Peng Zhaoqin

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Peng Zhaoqin, 2008
Peng Zhaoqin, 2013

Peng Zhaoqin (chin. 彭肇勤, Péng Zhàoqín, * 8. Mai 1968 in Guangzhou) ist eine chinesisch-niederländische Schachspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Peng Zhaoqin erlernte das Schachspiel mit 12 Jahren. 1996 siedelte Peng in die Niederlande um und ist dort seitdem die stärkste Schachspielerin. Sie konnte insgesamt dreizehnmal die niederländische Einzelmeisterschaft der Frauen gewinnen, der erste Sieg gelang ihr 1997, von 2000 bis 2011 gewann Peng zwölfmal hintereinander. Peng Zhaoqin nahm in den Jahren 2000 und 2001 an den Knock-Out-Schachweltmeisterschaften der FIDE teil. Im ersten Jahr scheiterte sie im Viertelfinale an der Russin Jekaterina Kowalewskaja, im Jahr darauf, ebenfalls in der Runde der letzten Acht, an der Georgierin und Weltmeisterin von 1978 bis 1991 Maia Tschiburdanidse.

Peng Zhaoqin wurde 1989 zur Internationalen Meisterin der Frauen (WIM) ernannt, 1992 zur Großmeisterin der Frauen (WGM), 1995 zum Internationalen Meister (IM) und 2004 – als elfte Frau überhaupt – zum Großmeister (GM). Den GM-Titel erspielte sie sich bei der Europameisterschaft der Frauen in Dresden, als sie wie die Europameisterin Alexandra Kostenjuk 9,5 Punkte aus 12 Partien mit einer Elo-Performance von 2626 erzielte.

Ihre Elo-Zahl beträgt 2392 (Stand: Oktober 2014), damit liegt sie auf Platz 76 der Frauen-Weltrangliste. Die bisher höchste Elo-Zahl hatte sie im April 2002 mit 2472 Punkten.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Peng Zhaoqin nahm von 1988 bis 1994 mit China an allen vier Schacholympiaden der Frauen teil, mit den Niederlanden an allen neun Schacholympiaden der Frauen von 1998 bis 2014.[1][2] Mit der chinesischen Mannschaft erreichte sie 1990, 1992 und 1994 den dritten Platz, in der Einzelwertung gewann sie 1988 am dritten Brett und belegte 1998 am ersten Brett den dritten Platz. Mit der niederländischen Frauenmannschaft nahm sie außerdem an allen sieben Mannschaftseuropameisterschaften von 2001 bis 2013 teil. Sie erreichte 2001 das drittbeste Ergebnis am ersten Brett, 2007 erzielte sie sowohl das beste Ergebnis am Spitzenbrett als auch die beste Elo-Leistung aller Teilnehmerinnen.[3] 1989 nahm sie an der asiatischen Mannschaftsmeisterschaft teil, zu der der chinesische Verband als einziger auch eine Frauenmannschaft nominierte.[4]

Vereine[Bearbeiten]

In der niederländischen Meesterklasse spielte Peng Zhaoqin von 1999 bis 2010 für Rotterdam, seit 2012 spielt sie für En Passant Bunschoten-Spakenburg, mit dem sie 2013 und 2014 die niederländische Mannschaftsmeisterschaft gewann und 2014 am European Club Cup teilnahm[5]. In der deutschen 1. Bundesliga spielte sie in den Saisons 2002/03 und 2008/09 für den SK Turm Emsdetten, in der Frauenbundesliga von 1996 bis 1999 für die Elberfelder Schachgesellschaft 1851, mit der sie 1997, 1998 und 1999 die Meisterschaft gewann und dreimal am European Club Cup der Frauen teilnahm[6], von 2000 bis 2004 für den SK Turm Emsdetten, den Meister 2001. In der französischen Mannschaftsmeisterschaft der Frauen spielte sie von 2002 bis 2004 für Cannes Echecs, mit denen sie 2004 den Titel gewann und 2003 am European Club Cup der Frauen teilnahm[6], in der Saison 2009/10 für L'Echiquier Naujacais. In der belgischen Interclubs spielte sie in der Saison 2008/09 für die zweite Mannschaft von Vliegend Peerd Bredene, in der chinesischen Mannschaftsmeisterschaft 2005 für Shenzhen Shirble, 2009 für Qingdao School.

Privates[Bearbeiten]

Peng Zhaoqin lebt in Rotterdam, sie ist mit einem Niederländer verheiratet und hat einen Sohn.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Peng Zhaoqins Ergebnisse bei Schacholympiaden der Frauen auf olimpbase.org (englisch)
  2. Ergebnisse der niederländischen Mannschaft bei der Schacholympiade der Frauen 2014 auf chess-results.com
  3. Peng Zhaoqins Ergebnisse bei Mannschaftseuropameisterschaften der Frauen auf olimpbase.org (englisch)
  4. Peng Zhaoqins Ergebnisse bei asiatischen Mannschaftsmeisterschaften auf olimpbase.org (englisch)
  5. Peng Zhaoqins Ergebnisse bei European Club Cups auf olimpbase.org (englisch)
  6. a b Peng Zhaoqins Ergebnisse bei European Club Cups der Frauen auf olimpbase.org (englisch)