Peilstein im Mühlviertel

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Peilstein im Mühlviertel
Wappen von Peilstein im Mühlviertel
Peilstein im Mühlviertel (Österreich)
Peilstein im Mühlviertel
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Rohrbach
Kfz-Kennzeichen: RO
Fläche: 23,24 km²
Koordinaten: 48° 37′ N, 13° 54′ O48.61833333333313.894722222222584Koordinaten: 48° 37′ 6″ N, 13° 53′ 41″ O
Höhe: 584 m ü. A.
Einwohner: 1.560 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 67 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4153
Vorwahl: 07287
Gemeindekennziffer: 4 13 26
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Markt 7
4153 Peilstein im Mühlviertel
Website: www.peilstein.at
Politik
Bürgermeister: Franz Lindinger (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(19 Mitglieder)
12 ÖVP, 6 SPÖ, 1 FPÖ
Lage der Marktgemeinde Peilstein im Mühlviertel im Bezirk Rohrbach
Afiesl Ahorn Aigen im Mühlkreis Altenfelden Arnreit Atzesberg Auberg Berg bei Rohrbach Haslach an der Mühl Helfenberg Hofkirchen im Mühlkreis Hörbich Julbach Kirchberg ob der Donau Klaffer am Hochficht Kleinzell im Mühlkreis Kollerschlag Lembach im Mühlkreis Lichtenau im Mühlkreis Nebelberg Neufelden Neustift im Mühlkreis Niederkappel Niederwaldkirchen Oberkappel Oepping Peilstein im Mühlviertel Pfarrkirchen im Mühlkreis Putzleinsdorf Rohrbach in Oberösterreich St. Johann am Wimberg St. Martin im Mühlkreis St. Peter am Wimberg St. Stefan am Walde St. Ulrich im Mühlkreis St. Veit im Mühlkreis Sarleinsbach Schlägl Schönegg Schwarzenberg am Böhmerwald Ulrichsberg OberösterreichLage der Gemeinde Peilstein im Mühlviertel im Bezirk Rohrbach (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Peilstein von der Ortschaft Kicking gesehen
Peilstein von der Ortschaft Kicking gesehen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Peilstein im Mühlviertel ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Rohrbach im oberen Mühlviertel. Mit einer Fläche von 23,32 Quadratkilometern und 1560 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) ist Peilstein sowohl flächenmäßig als auch auf die Einwohnerzahl bezogen die zwölftgrößte des Bezirks. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Rohrbach.

Geografie[Bearbeiten]

Landschaftlich gehört das Gemeindegebiet im oberen Mühlviertel mit seinem nördlichen Teil zum Zwischenmühlrücken und mit dem südlichen Teil zum Passauer Wald. Beide Höhenzüge teilt die Kleine Mühl (tiefster Punkt 490 m ü. A.). Der Zwischenmühlrücken erreicht am Hochbühel eine Höhe von 876 m ü. A. (höchste Erhebung), der Eschernhofer Berg im Passauer Wald 872 m ü. A. Der Markt Peilstein selbst, liegt auf 584 m ü. A. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 7,4 km, von West nach Ost 5,3 km. Die Gesamtfläche beträgt 23,32 km². 29,6 % der Fläche sind bewaldet, 64,4 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Das Landschaftsbild wird vom Granithochland geprägt. Dieses Granitplateau ist eine Urlandschaft und gehört der geologisch ältesten Zeit an. Durch Störungen (Alpenfaltung) entstanden darin Bruchlinien. Die Verwitterung schuf allmählich das heutige sanfthügelige Landschaftsbild.

Ortschaften[Bearbeiten]

Ortschaften der Marktgemeinde Peilstein: Berging, Danneredt, Diendorf, Emsmannsreit, Eschernhof, Exenschlag, Flatting, Geretschlag, Hinterschlag, Humeredt, Kicking, Kirchbach, Martschlag, Oberpeilstein, Peilstein, Rampetzreit, Stierberg, Steinberg, Vordorf, Vorderschlag, Weixelbaum.

Davon sind Kicking, Kirchbach und Peilstein Katastralgemeinden.

