Röslau

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Gemeinde. Zum gleichnamigen Fluss, siehe Röslau (Fluss).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Röslau
Röslau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Röslau hervorgehoben
50.08472222222211.973888888889571Koordinaten: 50° 5′ N, 11° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Wunsiedel im Fichtelgebirge
Höhe: 571 m ü. NHN
Fläche: 29,83 km²
Einwohner: 2197 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner je km²
Postleitzahl: 95195
Vorwahl: 09238
Kfz-Kennzeichen: WUN, MAK, REH, SEL
Gemeindeschlüssel: 09 4 79 145
Gemeindegliederung: 11 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 1
95195 Röslau
Webpräsenz: www.roeslau.de
Bürgermeister: Torsten Gebhardt (SPD)
Lage der Gemeinde Röslau im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge
Martinlamitzer Forst-Süd Meierhöfer Seite Weißenstadter Forst-Süd Weißenstadter Forst-Nord Tröstauer Forst-West Tröstauer Forst-Ost Selb Neubauer Forst-Süd Kaiserhammer Forst-Ost Vordorfer Forst Selb Selb Hohenberg an der Eger Hohenberg an der Eger Marktleuthen Thierstein (Fichtelgebirge) Selb Selb Wunsiedel Weißenstadt Tröstau Thiersheim Schönwald (Bayern) Schirnding Röslau Marktredwitz Kirchenlamitz Hohenberg an der Eger Höchstädt im Fichtelgebirge Arzberg (Oberfranken) Bad Alexandersbad Nagel (Fichtelgebirge) Tschechien Landkreis Tirschenreuth Landkreis Bayreuth Landkreis Hof Kaiserhammer Forst-OstKarte
Über dieses Bild

Röslau ist eine Gemeinde an der Porzellanstraße im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Regierungsbezirk Oberfranken).

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Röslau liegt auf 569 m ü. NN im Tal der Eger an der Kreuzung der Staatsstraßen 2177 und 2180 und ist geografischer Mittelpunkt des Fichtelgebirges[2].

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Röslau ist in elf Ortsteile eingeteilt[3]:

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort Rößlein wurde erstmals 1398 im Lehensbuch des Nürnberger Burggrafen Johann III. genannt. 1419 wurde Heinz von Lüchau mit dem Herrensitz belehnt. 1467 kam der Ort an die Herren von Reitzenstein; 1488 ging das Lehen an Wilhelm von Schirnding, der in der Folge den größten Teil von Röslau als Lehen besaß.

1651 wurde das Lehen Oberröslau Philipp von Waldenfels zugesprochen. 1754 erfolgte eine Teilung des Rittergutes Oberröslau, und Mitte des 19. Jahrhunderts kam es in bürgerlichen Besitz.

1826 entstand der Ort Ludwigsfeld, der im Jahre 1925 nach Oberröslau eingemeindet wurde.[4] Durch den Bau der Fichtelgebirgsbahn 1875–1877 siedelten sich bedeutende Industrien an. Von 1907 bis 2000 lag hier der Stammsitz des Porzellanherstellers Gebr. Winterling.

Im Jahr 1963 wurde der Name der Gemeinde Grün amtlich in Unterröslau geändert.[4]

Die 600 Jahre alte Gemeinde Dürnberg wurde 1956 nach Oberröslau eingemeindet. Am 1. Januar 1966 erfolgte die freiwillige Zusammenlegung der Gemeinden Oberröslau und Unterröslau.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1978 wurden Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Neudes eingegliedert.[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Evangelische Pfarrkirche, baugeschichtlich interessant, Kanzelaltar um 1700
  • Zwölfgipfelblick im Norden des Ortsteiles Oberröslau, zentraler Punkt mit Rundblick über das gesamte Fichtelgebirge (zwölf Gipfel)[6]
  • Thusfall, 28 Meter hoher Wasserfall der Eger im Thus, nur zum Thusfest zu Pfingsten zu besichtigen (siehe auch: Wasserfälle in Deutschland)
  • Naturlehrpfad Eine Landschaft mit Gebrauchsspuren
  • Einhornbrunnen, 1995 von dem Bildhauer Wolfgang Stefan geschaffen.
  • Eine Grabstätte mit Gedenkstein auf dem Friedhof erinnert an vier KZ-Opfer, die in der NS-Diktatur umkamen.[7]

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Röslau

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Torsten Gebhardt (SPD), der sich bei der Wahl am 27. November 2011 gegen zwei Gegenkandidaten durchsetzte. Sein Vorgänger war Gerald Schade (CSU).

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat (Wahlperiode 2008/14) von Röslau hat 15 Mitglieder einschließlich des Bürgermeisters.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Röslau ist Sitz der Stahl- und Drahtwerk Röslau GmbH, eines Herstellers von Federstahldraht und Marktführer von Musiksaiten für Flügel und Klaviere.[8]

Wappen[Bearbeiten]

Seit 1967 führt Röslau dasselbe Wappen, das Oberröslau damals im Jahre 1928 erhielt. Die Blasonierung des Wappens lautet: In Blau auf goldenem Dreiberg ein steigendes silbernes Einhorn. Die ehemalige Herrschaft der Herren von Waldenfels wird durch das Einhorn symbolisiert, der Dreiberg verweist auf die Lage im Fichtelgebirge.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Röslau befindet sich an der Bahnstrecke Regensburg–Oberkotzau.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Dietmar Herrmann: Lexikon Fichtelgebirge Ackermannverlag Hof 2000, Seite 553.
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111206/191532&attr=OBJ&val=1306
  4. a b  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 598.
  5.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 700.
  6. Zwölfgipfelblick: http://bayern-fichtelgebirge.de/hochebene/6.htm?6
  7. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 190.
  8. http://www.pianos.de/de/mitglieder/index.php?id=31

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Röslau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien