Queens of the Stone Age

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Queens of the Stone Age
Queensots-logo2.svg
Queens of the Stone Age live bei Belfort
Queens of the Stone Age live bei Belfort
Allgemeine Informationen
Genre(s) Stoner Rock, Hard Rock, Alternative Rock
Gründung 1996
Website www.qotsa.com
Gründungsmitglieder
Josh Homme
Van Conner (1996, 1998)
Victor Indrizzo (1996–1997)
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre
Josh Homme
Gitarre, Keyboard, Gesang, Lap-Steel
Troy Van Leeuwen (seit 2002)
Schlagzeug
Jon Theodore (seit 2013)
Bass, Gesang
Michael Shuman (seit 2007)
Keyboard, Gesang, Gitarre, Perkussion
Dean Fertita (seit 2007)
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug
Matt Cameron (1997)
Gitarre
John McBain (1997–1998)
Bass
Mike Johnson (1997)
Schlagzeug
Alfredo Hernández (1998–1999)
Bass, Gesang
Nick Oliveri (1998–2004)
Gitarre, Lap-Steel, Keyboard
Dave Catching (1998–2000)
Gitarre, Lap-Steel, Keyboard
Mario Lalli (1999)
Schlagzeug, Perkussion
Gene Trautmann (1999–2001)
Schlagzeug, Perkussion
Nick Lucero (2000)
Gitarre, Lap-Steel, Keyboard
Brendon McNichol (2000–2002)
Gesang
Mark Lanegan (2001–2005)
Schlagzeug
Dave Grohl (2002, 2012)
Schlagzeug
Joey Castillo (2002-2012)
Bass
Dan Druff (2005)
Bass, Gitarre, Gesang
Alain Johannes (2005–2007)
Keyboard, Gesang
Natasha Shneider (2005–2006, † 2008)

Queens of the Stone Age ist eine 1996 von Josh Homme gegründete Band aus Palm Desert, Kalifornien, die sich grob der Alternative-Rock- bzw. der Stoner-Rock-Szene zurechnen lässt. Einziges ständiges Bandmitglied ist Josh Homme.

Geschichte[Bearbeiten]

Anfänge und Queens of the Stone Age (1996-1999)[Bearbeiten]

Nachdem sich Kyuss 1995 nach internen Streitigkeiten aufgelöst hatte, spielte Josh Homme als Aushilfsmusiker bei einigen befreundeten Bands (Screaming Trees, Earthlings? und Soundgarden), merkte aber bald, dass er nur mit einer neuen eigenen Band wieder glücklich werden könne. Daher gründete er 1996 mit dem Screaming Trees-Mitglied Van Conner und Session-Schlagzeuger Victor Indrizzo die Band Gamma Ray. Da es aber bereits eine Band mit demselben Namen in Deutschland gab, benannten sie sich in Queens of the Stone Age um. Dieser Name kam von Chris Goss (Masters of Reality, Freund und Produzent der Band), der meinte „god, you sound like the queens of the stone age“. Dies gefiel den Bandmitgliedern so gut, dass sie bei diesem Namen blieben. Als Bassist fungierte Nick Oliveri, der wie Homme bei Kyuss gespielt hatte.

Die ersten Lieder, die sie zusammen spielten, waren noch Überreste der letzten Kyuss-Sessions. Beim Versuch, sich musikalisch von Kyuss abzugrenzen, setzten die Musiker verstärkt auf zähen Rock, kompliziertere Gitarrenriffs und minimalistisches Schlagzeugspiel. Josh Homme bezeichnete den Stil später aufgrund des einfachen Schlagzeugs als „Robot-Rock“, Nick Oliveri aufgrund der teilweise psychedelischen Riffs als „Kokain-Pop“.

1998 erschien das selbstbetitelte, auf 3000 Kopien beschränkte Debütalbum, auf dem Homme Gitarre und Bass alleine einspielte, da Oliveri gerade mit seinem Nebenprojekt Mondo Generator beschäftigt war. Das Album wurde von Presse und Fans begeistert aufgenommen, was den Queens of the Stone Age eine zweijährige Tournee rund um die Welt ermöglichte.

