Oberfähnrich
| Heer/ Luftwaffe, Oberfähnrich | |
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Dienstgradabzeichen eines Oberfähnrichs der Bundeswehr |
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| Dienstgradgruppe | der Unteroffiziere mit Portepee |
| NATO-Rangcode | OR-7 |
| Dienstgrad Heer/Luftwaffe | Oberfähnrich |
| Dienstgrad Marine | Oberfähnrich zur See |
| Abkürzung (in Listen) | OFähnr (OFR) |
| Besoldungsgruppe | A8Z nach BBesO |
Oberfähnrich (OFähnr/OFR) ist in deutschsprachigen Streitkräften ein militärischer Dienstgrad der Dienstgradgruppe der Unteroffiziere mit Portepee.
Inhaltsverzeichnis |
Bundeswehr[Bearbeiten]
In der Bundeswehr bezeichnet er einen Offizieranwärterdienstgrad. In der Teilstreitkraft Deutsche Marine heißt dieser Dienstgrad Oberfähnrich zur See. In der Bundeswehr werden die Dienstgrade seit 1966 verliehen. Die Beförderung zum Oberfähnrich erfolgt für die Offizieranwärter des Truppendienstes bei Einstellung mit dem niedrigsten Dienstgrad (Schütze, Flieger, Matrose usw.) im Regelfall nach 30 Monaten Dienstzeit.
Der Oberfähnrich trägt, im Gegensatz zu Fähnrich und Fahnenjunker, die Uniform der Offiziere mit eigenen Dienstgradabzeichen, zählt aber zu den Unteroffizieren mit Portepee.
- Offizieranwärter des militärfachlichen Dienstes (Offz MilFD) werden in der Regel mit der Übernahme in die Laufbahn der Offiziere des militärfachlichen Dienstes zum Oberfähnrich ernannt, sofern sie zuvor den Dienstgrad Hauptfeldwebel oder mindestens ein Jahr lang den Dienstgrad des Oberfeldwebel getragen haben. Diese Übernahme zieht gewöhnlich eine 2-jährige Ausbildung an einer Fachschule nach sich. Dort erlangen die Offizieranwärter die Qualifikation zum staatlich geprüften Techniker, staatlich geprüften Betriebswirt oder staatlich geprüften Erzieher. Anschließend erfolgen die Offizierausbildung an einer Offizierschule und schließlich die eigentliche Ausbildung für die Fachverwendung, die nochmals bis zu 3 Jahre dauern kann. 36 Monate nach Beförderung oder Ernennung zum Oberfähnrich erfolgt nach bestandener Fachschulausbildung und Offizierschule die Beförderung zum Leutnant/Leutnant zur See. Für Soldaten die sich vorher noch im Status eines Zeitsoldaten befunden haben, gewöhnlich SaZ 15, bedeutet dies gleichzeitig bei gesundheitlicher Eignung die Umwandlung des Dienstverhältnisses eines Soldaten auf Zeit in die eines Berufssoldaten.
- Angehörige der Reserve durchlaufen diesen Dienstgrad in der Regel nicht, sondern werden nach bestandener Offizierausbildung und Erfüllung der sonstigen Voraussetzungen vom Fähnrich zum Leutnant befördert.
- Soldaten in diesem Dienstgrad können innerhalb der durch die Vorgesetztenverordnung (VorgV) gesetzten Grenzen Mannschaften und Unteroffizieren ohne Portepee Befehle erteilen. Sie werden nach der Bundesbesoldungsordnung A mit der Besoldungsstufe A8Z (A8 mit Amtszulage) besoldet. Obwohl in derselben Besoldungsstufe, unterscheiden sich Oberfähnrich/Oberfähnrich zur See und Hauptfeldwebel/Hauptbootsmann in Ausbildung, sowie Verantwortungsbereich wesentlich.
| Niedrigerer Dienstgrad Oberfeldwebel (OR-6/A7Z) |
Oberfähnrich (Hauptfeldwebel OR-7/A8Z) |
Höherer Dienstgrad Stabsfeldwebel (OR-8/A9) |
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| Einordnung: Mannschaften – Unteroffiziere o.P. – Unteroffiziere m.P. – Leutnante – Hauptleute – Stabsoffiziere – Generale/Admirale Alle Dienstgrade auf einen Blick: Dienstgrade der Bundeswehr · Die Bundeswehruniformen: Uniformen |
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Nationale Volksarmee[Bearbeiten]
Die Fähnriche der NVA bildeten eine eigenständige Laufbahngruppe, die zwischen den Unteroffizieren und den Offizieren angesiedelte war. Diese ergänzte sich überwiegend aus dienstälteren hochqualifizierten Unteroffizieren mit Portepee oder Bewerbern mit höherem Schul- oder Hochschulabschluss, die nach Absolvierung einer zweijährigen Ausbildung direkt zum Fähnrich ernannt wurden. Diese Ausbildung wurde teilstreitkraftintern, beispielsweise für die NVA Luftstreitkräfte an der MTS der LSK/LV, durchgeführt. Das vorherige Durchlaufen der Unteroffizierslaufbahn war wünschenswert, aber gegen Ende der 80er Jahre eher selten.
- Siehe auch
| Dienstgrad | ||
| niedriger: Fähnrich (NVA) |
Oberfähnrich (NVA) |
höher: Stabsfähnrich |
Besonderheit[Bearbeiten]
Im Gegensatz zur Reichswehr, Wehrmacht und Bundeswehr trugen die Offiziersanwärter der NVA keine Fähnrichdienstgrade sondern Offiziersschülerdienstgrade mit der aktuellen Studienjahrbezeichnung.
Reichswehr und Wehrmacht[Bearbeiten]
Der Dienstgrad Oberfähnrich/Oberfähnrich zur See wurde im Dezember 1920 in der Reichswehr eingeführt. Dies wurde in der Wehrmacht übernommen. Der Oberfähnrich war nominell dem Oberfeldwebel gleichgestellt. In der Waffen-SS war die äquivalente Rangbezeichnung SS-Standartenoberjunker.
Jedoch war in Heer und Luftwaffe die Beförderungen in diesen Dienstgrad von 1940 bis 1943 ausgesetzt, in der Kriegsmarine bis 1944.