Hammerschmiede

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für weitere Bedeutungen siehe Hammerschmiede (Begriffsklärung)
Innere Krampen, Hammerwerk. Lithographie um 1830, Joseph Franz Kaiser, Graz
Eine Hammerschmiede in Bad Hindelang
Hammerschmiede in Dalarna, Schweden

Eine Hammerschmiede oder auch Hammermühle ist eine Schmiede mit einem durch Wasserkraft betriebenen Hammer.[1] Dabei bewirkt die Drehbewegung des Wasserrads über eine Nockenwelle das periodische Heben des Hammers, der dann durch die Schwerkraft auf das zwischen Amboss und Hammer gehaltene Werkstück schlägt.[1] Die heute wenigen bestehenden Hammerschmieden, in denen noch produziert wird, werden überwiegend elektrisch betrieben.

Geschichte und Hintergrund[Bearbeiten]

Hammerschmieden und Eisenhämmer entstanden ab dem späten Mittelalter. Für den Betrieb einer Hammerschmiede mussten Wälder die Gewinnung großer Mengen von Holzkohle garantieren. Darüber hinaus musste es in der näheren Umgebung Vorkommen an Eisenerz geben, um kurze Transportwege des eisenhältigen Gesteins bis zur Verhüttung zu ermöglichen. Auch landwirtschaftlich nutzbare Flächen waren für die Ernährung der vielen benötigten Arbeitskräfte wichtig.

Die reichen Besitzer von Hammerschmieden, vor allem entlang der heutigen Bayerischen Eisenstraße und Österreichischen Eisenstraße (hier „Schwarze Grafen“ genannt), bauten sich neben ihren Hammerschmieden repräsentative Herrenhäuser, die sogenannten Hammerschlösser.

Viele Ortschaften oder Ortsteile sind heutzutage nach Hammerschmieden bzw. Hammermühlen benannt, die dort im Laufe der Zeit existiert haben.

In der Schweiz haben sich ganze 15 Hammerschmieden erhalten.[2]

Beispiele[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Jutta Böhm: Mühlen-Radwanderung. Routen: Kleinziegenfelder Tal und Bärental. Umweltstation Weismain des Landkreises Lichtenfels, Weismain/Lichtenfels (Landkreis Lichtenfels), 2000.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Böhm (2000), S. 8.
  2. Mühlenliste Schweiz, 2009. Bei der „Vereinigung Schweizer Mühlenfreunde“ abgerufen am 7. Juni 2013. (PDF-Datei, 33 KB.)

Weblinks[Bearbeiten]