Mowag Eagle
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Der Mowag Eagle ist ein leicht gepanzertes mililtärisches Einsatzfahrzeug der Mowag. Es wird im schweizerischen Kreuzlingen entwickelt und gebaut.
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[Bearbeiten] Eagle I, II, III
Als Basis für die Typen Eagle I, II und III dient das amerikanische HUMMV-Chassis. Er hat eine Verbundpanzerung zum Splitterschutz und einen von Mowag konstruierten, von Hand bewegten Turm mit Stahlpanzerung. Im Turm befindet sich das Wärmebildgerät und ein Periskop, das an das außen lafettierte MG 51/71 gekoppelt ist. Auf der Hinterseite des Turmes sind sechs Nebelwerfer angebracht, die in zwei Serien oder alle auf einmal abgeschossen werden können.
[Bearbeiten] Eagle IV
Der Eagle IV basiert hingegen auf dem LKW Mowag Duro, weil das Hummer-Chassis für das Gewicht von fast 9 Tonnen der erweiterten Panzerung nicht mehr ausreichte. Er bietet Platz für 5 Personen und eine kleinere Ladefläche, Schutz gegen Minen, ballistische Geschosse (Handwaffen) und Sprengsätze. Der Motor ist ein Dieseltriebwerk mit Turboaufladung, permanentem Allradantrieb mit Automatikgetriebe und kann Neigungen bis 60% bewältigen.[1] Der Fahrzeugführer wird über eine elektronische u. optische Anzeige mit aktuellen Fahrzeugdaten u. Kamerabildern versorgt; außerdem besitzt der Wagen ein Luftregulierungssytem für die Reifen sowie Nebelwerfer-Vorrichtungen.
[Bearbeiten] Nutzerländer
Der Eagle wird in seinen verschiedenen Varianten von der Schweizer Armee, Dänemark (Auslieferung an die dänische Armee 2007), den Vereinten Nationen und der Bundeswehr eingesetzt.
[Bearbeiten] Bundeswehr
Im Dezember 2007 wurde bekannt gegeben, dass auch die Bundeswehr den Eagle IV im Rahmen des Beschaffungsprojektes Geschützte Führungs- und Funktionsfahrzeuge (GFF), Klasse 2 in einer Stückzahl von voraussichtlich 486 Fahrzeugen einführt.
Im Juli 2008 bestellte die Bundeswehr 25 Eagle IV (aus einem ersten Los über 198), mit der Option auf weitere 474 Fahrzeuge.[1] Die Auslieferung hat im November 2008 begonnen.[2] Am 5. November 2008 genehmigte der Haushaltsausschuss dann die Beschaffung des gesamten ersten Loses von 198 Fahrzeugen. [3] Der Eagle füllt die Lücke zwischen dem kleineren ESK Mungo und dem größeren Dingo 2.
Die Bundeswehr setzt den Eagle IV seit Mai 2009 erstmals als Aufklärungs- u. Führungsfahrzeug in Afghanistan (ISAF) ein. Am 13.Mai 2009 wurden die ersten 3 Fahrzeuge per Lufttransport dorthin verlegt, mit dem Ziel, in den darauf folgenden Wochen weitere 8 Eagle IV zu überführen.
[Bearbeiten] Technische Daten
[Bearbeiten] EAGLE 4x4
- Gesamtgewicht: 5800 kg
- Gesamtlänge: 4,9 m
- Gesamtbreite: 2,28 m
- Bodenfreiheit: 0,4 m
- senkrechte Kletterfähigkeit: 0,5 m
- Wattiefe: 0,76 m
- max. Geschwindigkeit: 100 km/h
- max. Steigung: 60%
- Typ: 6,5 L TDI
- Anzahl Zylinder: V 8
- Leistung (bei 3000U/min): 136 kW (185 PS / 160 PS Eagle I)
[Bearbeiten] EAGLE IV
- Gesamtgewicht: 8500 kg
- Gesamtlänge: 5,37 m
- Gesamtbreite: 2,16 m
- Gesamthöhe: 2,00 m
- Wattiefe: 0,50 m (1,00 m bei langsamer Fahrt)
- max. Geschwindigkeit: 120 km/h
- max. Steigung: 60%
- Panzerung: Schützt vor Handwaffen, Granatsplittern und bestimmten Minen
- Motor: 6 Zylinder Cummins, Model ISBe, 5.900 cm³, Common Rail Diesel, Turbo, Wasserkühlung.
- Leistung: (bei 2,300 U/min): 245 PS
- Getriebe: 5-Gang Allison, Automatik.
- Tankinhalt: 140 Liter
- Reichweite: 480 km
- Besatzung: 1 + 4
- Sonstiges: Der Wagen ist weitgehend computergesteuert, beispielsweise mit vollautomatischer Differentialsperre und bedeutet für den Fahrer ein Minimum an Bedienungsaufwand. Selbst eine Zentralverriegelung ist vorhanden.[4].
[Bearbeiten] Referenzen
- ↑ a b Quelle: Mowag, Nachrichtenarchiv, (englisch)
- ↑ http://dip.bundestag.de/btd/16/070/1607094.pdf
- ↑ Quelle: Mitteilung d. Bundeswehr, November 2008
- ↑ "Hummer, go home", Ekstrabladet, 20. Februar 2007 (Testbericht auf dänisch)
[Bearbeiten] Weblinks
1. Generation: DKW Munga | Ford G398 | Hercules K 125 BW | Kraftkarren (KraKa) | Magirus-Deutz Jupiter 6x6 | MAN 630 | Mercedes-Benz LG315/46 | Mercedes-Benz Unimog (S404) | VW Typ 2 | VW Typ 181
2. Generation: Hercules K 125 1A1 BW | LARS Raketenwerfer | Magirus-Deutz 168M11/Iveco-Magirus 110-17 | MAN gl | Mercedes-Benz NG | Mercedes-Benz Unimog (U 1300 L) | SLT 50-2/3 Elefant | Spähpanzer Luchs | TPz Fuchs | VW Iltis | VW Typ 3
Ungepanzerte Radfahrzeuge der 3. Generation: Hercules K 180 BW | KTM 400 LS-E Military | MAN gl | Mercedes-Benz Unimog (U3000/U4000/U5000) | SLT 56 Franziska | Wechselladersystem Multi | Wolf
Geschützte Radfahrzeuge der 3. Generation: Eagle IV | Enok | ATF Dingo (1&2) | Duro 3 | GTK Boxer | Mungo ESK | Serval/Wolf AGF | Spähwagen Fennek | Wolf MSA und FSA
Truppenversuche: APE | Goliath Jagdwagen (Ausschreibung Lkw 0,25 gl 4×4) | Porsche Jagdwagen (Ausschreibung Lkw 0,25 gl 4×4) | Sonderwagen 4 (TM-170) (nur zur Erprobung, nicht realisiert) | Panzerspähwagen Zobel (Projektstudie zum Fennek)
4 × 4
APE | BOV | BRDM-1 | BRDM-2 | BTR-40 | Bushmaster Protected Mobility Vehicle | Casspir | Cheetah MMPV | Cougar H | Dzik | EE-3 Jararaca | Eagle IV | Enok | Fahd | Fennek | Ferret | GAZ-2975 Tigr | Grizzly APC | International MXT-MV | International FTTS | Komatsu LAV | M1117 Guardian | Mamba | RG-12 | RG-31 Nyala | RG-32 Scout | Reva 4×4 APC | M706 | Puma (4×4) | Saxon | SK-1 | UR-416 | VBL | Vodnik | ATF Dingo | Otokar Cobra | Panhard AML | Panther | Petit Véhicule Protégé | TABC-79 | Tur | VAB (4×4)
6 × 6
Alvis Saladin | AMX-10 RC | AVGP | Duro 3 | BTR-152 | Buffalo H | Cougar HE | EE-9 Cascavel | EE-11 Urutu | EE-17 Sucuri | ERC-90 Sagaie | Fuchs | FV603 Saracen | Grizzly | MTVR | Ratel | RG-33 | Shoet | Pegaso BMR | Puma (6×6) | SIBMAS | Sisu Pasi | Typ 87 | VAB (6×6) | Pandur II 6×6 | WZ551
8 × 8
ASLAV | GTK Boxer | BTR-3U | BTR-4 | BTR-60 | BTR-70 | BTR-80 | BTR-90 | BTR-94 | Centauro | CM-32 Yunpao | EBR-75 Freccia | LAV 25 | LAV III | Lazar BVT | LVS | OT-64 SKOT | Patria AMV | Piranha | Pandur II 8x8 | Rooikat | Luchs | Stryker | Terrex AV-81 | Typ 96 | VBCI

