Medina-Sidonia

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Gemeinde Medina-Sidonia
MedinaSidonia-Vistas001.JPG
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Medina-Sidonia
Medina-Sidonia (Spanien)
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Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Andalusien
Provinz: Cádiz
Koordinaten 36° 27′ N, 5° 55′ W36.45-5.9167337Koordinaten: 36° 27′ N, 5° 55′ W
Höhe: 337 msnm
Fläche: 487,41 km²
Einwohner: 11.843 (1. Nov. 2011)[1]
Bevölkerungsdichte: 24,3 Einw./km²
Postleitzahl: 11170
Gemeindenummer (INE): 11023 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine

Medina-Sidonia (arabisch, Stadt von Sidon) ist eine Stadt in der autonomen südspanischen Region Andalusien. Die befestigte Stadt wurde von Phöniziern gegründet, welche aus Sidon stammten. Anschließend war der Ort eine wichtige römische Kolonie und in westgotischer Zeit eine Provinzhauptstadt. Im 8. Jahrhundert geriet die Stadt unter maurische Herrschaft, bis sie 1440 im Rahmen der Reconquista Sitz eines christlichen Herzogtums wurde.

Inhaltsverzeichnis

Doña Blanca[Bearbeiten]

Im 14. Jahrhundert verheiratete Herzog Pierre I. de Bourbon seine Tochter Blanca aus politischen Gründen mit dem spanischen König Peter „dem Grausamen“ von Kastillien und Leon. Diese Tochter Doña Blanca de Borbón aber hatte großes Pech, denn Pedro I. liebte sie nicht ihrer selbst, sondern wegen ihrer Mitgift, die aber der König von Frankreich Pedro I. vorenthielt. Deshalb und um weiter mit seiner Geliebten zusammenleben zu können, kerkerte der Spanier seine junge Frau Doña Blanca de Borbón ein, zuerst in Valladolid, dann in Sigüenza, dann in Toledo, dann in Jerez und zuletzt in Medina Sidonia, wo sie 22-jährig verstarb. Kurz nach dem Tod der jungen Frau entflammten die Gerüchte, denn man erzählte, sie sei vergiftet oder mit einem Pfeil getötet worden. Die heutige Wissenschaft nimmt aber an, sie sei an einer Krankheit, wahrscheinlich Schwindsucht, gestorben. [2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Marktplatz

Als besonders sehenswert gilt die teils maurisch geprägte Altstadt, insbesondere:

  • Die römische Kanalisation (Cloacas romanas) aus dem 1. Jahrhundert
  • Die Ermita de los Santos Mártires aus der Westgotenzeit (7. Jahrhundert)
  • Reste des Alkazars und der Burg (12. - 15. Jahrhundert); drei Torbögen sind vollständig erhalten
  • Die Kirche Santa María la Mayor la Coronada mit Baustilen aus Gotik, Renaissance und Barock (14. - 17. Jahrhundert)
  • Das Kloster San José del Cuervo, im Barockstil erbaut (18. Jahrhundert)
  • Die Caminillo-Gärten aus dem 19. Jahrhundert

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Censos de Población y Viviendas 2011. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Volkszählungsergebnisse).
  2. Bernd Kessens in "Die Angst des Stierkämpfers vor der Spitze des Horns"

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Medina-Sidonia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien