Ostlandkreuz

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Kreuz des deutschen Ostens im Harz bei Bad Harzburg

Ein Ostlandkreuz, auch Kreuz des deutschen Ostens, ist ein Gedenkkreuz, das an die Leiden der nach dem Zweiten Weltkrieg aus ihrer Heimat vertriebenen Deutschen erinnern soll. Der Bau der Ostlandkreuze erfolgte in der Regel spendenfinanziert durch die im Bund der Vertriebenen organisierten Vertriebenenverbände.

Standorte[Bearbeiten]

Ostlandkreuz auf der Schildwacht bei Geislingen an der Steige
Ostlandkreuz bei Winterbach im Remstal

In Deutschland gibt es mehrere hundert Ostlandkreuze, von denen sich die meisten auf Friedhöfen befinden. Die folgende Liste beschränkt sich auf markante Kreuze an exponierten Punkten.

Kreuz im Harz bei Bad Harzburg[Bearbeiten]

Das Harzer Kreuz des deutschen Ostens (51.8757510.593194444444) wurde nordöstlich und etwas unterhalb vom Gipfel der etwa 2 km südöstlich von Bad Harzburg (Landkreis Goslar, Niedersachsen) gelegenen Uhlenköpfe (555,4 m ü. NN) auf der Uhlenklippe am 24. Juni 1950 in Anwesenheit von Ernst Reuter eingeweiht. Das 20,5 Meter hohe Holzkreuz stürzte, mittlerweile marode geworden, am 4. März 1998 bei einem Orkan um. Am 30. September 2000 wurde ein neues, 17,7 m hohes und 6,3 m breites Stahlkreuz, das teilweise mit Holz verkleidet ist, eingeweiht. Die Baukosten beliefen sich auf 180.000 DM. Das Kreuz ist als Nr. 122[1] in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen; der Stempelkasten hängt an einer nahe dem Kreuz stehenden Schutzhütte.

Kreuz auf der Schildwacht bei Geislingen an der Steige[Bearbeiten]

Das Ostlandkreuz (48.6154444444449.8297222222222) auf der Schildwacht (665,7 m ü. NN) südlich von Geislingen an der Steige (Landkreis Göppingen, Baden-Württemberg) wurde 1950 errichtet und ist das höchste derartige Denkmal. Es handelt sich um eine mit Kupferblech verkleidete Stahlfachwerkkonstruktion. Das weithin sichtbare Kreuz, das häufig mit einem Gipfelkreuz verwechselt wird, ist 22,7 Meter hoch und wiegt 8,5 Tonnen. Die Arme des Kreuzes haben eine Spannweite von 7,5 Metern. 1992 wurde es erneuert. Zum 50. Jubiläum der Südmährer (2003) wurde das Ostlandkreuz abermals erneuert und verfügt seitdem über eine Lichtanlage, die es nachts beleuchtet.

Kreuz bei Nordstemmen-Heyersum[Bearbeiten]

Das hölzerne Kreuz des deutschen Ostens (52.1554722222229.8198527777778) auf dem Bocksberg (120,8 m ü. NN) beim Nordstemmener Ortsteil Heyersum (Landkreis Hildesheim, Niedersachsen) wurde 1961 errichtet. Nach Zerstörungen wurde es 1990 und 2006 neu eingeweiht.

Kreuz bei Winterbach im Remstal[Bearbeiten]

Das Ostlandkreuz (48.8094722222229.4970694444444) und ein Altar, beide aus Beton, befinden sich am Hungerberg, einem Hang am Nordrand des Remstals im Ostteil des Gemeindegebiets von Winterbach (Rems-Murr-Kreis, Baden-Württemberg) nahe der Grenze zur Gemeinde Schorndorf. Einmal im Jahr um 5:30 Uhr am Ostermorgen findet dort ein Gottesdienst statt.

Kreuz in Viersen-Dülken[Bearbeiten]

Im Viersener Stadtteil Dülken (Kreis Viersen, Nordrhein-Westfalen) wurde 1951 auf dem Friedhof ein Kreuz zum Gedenken an Krieg und Vertreibung errichtet. 2005 wurde es restauriert.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Harzer Wandernadel: Stempelstelle 122 – Kreuz des deutschen Ostens auf harzer-wandernadel.de

Weblinks[Bearbeiten]