Schwalm (Eder)
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| Schwalm | |
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Schwalm in Alsfeld |
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| Daten | |
| Lage | Vogelsbergkreis und Schwalm-Eder-Kreis, Hessen, Deutschland |
| Länge | 97,1 km[1] |
| Quellgebiet | am Nordrand des Vogelsbergs |
| Quellhöhe | ca. 500 m ü. NN |
| Mündung | in die Eder bei Felsberg-Altenburg |
| Mündungshöhe | 158 m ü. NN |
| Höhenunterschied | ca. 342 m |
| Flusssystem | Weser |
| Einzugsgebiet | 1266,874 km²[1] |
| Abflussmenge | MQ: 6,91 m³/s |
| Rechte Nebenflüsse | Berf, Grenff, Grenzebach, Efze |
| Linke Nebenflüsse | Antreff, Wiera, Gilsa, Urff |
| Mittelstädte | Borken |
| Kleinstädte | Alsfeld, Schwalmstadt |
| Gemeinden | Schwalmtal, Schrecksbach, Willingshausen, Neuental, Bad Zwesten, Wabern |
| Schwalm im Hochwasserrückhaltebecken Treysa-Ziegenhain | |
| Zugefrorene Schwalm im Winter bei Loshausen | |
Die Schwalm (von althochdeutsch: „Sualme“, Nebel, Dampf- bzw. Schwalbenwasser) ist der Hauptzufluss der Eder in Hessen (Deutschland), der sie orografisch rechtsseitig bzw. von Süden kommend zufließt. Mit 97,1 km[1] Fließstrecke ist sie der längste ganz in Hessen verlaufende Fluss.
Die im Nordteil des Mittelgebirges Vogelsberg entspringende Schwalm durchfließt das oberhessische Hügelland, erreicht dann die zwischen Vogelsberg, Knüll und Kellerwald gelegene nach ihr benannte Niederungslandschaft Schwalm bei Schwalmstadt und mündet in der westhessischen Senke bei Altenburg in den Fulda-Zufluss Eder.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Verlauf
Die Schwalm entspringt im mittelhessischen Vogelsbergkreis am Nordrand des Vogelsbergs. Ihre Quelle befindet sich etwa 4 km süd-südwestlich von Storndorf (zu Schwalmtal gehörend) zwischen Meiches (zu Lautertal) im Osten, Helpershain (zu Ulrichstein) im Süden und Köddingen (zu Feldatal) im Westen − drei Ortschaften, welche die Schwalm nicht durchfließt. Sie liegt rund 2,2 km nordwestlich vom Totenköppel (559,6 m ü. NN) bzw. 0,5 km nördlich vom Tannenköppel (ca. 525 m ü. NN) auf etwa 500 m ü. NN. Der Waldweg „Fohlenstall-Schneise“ führt nahe der Quelle vorbei, an der in einen Felsblock gedübelte, schmiedeeiserne Lettern wissen lassen: Schwalmquelle.
Von ihrem Ursprung verliert die Schwalm schnell an Höhe und durchfließt in nördlicher Richtung anfangs die Gemeinde Schwalmtal, wobei sie zuerst dessen Ortsteil Storndorf durchläuft. Danach durchfließt sie die Alsfelder Mulde (265 m ü. NN) im oberhessischen Hügelland.
Etwas weiter flussabwärts erreicht die Schwalm, die überwiegend in nördlicher Richtung verläuft, den nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis, wo sie als ersten Ort Schrecksbach durchfließt. Zwischen Loshausen (zu Willingshausen) und Treysa (zu Schwalmstadt) verläuft sie durch die weitläufige Niederungslandschaft Schwalm. Im Osten erhebt sich der Knüll im Nordwesten der Kellerwald. In diesem Gebiet, in dem auch das Hochwasserrückhaltebecken Treysa-Ziegenhain liegt, gabelt sich der Fluss bei Ziegenhain in die Alte Schwalm und in einen Mühlgraben.
Danach fließt die Schwalm den Kellerwald direkt östlich passierend zwischen Kerstenhausen und Kleinenglis durch die Schwalmpforte und dann nördlich an der Kernstadt von Borken (zwischen dem Stadtteil Gombeth und dem Gombether See und dem Stadtteil dem Singlis und Singliser See) und südöstlich an Wabern vorbei. Zwischen den Orten Rhünda und Altenburg (beide zu Felsberg) mündet sie auf 158 m ü. NN direkt unterhalb der Burg Altenburg in die von Westen kommende Eder.
[Bearbeiten] Kurioses zur Schwalmquelle
Die süd-südwestlich von Storndorf gelegene „Schwalmquelle“ ist verschiedenen Angaben zufolge umstritten, weil eine weitere Bachquelle als Anfang der Schwalm genannt wird: Diese Quelle liegt südwestlich von Wallenrod (zu Lauterbach) bzw. 1.075 m westlich des Pfingstberg auf rund 495 m ü. NN, wobei der aus diesem Bachursprung resultierende Quellbach einen anderen Namen trägt und wesentlich kürzer ist als jener aus der oben im Absatz Verlauf genannten bzw. westlichen Bachquelle − Schwalmquelle.
[Bearbeiten] Einzugsgebiet und Hydrologie
Das Einzugsgebiet der Schwalm beträgt rund 1.300 km². Der Mittelwasserabfluss am Schwalm-Pegel Uttershausen (zu Wabern) (AEO: 986 km²) wird mit MQ = 6,91 m³/s – entsprechend einer Mittelwasserabflussspende von MQ = 7,01 l/(s • km²) – angegeben.
[Bearbeiten] Zuflüsse
Gespeist wird die Schwalm unter anderem durch Antreff, Wiera, Gilsa und Urff aus westlichen Richtungen und durch Berf, Grenff, Grenzebach, Lembach und Efze aus östlichen Richtungen.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ a b c WRRL Hessen

