Ebhausen
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe | |
| Landkreis: | Calw | |
| Höhe: | 460 m ü. NN | |
| Fläche: | 24,56 km² | |
| Einwohner: | 4833 (31. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 197 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 72224 | |
| Vorwahlen: | 07458 07054 Rotfelden | |
| Kfz-Kennzeichen: | CW | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 2 35 020 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Marktplatz 1 72224 Ebhausen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Volker Schuler | |
Ebhausen ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg. Sie gehört zum Regierungsbezirk Karlsruhe und liegt im Landkreis Calw.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Ebhausen liegt im Nordschwarzwald in 425 bis 595 Meter Höhe.
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Zur Gemeinde Ebhausen gehören die ehemaligen Gemeinden Ebershardt, Rotfelden und Wenden. Zu den ehemaligen Gemeinden Ebershardt und Wenden gehören jeweils nur die gleichnamigen Dörfer. Zur Gemeinde Ebhausen in den Grenzen von 1974 gehört Dorf und Erholungsort Ebhausen. Zur ehemaligen Gemeinde Rotfelden gehören das Dorf Rotfelden, der Ort Ziegelhütte, das Gehöft Gärtenfeld und das Haus Schwarzenbachmühle.
Im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Ebershardt liegt die Wüstung Grashart. In der Gemeinde Ebhausen im Gebietsstand von 1974 liegen in Wüstungen Berghäuser und Höfen, die Ortschaft Wöllhausen ist in Ebhausen aufgegangen.[2]
[Bearbeiten] Geschichte
Ebhausen ist aus den ursprünglich selbstständigen Dörfern Ebhausen und Wöllhausen zusammengewachsen. Allerdings hatten beide Orte schon immer eine gemeinsame Markung. Urkundlich erstmals erwähnt wurden Wöllhausen 1245 („Welehusin“) und Ebhausen 1275 („Ebehusen“), worauf der wöllhäusiche Teil der Gesamtgemeinde viel Wert legt. Die Funde von alemannischen Reihengräbern und Resten von Fundamenten einer Kapelle aus dem 7. Jahrhundert zeigen aber, dass es schon um 650 n. Chr. in Ebhausen und Wöllhausen alemannische Siedlungen gegeben hat. Es ist bekannt, dass die Alemannen im süddeutschen Raum bevorzugt Land besiedelten, das davor kultiviert worden war. Der Flurname Mauren auf dem Gebiet des heutigen Friedhofs weist vermutlich auf Gebäudereste eines römischen Gutshofes hin. Da einige solcher römischen Gutshöfe auch in den umliegenden Gemeinden gefunden wurden, scheint es gut möglich zu sein, dass Ebhausen schon um 150 n. Chr. besiedelt war.
[Bearbeiten] Religionen
Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist evangelisch, wobei es auch römisch-katholische, neuapostolische und muslimische Glaubensgemeinschaften gibt. Die evangelischen Kirchengemeinden von Ebhausen, Rotfelden, Wenden und Ebershardt gehören zum Kirchenbezirk Nagold.
[Bearbeiten] Eingemeindungen
- 1975: Ebershardt, Wenden, Rotfelden
[Bearbeiten] Ortsteile
[Bearbeiten] Rotfelden
Rotfelden wurde 1005 erstmals urkundlich erwähnt und feierte im Jahr 2005 (wie auch der Nachbarort Effringen) sein 1000-jähriges Jubiläum. Im Zuge der Gemeindereform am 1. Januar 1975 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Rotfelden nach Ebhausen eingemeindet.
[Bearbeiten] Wenden
Der Ort Wenden wurde 1406 erstmals urkundlich erwähnt. In früher Zeit findet sich auch die Schreibweise „Winden“ oder „Wynna“. Der Name deutet auf eine mögliche Gründung in der Karolinger Zeit als Karl der Große die slawischen Wenden in anderen Teilen seines Reiches angesiedelt hatte. Im Zuge der Gemeindereform am 1. Januar 1975 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Wenden nach Ebhausen eingemeindet.
[Bearbeiten] Ebershardt
Die gräflich-württembergischen Landvogtei Nagold teilte im 13. Jahrhundert westlich von Nagold Neuland an Familien und Sippen zur Kultivierung des wenig ergiebigen Waldlandes als Lehen zu. Die Bevölkerung wuchs langsam weiter, und da und dort entstanden kleine Weiler. Das gesamte Land und aller Wald war zunächst das Eigentum der württembergischen Herrschaft, genannt silva regalis. Im Jahre 1363 gehörten Ebershardt und Wart bereits zum herzoglich-württembergischen Amt Nagold. Beleg hierfür ist eine Urkunde aus demselben Jahr, die den Verkauf von Nagold durch den Grafen von Hohenberg an die Grafen von Württemberg belegt. 1975 wurde es nach Ebhausen eingemeindet.
Orte mit der Endung „-hardt“ deuten auf einen Besiedlungsflecken mit guter Weide hin. Dass der Ort einen Eber im Wappen hat, ist auf eine Volksetymologie zurückzuführen, die nichts mit dem wirklichen Namensursprung zu tun hat. Das „Ebers-“ geht vielmehr auf einen Eigennamen (etwa den des Gründers) zurück oder aber, was wahrscheinlicher ist, auf die vaskonische Wurzel „ibara“, die für Tal oder Flussmündung steht und im Deutschen oft in Form von Ortsnamen mit „Eber-“ (zum Beispiel Eberswalde oder Ebersberg) wiedergegeben wird.
[Bearbeiten] Politik
Der Bürgermeister Volker Schuler wurde bei der letzten Wahl im Amt bestätigt. Im Kreistag sitzt er als ein Mitglied der Freien Wählervereinigung (FWV).
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Die durch den Ort führende Bundesstraße B 28 ist eine Hauptschlagader des Verkehrs im nördlichen Schwarzwald. Dadurch hat man eine gute Anbindung an die Bundesautobahn A 81 in die Landeshauptstadt nach Stuttgart. Auch andere wichtige industrielle Standorte wie Böblingen oder Sindelfingen sind dadurch gut zu erreichen.
Durch das Altensteigerle (Nagold - Altensteig) war Ebhausen von 1891 bis 1967 an das Schienennetz angebunden.
[Bearbeiten] Bildungseinrichtungen
Ebhausen verfügt über eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Im Ortsteil Rotfelden gibt es eine reine Grundschule.
[Bearbeiten] Sport
Generell bietet Ebhausen auch durch die vielen ortsansässigen Vereine (Tennis, Fußball, Eisstock, Sportschießen, Tischtennis) viel Auswahl bei der sportlichen Freizeitgestaltung. Der TV Ebhausen besteht seit dem Jahre 1898
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Kleine Kirche im Ortsteil Wenden mit einem in der Umgebung einzigartigen mit Holzschindeln verkleideten Turm
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Einwohnerzahlen
- ↑ Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 505–506
[Bearbeiten] Weblinks
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