Ohm (Fluss)

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Ohm
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Ohm oberhalb der Wohramündung

Ohm oberhalb der Wohramündung

Daten
Gewässerkennzahl DE: 2582
Lage Hessen, Deutschland
Flusssystem Rhein
Abfluss über Lahn → Rhein → Nordsee
Quelle Bei Ulrichstein
50° 34′ 52″ N, 9° 12′ 36″ O50.5810259.2100361111111577
Quellhöhe 577 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung Bei Cölbe in die Lahn50.8524694444448.7947111111111188Koordinaten: 50° 51′ 9″ N, 8° 47′ 41″ O
50° 51′ 9″ N, 8° 47′ 41″ O50.8524694444448.7947111111111188
Mündungshöhe 188 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 389 m
Länge 59,8 km[1]
Einzugsgebiet 983,758 km²[1]
Abfluss am Pegel Ober-Ofleiden[2]
AEo: 317 km²
Lage: 23 km oberhalb der Mündung
NNQ (07.08.1964)
MNQ 1956/2008
MQ 1956/2008
Mq 1956/2008
MHQ 1956/2008
HHQ (04.11.1977)
400 l/s
763 l/s
3,51 m³/s
11,1 l/s km²
62,6 m³/s
160 m³/s
AbflussVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen MNQ
MQ
2,2457 m³/s
7,9498 m³/s
Linke Nebenflüsse Seenbach, Rulfbach, Würf
Rechte Nebenflüsse Felda, Klein, Wohra, Rotes Wasser
Kleinstädte Ulrichstein, Homberg (Ohm), Schweinsberg, Amöneburg, Kirchhain
Gemeinden Mücke, Gemünden (Felda), Cölbe
Renaturierte Mündung der Ohm in die Lahn

Die Ohm ist ein 59,8 km langer, linker bzw. südöstlicher Zufluss der Lahn in Mittelhessen, Deutschland.

Verlauf[Bearbeiten]

Die Ohm entspringt im Vogelsberg östlich von Ulrichstein an der Westflanke des 607 m ü. NN hohen Kopf auf etwa 577 m ü. NN. Von ihrer Quelle aus fließt sie in westlicher Richtung durch Ulrichstein und Ober-Seibertenrod. Hier richtet sie ihren Lauf in nordöstliche Richtung. Nach dem Passieren von Unter-Seibertenrod erreicht sie das Gemeindegebiet von Mücke, durchfließt die Ortschaften Ober-Ohmen, Ruppertenrod und Wettsaasen. Zwischen Kirschgarten und Nieder-Ohmen mündet auf der linken Seite der Seenbach.

Von hier an fließt die Ohm in nördlicher Richtung über Nieder-Ohmen und erreicht bei Burg-Gemünden das Gemeindegebiet von Gemünden. Bei Nieder-Gemünden nimmt die Ohm die von rechts zufließende Felda auf und wendet ihren Lauf wieder nach Nordwesten. Von hier an bis Homberg hat die Ohm kaum Gefälle.

Homberg wird nach ein paar Kilometern erreicht, die Stadt liegt erhöht auf der rechten Seite des Flusses. Der im Stadtgebiet liegende 295 m hohe Schlossberg zwingt die Ohm zu einem markanten Bogen. Die Ohm hat hier noch eine Höhe von etwa 210 m ü. NN. Durch Ober-Ofleiden, wo sich ein Pegel des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie befindet, und an Nieder-Ofleiden vorbei setzt die Ohm ihren Weg in nordöstlicher Richtung fort. Das Stadtgebiet von Stadtallendorf wird bei Schweinsberg durchflossen. Hier spaltet sich der Lauf der Ohm, links vom heutigen Hauptfluss fließt die Alte Ohm, die sich erst wieder bei Amöneburg mit der Ohm vereinigt. Von Schweinsberg bis zur Mündung hat die Ohm kaum noch Gefälle, sie durchfließt das Amöneburger Becken.

Zwischen Rüdigheim und Amöneburg nimmt die Ohm linksseitig den Rulfbach auf. Anschließend wird Amöneburg rechts umflossen. Hier nimmt die Ohm rechts die von Stadtallendorf kommende Klein auf und passiert Kirchhain, wo die Wohra rechts in die Ohm mündet.

Zwischen Amöneburg, Kirchhain, Groß- und Kleinseelheim sowie Niederwald fließt die Ohm durch das Hochwasserrückhaltebecken Kirchhain/Ohm und nimmt den von links kommenden Würf auf. Im weiteren Verlauf liegt Schönbach links, Anzefahr rechts vom Fluss. Zwischen Anzefahr und Bürgeln passiert die Ohm an der Hainmühle einen zweiten Pegel. Bei Bürgeln erreicht die Ohm das Stadtgebiet von Cölbe. Bis zu ihrer Mündung in die Lahn am Cölber Eck bildet sie die Grenze zwischen Marburg und Cölbe.

Ihre Mündung liegt auf etwa 193 m ü. NN, so dass sie auf ihrem 59,8 km langen Weg einen Höhenunterschied von rund 384 m bewältigt hat. Beachtenswert ist, dass für den 32 km langen Abschnitt vom Zufluss der Felda bis zur Mündung in die Lahn nur noch 27 m natürliches Gefälle zur Verfügung steht, was einem Sohlgefälle von 0,84 ‰ entspricht.

Nebenflüsse[Bearbeiten]

Die wichtigsten Zuflüsse der Ohm von der Quelle (577 m ü. NN) bis zur Mündung (188 m ü. NN) in die Lahn sind:
(zur besseren Übersicht bzw. zur Sortierung flussabwärts sind in die DGKZ-Ziffern nach der 2582 – Ohm – Bindestriche eingefügt!)

Name
Lage
Länge
[km]
Einzugs-
gebiet
[km²]
Abfluss
(MQ) [l/s]
Mündung
auf
Ohm-km[3]
Mündungs-
höhe
[m. ü. NN]
Mündungsort
DGKZ
Steinbach links 5,0 4,166 57,5 10.6 316 hinter Ober-Ohmen 2582-16
Marsbach links 13,8 316 hinter Ruppertenrod
Seenbach links 18,3 96,493 1288,4 16,9 264 hinter Kirschgarten,
von Merlau kommend
2582-2
Goldgraben links 2,0 19,9 251 in Mücke-Nieder-Ohmen 2582-3118
Kuchenbach rechts 1,6 20,1 250 in Mücke-Nieder-Ohmen 2582-3192
Goldbach links 1,6 8,372 22,4 zwischen Nieder-Ohmen
und Burg-Gemünden
2582-338
Ransbach rechts 6,3 8,372 23,0 zwischen Nieder-Ohmen
und Burg-Gemünden
2582-34
Fuchsbach links 1,9 25,1 220 nördlich von Burg-Gemünden 2582-394
Felda rechts 29,9 107,383 1276,4 26,5 220 bei Nieder-Gemünden 2582-4
Hirschbach[4] rechts 3,0 220 nördlich von Nieder-Gemünden 2582-512
Krebsbach ("Pferdsbach") links 6,8 12,175 90,8 30,6 215 vor Homberg 2582-54
Schechenbach links 209 bei Homberg
Michelbach[5] rechts 2,2 32,1 in Homberg 2582-5512
Schadenbach links 7,0 18,448 127,7 33,7 207 bei Homberg 2582-552
Pferdsgraben links 2,3 40,1[6] westlich von Erfurtshausen
in den Burggraben
2582-5616
Erfurtshäuser Bach links 3,7 6,282 45,8 40,1[6] 200 bei Schweinsberg
in den Burggraben
2582-562
Lamborn[7] links 3,8 200 bei Rüdigheim 2582-5862
Rulfbach[7] links 9,2 26,256 174,1 43,6 196 vor Amöneburg 2582-58
Klein rechts 23,2 163,145 1122,9 45,2 194 hinter Amöneburg 2582-6
Wohra rechts 33,8 285,878 2010,3 48,7 192 hinter Kirchhain 2582-8
Würf links 8,0 22,998 121,8 50,3 191 bei Großseelheim 2582-914
Bauerbach links 4,0 51,8 nördlich von Großseelheim 2582-9312
Schönbach links 1,3 52,1 bei Schönbach 2582-9314
Wöhlgraben[8] rechts 3,7 53,1 bei Kirchhain-Anzefar 2582-9392
Teufelsgraben rechts 4,9 54,6 hinter Anzefahr 2582-9394
Rotes Wasser rechts 18,6 50,961 221,1 58,0 189 hinter Bürgeln 2582-96