Höhenangaben[Bearbeiten]

  • 876 m - Hochbühel
  • 872 m - Eschernhofer Berg
  • 710 m - Kühstein
  • 698 m - Kirchbach
  • 688 m - Gföret (Geretschlag)
  • 637 m - Höllmühle
  • 602 m - Rampetzreit
  • 585 m - Peilstein (Kirche)
  • 546 m - Diendorf
  • 540 m - Vordorf
  • 512 m - Egermühle
  • 501 m - Rinnmühle
  • 490 m - Gumpenmühle

Gewässer[Bearbeiten]

Die Kleine Mühl teilt die beiden Höhenzüge Zwischenmühlrücken und Passauerwald. Sie tritt bei der Filzmühle (520 m) in das Gemeindegebiet ein und bei der Gumpenmühle (490 m) wieder aus. Von der Filzmühle bis Niederkraml bildet die Kleine Mühl die Gemeindegrenze zu Julbach. Am linken Ufer münden das Blumauerbachl, das Kichbacher-Bachl, das Groißbachl und der Grafeneder Bach, welcher am Unterlauf gleichzeitig die Gemeindegrenze zu Öpping bildet. Am rechten Ufer münden der Krebsenbach, der Wolfsleitenbach (Wäschbachl), das Winkelbauerbachl, der Kickingerbach, der Vordorferbach (Bockstaize) und das Edlbauerbachl (Kroißbachl).

Marktwappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Rot auf einem schwarzen Felsen ein silbernes, schräglinks gestelltes Beil mit gekrümmter Schneide und schwarzem Stiel.

Ein urkundlicher Nachweis über eine Wappenberechtigung Peilsteins ist nicht zu finden und zu erbringen. In einem Schreiben vom 23. November 1928 stellt das oö. Landesarchiv fest: "Wie aus dem von der Gemeindevorstehung beigebrachten Siegelabdruck zu ersehen ist, führt die Gemeinde bereits seit langer Zeit, der Siegelstock dürfte aus dem 18. Jahrhundert stammen, ein Marktwappen."

Die oö. Landesregierung hat 1928 die Wappenberechtigung des Marktes Peilstein anerkannt, jedoch wurde über die Zeichnung und Farbgebung des Marktwappens nicht berichtet.

Nach einer weiteren Eingabe durch die Gemeinde teilte das oö. Landesarchiv 1939 mit, dass "das Wappen der Gemeinde Peilstein aus einem weißen Schilde mit einem blauen Felsen, über dem ein querstehendes eisernes Beil schwebt, besteht. Die Farbe Blau wird heraldisch durch waagrechte Schraffierung kenntlich gemacht." (Gemeinde-Chronik)

Die Darstellung des Beiles wird einmal, als über dem Felsen schwebend und einmal, wie die Hacke in einem Haberstock steckend, auf dem Felsen aufsitzend beschrieben. Im heraldischen Jahrbuch "Adler" vom Jahre 1876 ist zu lesen: "Peilstein, Markt im Mühlviertel. Wappen: In Weiss ein auf blauem Felsen querstehendes eisernes Beil."

Die Entstehung des Wappenbildes ist unkompliziert und einfach: es leitet sich vom Ortsnamen ab.

Auch im Pfarrsiegel, das vermutlich ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert stammt, ist zwischen der Darstellung des hl. Leonhard und des hl. Ägidius das Peilsteiner Wappen zu finden: Ein Beil querstehend in einem Stein steckend schraffiert, was heraldisch die Farbe Rot bedeuten würde.

Während das Marktwappen bisher im silberweißen Schild mit abgeecktem blauen Felsen auf dem eine alte Zimmermanns-Breithacke mit hellbraunem Stiel aufsitzt, dargestellt wurde, ist im Buch "Die Wappen der Städte und Märkte Oberösterreichs" von H. E. Baumert (Band 10 der Schriftenreihe des Institutes für die Landeskunde von Oberösterreich, OÖLV Linz) das Peilsteiner Wappen mit rotem Schild, abgeecktem, spitzem, schwarzem Felsen mit auf dem Felsen aufsitzendem weißem Beil mit schwarzem Stiel zu finden.

Die Gemeindefarben sind Weiß-Blau.

Geschichte[Bearbeiten]

Peilstein im Mühlviertel, Tuschezeichnung von Rode Ignaz (19. Jhdt.)

Ursprünglich unter der Lehenshoheit der Passauer Bischöfe, wird der Ort urkundlich erstmals 1150 erwähnt. Wahrscheinlich erfolgte die Erhebung zum Markt schon vor 1650; sie ist aber erst 1708 urkundlich gesichert.

Schloss Peilstein

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach u.a. von Bayern besetzt. Seit 1814 gehört der Ort endgültig zu Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum "Gau Oberdonau". Noch im selben Jahr wurden die Kleingemeinden Kicking, Kirchbach und Peilstein zur Marktgemeinde Peilstein zusammengelegt. Am 1. Mai 1945 besetzen amerikanische Truppen den Markt. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Entstehung[Bearbeiten]

Maria Theresia leistete entscheidende Vorarbeiten für die geographische Ausbildung der Gemeinden. Im Zuge der Staatsreform rief sie 1748 als erste allgemeine politische Verwaltungseinheiten die sogenannten "Kreisämter" ins Leben. Im gleichen Jahr musste von allen Grundherrschaften des Landes eine Bestandsaufnahme ihres Besitzes erstellt werden. Das Ergebnis dieser Theresianischen Fassion war das 1750 abgeschlossene Theresianische Gültbuch.[1]

Im Jahr 1774 erfolgte eine Gliederung der Kreise in Distriktskommissariate, die mehrere Pfarrsprengel umfassten und von geeigneten Herrschaften bzw. deren Pflegern verwaltet wurden. Diese Distriktskommissariate bildeten die ersten allgemeinen Verwaltungsbehörden. Peilstein war ein eigenes Distriktskommissariat mit dem Amtssitz zu Peilstein. Der Sitz des Amtsrichters befand sich bis 1754 im Ortszentrum (heute Markt 2). Obwohl 1754 ein neues Gebäude als Amtsrichterhaus erbaut wurde (das sogenannte Schloss, heute Stifterstraße 12), blieb bis 1803 der passauische Richter meist im zuerst genannten Domizil. Nach der Säkularisation (Beschlagnahme durch den Staat) im Jahr 1803 wurde dieses Haus (Markt 2) im Jahr 1805 an Private verkauft.

Am 19. November 1812 kaufte Joseph Sengl aus Steyr die Herrschaft Peilstein mit 122 Häusern um 24.585 Gulden.[2]

Unter Joseph II. wurden die Distriktskommissariate 1786 in Steuergemeinden unterteilt und die Hausnummerierung in den Ortschaften eingeführt. Die Ergebnisse der Ausmessungen und Schätzungen der Grundstücke wurden in sogenannten Fassionstabellen festgehalten (Josephinische Kataster 1787). Das Distriktskommissariat Peilstein (Peilstein, Julbach, Kollerschlag) hatte im Jahr 1827:

1 Markt, 49 Dörfer, 873 Häuser, 1323 Wohnparteien, 5799 Einwohner, 1 Herrschaft, 3 Pfarren und Schulen, 7 Steuergemeinden, 2 Chirurgen, 2 Hebammen, 1 Spital-Stiftung, 2 Blattbinder, 1 Bleicher und Manger, 1 Drechsler, 2 Hammerschmieden, 2 Steinmetze, 277 Weber, 2 Ziegelbrenner, 20 Kommerzial-, 113 Polizeigewerbe und freie Beschäftigungen

Die drei Pfarren und Schulen befanden bzw. befinden sich in Julbach, Kollerschlag und Peilstein. Über Julbach und Peilstein war der Landesfürst Patron und der Pfarrer zu Sarleinsbach in dessen Namen Präsentant; über Kollerschlag stand dem Religionsfonds das Patronatsrecht zu.[3]

Aus den Steuergemeinden wurden später die Katastralgemeinden. 1848 wurden die Grundherrschaften aufgehoben. 1849 erhielten alle ehemaligen Untertanen das Recht zur Selbstbestimmung. Das provisorische Gemeindegesetz nahm die Katastralgemeinde als Grundlage für eine Ortsgemeinde. In heutigen Gemeindegebiet wurden daher die Gemeinden Kicking, Kirchbach und Peilstein errichtet.

Erschießung Peilsteiner Bürger am 28. April 1945[Bearbeiten]

Am 28. April 1945 wurden fünf Bürger von Peilstein am Militärübungsplatz in Treffling von einem Erschießungskommando hingerichtet. Sie hatten versucht, eine Panzersperre zu entfernen, um einen Beschuss durch die näherrückenden amerikanischen Truppen zu verhindern, und wurden deshalb von einem Standgericht wegen "Zersetzung der Wehrkraft" zum Tode verurteilt.[4] Der Gauleiter von Oberdonau, August Eigruber, wurde unter anderem wegen dieser Ereignisse im Rahmen der Dachauer Prozesse zum Tode verurteilt.

Zur Erinnerung an die getöteten Peilsteiner und weitere zu Kriegsende ermordeten Oberösterreicher wurde in Treffling ein von dem Linzer Künstler Heimrad Bäcker entworfenes Mahnmal errichtet.[5]

Urkundliche Erwähnungen[Bearbeiten]

  • 1200 - Peilenstein (Trad. Kodex Passau, HL PASSAU 5, Fol. 94, Hauptstaatsarchiv München)
  • 1220 - Peilestein, Peilstein (Trad. Kodex Passau i. Hauptstaatsarchiv München)
  • 13. Jahrhundert - Peilstain (Urbar Passau S. 94)
  • 1373 - Peylstein (Strnadt: Velden, S. 214)
  • 1380 - Peylstayn (Lehenbuch des Herzogs Albrecht III. von 1380 f. 25)
  • 1397 - Peylstayn (Urbar und Lehenbuch Gundakers von Tannberg von 1397 mit jünderen Nachträgen i. Schlossarchiv Eferding)
  • 1455 - Peylstain (Lehenbuch 191)
  • 1537 - Peyllstain (Urbare der Herrschaft Falkenstein von 1537 i. Hofkammerarchiv Wien)
  • 1570 - Peillenstein, Peillstein (Urbare der Herrschaft Falkenstein 1570, S. 133, S. 139)

Politik[Bearbeiten]

Am 27. September 2009 fand in Oberösterreich neben den Bürgermeister- und den Gemeinderatswahlen auch die Landtagswahl statt. 1.327 Gemeindebürgerinnen und -bürger waren wahlberechtigt. Erstmals wählten auch die Jugendlichen ab 16 Jahren. Bürgermeister ist seit der Amtsübergabe während der letzten Amtsperiode durch Walter Pfleger und der dadurch notwendigen Bestätigung durch den Gemeinderat am 25. Jänner 2008 weiterhin Franz Lindinger von der ÖVP.[6]

Ergebnis der Gemeinde Peilstein zur oö. Landtagswahl 2009
Landtagswahl 2009 2003 1997 1991 1985 1979
Partei Stimmen % Diff. Stimmen % Diff. % Diff. % Diff. % Diff. %
ÖVP 715 63,84 % + 4,07 % 624 59,77 % - 5,17 % 64,6 % - 2,2 % 66,8 % - 11,6 % 78,4 % + 1,8 % 76,6 %
SPÖ 205 18,30 % - 13,02 % 327 31,32 % + 10,82 % 20,5 % - 1,2 % 21,7 % + 3,1 % 18,6 % - 2,8 % 21,4 %
Grüne 59 5,27 % + 1,53 % 39 3,74 % + 1,04 % 2,7 % + 2,7 %          
FPÖ 104 9,29 % + 4,31 % 52 4,98 % - 4,32 % 9,3 % + 0,2 % 9,1 % + 8,2 % 0,9 % - 0,9 % 1,8 %
BZÖ 20 1,79 % + 1,79 %                    
Sonstige 17 1,52 % + 1,32 % 2 0,20 % - 2,6 % 2,8 % + 0,4 % 2,4 % + 0,4 % 2,0 % + 1,9 % 0,1 %
Wahlberechtigte 1.304   + 5,25 % 1.239                  
Wahlbeteiligung 1.136 87,12 % + 0,76 % 1.070 86,36 %                
Gültig 1.120 98,59 % + 1,02 % 1.044 97,57 %                
Ungültig 16 1,41 % - 1,02 % 26 2,43 %                
Gemeinderatswahl 2009
Gemeinderatswahl 2009 2003 1997 1991 1985
Partei Stimmen % Diff. Mand. Stimmen % Diff. Mand. % Diff. % Diff. %
ÖVP 712 63,46 % + 4,71 % 12 604 58,75 % - 5,85 % 11 64,6 % - 2,3 % 66,9 % - 10,5 % 77,4 %
SPÖ 340 30,30 % - 10,95 % 6 424 41,25 % + 12,85 % 8 28,4 % - 4,7 % 33,1 % + 10,5 % 22,6 %
FPÖ 70 6,24 % + 6,24 % 1         7 % + 7 %      
Wahlberechtigte 1.327   + 5,74 %   1.255                
Wahlbeteiligung 1.148 86,51 % + 1,41 %   1.068 85,10 %              
Gültig 1.122 97,74 % + 1,49 %   1.028 96,25 %              
Ungültig 26 2,26 % - 1,49 %   40 3,75 %              
Bürgermeisterwahl 2009
Bürgermeisterwahl 2009 2003 1997
Partei Kandidat/in Stimmen % Diff. Kandidat/in Stimmen % Diff. Kandidat/in %
ÖVP Franz Lindinger 726 65,46 % + 4,62 % Walter Pfleger 620 60,84 % - 27,76 % Walter Pfleger 88,6 %
SPÖ Fritz Nößlböck 383 34,54 % - 4,62 % Fritz Nößlböck 399 39,16 % + 39,16 %    
*NEIN* (bei 1 Kandidaten)                 *NEIN* 11,4 %
Wahlberechtigte   1.327   + 5,74 %   1.255        
Wahlbeteiligung   1.148 86,51 % + 1,41 %   1.068 85,10 %      
Gültig   1.122 97,74 % + 1,49 %   1.028 96,25 %      
Ungültig   26 2,26 % - 1,49 %   40 3,75 %      

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Alterspyramide per 1. Januar 2009
Einwohnerentwicklung per 1. Januar 2010
Jahr Einwohner Pfarre Einwohner Gemeinde Anzahl der Häuser
1807 181 (Pfarre!)
1880 2484
1890 2265
1900 2131
1910 2046
1925 2327 1741*
1948 1766*
1951 1604 293
1961 1654 312
1964 1671
1971 1638 321
1981 2050** 1656 391
1991 1672 464
2001 1674
2005 1618
2008 1613
2010 1595

* mit den Ortschaften Lengau und Sauedt. Die weite Entfernung der Ortschaften Lengau und Sauedt nach Peilstein und die Zugehörigkeit zum Pfarrsprengel Kollerschlag brachten es mit sich, dass diese Ortschaften mit Wirksamkeit vom 1. April 1950 LGBl. Nr. 28/1950 in das Gemeindegebiet Kollerschlag einverleibt wurden. Die Marktgemeinde Peilstein hatte bis dahin ein Ausmaß von 2568 ha und eine Bevölkerungszahl von durchschnittlich 1800 Personen. Durch die Umgemeindung verlor Peilstein 236 ha Fläche und 120 Einwohner.

** Zur Pfarre Peilstein zählen die Dörfer Heinrichsberg, Schopper, und Vordernebelberg (alle Gemeinde Nebelberg) sowie Niederkraml und Vorderschiffl (Gemeinde Julbach).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Peilstein im Mühlviertel

Vereinsleben[Bearbeiten]

Agrargemeinschaft, Bauernbund, Bogensportverein, Club 25, Elternverein, Freiwillige Feuerwehr Kirchbach, Freiwillige Feuerwehr Peilstein, Goldhaubengruppe, Imkerverein, Jägerschaft, Kameradschaftsbund, Katholische Frauenbewegung, Katholische Männerbewegung, Kleintierzüchterverein, Kopftuchgruppe, Kulturreferat, Marktmusikkapelle, Ortsbauernschaft, Ortsbäuerinnen, Pensionistenverband, Pfarrbibliothek, Pfeifenclub Kirchbach, Rotes Kreuz - Ortsstelle Peilstein, Schi- u. Sportunion, Seniorenbund, Siedlerbund, Sozialsprengel, SPÖ Peilstein, Stockschützenverein, Taekwon-Do, Tourismusverein, Verein Art of Noise, Verein für Jugend, Freizeit & Kultur (JFK), Verschönerungsverein, Volkstanzgruppe, Wassergenossenschaft, Wirtschaftsbund, Zivilschutzverband, ÖAAB, ÖAAB-Frauen, ÖVP Peilstein

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Siegfried Haider, Geschichte Oberösterreichs, S. 216
  2. Michael Kaltenbrunner: Peilstein-Beiträge zur Landes- und Volkskunde des Mühlviertels, 15. Bändchen
  3. Benedikt Pillwein: Geschichte, Geographie und Statistik des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, 1. Teil 1827, S. 264
  4. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW): Widerstand und Verfolgung in Oberösterreich 1934-1945. Band 2, Österreichischer Bundesverlag, Wien 1982, S.341
  5. OÖ Nachrichten (1990): "Mahnmal feierlich eingeweiht". In: Textarchiv OÖ Nachrichten, Linz: Extra vom 10. Mai 1990.
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatAllgemeine Wahlinformation. Land Oberösterreich, abgerufen am 28. September 2009.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Peilstein im Mühlviertel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien