Miljøpartiet De Grønne

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Miljøpartiet De Grønne
Miljøpartiet Dei Grøne
Umweltpartei Die Grünen
Logo der MDG
Parteisprecherin Hanna Elise Marcussen Parteisprecher Harald August Nissen
Partei­vorsitzende Sprecher:
Hanna E. Marcussen,
Harald A. Nissen
General­sekretär Mikkel Storm Glomstein (Parteisekretär)
Gründung 29. Oktober 1988
Haupt­sitz Skippergata 33, Oslo
Aus­richtung Grüne Politik
Farbe(n) Grün
Parlamentsmandate
1/169
Mitglieder­zahl 5.000 (2013)
Internationale Verbindungen Global Greens (GG)
Europapartei Europäische Grüne Partei (EGP)
Website www.mdg.no
Logo von 2011 bis 2013
Logo bis 2011

Miljøpartiet De Grønne oder Miljøpartiet Dei Grøne (MDG) (deutsch: Umweltpartei Die Grünen) ist eine kleine norwegische Partei, die der Europäischen Grünen Partei angeschlossen ist. Bei der Parlamentswahl in Norwegen 2013 gelang der Partei erstmals der Einzug in das nationale Parlament Norwegens, dem Storting. Dort stellt sie einen von 169 Abgeordneten. Seit den Kommunalwahlen im September 2011 sind die Grünen außerdem mit einem Sitz im Provinzparlament von Hordaland sowie mit 18 (+12) Abgeordnetenmandaten in 16 Kommunen vertreten: Ås, Aurland, Bergen, Flakstad, Halden, Kristiansand, Lillehammer, Mandal, Meland, Nesodden (2), Oslo, Porsgrunn, Stavanger, Tromsø, Trondheim (2) sowie Vestvågøy.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Schon 1987 waren vier Repräsentanten einer Gruppierung namens De Grønne („Die Grünen“) in den Stadtrat von Halden gewählt worden. In Kristiansand verfügte eine sogenannte By- og Miljøvernliste (Stadt- und Umweltschutzliste) über sechs Sitze im Stadtrat, in Fredrikstad hielt eine ähnliche Gruppierung vier Mandate. Auch in der Provinzialversammlung (Fylkesting) von Akershus waren De Grønne vertreten.

Aus diesen örtlichen und regionalen Listen entstand am 29. Oktober 1988 die Partei Miljøpartiet De Grønne. Ein wichtiger Auslöser der Gründung war die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl 1986.

Inzwischen ist der Partei eine eigene Jugendorganisation namens Grønn Ungdom (Grüne Jugend) angeschlossen. Ihrem basisdemokratischen Selbstverständnis entsprechend verfügt sie über keinen Vorsitzenden, sondern über zwei Sprecher. 2008 wurde dem Friedens- und Konfliktforscher Johan Galtung die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Bei den Parlamentswahlen in Norwegen blieb die Partei zunächst unter 1 Prozent. Einen ersten Erfolg konnte sie bei der Stortingswahl 2013 mit landesweit 2,8 % verbuchen, womit sie allerdings an der 4-Prozent-Hürde scheiterte. Doch im Wahlkreis Oslo errang sie ein Kreismandat, sodass Rasmus Hansson der erste Vertreter der MDG in Norwegens Parlament wird. Er war von 2000 bis 2012 Generalsekretär von WWF Norwegen und leitete seit Januar 2013 das CIENS-Forschungszentrum für interdisziplinäre Umwelt- und Gesellschaftsstudien an der Universität Oslo.

Ausrichtung[Bearbeiten]

Die Partei stützt sich auf die Tiefenökologie von Arne Næss und die Gewaltfreiheit von Mahatma Gandhi. In ihrem Programm heißt es:

«Miljøpartiet De Grønne ist eine junge Partei mit einer Politik für Gegenwart und Zukunft, die auf grundlegenden grünen Werten aufbaut. Diese Werte lassen sich in vier Solidaritäten zusammenfassen: Solidarität mit der Natur, Solidarität mit Unterdrückten und Ausgegrenzten im eigenen Land, Solidarität mit Menschen in anderen Teilen der Welt, Solidarität mit künftigen Generationen

Wahlergebnisse zum Storting seit 1989[Bearbeiten]

Wahljahr  % Sitze
1989 0,4 % -
1993 0,1 % -
1997 0,2 % -
2001 0,2 % -
2005 0,1 % -
2009 0,3 % -
2013 2,8 % 1

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gjennombrudd!. Artikel auf mdg.no vom 13. September 2011. Abgerufen am 7. Oktober 2011.

Weblinks[Bearbeiten]