Ford G398

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Ford G 398 SAM (Nato-Ziege)

Der Ford G398SAM wurde der in den Jahren 1956 bis 1975 von der Bundeswehr als 3-Tonnen-Lkw eingesetzt. Das mit seiner kantigen Motorhaube stark an den wesentlich größeren MAN 630 L2A/L2AE erinnernde Fahrzeug hatte einen V8-Benzinmotor mit 92 PS Leistung und zuschaltbarem Allradantrieb. Den Spitznamen „Nato-Ziege“ verdankte der Lastwagen:

  • dem an das Meckern einer Ziege erinnernden Motorengeräusch bzw.
  • dem Verhalten im Gelände (gesprungen wie eine Ziege, da die Pritschenfahrzeuge keine Stoßdämpfer hatten. Selbst mit Stoßdämpfern (Kofferaufbau) ist es keine Freude, mit ihm abseits der Straße zu fahren. Außerdem neigt das Fahrzeug dazu, sehr schnell umzukippen.)

Das Fahrgestell nebst seitengesteuertem Motor war eine Vorkriegsentwicklung von Ford. Es ist sehr schmal, die Bundeswehr verlangte jedoch die Verwendung des Einheitsführerhauses und -koffers der Dreitonnenvariante. Dies veranlasste Ford, die Achsen zu verbreitern, was das Fahrverhalten im Gelände jedoch nicht deutlich verbesserte. Durch die Kombination von schmalem Fahrwerk und hohem Schwerpunkt neigt das Fahrzeug dazu, ohne "Ankündigung" umzukippen.

Die Dreitonnerserie der Bundeswehr wurde nicht mehr weiterverfolgt.

Von den ca. 8000 produzierten „Ziegen" sind noch zwei für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen; weitere sieben Fahrzeuge sind bekannt und stehen in Museen bzw. bei Privatbesitzern.

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