Weißenstadt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Weißenstadt
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Weißenstadt hervorgehoben
Koordinaten: 50° 6′ N, 11° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Wunsiedel im Fichtelgebirge
Höhe: 630 m ü. NN
Fläche: 42,23 km²
Einwohner: 3434 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 81 Einwohner je km²
Postleitzahl: 95163
Vorwahl: 09253
Kfz-Kennzeichen: WUN
Gemeindeschlüssel: 09 4 79 166
Adresse der Stadtverwaltung: Kirchplatz 1
95163 Weißenstadt
Webpräsenz:
Bürgermeister: Frank Dreyer (SPD)

Weißenstadt ist eine Stadt im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Regierungsbezirk Oberfranken).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Die Stadt liegt eingebettet im Tal der Eger zwischen Waldstein, Rudolfstein und Höllpass auf der Hochebene des Fichtelgebirges.

[Bearbeiten] Stadtgliederung

Zur Stadt Weißenstadt gehören folgende Ortsteile:

  • Birk
  • Franken
  • Frohnlohe
  • Grub
  • Grubbach
  • Hühnerhöfen
  • Lehsten
  • Meierhof
  • Neuenhammer
  • Ruppertsgrün
  • Schönlind
  • Torfmoorhölle
  • Voitsumra
  • Weiherhöfen
  • Weißenhaid
  • Weißenhaider Mühle
  • Weißenstadt
  • Ziegelhütte bei Lehsten

[Bearbeiten] Geschichte

Weißenstadt im September 2005
Weißenstadt im September 2005

Der Ort erscheint erstmals urkundlich 1299 als Weißenkirchen (lat.: alba Ecclesia) und gehörte zum Herrschaftsbereich der nahegelegenen Burg Rudolfstein (Fichtelgebirge). Diese wird erstmals 1317 erstmals erwähnt und befand sich damals im Besitz der Herren von Hirschberg, die sie von den Grafen von Henneberg zu Lehen erhalten hatten. Die Henneberger hatten das Gebiet um den Rudolfstein aus dem Erbe der Andechs-Meranier übernommen. Nicht lange danach befand sich der Rudolfstein und damit auch der zu seinen Füßen gelegene Ort Weißenkirchen in der Herrschaft des Klosters Waldsassen, das diesen Besitz 1347 an die Burggrafen Johann II. und Albrecht den Schönen von Nürnberg weiterveräußerte. Diese erhoben den Ort wenig später zur Stadt, denn 1368 wurde die Siedlung erstmals Weißenstadt genannt. In der Folge erlangte Weißenstadt große Bedeutung durch den in seiner Umgebung betriebenen Zinnbergbau und die Zinnverarbeitung. Schon im 14. Jahrhundert bestand hier ein eigenes Zinnergericht. Das 1398 durch Burggraf Johann III. von Nürnberg in Weißenstadt eingesetzte Zeidelgericht weist auf die hier ebenfalls umfangreiche Waldbienenzucht hin. Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert wurden in Weißenstadt auch Bergkristalle bergmännisch gefördert, die z. B. beim Bau des Neuen Schlosses in der Bayreuther Eremitage verwendet wurden. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts verließen die Hirschberger, die seit dem Verkauf des Rudolfsteins an die Nürnberger Burggrafen als hohenzollerische Amtmänner fungiert hatten, die klimatisch ungünstig gelegene Höhenburg Rudolfstein und verlegten ihren Amtssitz nach Weißenstadt, wo sie zwei Edelsitze besaßen. Diese Schlösser fielen dem großen Stadtbrand von 1823 zum Opfer; heute sind keine Reste mehr davon zu sehen. Mit der Verwaltungsreform 1613 wurden die Stellen der adeligen Amtmänner im Sechsämterland abgeschafft; Weißenstadt wurde Sitz eines markgräflichen Richteramtes. Neben Wunsiedel war Weißenstadt die einzige Stadt im Sechsämterland, die über eine Stadtmauer verfügte. 1899 bekam Weißenstadt auch einen Eisenbahnanschluss. Eine 1993 stillgelegte Stichbahn verband die Stadt bei Kirchenlamitz-Ost (Niederlamitz) mit der Bahnstrecke Hof–Regensburg.

[Bearbeiten] Politik

Der Stadtrat hat 16 Mitglieder:

Wahlperiode 2008-2014

Wahlperiode 2002-2008


[Bearbeiten] Berühmte Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Osterbrunnen in Weißenstadt
Osterbrunnen in Weißenstadt
  • Die evangelische Stadtpfarrkirche wurde unter Verwendung der alten Außenmauern nach dem Brand von 1823 wieder aufgebaut
  • Die Gottesackerkirche hat sich ihre reiche Ausstattung aus dem 17. Jahrhundert bis heute bewahrt.
  • Im Kurpark präsentieren sich die Ruinen der Steinschleiferei Erhard Ackermanns.
  • Die für das Fichtelgebirge früher typischen Scheunenreihen an den Ortseinfallsstraßen sind in Weißenstadt noch weitgehend erhalten. In einer davon ist eine Info-Stelle des Naturparks Fichtelgebirge über den Fluss und das Biotop Eger untergebracht.
  • Die Burgruinen und Naturdenkmäler Rudolfstein und Waldstein

[Bearbeiten] Naherholung

Weißenstadt im Januar 2005
Weißenstadt im Januar 2005

Der 50 ha große Weißenstädter See liegt am Rand der Stadt. Er ist von allen Seiten zugänglich und bietet sehr viele Freizeitmöglichkeiten wie zum Beispiel ein Beachvolleyball- und ein Basketballfeld, weiter hat man die Möglichkeit, einige Wassersportarten zu betreiben. Der 4,2 Kilometer lange, geteerte Seeweg eignet sich sehr gut zum Inlineskaten oder einfach zum Spazierengehen. Der Kurpark und die schöne Landschaft um den See laden zur Entspannung und Erholung ein. Am Südwestufer des Sees wurde am 18. August 2007 ein Radon-Kur- und Erholungshotel eröffnet.

Weißenstadt ist auch ein sehr guter Ausgangspunkt für Wander- und Radtouren in unterschiedlichsten Schwierigkeitsstufen. Zum Beispiel ist der Schneeberg mit 1053 m Höhe gleich in der Nähe, außerdem liegen die Quellen von Eger, Saale, Main und Naab im Fichtelgebirge.

Außerdem gibt es in der Nähe viele Ausflugsziele, die leicht mit dem Auto zu erreichen sind. Hier wäre zum Beispiel das Deutsche Porzellanmuseum in Hohenberg oder die Luisenburg in Wunsiedel zu nennen.

[Bearbeiten] Literatur

  • Georg Krauss: Weissenstädter Heimatbuch. Weiden 1984
  • Harald Stark: Über die Verfassung und Rechte der Stadt Weißenstadt in früherer Zeit, in: Weißenstadter Hefte 5/1988, S. 66–73; 6/1988, S. 46–54
  • Harald Stark: Weißenstadt und die Herren von Hirschberg, in: Weißenstadter Hefte 5/1988, S. 50-56

[Bearbeiten] Weblinks

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