünftigen Bedürfnisse anpasst. Die Raumaufteilung orientiert sich am Leitbild des historischen Landschaftsparks, wertvoller Baumbestand soll besser zur Geltung kommen. Mit dem Erwerb des Mayr-Wirt-Geländes (2010) südöstlich der S-Bahn wurde dem Park eine extensive, naturnahe Zone hinzugefügt. Durch eine Aussichtsplattform, sog. "Himmelsleiter" und ein „Grünes Klassenzimmer“ wird eine naturpädagogische Nutzung des Areals ermöglicht.

Der zentrale Spielplatz wurde 2012 zu einem Abenteuerspielplatz umgestaltet der sich als keltisches Dorf, mit Reetdachhäusern, und Keltenturm zeigt. Die Anlage hat den Namen "WENIADUNUM" -die Familienfestung", der Name ist ein Neologismus nach "Dunum" einem lateinischen Namen für ein keltisches Oikonym. Das pädagogische Konzept des Spielplatzes liegt u.a. darin, Kinder und Jugendliche für die Geschichte des Erdinger Landes zu begeistern. Archäologen erforschten bereits etwa 30 bekannte keltische Viereckschanzen im Landkreis Erding. Die so genannte Erdinger Gruppe macht damit ein Zehntel aller Anlagen aus der Eisenzeit in Bayern aus. Ein Informationshaus lädt zum Erkunden der Erdinger Frühgeschichte ein.

In Erding befinden sich zahlreiche Sportanlagen:

Bolzplätze Altenerding Süd – Glockengießerstraße – St. Sebastianstraße (Langengeisling) – Max-Planck-Straße – Landshuter Straße – Kapellenstraße (Bergham) – Freizeitanlage Itzlinger Graben – Altes Schwimmbad – Nördlich des SC Trainingsplatzes – Ehemaliger Holzlagerplatz – Freizeitanlage Klettham – Baugebiet Taufkirchener Straße – Franzensbader Straße – Grünzug Altenerding-Süd – Bei Schule Altenerding Süd

In der Freizeitanlage Altenerding-Süd befindet sich die Semptsporthalle (Dreifachturnhalle) sowie das Sepp-Brenninger-Stadion. Dort wurde 2011 eine blaue Tartanbahn wie im Berliner Olympiastadtion aufgetragen. Außerdem finden sich dort (Klein-)Spielfelder, Stockbahnen eine Tennisanlage sowie eine 2010 erweiterte Skater-Bahn.

Die Freizeitanlage Erding-Nord bietet einen Badesee (Kronthaler-Weiher) mit Surfmöglichkeiten, zwei Beach-Volleyball-Anlagen, eine Trampolin-Anlage sowie eine Minigolfanlage.

Die Freizeitanlage Klettham bietet ein Rasenspielfeld, Streetball und Stockbahnen.

Im Sportzentrum Erding befindet sich das Stadion Erding (Fußball- und Leichtathletikstadion) sowie eine große Tennisanlage mit 10 Freiplätzen, 3 Hallenplätzen und einer Tenniswand. Daneben steht das Frei- und Hallenbad. Das Freibad enthält ein Sportbecken von olympischen Ausmaßen (Länge 50 m, Fläche von 1.050 m² und einem Fassungsvermögen von 2.100.000 Litern Wasser). Hier können Sportler ausgiebig trainieren. Das Springerbecken hat einen 10-m-Sprungturm, ist 276 m² groß und fasst 1.400.000 Liter Wasser. Das Nichtschwimmerbecken ist 950 m² groß und fasst 1.188.000 Liter Wasser. Als besondere Attraktion gibt es hier eine Wasserrutsche. Ebenso gibt es ein Kinderplanschbecken. Es hat eine Fläche von 123 m² und fasst 25.000 Liter Wasser. Auf der großen Spiel- und Liegewiese kann unter anderem Volleyball, Fußball und Tischtennis gespielt werden. Das Hallenbad hat ein Sportbecken, 25 m lang, 312 m² groß und 796.000 Liter Fassungsvermögen, und ein Sprungbrett. Im Pavillon befindet sich ein Lehrschwimmbecken. Es ist 0,8 bis 1,1 m tief und fasst 117.000 Liter. Zwei Kleinkinderbecken, die durch eine Rutsche verbunden sind, stehen ebenfalls zur Verfügung. Sie sind 25 bis 40 cm tief, 50 m² groß und fassen 18.000 Liter Wasser. Außerdem gibt es zwei Dampfsaunen.

Die Eislauffläche der Eissporthalle Erding besteht aus einer 30 x 60 m großen Eisfläche. Damit ist sie auch für internationale Eishockey-Profi-Spiele geeignet. Die Zuschauertribünen bieten insgesamt 2.576 Plätze, davon sind 486 Sitzplätze.

Sportplätze gibt es zudem in Langengeisling und Eichenkofen.

Das umfangreiche Angebot in der Stadt Erding wird von der Therme Erding abgerundet.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Weissbräuzelt auf dem Erdinger Herbstfest
  • In Erding beginnt die „narrische Zeit“ früh im Januar mit der Inthronisation des Erdinger Prinzenpaars auf dem Galaball der Faschingsgesellschaft „Narrhalla Erding“ in der Stadthalle Erding.
  • Am Faschingssonntag führt die Faschingsgesellschaft „Narrhalla Erding“ auf dem Schrannenplatz ihr Programm vor.
  • Am Faschingsdienstag treiben die „Ardinger Moosgeister“ ihr Unwesen und ziehen, mit ihren Larven (Gesichtsmasken) und Kostümen grün und furchterregend gekleidet, durch die Lange Zeile.
  • Das Starkbier der Fischer’s Stiftungsbrauerei gehört im Erdinger Land zur Fastenzeit. Das süffige „St. Prosper“ soll den Fastenden über die magere Zeit bis Ostern helfen. Das Starkbier ist ein Doppelbock mit 18,5 Prozent Stammwürze und 6,5 Prozent Alkohol.
  • Maibaumaufstellen – alljährlich kommt es unter den Stadtteilen zu einem Wettstreit, wo der höchste (teilweise bis zu 30 m) und prachtvollste Baum errichtet wird.
  • Am römisch-katholischen Hochfest Fronleichnam findet alljährlich eine prachtvolle Prozessionen durch die Altstadt von Erding statt. Weitere Fronleichnamsprozessionen finden in Altenerding und Langengeisling statt.
  • Jährlich findet jeweils der Stadttriathlon und der Stadtlauf unter der Organisation des Trisports Erding statt. Diese Veranstaltungen bieten ein breites Spektrum von Sport und Kultur. Teilnehmen können Sportler aller Altersklassen.
  • Das Altstadtfest im Sommer verwandelt die ganze Innenstadt in einen großen Biergarten mit Live-Musik
  • Das 10-tägige Kulturfestival Sinnflut lockt im Juli tausende Gäste auf den Volksfestplatz
  • Am letzten Freitag im August beginnt traditionell das Herbstfest Erding. Nach München und Rosenheim handelt es sich beim Herbstfest Erding mit über 200.000 Besuchern im Jahr um das drittgrößte Volksfest in Oberbayern [7].
  • Am ersten der beiden Herbstfest-Sonntage findet das traditionelle Pferderennen unmittelbar neben dem Volksfestplatz statt. Der Rennverein Erding als Veranstalter verwandelt das Gelände, welches dann später als Parkplatz für das Volksfest genutzt wird, jedes Jahr aufs Neue in eine Rennbahn mit dem Flair und der spannungsgeladenen Atmosphäre, die solchen Bahnen zu eigen ist.[8]
  • Bei der Eiszeit im November verwandelt sich der Schrannenplatz in eine Kunsteisfläche und macht den Platz für vier Wochen zu einem beliebten Treffpunkt für Kinder, Familien und überhaupt alle Schlittschuhläufer
  • In der Adventszeit findet auf dem Schrannenplatz und dem Kleinen Platz der Christkindlmarkt statt
  • Mit dem festlichen Turmblasen (vom Stadtturm), beginnt für viele Erdinger Familien der Heilige Abend
  • Alle fünf bis sieben Jahre werden durch die Volksspielgruppe Altenerding in der Innenstadt vor dem Schönen Turm die Schwedenspiele aufgeführt (letztmals 2009).

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Die Stadt Erding hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:

  • 1895: Johann Baptist Cantler (* 1822, † 1919), Oberamtsrichter von Erding (1867–1895)[9]
  • 1900: Theodor Ortner (* 1823, † 1919), Bürgermeister von Erding (1881–1900)
  • 1923: Martin Irl (* 1859, † 1953), Landtags- und Reichstagsabgeordneter und Mitglied der Weimarer Nationalversammlung (ZENTRUM, BVP), Gründer der Erdinger Volksbank 1898
  • 1933: Friedrich Herbig (* 1858, † 1936), Bürgermeister von Erding (1906–1929)
  • 1960: Andreas Deißböck (* 1895, † 1967), Chefarzt des städt. Krankenhauses (1945–1960)
  • 1960: Max Lehmer (* 1885, † 1964), Bürgermeister von Erding (1930–1933 und 1945/46)
  • 1966: Hans Schmidmayer (* 1889, † 1967), Bürgermeister von Erding (1948–1966)
Jahr der Ernennung unbekannt

