Bad Herrenalb
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe | |
| Landkreis: | Calw | |
| Höhe: | 365 m ü. NN | |
| Fläche: | 33,03 km² | |
| Einwohner: |
7.330 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 222 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 76332 | |
| Vorwahl: | 07083 | |
| Kfz-Kennzeichen: | CW | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 2 35 033 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Rathausplatz 11 76332 Bad Herrenalb |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Norbert Mai | |
| Lage der Stadt Bad Herrenalb im Landkreis Calw | ||
Bad Herrenalb ist eine Kurstadt mit etwa 7.500 Einwohnern im nördlichen Schwarzwald im oberen Talkessel des Albtales im Landkreis Calw in Baden-Württemberg (Deutschland).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Bad Herrenalb wird von der Alb durchflossen, die zehn Kilometer südlich der Stadt entspringt. Die Alb wird innerhalb von Bad Herrenalb von mehreren Nebenflüssen gespeist. Zum einem dem Rennbach am Campingplatz, dem Gaisbach in der Stadtmitte, sowie dem Bern- und dem Dobelbach am Ortsausgang in Richtung Karlsruhe. Die Stadt ist zudem von mehreren Bergen umgeben, das Albtal öffnet sich in Richtung Norden. Folgende Berge von Norden im Uhrzeigersinn umgeben Bad Herrenalb: Mayenberg (721 m), Wurstberg (692 m), Bottenberg (563 m), Rennberg (744 m) und der Hardtberg (559 m). Der Boden besteht ausschließlich aus lockerem rotem Buntsandstein. Die Gemarkungsfläche der Stadt Bad Herrenalb beträgt 3100 ha.
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Zur Stadt Bad Herrenalb gehören die ehemaligen Gemeinden Bernbach, Neusatz und Rotensol. Zur Stadt Bad Herrenalb in den Grenzen von vor der Gemeindereform in den 1970er Jahren gehören die Stadt Bad Herrenalb, die Weiler Aschenhütte, Gaistal, Kullenmühle, Steinhäusle und Zieflesberg. Zur ehemaligen Gemeinde Bernbach gehören das Dorf Bernbach, das Dorf Althof und die Häuser Hardtscheuer. Zur ehemaligen Gemeinde Neusatz gehört das Dorf Neusatz. Zur ehemaligen Gemeinde Rotensol gehören das Dorf Rotensol und die Häuser Dobeltal und Steinhäusle.[2]
In den ehemaligen Gemeinden sind Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit jeweils eigenem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher als dessen Vorsitzender eingerichtet.
[Bearbeiten] Geschichte
Aus Ansiedlungen um das 1149 gegründete Zisterzienserkloster Alba Dominorum entstand mit der Zeit die Gemeinde Herrenalb. Bereits 1841 gründete der Arzt Dr. J. Weiß eine Kaltwasserheilanstalt, die später in eine Wasserheilanstalt mit Sanatorium für Nervenkranke umgewandelt wurde und noch nach der Jahrhundertwende unter der Leitung von Hofrat Dr. Mermagen stand.[3]
Seit 1954 darf sich Herrenalb „Heilklimatischer Kurort” nennen. 1971 führte eine Bohrung in 600 Meter Tiefe auf eine mineralreiche Quelle. Aus Herrenalb wurde Bad Herrenalb. Den Namenszusatz „Bad“ führt Bad Herrenalb seit dem 26. Juli 1971.
Am 1. Januar 1972 wurde Rotensol eingemeindet, am 1. Februar 1972 erfolgte die Eingemeindung von Neusatz und am 1. Januar 1975 die von Bernbach.
[Bearbeiten] Religionen
[Bearbeiten] Evangelische Kirchengemeinde
Die Evangelische Kirchengemeinde Bad Herrenalb gehört zur Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Sie ist in zwei Pfarrbezirke aufgeteilt: Zum Pfarrbezirk Bad Herrenalb I gehört die Stadtmitte und das Gaistal mit Zieflensberg. Zum Pfarrbezirk Bad Herrenalb II gehört der Ortsteil Bad Herrenalb-Kullenmühle. Zum Pfarramt II gehört auch die eigenständige Kirchengemeinde des Ortsteil Bernbach. Die Ortsteile Bad Herrenalb-Rotensol und Bad Herrenalb-Neusatz bilden mit einem eigenen Pfarramt die eigenständige Evangelische Kirchengemeinde Neusatz-Rotensol.
Im Gaistal befindet sich das Haus Aufblick. Es ist das Einkehrhaus der Diakonissen von Karlsruhe-Rüppurr. In Bad-Herrenalb-Neusatz befindet sich das Henhöferheim. Getragen wird das Haus vom Freundeskreis der Volksmission der Evangelischen Landeskirche in Baden e. V., der mit dem Amt für Missionarische Dienste der Evangelischen Landeskirche in Baden zusammenarbeitet. Seit 1947 ist Bad Herrenalb Sitz der Evangelischen Akademie Baden, einer Einrichtung der Evangelischen Landeskirche in Baden.
[Bearbeiten] Katholische Kirchengemeinde
Die St. Bernhards-Kirche wurde 1905 gebaut, nachdem seit 1876 in einer Hauskapelle Gottesdienst gefeiert wurde und mit dem Wildbader Vikar erstmals 1899 ein katholischer Seelsorger für Herrenalb zuständig war. Seit 1946 wohnt in Herrenalb ein eigener Pfarrer; erst 1968 wurde offiziell die Katholische Pfarrgemeinde Bad Herrenalb gegründet. Der Patron von Kirche und Gemeinde ist Bernhard von Clairvaux (1090–1153), die eindrucksvollste Gestalt des Zisterzienserordens. Heute gehören etwa 1900 Katholiken zur Gemeinde Bad Herrenalb (ohne Dobel und Loffenau), zusätzlich etwa 400 mit einem zweiten Wohnsitz.
[Bearbeiten] Weitere Kirchengemeinden
Auch eine Neuapostolische Kirche gibt es in Bad Herrenalb. Regelmäßig besuchen zwischen 60 bis 100 Gläubige die Gottesdienste in der kleinen Kapelle im Weg zur Schanz. Die Kirchengemeinde Bad Herrenalb zählt zur Neuapostolischen Kirche Süddeutschland.
[Bearbeiten] Stadtteile
Stadtteile sind Bad Herrenalb, Bernbach, Rotensol, Neusatz.
Bernbach |
Rotensol |
Neusatz |
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[Bearbeiten] Gaistal
Gaistal ist ein Stadtteil von Bad Herrenalb. Es ist in vier Teile unterteilt und hat insgesamt knapp 1000 Einwohner. Es wurde von österreichischen Einwanderern im 18. Jahrhundert gegründet. Der Mutterort Gaistal in Tirol trägt denselben Namen.
[Bearbeiten] Bernbach
Seit der Eingemeindung 1975 ist Bernbach ein Ortsteil von Bad Herrenalb.
Der Ursprung des Höhendorfes im Bernbachtal liegt ca. 800 Jahre zurück. Der zu Bernbach zählende Hof Moosbronn wurde am 21.12.1177, erstmalig als Weiler von Michelbach, von Papst Alexander erwähnt. Dabei wird der Zisterzienser-Abtei von Herrenalb das Klostergut bestätigt. 1219 wird Bernbach erstmalig zusammen mit Michelbach in einer Ebersteiner Urkunde erwähnt. Die als Haufendorf angelegte Siedlung war von der traditionellen Dreifelder-Wirtschaft bestimmt, die Dorfmitte bilden die Kirche und der Dorfplatz. Zusätzlich gehören zu Bernbach die Hardtscheuer am Golfplatz und der Weiler Althof („Alter Hof von Moosbronn").
Der Ortsname ist den Fachleuten nach nicht aus dem Wort „Bären-bach“ entstanden. Laut der Bernbacher Chronik soll der Name wie folgt entstanden sein: Der „Bär“ im Mittelhochdeutschen auch „ber“ und im schwäbischen „beär“, „bör“ oder auch „bair“ bedeutet soviel wie Eber. Der Zuchteber entstammt dem alten Schwäbischen „bar“, somit hat Bernbach etwas mit Schweinezucht zu tun gehabt. In den Waldgebieten wurden früher tatsächlich viele Schweine gehalten, dies diente damals als Haupterwerbsquelle der Bevölkerung.