Wissenswertes zur Flussgröße[Bearbeiten]

Insbesondere innerhalb des Vogelsberges ist die namentliche Ohm nur einer von vielen Hauptflüssen. Trägt sie zur Felda-Mündung am Unteren Vogelsberg noch den Löwenanteil (MQ: 1933,3 l/s gegenüber 1276,4 der Felda) bei, so trifft sie deutlich oberhalb, bei der Seenbach-Mündung, (mit 396,2 l/s) auf ein dreimal so großes (1288,4 l/s) Seenbach-System![1]

Mühlen[Bearbeiten]

Entlang der Ohm waren bis in die 1970er Jahre hinein zahlreiche Mühlen in Betrieb, von denen ein Großteil bis heute erhalten ist.[9][10]

f1Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten aller Mühlen: OSM, Google oder Bing

Name
Frühere Namen
Lage Erst-
erwähnung
Einstellung
Mahlbetrieb
Bild
Luchmühle 0,5 km oberhalb Ober-Ohmen
Koordinaten fehlen! Hilf mit.
Ende des 19. Jahrhunderts
Rahnsmühle 1 km oberhalb Ruppertenrod
Koordinaten fehlen! Hilf mit.
1945
Obermühle am Ortsrand von Ruppertenrod
Koordinaten fehlen! Hilf mit.
1800 1972
Brückenmühle in Ruppertenrod
Koordinaten fehlen! Hilf mit.
vor 1970
Nikolausmühle zwischen Ruppertenrod und Wettsaasen
Koordinaten fehlen! Hilf mit.
1965
Dorfmühle Kirschgarten Ortsmitte Kirschgarten
Koordinaten fehlen! Hilf mit.
2. Hälfte 20. Jahrhundert
Katzenmühle
Papiermühle
Nieder-Ohmen, Ausfallstraße nach Kirschgarten
Koordinaten fehlen! Hilf mit.
1577 1960
Kirschmühle Nieder-Ohmen
Koordinaten fehlen! Hilf mit.
1589 Mitte 20. Jahrhundert
Frohnmühle
Eisenachmühle, Hintergässer Mühle
Ortsmitte Nieder-Ohmen
Koordinaten fehlen! Hilf mit.
1492 1976
Schmittermühle Ortsmitte Nieder-Ohmen
Koordinaten fehlen! Hilf mit.
1606 1966
Langwiesenmühle
(Abriss 1960)
Grubenbacher Straße, Nieder-Ohmen
Koordinaten fehlen! Hilf mit.
vor 1709 um 1890
Trohemühle unbekannt (Nieder-Ohmen) 1590 um 1600
Königsaaser Mühle Königsaasen, 2 km unterhalb von Nieder-Ohmen
Koordinaten fehlen! Hilf mit.
1227 zum 1. Weltkrieg
anschließend bis 1963 Stromerzeugung
Dorfmühle Burg-Gemünden
Schwabe-Mühle
nordöstlich des alten Dorfkerns von Burg-Gemünden
Koordinaten fehlen! Hilf mit.
1582 1972
seit 1982 Stromerzeugung
Dicknertsmühle
Koordinaten fehlen! Hilf mit.
Oberste Mühle
Koordinaten fehlen! Hilf mit.
Sandmühle Homberg
Koordinaten fehlen! Hilf mit.
Herrenmühle
Koordinaten fehlen! Hilf mit.
Hainmühle Homberg
Koordinaten fehlen! Hilf mit.
Steinsmühle
Koordinaten fehlen! Hilf mit.
Brauer Mühle
Herrenmühle