Rated R und Songs for the Deaf (2000-2004)[Bearbeiten]

Im Jahre 2000 erschien das zweite Album Rated R mit der äußerst erfolgreichen Single Feel Good Hit of the Summer (in Kooperation mit Rob Halford von Judas Priest), deren Text ausschließlich aus einer Aufzählung von Drogen besteht.

Noch 2001 begann die Band, verstärkt durch Mark Lanegan am Mikrofon, ihr nächstes Album Songs for the Deaf einzuspielen, welches 2002, inzwischen mit Dave Grohl (Foo Fighters und ehemals Nirvana) am Schlagzeug, veröffentlicht wurde. Das mittlerweile dritte Album und die erste Single No One Knows wurden weltweit, sowohl von den Fans als auch von der Musikpresse, begeistert aufgenommen. Grohl verließ die Band allerdings unmittelbar nach dem Ende der Aufnahmen und dem Dreh für das erste Video wieder.

Dean Fertita mit Queens of the Stone Age beim Eurockéennes de Belfort 2011

Am 11. und 12. Februar 2004 wurde bekannt, dass sich Nick Oliveri „nach mehreren Vorfällen in den letzten 18 Monaten, nach denen keine Zusammenarbeit der beiden Hauptmitglieder mehr möglich sei“ (Management der Band) von den Queens of the Stone Age getrennt hat. Einige Zeit später gab Homme in einem Interview bekannt, er habe Oliveri aus der Band geworfen, weil ihm Gerüchte zu Ohren gekommen waren, dass der Bassist gegenüber seiner (Olivieris) Frau regelmäßig handgreiflich geworden sei, was Olivieri nicht habe entkräften können.

Lullabies to Paralyze und Era Vulgaris (2005-2010)[Bearbeiten]

Im März 2005 versöhnten sich Josh Homme und Nick Oliveri zwar, gingen aber musikalisch weiterhin getrennte Wege. Auch Mark Lanegan hatte die Band zwischenzeitlich verlassen, um sich wieder verstärkt um seine Solokarriere zu kümmern, war jedoch auch auf dem Album Lullabies to Paralyze, welches im März 2005 in die Läden kam, noch auf einigen Titeln zu hören. Auch auf dem Album Era Vulgaris, erschienen am 8. Juni 2007, setzte die Band die Tradition der vielen Gastauftritte fort und arbeitete mit Mark Lanegan, Trent Reznor von den Nine Inch Nails und Julian Casablancas von The Strokes zusammen.

Das bereits im Jahre 2000 herausgebrachte Album Rated R wurde am 6. August 2010 als Doppel-CD wiederveröffentlicht. Das Re-Release enthält neben dem regulären Album auch eine zweite CD, auf der sich B-Seiten und Live-Aufnahmen befinden.[1][2][3]

Am 7. März 2011 wurde das selbstbetitelte Album als remasterte Version inklusive dreier Bonus-Tracks wiederveröffentlicht.[4]

...Like Clockwork (ab 2011)[Bearbeiten]

Im Dezember 2011 gab der Leadsänger Josh Homme bekannt, dass sie aktiv an einem Studioalbum arbeiteten und dieses "im frühen 2012" veröffentlichen würden.[5] Später wurde diese Angabe genauer spezifiziert, das Album sollte im Juni erscheinen.[6]

Am 6. November 2012 wurde bekannt, dass Joey Castillo die Band verlassen hatte und dass sein Vorgänger Dave Grohl wie bereits 2002 als Studio-Schlagzeuger fungieren würde, touren sollte jedoch Jon Theodore, Mitglied der Bands Life Couch, One Day as a Lion sowie ehemals The Mars Volta.[7] Außerdem sollten unter anderem Trent Reznor und Elton John auf dem Album mitwirken.[8] …Like Clockwork erschien schließlich am 31. Mai 2013.[9]

Diskografie[Bearbeiten]

Die Queens (Homme, Fertita, Shuman) live im Jahr 2007

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[10] Anmerkung
DE AT CH UK US
1998 Queens of the Stone Age 75 80 48 122 Wiederveröffentlichung 2011
2000 Rated R 72 54 erschien als Vinylversion unter dem Titel Rated X; Wiederveröffentlichung 2010 als Doppel-CD
2002 Songs for the Deaf 9 19 20 4 17
2005 Lullabies to Paralyze 8 5 4 4 5
2007 Era Vulgaris 5 4 4 7 14
2013 …Like Clockwork 7 3 2 2 1

Live-Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[10] Anmerkung
DE AT CH UK US
2005 Over the Years and Through the Woods 100 186

EPs[Bearbeiten]

Jahr Titel Anmerkung
1997 Kyuss/Queens of the Stone Age Split mit Kyuss
1998 The Split CD Split mit Beaver
2004 Stone Age Complication

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[10] Album Anmerkung
DE AT CH UK US
1996 If Only Everything Kyuss/Queens of the Stone Age noch unter dem Namen Gamma Ray
1998 If Only Queens of the Stone Age Promo
1998 I Was a Teenage Hand Model Queens of the Stone Age Promo
2000 The Lost Art of Keeping a Secret 31 Rated R
2000 Feel Good Hit of the Summer Rated R
2000 Never Say Never Promo, Romeo-Void-Cover
2001 Monsters in the Parasol Rated R Promo
2002 No One Knows 15 51 Songs for the Deaf
2003 Go with the Flow 21 Songs for the Deaf
2003 First It Giveth 33 Songs for the Deaf
2005 Little Sister 65 18 88 Lullabies to Paralyze
2005 In My Head 44 Lullabies to Paralyze
2005 Everybody Knows That You Are Insane Lullabies to Paralyze Promo
2005 The Fun Machine Took a Shit and Died 7″-Vinyl als Geschenk für Kartenbesitzer der mehrfach abgesagten London-Konzerte
2006 Burn the Witch Lullabies to Paralyze
2007 The Fun Machine Took a Shit and Died Era Vulgaris (Limited Tour Edition) Promo, neu aufgenommene Version als
Gratis-Single zum Era-Vulgaris-Vorverkauf
2007 Sick, Sick, Sick 77 65 Era Vulgaris
2007 3’s & 7’s 19 Era Vulgaris
2007 Make It wit Chu 90 Era Vulgaris
2011 How to Handle a Rope
(A Lesson in the Lariat)
Queens of the Stone Age 7″-Vinyl, limitiert auf 1000
2011 My God Is the Sun ...Like Clockwork
2011 I Sat by the Ocean ...Like Clockwork

DVDs[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. universal-music.de: Queens Of The Stone Age: Rated R - Deluxe Edition
  2. qotsa.com: RATED R REISSUED IN TWO-CD DELUXE EDITION WITH B-SIDES AND READING FESTIVAL CONCERT
  3. nme.com: Queens Of The Stone Age announce 'Rated R' reissue release date
  4. Domino Record Co. Domino and Rekords Rekords join forces
  5. http://www.nme.com/news/queens-of-the-stone-age/60908
  6. Queens Of The Stone Age - Neues Album im Juni. visions.de. Abgerufen am 23. März 2013.
  7. News: Queens Of The Stone Age - Schlagzeugposten besetzt. visions.de. 28. März 2013. Abgerufen am 28. März 2013.
  8. Visions 240 S. 12
  9. http://www.qotsa.com
  10. a b c Chartquellen: DE AT CH UK US

Literatur[Bearbeiten]

  • McIver, Joel: No One Knows - Die Story der Queens of the Stone Age, Bosworth Music 2006, ISBN 978-3-86543-219-3

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Queens of the Stone Age – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien