Schorndorf

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Stadt Schorndorf in Baden-Württemberg. Zu anderen Bedeutungen dieses Namens siehe Schorndorf (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Schorndorf
Schorndorf
Deutschlandkarte, Position der Stadt Schorndorf hervorgehoben
48.89.5333333333333256Koordinaten: 48° 48′ N, 9° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Rems-Murr-Kreis
Höhe: 256 m ü. NHN
Fläche: 56,86 km²
Einwohner: 38.281 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 673 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 73601–73614
Vorwahl: 07181
Kfz-Kennzeichen: WN, BK
Gemeindeschlüssel: 08 1 19 067
Stadtgliederung: Kernstadt und 7 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1
73614 Schorndorf
Webpräsenz: www.schorndorf.de
Oberbürgermeister: Matthias Klopfer (SPD)
Lage der Stadt Schorndorf im Rems-Murr-Kreis
Allmersbach im Tal Allmersbach im Tal Althütte Auenwald Backnang Backnang Burgstetten Fellbach Großerlach Kaisersbach Kaisersbach Kaisersbach Kaisersbach Kirchberg an der Murr Leutenbach (Württemberg) Leutenbach (Württemberg) Leutenbach (Württemberg) Murrhardt Oppenweiler Plüderhausen Plüderhausen Plüderhausen Rudersberg Schorndorf Schwaikheim Spiegelberg Sulzbach an der Murr Waiblingen Waiblingen Waiblingen Weissach im Tal Welzheim Winnenden Winterbach (Remstal) Aspach (bei Backnang) Berglen Berglen Weinstadt Kernen im Remstal Urbach (Baden-Württemberg) Alfdorf Alfdorf Korb (Württemberg) RemshaldenKarte
Über dieses Bild
Luftbild von Schorndorf

Schorndorf ist eine Stadt in Baden-Württemberg, die etwa 26 km östlich von Stuttgart liegt. Sie ist nach Waiblingen und Fellbach drittgrößte Stadt des Rems-Murr-Kreises und Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden.

Seit 1. Januar 1967 ist Schorndorf Große Kreisstadt. Mit der Gemeinde Winterbach hat die Stadt Schorndorf eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Rems in Schorndorf, links das Röhmareal

Schorndorf liegt in einer tiefen Talerweiterung der Rems, die im Süden vom Schurwald und im Norden von den Berglen und dem Welzheimer Wald begrenzt wird. Im Stadtgebiet münden die von Norden kommenden kleinen Flüsse Schornbach und Wieslauf in die Rems. Diese durchfließt von Ost nach West die Kernstadt. Die Schorndorfer Altstadt befindet sich südlich des Flusses.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Schorndorf; sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Westen genannt:

Winterbach, Remshalden, Berglen, Rudersberg, Welzheim, Urbach, Plüderhausen (alle Rems-Murr-Kreis), Adelberg, Wangen und Uhingen (alle Landkreis Göppingen) sowie Lichtenwald (Landkreis Esslingen).

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Buhlbronn, Haubersbronn, Schornbach

Schorndorf besteht aus der Kernstadt und den sieben im Rahmen der Gebietsreform der 1970er Jahre eingegliederten Stadtteilen Buhlbronn, Haubersbronn, Miedelsbach, Oberberken, Schlichten, Schornbach und Weiler/Rems. Zu einigen der Stadtteile gehören teilweise noch separat gelegene Wohnplätze mit besonderem Namen, Metzlinsweiler Hof zu Buhlbronn, Metzlinsweiler Mühle zu Haubersbronn, Unterberken zu Oberberken und Mannshaupten zu Schornbach.

In der Kernstadt werden zum Teil weitere Wohngebiete mit eigenem Namen unterschieden, deren Bezeichnungen sich im Laufe der Geschichte aufgrund der Bebauung ergeben haben, jedoch meist nicht genau abgrenzbar sind. Hierzu gehören beispielsweise Fuchshof und Grauhalde.

Stadtteil Einwohnerzahl
Kernstadt 24.716
Buhlbronn 777
Haubersbronn 3.299
Miedelsbach 2.077
Oberberken mit Unterberken 1.554
Schlichten 853
Schornbach mit Mannshaupten 1.825
Weiler 4.151

Stand der Zahlen: Kernstadt 31. Dezember 2007, Weiler 31. Januar 2009, alle anderen 31. Januar 2008.

Raumplanung[Bearbeiten]

Schorndorf ist ein Mittelzentrum innerhalb der Region Stuttgart, deren Oberzentrum Stuttgart ist. Zum Mittelbereich Schorndorf gehört der Süden und Osten des Rems-Murr-Kreises, d. h. das Rems- und Wieslauftal sowie angrenzende Gebiete. Im Einzelnen sind dies neben Schorndorf die Städte und Gemeinden Alfdorf, Kaisersbach, Plüderhausen, Remshalden, Rudersberg, Urbach, Welzheim und Winterbach.

Geschichte[Bearbeiten]

Schorndorf um 1900
Das Burgschloss in Schorndorf, das Eckpfeiler der Festung war

Im Jahre 1235 wurde der Ort erstmals als Dorf „Uff dem Sand“ urkundlich erwähnt. Um 1250 erwarb Graf Ulrich I. von Württemberg den Ort und baute ihn zur Stadt aus. Sie wurde alsbald Sitz eines württembergischen Amtes. 1634 brannte die Stadt nach der Besetzung durch kaiserliche Truppen unter Walter Butler fast vollständig ab. 1688 verhinderten die Weiber von Schorndorf unter der Führung von Barbara Künkelin die Übergabe der Festung an französische Truppen unter General Mélac. 1759 wurde das Amt Schorndorf zum Oberamt erhoben, doch wurde das Oberamt 1806 durch Abgabe einiger Gemeinden an die Nachbarämter verkleinert.

Ansicht von Schorndorf im Jahr 1685, Kiesersche Forstkarte
Gottlieb-Daimler-Geburtshaus in der Höllgasse

Am 17. März 1834 wurde Gottlieb Daimler, der Erfinder des ersten schnelllaufenden leichten Benzinmotors, in der Höllgasse geboren. 1861 wurde die Remstalbahn eröffnet und Schorndorf wurde Bahnstation.

Löwenkopf am Haus der ehemaligen Löwenbrauerei

Mit der Kreisneugliederung in Württemberg 1938 wurde das Oberamt Schorndorf aufgelöst. Das gesamte Schorndorfer Umland kam zum Landkreis Waiblingen.

In der NS-Zeit wurden politische Gegner im Ort verfolgt. Zu ihnen gehörten der sozialdemokratische Stadtrat Gottlob Kamm, der im KZ Oberer Kuhberg interniert wurde, sowie der SPD-Ortsvorsitzende und Gewerkschaftsfunktionär Heinrich Talmon Groß, der 1945 im KZ Mauthausen sein Leben verlor. Die Stadt ehrt ihr Andenken mit Straßennamen.[2]

Seit Herbst 1943 beherbergte das Burgschloss eine für die politisch-polizeiliche Abwehr und die Steuerung von V-Personen zuständige Stelle der Stapoleitstelle Stuttgart. Außerdem wurde hierher die Bibliothek der Gestapo in Sicherheit gebracht.[3]

In den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs war der Schorndorfer Abschnitt der Remsbahn wiederholt Ziel alliierter Bombardements, welche darauf abzielten, diese wichtige Eisenbahnstrecke unbrauchbar zu machen. Bei Schorndorf kam es während dieser Zeit außerdem zu einem US-amerikanischen Tieffliegerangriff auf einen Richtung Stuttgart fahrenden Personenzug, wobei sowohl der Lokomotivführer als auch der Heizer ums Leben kamen.[4]

Kurz vor Kriegsende 1945 standen dann US-amerikanische Truppen vor den Toren Schorndorfs, während die örtlichen Wehrmachtsverbände fest zur Verteidigung der Stadt entschlossen waren. Letztendlich gelang es aber dem späteren Ehrenbürger Walter Arnold, eine kampflose Übergabe der Stadt an die Amerikaner zu erreichen, wodurch die historische Bausubstanz Schorndorfs von Kampfhandlungen verschont und bis heute erhalten blieb.[5]

Die Einwohnerzahl Schorndorfs überschritt 1963 die 20.000-Marke. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die Landesregierung von Baden-Württemberg mit Wirkung vom 1. Januar 1967 beschloss.

In den Jahren 1972–1975 wurden sieben umliegende Gemeinden eingegliedert und bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 wurde Schorndorf Teil des neuen Rems-Murr-Kreises.

Im Jahr 2005 fanden in Schorndorf die Heimattage Baden-Württemberg statt.

Religionen[Bearbeiten]

Heilig-Geist-Kirche

Schorndorf gehörte zunächst zum Bistum Konstanz und war dem Archidiakonat ante nemus (Schwarzwald) zugeordnet. Infolge der Zugehörigkeit zum Herzogtum Württemberg wurde wie im übrigen Württemberg ab 1534 die Reformation eingeführt. Danach war Schorndorf über viele Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. Sie wurde auch bald Sitz eines Dekanats (siehe Kirchenbezirk Schorndorf) innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Ursprünglich gab es nur die Stadtkirchengemeinde Schorndorf, zu der neben der Pfarrkirche mehrere Kapellen gehörten. Als die Gemeinde durch Zuzug stark anwuchs, wurden 1971 die Pauluskirchengemeinde (Kirche von 1966) und die Versöhnungskirchengemeinde (Kirche von ca. 1995) abgetrennt.

Alle drei Kirchengemeinden bilden aber weiterhin die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Schorndorf. Auch die heutigen Stadtteile Schorndorfs gehörten früher zur Württemberg und sind daher überwiegend protestantisch. Die Gemeindeglieder von Buhlbronn gehörten zunächst zur Pfarrei Buoch, dann zu Oppelsbohm und seit 1890 zur Kirchengemeinde Schornbach, das schon früh eine eigene Pfarrei wurde, doch hat Buhlbronn seit 1971 eine eigene Kirche, die Friedenskirche. Haubersbronn bildet eine eigene Kirchengemeinde. Miedelsbach gehörte zunächst zu Lorch, dann zu Oberurbach, teilweise auch zu Haubersbronn, von 1807 bis 1989 zur Nachbargemeinde Steinenberg (Gemeinde Rudersberg), und ist seit 1989 eine eigenständige Kirchengemeinde, die seit 1967 eine eigene Kirche, die Christuskirche, hat. Oberberken gehörte zunächst ebenfalls zu Lorch, später zur Pfarrei Hundsholz und 1859 wurde der Ort zusammen mit Unterberken eine eigene Kirchengemeinde. Schlichten war lange Zeit eine Filiale der Pfarrei Winterbach. Im 19. Jahrhundert wurde es eine eigene Pfarrverweserei und 1859 eine selbständige Pfarrei, die auch den Nachbarort Baiereck (Stadt Uhingen) betreut. Weiler/Rems war lange Zeit eine Filiale von Schorndorf, wurde aber 1852 eine eigene Pfarrei. Alle Kirchengemeinden der Stadt Schorndorf gehören zum Dekanat Schorndorf.

Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Katholiken nach Schorndorf. 1907 wurde in Schorndorf die katholische Kirche St. Martin gebaut und 1917 wurde Schorndorf eine eigene Pfarrei. 1955 wurde die neue Heilig-Geist-Kirche erbaut, die 1970 umgebaut wurde. Die alte St.-Martin-Kirche dient seither als Kapelle. Zur Kirchengemeinde Schorndorf gehören auch die Katholiken aus Buhlbronn, Ober-/Unterberken, Schornbach und Haubersbronn, doch gibt es in Haubersbronn seit 1955 eine eigene Kirche, St. Bonifatius. Die Katholiken aus Miedelsbach gehören zur Pfarrei Heiligste Dreifaltigkeit Rudersberg, die von Weiler/Rems zur Pfarrei Mariä Himmelfahrt Winterbach, doch gibt es in Weiler seit 1966 eine eigene Kirche St. Stephanus. Alle genannten katholischen Gemeinden gehören zum Dekanat Rems-Murr des Bistums Rottenburg-Stuttgart.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Schorndorf auch Freikirchen, darunter die Evangelisch-methodistische Kirche, die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) und das Christliche Zentrum Scala der Volksmission Schorndorf e. V. Auch die Neuapostolische Kirche, die Christliche Wissenschaft, die Siebenten-Tags-Adventisten, die Christengemeinschaft und Zeugen Jehovas sind in Schorndorf vertreten.

Im Mai 2005 wurde im Gewerbegebiet Hammerschlag eine Moschee eingeweiht.[6]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Folgende Gemeinden wurden in die Stadt Schorndorf eingemeindet:

  • 1. Januar 1972: Buhlbronn
  • 1. Januar 1973: Miedelsbach, Schlichten und Weiler/Rems (bis 16. Juli 1964 nur Weiler)
  • 1. Januar 1975: Haubersbronn, Oberberken mit Unterberken und Schornbach mit Mannshaupten

Wappen der ehemaligen Gemeinden[Bearbeiten]

Wappen Buhlbronn
Buhlbronn
Wappen Haubersbronn
Haubersbronn
Wappen Miedelsbach
Miedelsbach
Wappen Oberberken
Oberberken
Wappen Schlichten
Schlichten
Wappen Schornbach
Schornbach
Wappen Weiler/Rems
Weiler/Rems

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (1871-1970 und 1987) oder ansonsten amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze)[7]‎. Vor 1871 beziehen sich die Angaben alleinig auf die Kernstadt.

Jahr Einwohnerzahlen
1463 ca. 2.000
1514 ca. 3.000
1618 ca. 5.000
1701 2.132
1803 3.434
1834 3.777
1849 3.617
1. Dezember 1871 7.672
1. Dezember 1890 8.777
1. Dezember 1900 9.704
1. Dezember 1910 10.884
16. Juni 1925 11.568
16. Juni 1933 12.319
Jahr Einwohnerzahlen
17. Mai 1939 13.186
13. September 1950 19.942
6. Juni 1961 26.384
27. Mai 1970 31.149
31. Dezember 1975 32.918
31. Dezember 1980 33.631
27. Mai 1987 35.759
31. Dezember 1990 37.687
31. Dezember 1995 38.005
31. Dezember 2000 38.852
31. Dezember 2005 39.305
31. Dezember 2010 39.236

Politik[Bearbeiten]

Fachwerkimpression
Blick vom Marktplatz auf die Kirche
Auf dem Holzberg

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Schorndorf hat 32 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem vorläufigen Ergebnis[8]. Das amtliche Endergebnis wird vom Statistischen Landesamt gegen Ende des Jahres bekannt gegeben. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Oberbürgermeister als Vorsitzendem. Der Oberbürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
40
30
20
10
0
31,86 %
28,51 %
21,58 %
18,06 %
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+3,91 %p
+2,09 %p
-3,13 %p
+2,95 %p
-5,81 %p
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 31,86 10 27,95 9
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 28,51 9 26,42 9
FDP-FW Freie Demokratische Partei-Freie Wähler 21,58 7 24,71 8
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 18,06 6 15,11 5
UB Unabhängige Bürger 5,81 1
gesamt 100,0 32 100,0 32
Wahlbeteiligung 45,92 % 47,77 %

Bürgermeister[Bearbeiten]

Rathaus

An der Spitze der Stadt Schorndorf werden 1290 „12 consules seu judices“ genannt, dem seit 1264 ein „scultetus“ vorstand. Im 14. Jahrhundert gibt es einen Amtmann, dann Untervogt, Vogt, der über das gesamt Amt Schorndorf gesetzt war. Dem Schorndorfer Obervogt unterstanden bis 1755 auch die Ämter Waiblingen und Winnenden. Im 15. Jahrhundert trat auch ein Bürgermeister als Vertreter des Gerichts auf. Später gab es vier Bürgermeister und acht Richter. Seit 1819 trug das Stadtoberhaupt die Bezeichnung „Stadtschultheiß“, seit 1930 Bürgermeister und mit der Erhebung zur Großen Kreisstadt am 1. Januar 1967 lautet die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Dieser wird von den Wahlberechtigten auf acht Jahre direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Seine allgemeinen Stellvertreter sind der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung „Erster Bürgermeister“ und der 2. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung „Bürgermeister“.

In den Weinbergen
Gasse in der Weststadt

Stadtoberhäupter seit 1819:

  • 1819–1821: Christian Rapp (* 1771; † 1853)
  • 1821–1828: Gottlieb Friedrich von Stump (* 1791; † 1849)
  • 1828–1845: Philipp Friedrich Palm (* 1759; † 1845)
  • 1845–1866:
  • 1866–1872: Johannes Frasch
  • 1879–1903: Jakob Friz
  • 1903–1905: Heinrich Beisswanger
  • 1905–1933: Jakob Raible (* 7. Mai 1870; † 4. Januar 1949)
  • 1933–1945: Richard Beeg (* 30. Januar 1888; † 22. Oktober 1945)
  • 1945: Walter Arnold (* 19. Juni 1891; † 20. Oktober 1973)
  • 1945–1948: Gottlob Kamm (SPD) (* 21. Oktober 1897; † 21. November 1973)
  • 1948–1954: Emil Hayer (* 26. Oktober 1887; † 22. November 1977)
  • 1954–1962: Franz Illenberger († 22. Juli 1974 – 72-jährig)
  • 1962–1982: Rudolf Bayler (* 12. September 1917; † 3. September 2007)
  • 1982–1990: Reinhard Hanke (SPD) (* 22. April 1940)
  • 1990–2006: Winfried Kübler (CDU) (* 30. August 1939)
  • seit 2006: Matthias Klopfer (SPD) (* 14. März 1968)

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Stadt Schorndorf zeigt unter goldenem Schildhaupt, darin eine liegende schwarze Hirschstange, in Rot zwei schräg gekreuzte mit dem Blatt nach oben gekehrte goldene Spaten (früher: Schoren, daher Schorndorf). Die Stadtflagge ist gelb-rot. Wappen und Flagge werden schon seit Jahrhunderten geführt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Die älteste der Schorndorfer Städtepartnerschaften ist diejenige mit der französischen Präfektur Tulle. Sie besteht seit 1969 und bildete den Beginn einer Reihe von weiteren Partnerschaften, die jedoch erst in den 1990er-Jahren eingegangen wurden: Nach der Wiedervereinigung besiegelte man 1991 den Partnerschaftsvertrag mit der thüringischen Kleinstadt Kahla. 1994 folgte das englische Bury und 1996 das amerikanische Tuscaloosa. Die jüngste der auf Stadtebene unterhaltenen Städtepartnerschaften wurde 1998 mit dem italienischen Dueville eingegangen. Sämtliche der Schorndorfer Städtepartnerschaften werden vom Partnerschaftsverein Schorndorf e. V. betreut, der seit 1981 besteht. Die jüngste Städtepartnerschaft mit der baskischen Stadt Errenteria besteht offiziell seit 2012.

Der Stadtteil Weiler/Rems unterhält seit 1966 partnerschaftliche Beziehungen mit dem österreichischen Radenthein.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Durch das Stadtgebiet Schorndorfs führt die hier vierspurige Bundesstraße 29 Waiblingen–Nördlingen. Sie ist als Umgehungsstraße ausgebaut und führt nördlich um die Kernstadt. Die nächste Autobahn-Anschlussstelle ist Aichelberg an der A 8 Stuttgart–Ulm.

Die Stadt Schorndorf ist bei vielen Stadtplanern durch ihre zahlreichen Kreisverkehre bekannt, da sie beim Bau dieser Verkehrsrondelle eine bundesweite Vorreiterrolle eingenommen hat. Dies hat ihr den Spitznamen „Große Kreiselstadt“ eingebracht.

Schorndorf liegt an der Bahnstrecke Stuttgart-Bad Cannstatt–Aalen, auch Remsbahn genannt. Der Bahnhof Schorndorf ist Endhaltestelle der Linie S2 (Schorndorf–Stuttgart–FlughafenFilderstadt) der S-Bahn Stuttgart. Des Weiteren halten am frühen Morgen und späten Abend einige Intercity-Züge der Linie KarlsruheNürnberg. Ein weiterer Haltepunkt im Schorndorfer Stadtgebiet ist Weiler (Rems). Von Schorndorf verkehrt auch in nördlicher Richtung die Wieslauftalbahn nach Rudersberg. Haltestellen im Schorndorfer Stadtgebiet sind Hammerschlag, Haubersbronn und Miedelsbach. Ferner verkehren im Stadtgebiet zahlreiche Buslinien. Alle Linien verkehren zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS).

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

In Schorndorf gibt es vor allem Betriebe der Elektroindustrie und des Maschinenbaus. Die einst blühenden Lederindustrie ist weitgehend Geschichte.

Bedeutende in Schorndorf ansässige Unternehmen sind:

  • Der ehemalige Haushaltsgerätehersteller Bauknecht hatte seinen Sitz in Schorndorf. Der Konzern Whirlpool fertigte hier bis Juli 2012 noch Geräte unter der Marke Bauknecht und betreibt derzeit ein Entwicklungszentrum.
  • Oskar Frech – 1949 in Schorndorf gegründete Maschinenfabrik (Warm- und Kaltkammerdruckguss)

Historische Unternehmen[Bearbeiten]

Die Arnoldgalerie auf dem ehemaligen Industriegelände der Eisenmöbelfabrik
  • Württembergische Porzellanmanufaktur – heute ist dieses Porzellan bei Sammlern sehr gefragt
  • Fingerhutfabrik J. F. Gabler – um 1900 kamen 85 % der Weltproduktion von der Firma Gabler – heute sind diese Utensilien gesuchte Sammlerobjekte
  • Eisenmöbelfabrik Arnold – auf dem ehemaligen Gewerbegelände befinden sich heute Geschäfte, die Außenstelle der Bundesagentur für Arbeit und andere Einrichtungen
  • Lederfabrik Röhm – das Gelände an der Rems wird zum Gewerbepark aufgebaut, enthält aber auch noch museale Überreste
  • Konservenfabrik Leibbrand – Die Firma wurde im Dezember 1914 in der Schorndorfer Vorstadt gegründet und entwickelte sich innerhalb von knapp 4 Jahren zum größten Konserven-Produzenten im deutschsprachigen Raum. Zur Blütezeit des Konservenherstellers wurde das 27 Hektar große Firmenareal von über 2 km Schienensträngen durchzogen. Durch die Inflation Anfang der 1920er Jahre brach das Konservengeschäft ein und bereits 1924 wurde die Firma liquidiert.
  • Ziegelwerke Schorndorf – Die Anfänge der ZWS gingen bis in das Jahr 1632 zurück. Anfang des 20. Jahrhunderts zählten die Ziegelwerke Schorndorf zu den leistungsfähigsten Herstellern von Dachziegeln in Süddeutschland. Ende der 1950er Jahre wurden ca. 400 Personen beschäftigt. Im Jahr 1974 wurde die Produktion eingestellt und in den Folgejahren die meisten Betriebsgebäude abgerissen. An ihrer Stelle steht heute ein großes Logistikzentrum.
  • Carl Pfleiderer – Die Firma wurde 1901 als Bürstenhölzerfabrik gegründet. 1949 wurde die Produktion auf Rundfunk- und Fernsehgehäuse aus Holz umgestellt. Um das Jahr 1960 beschäftigte die Firma rund 700 Mitarbeiter. Anfang der 1970er Jahre kam das Aus für den Betrieb.

Medien[Bearbeiten]

In Schorndorf erscheinen die

Gerichte, Behörden und Einrichtungen[Bearbeiten]

Schorndorf hat ein Amtsgericht, das zum Landgerichts- und Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart gehört, ferner ein Finanzamt, ein Notariat und eine Außenstelle des Landratsamts Rems-Murr-Kreis.

Die Stadt ist Sitz des Kirchenbezirks Schorndorf der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Bildung[Bearbeiten]

Schorndorf hat zwei allgemeinbildende Gymnasien (Burg-Gymnasium, Max-Planck-Gymnasium) sowie ein technisches Gymnasium (Grafenbergschule) und ein Wirtschaftsgymnasium (Johann-Philipp-Palm-Schule), eine Realschule (Gottlieb-Daimler-Realschule), zwei Grund- und Hauptschulen mit Werkrealschule (Keplerschule und Schillerschule Haubersbronn), eine Hauptschule mit Werkrealschule (Karl-Friedrich-Reinhard-Schule), eine Förderschule (Albert-Schweitzer-Schule), drei Grundschulen in der Kernstadt (Fuchshofschule, Künkelinschule und Schlosswallschule), zwei Berufschulzentren sowie je eine Grundschule in den Stadtteilen Miedelsbach, Weiler/Rems (Reinhold-Maier-Schule), Oberberken (Schurwaldschule) und Schornbach (Sommerrainschule). Im Stadtteil Buhlbronn befindet sich eine Außenstelle der Nachbarschaftsschule Buhlbronn-Vorderweißbuch, deren Sitz sich in der Gemeinde Berglen befindet.

Der Rems-Murr-Kreis ist Schulträger der beiden Beruflichen Schulen Grafenberg- (technisch) und Johann-Philipp-Palm-Schule (kaufmännisch), sowie der Fröbelschule für Geistig- und Körperbehinderte mit Schulkindergarten für Geistig- und Körperbehinderte und des Schulkindergartens für Sprachbehinderte.

Die Abendrealschule Schorndorf e. V., Jugendmusikschule Schorndorf und Umgebung e. V. und Volkshochschule Schorndorf e. V. runden das schulische Angebot in Schorndorf ab.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Marktplatz

Kulturbetriebe[Bearbeiten]

Der Club Manufaktur e. V. ist ein Kulturbetrieb mit alternativen Programm von Politik, Musik, Theater bis zu Tanz und einem Programmkino.[9]

Der Verein Kulturforum Schorndorf organisiert mit seinen ehrenamtlichen Mitarbeitern kulturelle Projekte und Veranstaltungen. So hat das Kulturforum einen Skulpturen-Rundgang Schorndorf eingerichtet, der zu 36 Skulpturen von Jürgen Goertz, Timm Ulrichs, Horst Antes, Robert Schad und anderen Künstlern führt.[10][11]

Theater[Bearbeiten]

Künkelinhalle

Das Figuren Theater Phoenix ist ein Theater für Jung und Alt. Es inszeniert mit Tischfiguren, Marionetten, Schatten- und Handfiguren vor allem Märchenbearbeitungen oder literarische Vorlagen wie z. B. Kinderbücher. Regelmäßige Konzert- und Theaterveranstaltungen gibt es in der Künkelinhalle, die nach Anna Barbara Walch-Künkelin benannt ist. Außerdem ist in der ehemaligen Lederfabrik Röhm („Röhm-Areal“) das freie Theater „Teatro Zanni“ ansässig, welches jedes Wochenende mit Laienschauspielern besetzte Theaterstücke aufführt.

Stadtbücherei[Bearbeiten]

Hauptartikel: Stadtbücherei Schorndorf

Die Stadtbücherei Schorndorf bietet als öffentliche Bibliothek der Stadt ca. 61.000 Medien. 2009 erzielte sie 305.400 Entleihungen.

Museen[Bearbeiten]

Galerien für Kunst und Technik
  • Das Stadtmuseum bei der Stadtkirche ist in zwei Fachwerkhäusern, der ehemaligen Lateinschule und der früheren Deutschen Schule untergebracht und zeigt die Stadt- und Kulturgeschichte Schorndorfs und seiner näheren Umgebung.
  • Das Geburtshaus von Gottlieb Daimler in der Höllgasse wurde 1979 als Museum und Tagungsstätte der Mercedes Benz AG (Daimler AG) eingerichtet. Im Erdgeschoss sind Briefe, Patente, Fotografien und zwei Motorenmodelle ausgestellt.
  • Die Galerie für Kunst und Technik im Arnold-Areal wurde 2004 eröffnet.
  • Das Comic-Museum Piccolo im Haus auf der Mauer in der Römmelgasse 18 wurde 2005 eröffnet und zeigt kleinformatige Comics aus drei Jahrzehnten ab 1950.

Das Heimatmuseum im Stadtteil Weiler zeigt bäuerliche und handwerkliche Geräte, kunsthandwerkliche Einzelstücke, frühe Urkunden, eine Bauernstube und eine Bauernküche mit Inventar.

Bauwerke[Bearbeiten]

Das asymmetrische Haus auf der Mauer, Geburtshaus von Gottlob Kamm
Haus am Gumpbrunnen

Der historische Stadtkern von Schorndorf steht als Gesamtanlage unter Denkmalschutz.[12] Die historische Altstadt und besonders der Marktplatz mit dem Marktbrunnen und zahlreichen historischen Fachwerkhäusern zählen zu den schönsten Deutschlands. Hier steht das Rathaus, das von 1726 bis 1730 erbaut wurde, und als Wahrzeichen der Stadt gilt. An seiner Rückwand befindet sich das Mosaik Die Weiber von Schorndorf von 1965 und davor das Gottlieb-Daimler-Denkmal, unweit die Palmsche Apotheke, die Gauppsche Apotheke (Elternhaus und später erste Ausbildungsstätte von Carl Grünzweig) und das ehemalige Wohnhaus von Walch-Künkelin. Westlich des Marktplatzes erhebt sich die Evangelische Stadtkirche von 1477. Am Kirchplatz befindet sich die ehemalige Lateinschule, in der das Stadtmuseum untergebracht ist. In der Weststadt hinter der Kirche befinden sich das Haus am Gumpbrunnen sowie gegenüber das asymmetrische Haus auf der Mauer, das an bzw. auf die Stadtmauer gebaut wurde. In diesem auffälligen Haus wurde Ehrenbürger Gottlob Kamm geboren. Heute befindet sich ein Comic-Museum im Gebäude.

Östlich des Marktplatzes ist das ehemalige Spital, das Stadtarchiv und das Burgschloss zu finden. Es wurde von Herzog Ulrich 1538 erbaut und war Eckpfeiler der mit großem Aufwand errichteten Landesfestung. Es war neben dem Chor der Kirche so gut wie der einzige Teil der Stadt, der die Feuersbrunst von 1634, die ansonsten fast die gesamte Stadt in Schutt und Asche legte, überstand. Auf dem verfüllten Wassergraben der Festung wurde 1913 das unter Denkmalschutz stehende Forstamt im späten Jugendstil erbaut. Weiter östlich des Schlossgartens folgt die Heilig-Geist-Kirche, die von 1952 bis 1955 wegen der anwachsenden katholischen Gemeinde gebaut wurde. Ihr stadtbildprägender Turm wurde in den 60er Jahren errichtet.

Östlich des Unteren Marktplatzes befindet sich das Gottlieb-Daimler-Geburtshaus in der Höllgasse mit einem (kleinen) Museum sowie in der Gasse dahinter das ehemalige Alte Bad.

Im Osten, nach dem Ende der Johann-Philipp-Palmstraße, der Hauptstraße in der Fußgängerzone, erhebt sich im Park am Stadthallensee die ehemalige Villa Arnold, die die Volkshochschule beherbergt. Sie wurde von dem Fabrikanten Arnold gebaut, der in Schorndorf eine Eisenmöbelfabrik besaß. Auf diesem Areal entlang der Bahnlinie befindet sich die Arnoldgalerie mit einigen Geschäften. Sie gilt als Musterprojekt der Innenstadterweiterung.

Am Bahnhof befindet sich das markante, 1962 errichtete Stellwerk, das auch als Bausatz für Modelleisenbahnen im Maßstab HO auf den Markt kam.

In der Lortzingstraße am Ziegeleisee befindet sich das im März 2008 in Betrieb genommene Hallenbad Oskar-Frech-Seebad. Es ersetzte das alte Schorndorfer Hallenbad aus dem Jahre 1964.

Unter dem Spitznamen Schorni ist ein 90 Meter hoher, in Stahlbetonkonstruktion ausgeführter Fernmeldeturm im Industriegebiet Baumwasen im Schorndorfer Westen bekannt. Geografische Koordinaten: 48° 48′ 25″ N, 9° 30′ 43″ O48.8069444444449.5119444444444.

In den Stadtteilen gibt es folgende Kirchen:

Die evangelische Kirche Haubersbronn ist eine Chorseitenturmanlage des frühen 16. Jahrhunderts, sie wurde mehrmals erweitert und verändert. Die evangelische Pfarrkirche Oberberken wurde 1859 anstelle einer Kirche, die vor 1490 errichtet worden war, erbaut. 1974 wurde sie nochmals umgebaut. Die Schlichtener evangelische Kirche wurde 1717 als Rechtecksaal ohne Turm gebaut. Die Vorgängerkirche, eine 1460 erwähnte Kapelle war 1707 niedergebrannt. Die evangelische Kirche Schornbach wurde 1472 gebaut, das Schiff aber erst 1722 erstellt.

Grünflächen[Bearbeiten]

Kapelle auf dem alten Friedhof

Im Stadtzentrum gibt es verschiedene Grünanlagen und Parks, so zum Beispiel den Schlossgarten, der das Burgschloss einfasst. Östlich des Zentrums liegt der Park am Parksee. Dieser Park besteht aus dem ehemaligen Garten der Arnold-Villa und dem See, der aufgrund eines baulichen Irrtums entstand. Es wurde geplant, an der Stelle eine Stadthalle zu errichten, jedoch lief das Bauloch mit Wasser voll. Daher rührt die umgangssprachliche Bezeichnung Stadthallensee, die Presse sprach auch vom Lago blamabile, offiziell heißt der See inzwischen Parksee. Das Gelände und der See wurden im Jahr 2010 völlig neu gestaltet. Im Park befindet sich ein 12,5 m langes Piratenschiff aus Holz, das als Spielgerät für Kinder dient.

Kunstvolles Grabmal auf dem alten Friedhof

Des Weiteren befindet sich südlich des Schlossgartens bei der Heilig-Geist-Kirche der Alte Friedhof. Dieser weist neben bedeutenden und kunstvollen alten Gräbern auch eine Fülle von verschiedenen Baumarten auf und dient vielen als Ort der Ruhe und Erholung. Auffallend ist die kleine schmucke Kapelle. Baden-Württembergs erster Ministerpräsident, Reinhold Maier, ist auf dem Friedhof begraben. Seit 1989 erinnert auf dem Alten Friedhof ein Mahnmal des Künstlers Reinhard Scherer an die Verfolgten und die Opfer des Faschismus. Anlass war der erstmalige Besuch einer Schorndorfer Sinti-Familie im Jahre 1988, die der NS-Vernichtung entgangen war.[2]

Gegenüber der Heilig-Geist-Kirche, am Tuller Platz, der nach der ersten Partnerstadt benannt ist, liegt der Feuersee.

Südlich von diesem folgt die Raible-Anlage, ein Park, der früher zu der Villa des ehemaligen Stadtrates gehörte und für die Bevölkerung öffentlich gemacht wurde.

Denkmäler[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Jedes Jahr findet am vorletzten Wochenende (Freitag-Dienstag) vor Beginn der Sommerferien das Stadtfest Schorndorfer Woche (SchoWo) statt. In der Regel ist das Mitte Juli.
  • Nachwuchsfestival Talente ans Mikrofon im Rahmen der SchoWo
  • Am Samstag vor dem SchoWo-Wochenende findet in der Schorndorfer Innenstadt alljährlich der große städtische Flohmarkt statt.
  • Jedes Jahr findet im Juli die Schorndorfer Motorroller-Jux-Rallye statt.
  • Das Kulturforum Schorndorf veranstaltet jährlich die Schorndorfer Gitarrentage, an denen Kurse und Konzerte auf dem Programm stehen.
  • Bei der Schorndorfer Kunstnacht im Herbst öffnen viele Ateliers und Museen ihre Pforten.

Sport[Bearbeiten]

Der deutschlandweit bekannteste Schorndorfer Sportverein ist der 1908 gegründete ASV Bauknecht Schorndorf, der 1975 Deutscher Mannschaftsmeister im Ringen wurde. Die Ringer-Abteilung kämpft in der Saison 2013 in der Landesliga Württemberg.[13] Der Sportverein mit den meisten Mitgliedern ist die SG Schorndorf.

Seit 2008 ehrt die Stadt Schorndorf zusammen mit dem Zeitungsverlag Waiblingen jedes Jahr die Sportlerin, den Sportler und die Mannschaft des Jahres.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Die Stadt Schorndorf hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:

  • 1949, 16. Oktober: Reinhold Maier (siehe unter Söhne und Töchter der Stadt), Verleihung anlässlich seines 60. Geburtstages
  • 1951, 16. Dezember: Hermann Arnold (* 1. Januar 1888; † 7. Juni 1973), Fabrikant und Ehrensenator, Verleihung anlässlich seines 40-jährigen Dienstjubiläums
  • 1954, 31. Januar: Eugen Bentel (* 21. August 1886; † 2. Mai 1969), Bürgermeister in Haubersbronn, Verleihung anlässlich der Amtseinsetzung von Bürgermeister Rettenmaier
  • 1961, 19. Juni: Walter Arnold (* 19. Juni 1891; † 20. Oktober 1973), Fabrikant, Verleihung anlässlich seines 70. Geburtstages
  • 1967, 21. Oktober: Gottlob Kamm (* 21. Oktober 1897; † 20. November 1973), Politiker (SPD), Staatsminister, Bürgermeister und Stadtrat, Verleihung anlässlich seines 70. Geburtstages
  • 1986, 27. März: Karl Wahl (* 10. Juni 1909; † 22. März 1986), Stadtrat, Sozialdemokrat, Verleihung posthum
  • 1988, 26. Februar: Fritz Abele (* 7. Januar 1915; † 18. Mai 1994), Ingenieur, Verleihung anlässlich des Auftaktes zum Barbara-Künkelin-Jahr
  • 1998, 9. Oktober: Johann-Philipp Palm (* 9. Oktober 1918; † 8. Mai 2004), Apotheker, Verleihung anlässlich seines 80. Geburtstages
  • 2005, 25. November: Werner Lempp (* 8. Juli 1929), Geschäftsführer, Stadtrat, Kreisrat und Christdemokrat

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Daimler-Denkmal, im Hintergrund Ausschnitt des Mosaiks „Die Weiber von Schorndorf“
Gaupen am Wohnhaus der Barbara Künkelin

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

Berühmte Persönlichkeiten, die einen Teil ihres Lebens in oder um Schorndorf verbracht haben, sind:

Literatur[Bearbeiten]

  • Erich Keyser (Hrsg.): Württembergisches Städtebuch (= Deutsches Städtebuch, Band IV Südwest-Deutschland, 2. Land Württemberg, Teilband Württemberg). Kohlhammer, Stuttgart 1961.
  • Gabriel Habermann: Schorndorf. Silberburg-Verlag, Tübingen 2005, ISBN 3-87407-661-X.
  • Uwe Schmidt u. a.: Geschichte der Stadt Schorndorf. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 3-8062-1598-7.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schorndorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 78 (PDF; 24,2 MB).
  3. Ingrid Bauz, Sigrid Brüggemann, Roland Maier (Hg.): Die Geheime Staatspolizei in Württemberg und Hohenzollern. Stuttgart 2013, ISBN 3-89657-138-9, S. 82.
  4. Fliegerbombe entschärft. In: Stuttgarter Zeitung, 4. November 2011, abgerufen am 7. Dezember 2012.
  5. Ehrenbürger Walter Arnold. Website der Stadt Schorndorf. Abgerufen am 8. August 2012.
  6. Schorndorfs Moschee festlich eingeweiht (Version vom 27. September 2007 im Internet Archive)
  7. Statistik Kommunal 2010
  8. Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums Stuttgart
  9. Club Manufaktur e. V.
  10. Skulpturen-Rundgang, Kulturforum Schorndorf, abgerufen 20. September 2009
  11. Skulpturenrundgang mit Ebba Kaynak. In: Backnanger Kreiszeitung online, 1. September 2009, abgerufen am 7. Dezember 2012.
  12. Denkmalpflegerischer Werteplan zur Gesamtanlage Schorndorf (Rems-Murr-Kreis). Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Stuttgart vom 13. Januar 2009, abgerufen am 7. Dezember 2012.
  13. Württemberg. Landesliga 2013. In: Ringer-Liga-Datenbank. NOVA Software GmbH, abgerufen am 8. Mai 2013.
  14. Gert Kollmer-von Oheimb-Loup: Palm, von. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 20, Duncker & Humblot, Berlin 2001, ISBN 3-428-00201-6, S. 19 f. (Digitalisat).
  15. Who made America? Innovators. Julius Schmid. Abgerufen am 7. Dezember 2012.
  16. Scheidendiaphragma (1) "RAMSES". Medizinhistorisches Museum, abgerufen am 7. Dezember 2012.