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Martin Prenninger, genannt Martinus Uranius (* 1450, † 1501), Humanist und Rechtsgelehrter des 15. Jahrhunderts
  • Hans Kogler (* 1642, † 1702), Maurer und Baumeister, Stadtmaurermeister
  • Anton Kogler († 1729), Sohn von Hans Kogler, Maurer und Baumeister, Stadtmaurermeister
  • Korbinian von Prielmair (* 1643, † 1707), einflussreicher Staatsmann zur Zeit Kurfürst Max Emanuels.
  • Maria Adelheid Theresa Gräfin von Rivera (* 1674, † 1725), Eigentümerin des 1710 erbauten Rivera-Palais, stiftete 1723 das erste Erdinger Waisenhaus.
  • Friedrich Fischer (* 1827, † 1890) und Katharina Fischer, geborene Wochinger, Brauereibesitzer- und Posthaltereheleute, Gründer der „Fischer’s Wohltätigkeitsstiftung in Erding“, an das rührige Ehepaar erinnert u.a. der alljährlich stattfindende „Fischer’s Fröhliche Tag“ .
  • Alois Roßmayr (* 1829, † 1909), Siebmacher und Fotograf, gründete 1904 die Roßmayr’sche Waisenhaus- und Kinderasylstiftung.
  • Martin Irl (* 1859; † 1953), Landtags- und Reichstagsabgeortneter, Gründer der Erdinger Volksbank 1898, Ehrenbürger, Geheimrat, Künstler
  • Albert Schiestl-Arding, Maler, (1883-1937)
  • Hans Dachs (1886–1966), Historiker
  • Elisabeth Bamberger (* 1890, † 1984), Volkswirtin und Sozialarbeiterin
  • Hiasl Maier (* 1894, † 1933), Chiemseemaler und Porträtist
  • Franz Xaver Stahl (* 1901, † 1977), Tiermaler und Impressionist
  • Magda Bittner-Simmet (* 1916, † 2008), Malerin mit stilistischer Nähe zu den Werken des Expressiven Realismus
  • Andreas Kraus (1922–2012), Historiker
  • Hans Zehetmair (*  1936), Landrat, Landtagsabgeordneter und Bayerischer Staatsminister (1986–2002) sowie stellv. Ministerpräsident, Träger der goldenen Stadtmedaille
  • Werner Brombach (* 1939), Unternehmer, Eigentümer der weltgrößten Weißbier-Brauerei Erdinger Weißbräu (Bierausstoss 2007 ca. 1,7 Mio hl), Träger der goldenen Stadtmedaille
  • Volker Press (* 1939, † 1993), Historiker
  • Dieter Brenninger (* 1944), Fußballspieler
  • Gerhard Staguhn (* 1952), Sachbuchautor
  • Albert Sigl (* 1953), Schriftsteller, Stadtschreiber
  • Karl Maier (* 1957), viermaliger Motorrad-Sandbahnweltmeister
  • Andreas Dörhöfer (* 1963), Handballspieler
  • Philipp Bönig (* 1980), Fußballspieler und dessen Bruder Sebastian Bönig
  • Sebastian Schwarz (* 1986), Eishockeyspieler
  • Felix Schütz (* 1987), Eishockeyspieler
  • Sara Nuru (* 1989), Fotomodell, Mannequin und Gewinnerin der vierten Staffel von Germany’s Next Topmodel
  • Sebastian Busch (* 1992), Eishockeyspieler
  • Vitus Eicher (* 1990), Fußballtorwart

Sonstiges[Bearbeiten]

Spezialitäten[Bearbeiten]

Das Erdinger Weißbier gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Spezialitäten Bayerns.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Erding – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Erding – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Deutschland 2020 - die demografische Zukunft der Nation. auf: berlin-institut.org
  3. Verordnung über die Erklärung der Stadt Erding zur Großen Kreisstadt (EDGrKrV) vom 28. September 2012 (GVBl. S. 492).
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/ Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 573.
  5. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung
  6. Museum Erding
  7. Herbstfest-Bilanz: 200.000 Besucher in 10 Tagen. Abgerufen am 6. August 2013.
  8. Herbstfestrennen Rennverein Erding. Abgerufen am 6. August 2013.
  9. Peter Leuschner: Schalk in der Richterrobe, die skurrilen Urteile des Oberamtsrichters Johann Baptist Cantler. (Bavarica 11). Ludwig, Pfaffenhofen 1983, ISBN 3-7787-3229-3.