Eislingen/Fils

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Eislingen/Fils
Eislingen/Fils
Deutschlandkarte, Position der Stadt Eislingen/Fils hervorgehoben
48.6933333333339.7066666666667336Koordinaten: 48° 42′ N, 9° 42′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Göppingen
Höhe: 336 m ü. NHN
Fläche: 16,41 km²
Einwohner: 19.760 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 1204 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 73054,
73113 (Oberer Etzberg)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 07161
07165 (Eschenbäche)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: GP
Gemeindeschlüssel: 08 1 17 019
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 61
73054 Eislingen an der Fils
Webpräsenz: www.eislingen.de
Oberbürgermeister: Klaus Heininger (parteilos)
Lage der Stadt Eislingen/Fils im Landkreis Göppingen
Alb-Donau-Kreis Landkreis Esslingen Landkreis Heidenheim Landkreis Reutlingen Rems-Murr-Kreis Ostalbkreis Ostalbkreis Adelberg Aichelberg (Landkreis Göppingen) Albershausen Bad Boll Bad Ditzenbach Bad Überkingen Birenbach Böhmenkirch Börtlingen Deggingen Donzdorf Drackenstein Dürnau (Landkreis Göppingen) Eislingen/Fils Heiningen (Landkreis Göppingen) Ebersbach an der Fils Eschenbach (Württemberg) Eschenbach (Württemberg) Gammelshausen Geislingen an der Steige Gingen an der Fils Göppingen Gruibingen Hattenhofen (Württemberg) Heiningen (Landkreis Göppingen) Hohenstadt Kuchen (Gemeinde) Lauterstein Mühlhausen im Täle Ottenbach (Württemberg) Rechberghausen Salach Schlat Schlierbach (Württemberg) Süßen Uhingen Wäschenbeuren Wangen (bei Göppingen) Wiesensteig Zell unter AichelbergKarte
Über dieses Bild

Eislingen/Fils ist eine Große Kreisstadt im Landkreis Göppingen in Baden-Württemberg und gehört zum Regierungsbezirk Stuttgart.

Geographie[Bearbeiten]

Eislingen liegt im Filstal an der Mündung der Krumm in 320 bis 480 Meter Höhe und gehört zur inneren Region Stuttgart.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Zu Eislingen/Fils gehören die Stadt Eislingen/Fils, der Weiler Eschenbäche, der Stadtteil Krummwälden und die Höfe Näherhof, Stumpenhof und Täleshof sowie die abgegangenen Ortschaften Ehrenstetten, Brunnenweiler und Hammertsweil.[2] Auf dem Gebiet des ehemaligen Brunnenweilers befindet sich heute ein gleichnamiges Wohngebiet am Rande der Nordstadt.

Geschichte[Bearbeiten]

Vor der Erwähnung Eislingens[Bearbeiten]

Um 125 n. Chr. befand sich im heutigen Eislingen ein römisches Holz-Erde-Kastell (Kastell Eislingen-Salach). Sein lateinischer Name und seine Garnison sind unbekannt. Das Kastell bestand vermutlich nicht länger als bis zur Verlegung des Limes vom Filstal in das Remstal um das Jahr 159 n. Chr. Das Kastell kann die Grenze der römischen Provinzen Rätien und Obergermanien markiert haben, deren exakter Nord-Süd-Verlauf im Raum Eislingen unbekannt ist. Um das Jahr 500 zeigten sich erste Spuren alemannischer Besiedlung. An der Gemarkungsgrenze zu Göppingen könnte der Fund einer Fibel auf eine Besiedlung im späten 3. Jahrhundert hinweisen.

Frühe Geschichte des Ortes als Isininga und Ußlingen[Bearbeiten]

861 wird Eislingen erstmals in der Stiftungsurkunde des Klosters Wiesensteig als Isininga erwähnt. Etwa 250 Jahre später hatte Württemberg erstmals Besitzungen in Ußlingen, die aber bereits um 1100 an das Kloster Blaubeuren kamen. Das spätere Großeislingen bezieht sich auf den alten Ort Isininga, Ußlingen oder Isiningen. Kleineislingen entstand entweder erst später oder erlangte erst später einen Rang, sodass man der Siedlung einen eigenen Namen gab.

Geschichte Großeislingens[Bearbeiten]

1343 kam Großeislingen (Isiningen) aus dem Besitz der Rechberger in die Abhängigkeit der Bischöfe von Würzburg. 1492 kaufte Graf Eberhard der Ältere von Württemberg ein Drittel des Ortes. Diese Beteiligung an Großeislingen blieb bis in zum Ende des Heiligen Römischen Reichs bestehen, während sich die Besitzverhältnisse im Würzburger Ortsteil deutlich chaotischer verhielten.

1769 wird das Eislinger Schloss durch den Freiherrn Constantin Adolph von Welden erbaut. Im Lauf der Zeit bis 1803 erlebte Großeislingen bald mehrfach wechselnde und aufteilende Herrschaften, so dass zwischendurch bis zu drei Bestandteile des Dorfes existierten und der Ort lange Zeit als Territorium non clausum (wörtl.: nicht abgeschlossenes Gebiet) anzusehen war, bei dem die Rechte Württembergs mit reichsritterschaftlichen und Würzburger Rechten sich überschnitten. Ähnliche Herrschaftsverhältnisse sind sonst vor allem im Franken bekannt. Vor 1803 befand sich der Ort überwiegend zu einem Drittel unter württembergischer und zu zwei Dritteln unter Würzburger bzw. reichsritterschaftlicher Herrschaft. 1803 kamen durch den Reichsdeputationshauptschluss die nichtwürttembergischen 2/3 des Ortes vom Besitz der Grafen Degenfeld-Schomburg an Bayern. Drei Jahre später, 1806, fällt dieses Gebiet zusammen mit weiteren Gebieten im heutigen Landkreis Göppingen durch Staatsvertrag von Bayern an das Königreich Württemberg. Der Zusammenschluss der Ortsteile von Großeislingen in der Verwaltung vollzog sich schrittweise bis zum 13. Februar 1855, als der Vereinigungsvertrag für die beiden Ortsteile wirksam wurde.

Geschichte Kleineislingens[Bearbeiten]

Kleineislingen in einer Darstellung von Andreas Kieser

Kleineislingen befindet sich an der Filsstraße, einer historischen Handelsroute, die Teil eines Netzes von Handelswegen war, das Europa durchspann. Dadurch war der Ort schon sehr früh am Verkehr und am Marktgeschehen orientiert. 1492 kaufte Graf Eberhard der Ältere von Württemberg von den Hinterbliebenen des Göppinger Bürgers Werner Wernzhäuser Kleineislingen (Clein-Yslingen) mit Ausnahme eines Forstes, der im Besitz der Grafen von Helfenstein war und zunächst blieb, womit der Ort ab diesem Zeitpunkt württembergisch war und ununterbrochen blieb.

Geschichte Krummwäldens[Bearbeiten]

Der Ortsteil Krummwälden wird erstmals 1275 genannt. Als Weiler der Gemeinde Großeislingen teilte er meist deren Geschichte und verblieb mit dieser bei der Vereinigung der beiden Eislingen bei der neugegründeten Stadt. In der Stadt Eislingen wird die unechte Teilortswahl durchgeführt, die dem Ortsteil Krummwälden einen eigenen separaten Sitz im Gemeinderat zuweist.

Gemeinsame Geschichte beider Eislingen vor der Vereinigung[Bearbeiten]

In der Neuzeit erlebte der Ort unter anderem dank des Anschlusses an die Filstalbahn einen Aufschwung in der Industrialisierung. Der Bahnhof Eislingen (Fils) wurde 1847 in seiner ersten Form bei der Errichtung der Bahnlinie erbaut. 1873 wurde der Eislinger Turnverein gegründet. Am 24. September 1933 wurden Großeislingen, die heutige Nordstadt, und Kleineislingen, die jetzige Südstadt, vereinigt und unter dem Namen Eislingen/Fils zur Stadt erhoben.

Geschichte der vereinten Stadt Eislingen[Bearbeiten]

1940 wurde mit dem Bau der Struttsiedlung begonnen, der nach dem Krieg ab 1951 mit der angrenzenden Vogelgartensiedlung fortgeführt wurde. Durch der Zuzug von Flüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten wuchs die Stadt stark an und überschritt noch bis zu den 1960er Jahren die 15.000-Einwohner-Marke. Nach vollzogener Aufnahme der Flüchtlinge legte sich dieses starke Bevölkerungswachstum bald wieder. 1969 wurde das Erich-Kästner-Gymnasium eröffnet, das Schüler aus Eislingen und den Gemeinden Salach und Ottenbach aufnimmt. Durch Beschluss vom 26. Juli 2011 hat die Landesregierung von Baden-Württemberg Eislingen mit Wirkung vom 1. Januar 2012 zur Großen Kreisstadt erklärt.[3]

Religionen[Bearbeiten]

Eislingen, Federzeichnung für„Sonntagsfahrt ums Filstal“ von Magret Hofheinz-Döring

Das Christentum besteht im Eislinger Gebiet seit dem 7.Jahrhundert und man nimmt an, dass bereits zu dieser Zeit eine kleinere Kirche gebaut wurde.[4] Eislingens erste Pfarrei soll im Jahr 1348 entstanden sein.[5] Die älteste noch als Ganze bestehende kirchliche Einrichtung Eislingens wurde mit der Kapelle St. Anna zum Ende des 15. Jahrhunderts errichtet und am 15. August 1513 geweiht. Diese Kapelle wird allerdings nur noch zu besonderen Anlässen geöffnet.[6] Noch weiter zurück reichen jedoch die Grundmauern des Turmes von St. Markus. Dieser Teil der Kirche war zugleich auch Chorraum des Vorgängerbaus. Darin sind Fresken enthalten, die wohl aus der Zeit um 1350 stammen. Die Grundmauern darunter sind vermutlich noch älter. In Eislingen/Fils gibt es zwei aktive Evangelische Kirchengemeinden und zwei aktive katholische Kirchengemeinden mit folgenden Namen:

Evangelische Kirchengemeinden:

  • Christuskirche
  • Lutherkirche[7]

Katholische Kirchengemeinden:

  • St. Markus mit St. Jakobus in Krummwälden [8]
  • Liebfrauen.[9]

Im Altenzentrum St. Elisabeth, das vom kath. Kranken- und Wohlfahrtspflegeverein St. Markus betrieben wird, befindet sich eine Kapelle, in der katholische und evangelische Gottesdienste stattfinden.[10] Daneben gibt es in Eislingen/Fils eine Neuapostolische Kirche.[11]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerentwicklung der Stadt Eislingen und ihrer Vorgängergemeinden seit 1837 (Zahlen vor 1933 geben die Summe beider Eislingen wieder):

Jahr/Datum Einwohner
1837 2.341
1844 2.240
1871 3.013
1880 3.559
1890 4.059
1900 5.305
1907 6.370
1910 7.501
1925 8.526
1933 9.139
17. Mai 1939 9.342
13. September 1950 13.399
1956 14.564
Jahr/Datum Einwohner
1961 15.648
31. Dezember 1961 15.837
31. Dezember 1965 17.328
27. Mai 1970 18.032
31. Dezember 1970 18.106
31. Dezember 1975 18.570
31. Dezember 1980 18.235
31. Dezember 1981 18.148
31. Dezember 1982 17.986
31. Dezember 1983 17.993
31. Dezember 1984 17.795
31. Dezember 1985 17.810
31. Dezember 1986 17.826
Jahr/Datum Einwohner
1987 17.217
31. Dezember 1987 17.222
31. Dezember 1988 17.275
31. Dezember 1989 17.680
31. Dezember 1990 17.934
31. Dezember 1991 18.707
31. Dezember 1992 19.217
31. Dezember 1993 19.385
31. Dezember 1994 19.244
31. Dezember 1995 19.294
31. Dezember 1996 19.325
31. Dezember 1997 19.598
31. Dezember 1998 19.706
Jahr/Datum Einwohner
31. Dezember 1999 19.707
31. Dezember 2000 19.886
31. Dezember 2001 20.158
31. Dezember 2002 20.219
31. Dezember 2003 20.401
31. Dezember 2004 20.487
31. Dezember 2005 20.446
31. Dezember 2006 20.461
31. Dezember 2007 20.390
31. Dezember 2008 20.317
31. Dezember 2009 20.208
31. Dezember 2010 20.364
31. Dezember 2011 20.373

Aufgrund seiner relativ geringen Fläche ist Eislingen die am dichtesten besiedelte Stadt im Landkreis Göppingen und eine der am dichtesten besiedelten Städte im weiteren Umland.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Schultheißen der Gemeinde Klein-Eislingen bis 1933[Bearbeiten]

  • um 1508: Lienhard Ried
  • um 1591: Ulrich Ried
  • um 1682: Hans Ried
  • um 1685: Jakob Link
  • um 1694: Georg Engenwalt
  • um 1700: Georg Kellenbenz
  • um 1710: Adam Kötzle
  • um 1711: Johann Bihler und Bißer
  • um 1723: Leonhard Schuster
  • um 1736: Johannes Rupp
  • um 1740: Jakob Kellenbenz
  • um 1761: Bernhard Kötzle
  • um 1776: Leonhard Kötzle
  • um 1790: Hans Georg Blessing
  • um 1799: Johannes Rapp, dann Vetter und Holl
  • um 1830: Stübler, dann Rapp, Haug und Nieß
  • 1868–1884: Leo (1860 von Gschwend zugezogen)
  • 1884–1890: Kleindienst (erster Fachmann)
  • 1890–1906: Scheer (geb. 31. März 1864 in Klein-Eislingen)
  • 1907–1932: August Umgelter (geb. 1. Februar 1872 in Stuttgart, zuvor 17 Jahre Holzheimer Schultheiß)

Schultheißen von Groß-Eislingen (würzburgischer Ortsteil) bis 1806[Bearbeiten]

  • um 1508: Hans Heller
  • um 1560: Augustin Hitzler
  • um 1716: Johannes Zimmermann
  • um 1723: Georg Zimmermann
  • um 1725: Johannes Rummel
  • um 1751: Gregor Lohrmann
  • um 1756: Georg Rummel
  • um 1769: Michael Seyboldt
  • um 1798: Jakob Rummel
  • um 1806: Anton Lechleitner

Schultheißen von Groß-Eislingen (württembergischer Ortsteil) bis 1806[Bearbeiten]

  • um 1560: Hans Zeuner
  • um 1655: Jakob Link
  • um 1716: Jakob Kienel
  • um 1737: Georg Koßer
  • um 1753: Michael Haug
  • um 1766: Leonhard Weyler
  • um 1770: Michael Schrag
  • um 1796–1806: Jakob Link

Schultheißen der vereinigten Gemeinde Groß-Eislingen ab 1806[Bearbeiten]

  • 1806–1818: Jakob Link, der bereits Schultheiß des altwürttembergischen Groß-Eislingen war
  • 1819–1833: Joseph Lieker (geb. 8. Februar 1716, gest. 24. Februar 1833)
  • 1833–1843: Joseph Tröster (geb. 2. Oktober 1783 in Pfauhausen, Chirurg und Wundarzt)
  • 1844–1846: Franz Joseph Rieker
  • 1845–1866: Schrag
  • 1866–1895: Johann Michael Schrag (auf dem Rathaus in den Armen seines Obersekretärs und Nachfolgers Vogel verstorben)
  • 1895–1929: Julius Vogel
  • 1930–1933: Anton Breuling (nach der Vereinigung beider Eislingen Stadtpfleger)

Bürgermeister der Stadt Eislingen 1933–2011[Bearbeiten]

  • 1933–1945: Hans Schuster (zuvor Oberkommissar im Oberamt Herrenberg), Stellvertreter 1940–1945 Stadtbaumeister und 1. Beigeordneter Gottlieb Nürk
  • 1945: Stadtbaumeister Gottlieb Nürk (bis zum Kriegsende)
  • 1945–1947: G. Rohrer wurde nach Kriegsende kommissarischer Bürgermeister, 1946 vom Gemeinderat bestätigt und schied am 15. Oktober 1947 aus.
  • 1947: Amtsverweser H. Bulling
  • 1948–1978: Erwin Meyer
  • 1978–2010: Günther Frank (SPD)
  • 2010–2011: Klaus Heininger (parteilos)

Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Eislingen seit 2012[12][Bearbeiten]

  • seit 2012: Klaus Heininger (parteilos)

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 ergab folgende Sitzverteilung:

CDU 30,5 % −7,0 % 7 Sitze −2
FWG 30,8 % +5,5 % 7 Sitze +1
SPD 23,3 % −1,4 % 5 Sitze ±0
Die Grünen 15,5 % +3,0 % 3 Sitze +1

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „Von Silber und Blau geviert, in den oberen Feldern eine liegende Hirschstange in verwechselten Farben.“

Die württembergische Hirschstange im Wappen wurde in den Anfangsjahren nach Einführung in der üblichen schwarzen Färbung verwendet, was jedoch der heraldischen Farbregel widersprach und dieser einige Zeit später angeglichen wurde, sodass das Wappen heute die seltenere Besonderheit unter württembergischen Stadt- und Gemeindewappen aufweist, dass es eine weiß-blaue württembergische Hirschstange enthält.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Eislingen unterhält seit 1989 partnerschaftliche Beziehungen zur auch von deutschen Donauschwaben besiedelten Gemeinde Villány (deutsch Wieland) im Süden Ungarns und seit 2001 zur französischen Gemeinde Oyonnax am südlichen Rand des Juragebirges.

Eislinger Zeitung[Bearbeiten]

Die Eislinger Zeitung ist das Amtsblatt der Stadt Eislingen/Fils und wird jeden Donnerstag neu veröffentlicht.[13] Gedruckt wird sie von der Nussbaum Medien GmbH & Co. KG.[14] In ihr enthalten sind Nachrichten über die Stadt, amtliche Bekanntmachungen, das Vereinsleben, kirchliche Informationen, Informationen aus dem Bildungswesen und Veranstaltungen der Stadt wie z.B. ein Bericht über den Eislinger Weihnachtsmarkt.[15]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bild von der B10

Verkehr[Bearbeiten]

Eislingen ist durch die Bundesstraße 10 (LebachNeusäß) an das überregionale Straßennetz angeschlossen. Der vierspurige Ausbau der B 10 im Bereich Eislingen wurde am 7. Juni 2006 abgeschlossen. Die Verkehrsentlastung der Innenstadt fiel jedoch nicht so stark aus, wie erhofft.

Die Filstalbahn (StuttgartUlm) verbindet Eislingen mit dem Schienennetz der Bahn. Der Bahnhof Eislingen (Fils) ist Haltestation vieler Regional-Express-Züge.

Des Weiteren verkehren die Buslinien 1, 6, 16 und 17 des Omnibusverkehrs Göppingen und die RBS-Buslinien 7680 und 7688 durch Eislingen.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Neben dem Erich-Kästner-Gymnasium und der Dr.-Engel-Realschule gibt es mit der Silcherschule und der Schillerschule auch zwei Grund- und Werkrealschulen. Die Pestalozzi-Förderschule rundet das Bildungsangebot ab. Neben den allgemeinen Bildungseinrichtungen spricht die Stadtbücherei Eislingen mit ihrem Medien- und Veranstaltungsangebot die gesamte Bevölkerung an.

Natur[Bearbeiten]

Wie vielerorts im Filstal befinden sich in Eislingen zwei Sauerbrunnen, deren Benutzung für die Anwohner kostenfrei ist, in der Südstadt der 1931 gebaute Barbarossa-Brunnen und der 1982 gebaute Uhland-Brunnen in der Nordstadt am Krummufer.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Manische Sprache[Bearbeiten]

In den Jahren 1940 bis 1950 eigneten sich Teile der Eislinger Jugend die aus Nordhessen stammende Rotwelschsprache Manisch als Geheimsprache an. Sie kamen vermutlich ursprünglich über fahrende Händler in Kontakt mit der Sprache.

Sinn dieser Geheimsprache war es, sich verständigen zu können, ohne dass die Eltern einen verstanden. Ebenso war ein Ziel, dass die Eislinger Jugend kommunizieren konnte, ohne dass die Jugendlichen aus der Nachbarstadt Göppingen verstehen konnten, über was sich die Jugendlichen aus Eislingen unterhielten.

Die Geheimsprache war keinesfalls so ausgereift wie eine Nationalsprache. Das Vokabular erlaubte Unterhaltungen über Zigaretten, Bier, Tändeleien und die Polizei, und die Jugendlichen konnten so kommunizieren, dass sie einander verstanden.

Die Geheimsprache war nur in der jugendlichen Generation dieser Zeit verbreitet. Zu Ende der 1960er Jahre später sprach die nachrückende Jugend diese Sprache nicht mehr.[16]

Bauwerke[Bearbeiten]

Christuskirche bei Nacht
  • Die St.-Anna-Kapelle (kath.)
  • Die St.-Markus-Kirche (kath.)
  • Liebfrauen-Kirche (kath.)
  • Die Christuskirche (ev.)
  • Die Lutherkirche (ev.)
  • Die gotische Dorfkirche St. Jakobus im Ortsteil Krummwälden (kath.; ev. Mitnutzung)
  • Das Eislinger Schloss, ehemaliges Sommerhaus des Freiherren Constantin Adolph von Welden, ist nach langer ungenutzter Zeit seit 1989 als Stadtbücherei wieder in Verwendung.
  • Das Schlosstheater, Kino- und Veranstaltungsstätte, Baujahr 1952, wurde 2012 abgerissen
  • Das alte Pumpwerk des Eislinger Wasserwerks von 1909.
  • Die „Kreiselkunst“ auf sieben der neun Kreisverkehrsanlagen in der Stadt
  • Die Nachbildung eines 181 Millionen Jahre alten Fischsauriers, der in der Nähe der neuen B 10 gefunden wurde (ausgestellt in der Stadthalle Eislingen)
Der Schwegler-Kreisel - Eislingens teuerstes Kreiselkunstwerk.[17]

Musik[Bearbeiten]

Die 2000 gegründete Punkrock-Band Itchy Poopzkid stammt aus Eislingen.


Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eislingen/Fils – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

dto. der zwischenzeitlich eingemeindeten Orte Klein-Eislingen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2, S. 306–308.
  3. Gesetzblatt für Baden-Württemberg vom 13. Oktober 2011, S. 469.
  4. St. Markus von den Anfängen bis heute
  5. St. Markus von den Anfängen bis heute
  6. St. Anna: Das älteste Bauwerk der Stadt
  7. Kirchen. auf: eislingen.de
  8. St. Jakobus, Krummwälden: Ein Kleinod am Jakobsweg
  9. Kirchen. auf: eislingen.de
  10. Kapelle St. Elisabeth im Altenzentrum
  11. NAK Eislingen
  12. Waldstetten hat nun einen Oberbürgermeister. In: Rems-Zeitung. 3. Januar 2012.
  13. Eislingen - Amtsblatt
  14. Offizielle Seite der Eislinger Zeitung
  15. Eislingen - Amtsblatt
  16. Buksch du Manisch? In: Südwest Presse. 17. Februar 2011.
  17. Die schönste Kunst im Kreisverkehr. bei: EXTRA 3/ NDR. (auf: youtube.com)