[Bearbeiten] Rotensol
Seit 1259 war Rotensol eine Klostergemeinde und gehörte zur Zisterzienserabtei Herrenalb im Tal. Es war in Besitz der Ebersteiner und derer von Straubenhardt. Das Waldhufendorf entstand vermutlich aus einer Rodekolonisation. Am 01.01.1972 wurde Rotensol nach Bad Herrenalb eingemeindet. Es ist seit langem mit Neusatz durch Kooperationen verbunden. So besitzen die Höhenorte eine gemeinsame Freiwillige Feuerwehr sowie Kirchengemeinde. Der wichtigste Wirtschaftsfaktor im Dorf ist die Steuerakademie, sowie kleine Gewerbebetriebe.
Die Entstehung des Ortsnamens ist nicht ganz geklärt. Dabei stehen die Möglichkeiten, dass er aus der „Roten Suhle“, einer salzhaltigen „Wildwälze“, oder aus „rot“ (Moder, Fäulnis) und dem indogermanischen „sol“ für Sumpf entstanden ist. Die zweite Version wird als wahrscheinlicher empfunden. Früher wurde Rotensol als „Rothensohl“ geschrieben.
[Bearbeiten] Neusatz
Neusatz entstand, vermutlich um 1150, zusammen mit der Rodekolonisation von Rotensol. Einige Feldwege zeigen heute noch den Verlauf der „Hufenflur“. Das Kloster Herrenalb bestimmte maßgeblich die Entwicklung des Höhenortes, das Leben war von Landwirtschaft und Holzhandel geprägt. Zusammen mit Rotensol gehörte Neusatz eine lange Zeit dem Kirchspiel Dobel an.
Der Ortsname wurde 1257 zum ersten mal als „Nivesatze“ erwähnt, dies entstammt womöglich dem Wort der neuen Siedlung und meint die neueste Ortsgründung auf der Höhe("„neu"“- Neuland). Im mittelhochdeutschen bedeutet „satz“ soviel wie ein Ort an dem etwas hingesetzt oder hingepflanzt wird.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Bürgermeister
- 1962–1996: Robert Traub (CDU)
- 1996–2004: Manfred Renz (GRÜNE)
- seit 2004: Norbert Mai
[Bearbeiten] Gemeinderat
Ergebnisse der Kommunalwahl am 7. Juni 2009:
| FWG | 5 Sitze | |||
| CDU | 27 % | -3,2 | 4 Sitze | |
| Unabhängige Bürgervereinigung | 4 Sitze | |||
| Grüne Liste | 19 % | +6,4 | 3 Sitze | |
| Andere | 0,0 % | 0 | 0 Sitze |
[Bearbeiten] Wappen
Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Schwarz ein doppelreihig rot-silbern geschachter Schräglinksbalken belegt mit einer rotgefütterten silbernen Albe, durch die ein linksgewendeter pfahlweiser goldener Abtsstab gesteckt ist.“
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Bad Herrenalb hat momentan keine Partnerstädte. Es gibt jedoch eine enge Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Dobel.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
[Bearbeiten] Straßen
Bad Herrenalb ist über die Landesstraße 564, welche die Stadt in Nord-Süd-Richtung durchschneidet, gut an Ettlingen im Norden und Gernsbach im Süden angebunden. Der Streckenabschnitt in Richtung Ettlingen und zur A 5 ist die am stärksten belastete Strecke. Zudem streift die Kreisstraße 4331 von Moosbronn zum Dobel, Bad Herrenalb am nördlichen Ortsende mit einem Kreisverkehr und stellt somit die Ost-West-Achse dar. Eine weitere bedeutsame Straße ist die L 340 welche im innerstädtischen Kreisel entspringt und an der Eyachbrücke bei Höfen an der Enz an die B 294 anschließt.
[Bearbeiten] Eisenbahn
Seit dem Bau der Albtalbahn im Jahr 1898 ist Herrenalb an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Zuerst schmalspurig errichtet, sowie später von der Einstellung bedroht, wurde sie in den 60-ziger Jahren auf Normalspur umgespurt und ist seitdem in das Karlsruher Straßenbahnnetz integriert. Heute ist der Bahnhof Bad Herrenalb über die Linie S1 der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) (über Karlsruhe nach Hochstetten) an den Karlsruher Nahverkehr angeschlossen. Auf dem Streckenabschnitt nach Ettlingen verkehren im Sommer von Mai bis Oktober an verschiedenen Sonntagen Museumszüge der Ulmer Eisenbahnfreunde.
[Bearbeiten] Öffentlicher Personennahverkehr
Bad Herrenalb besitzt die Besonderheit, dass der Ort in zwei Verkehrsverbünden liegt, der wichtigere und seit 1994 bestehende Verkehrsverbund ist jener aus Karlsruhe. Seit 1998 gehört Bad Herrenalb zusätzlich zur Verkehrsgesellschaft Bäderkreis Calw, dies ist mit der Zugehörigkeit zum Landkreis Calw zu begründen. Der Tarif der VGC findet innerhalb des Ortes keine Anwendung, in den Bussen und Bahnen sind dafür auch keine Fahrkarten erhältlich, mit Ausnahme der Linien 716, 719, (723), die in den Kreis Calw führen. Des Weiteren ist Bad Herrenalb über Buslinien mit Pforzheim (716), Baden-Baden (244), Calw (723), Bad Wildbad (719), Ettlingen (101/113) und Gaistal (116) verbunden. Bis Januar 2008 gab es in Bad Herrenalb einen Gästebus (ex. 111), der aus Kostengründen und wegen mangelnder Nachfrage eingestellt wurde. Er wurde von der AVG gefahren. Die meisten Linien fahren unter der Woche im Stundentakt, zu Spitzenzeiten teilweise sogar alle halbe Stunde, am Wochenende wird meist nur ein Zweistundentakt angeboten. Dieser wird auf der Linie 113 und 116 in der Sommersaison verdichtet.
[Bearbeiten] Bildungseinrichtungen
In Bad Herrenalb gibt es eine Hauptschule mit Werkrealschule und eine Grundschule.
In Bad Herrenalb befindet sich das Haus der Kirche – Evangelische Akademie Baden. Die Tagungsstätte wurde 1997 vollständig renoviert und erweitert. Seit den 50er Jahren ist das Haus Tagungsort der Evangelischen Akademie Baden und der Landessynode der Evangelischen Landeskirche in Baden. Zahlreiche andere kirchliche Gruppen setzen sich regelmäßig in Bad Herrenalb mit religiösen und gesellschaftlichen Fragen auseinander. Darüber hinaus wird die Tagungsstätte auch von Industrieunternehmen, Universitäten, Verbänden und anderen gesellschaftlichen Gruppen genutzt.
[Bearbeiten] Freizeit- und Sportanlagen
- Thermalbad Siebentäler Therme
- Fitness Center Forum
- Badminton Verein Neusatz-Bad Herrenalb
- Waldfreibad
- Drachenflugplatz in Althof
- Reitanlage in Rotensol
- Mountainbike-Strecken
- 9 Loch Golfplatz
- Minigolfanlage
- verschiedene Sportkletterrouten an den Buntsandstein-Felsen des umliegenden Albtales
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
In der Stadtmitte befinden sich die Reste der ehemaligen Zisterzienserabtei Herrenalb. Neben der Klosterkirche und den Ruinen des ehemaligen Paradieses finden sich allerorten Gebäude, Mauern und andere historische Reste des ehemaligen Klosters.
[Bearbeiten] Museum Bad Herrenalb
Das Museum Bad Herrenalb zeigt die Tradition und das Handwerk der thematisch besonderen Feierabendziegel (Motivziegel) der Sammlung Bernt. Die Geschichte des Daches und die Sozialgeschichte der Ziegler runden die Dauerausstellung ab. Der regionale Bezug wird durch frühe Ziegel der ehemaligen klösterlichen Ziegelhütte in Herrenalb aus dem 15. Jahrhundert hergestellt.
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
Im Jahreskalender der Stadt sind traditionelle Feste fest verankert. Dazu zählen der Kunsthandwerkermarkt an Pfingsten, das Sommernachtstheater im Juni und Juli, der Stadtlauf der Skizunft Mitte Juli, das Klosterfest am ersten Augustwochenende, das Bahnhofsfest welches jeweils immer am dritten Augustwochenende stattfindet, sowie der Adventsmarkt Anfang Dezember.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2010 (Hilfe dazu)
- ↑ Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 479–480
- ↑ (Bäder-Almanach 10(1907)
[Bearbeiten] Weblinks
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