Koordinaten fehlen! Hilf mit.
Aumühle
Koordinaten fehlen! Hilf mit.
Ohäuser Mühle
Koordinaten fehlen! Hilf mit.
Talmühle
Koordinaten fehlen! Hilf mit.
Mühle zu Grebendorf
aufgegeben um 1200

Koordinaten fehlen! Hilf mit.
Brücker Mühle Amöneburg, OT Brück
Karte50.793458.9378
1248 in Betrieb Brücker Mühle
weitere Bilder
Fiddelmühle
abgerissen 1557/58

Koordinaten fehlen! Hilf mit.
Hole Mühle
aufgegeben im 16. Jahrhundert

Koordinaten fehlen! Hilf mit.
Radenhäuser Mühle
aufgegeben im 16. Jahrhundert

Koordinaten fehlen! Hilf mit.
Mühle Gerende
aufgegeben nach 1485

Koordinaten fehlen! Hilf mit.
Mühle Brunsfort
aufgegeben nach 1485
Gemarkung Amöneburg und Kirchhain
Koordinaten fehlen! Hilf mit.
1485 nach 1485
Wasechenmühle vermutlich unterhalb Amöneburg, nahe Magdalenenkapelle 1248 nach 1248
Pulvermühle Amöneburg
Koordinaten fehlen! Hilf mit.
1598 1613
Mühle Heuchelheim Gemarkung Amöneburg
Karte50.8089188.923216
1248 vor 1388
Hirsenmühle Niederwald, gegenüber der Grindelmühle
Koordinaten fehlen! Hilf mit.
1282 1864
Grindelmühle Ortsausgang Schönbach, Richtung Großseelheim
Karte50.8308258.860452
11. Jahrhundert 1952
Ordensmühle südlicher Ortsrand von Anzefahr
Karte50.8441058.863097
1362 1961 Ordensmühle
weitere Bilder
Hainmühle bei Betziesdorf
Karte50.8491728.837256
1555 1961
seit ca. 2000 Stromerzeugung
Hainmühle
weitere Bilder


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Gewässerkartendienst des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Hinweise)
  2. Deutsches Gewässerkundliches Jahrbuch 2008. Einzelblatt Pegel Ober-Ofleiden. Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie, abgerufen am 16. September 2013 (PDF, deutsch, Auf: hlug.de).
  3. Die "Ohm-km" sind zur besseren Vergleichbarkeit in umgekehrter Reihenfolge aufgeführt (Differenz aus 59,76 km und dem jeweiligen "Kilometerstein" flussaufwärts)
  4. mit längsten Quellast (GKZ 2582-5122) 4,5 km
  5. mit längsten Quellast (GKZ 2582-55124) 2,8 km
  6. a b Mündung des Burgrabens in die Ohm
  7. a b Mündung in die Alte Ohm
  8. Bei WRRL in Hessen "Wuhlgraben"
  9. Arbeitskreis Dörfliche Kultur: Mühlen zwischen Vogelsberg und Burgwald. Burgwald-Verlag, Cölbe 2003. ISBN 3-936291-20-9, S. 74–82
  10. Arbeitskreis Dörfliche Kultur e.V.: Mühlenstandorte im Einzugsbereich der Ohm Abgerufen am 10. Mai 2012.

Quellen[Bearbeiten]

Angaben aus Karten des

Weblinks[Bearbeiten]