Sør-Varanger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Karte
Wappen der Kommune Sør-Varanger
Sør-Varanger (Norwegen)
Sør-Varanger
Sør-Varanger
Basisdaten
Kommunennummer: 2030 (auf Statistik Norwegen)
Provinz (fylke): Finnmark
Verwaltungssitz: Kirkenes
Koordinaten: 69° 30′ N, 29° 44′ O69.50055555555629.727222222222Koordinaten: 69° 30′ N, 29° 44′ O
Fläche: 3.968 km²
Einwohner:

10.014 (31. Mär. 2013)[1]

Bevölkerungsdichte: 3 Einwohner je km²
Sprachform: Bokmål
Webpräsenz:
Politik
Bürgermeister: Cecilie Hansen (Sp) (2011)
Lage in der Provinz Finnmark
Lage der Kommune in der Provinz Finnmark

Sør-Varanger oder Syd-Varanger (deutsch Süd-Varanger) ist eine an Russland grenzende norwegische Kommune im Fylke Finnmark.

Die Nachbarkommunen sind Nesseby im Westen, Petschenga (Russland) im Osten und Inari (Finnland) im Südwesten. In Sør-Varanger leben 10.014 Menschen (Stand 31. März 2013) auf einem Gebiet von etwa 3.968 km². Der Verwaltungssitz und größte Ort ist die Stadt Kirkenes.

Die Gemeindeteile[Bearbeiten]

Die Kommune Sør-Varanger besteht aus den Orten Kirkenes, Bjørnevatn, Storskog, Grense Jakobselv, Pasviktal, Bugøynes und Neiden.

Kirkenes[Bearbeiten]

Kirkenes ist mit etwa 4900 Einwohnern der größte Ort in der Kommune Sør-Varanger. In der Stadt Kirkenes steht das Sør-Varanger Museum - Grenzlandmuseum als Hauptmuseum der Kommune. Weiter befindet sich im Ort die Andergrotte, ein Luftschutzraum als Museum und das Saviomuseum, das Museum des samischen Künstlers Savio.

Bjørnevatn[Bearbeiten]

Bjørnevatan ist zusammen mit dem Bergbaubetrieb AS Sydvaranger entstanden und wird auch „Grubenstadt“ genannt. Der Ort hat 1500 Einwohner. Den Ort prägen lange Abraumhalden. Hier befindet sich ein Tunnel, in dem am Ende des Zweiten Weltkrieges etwa 2500 Menschen Schutz gefunden haben. Die Grubenanlagen wurden 1996 geschlossen und 2009 wieder eröffnet. Zur Abfuhr des Eisenerzes ist Bjørnevatan mit dem Hafen von Kirkenes durch die Bahnstrecke Kirkenes–Bjørnevatn verbunden.

Storskog[Bearbeiten]

Der Grenzübergang

Hier in Storskog befindet sich der einzige offizielle Grenzübergang zwischen Russland und Norwegen.

Grense Jakobselv[Bearbeiten]

Der Ort Grense Jakobselv liegt etwa 60 km östlich von Kirkenes. Der Ort liegt am gleichnamigen Fluss Grense Jakobselv. Hier können Lachse geangelt werden, allerdings erhalten nur 30 Norweger im Jahr einen Angelschein. 1869 wurde die König Oscar II.-Kapelle als Grenzmarkierung zu Russland errichtet. Weiter zu sehen ist das Priesterhaus aus dem Jahr 1867 und Reste von alten Häusern. Zurzeit wohnt niemand in dem Ort.

Pasviktal[Bearbeiten]

Das Pasviktal liegt im Süden von Kirkenes und erstreckt sich über etwa 100 km. Der Fluss Pasvik bildet die Grenze zu Russland. Es ist der zweitgrößte Fluss Norwegens, der Fluss ist ein Abfluss des Inarisee. Touristisch ist der Ort gut erschlossen, so befinden sich mehrere Teile des Sør-Varanger Museum im Ort. Hier liegt der Øvre-Pasvik-Nationalpark, ein Ausläufer der sibirischen Taiga. Im Nationalpark befindet sich das Dreiländereck Treriksroya.

Bugøynes[Bearbeiten]

Der Ort Bugøynes befindet sich etwa 100 km nordwestlich von Kirkenes. In dem früheren Fischerort wohnen 300 Einwohner meistens finnischer Abstammung. Der Ort ist im Zweiten Weltkrieg nicht abgebrannt, so dass die finnische Bauart der Häuser aus dem 19. Jahrhundert erhalten geblieben ist. Auch in Bugøynes gibt es Teile des Sør-Varanger Museum zu sehen, so eine restaurierte Kaianlage und ein Kaufmannshaus aus dem Jahr 1850. In dem Gewässer am Ort wird die Königskrabbe gefangen.

Neiden[Bearbeiten]

Der Skoltefossen an der E 6

Neiden liegt an der Europastraße 6 westlich von Kirkenes. Die Entfernung zur finnischen Grenze beträgt zehn Kilometer. Der Ort ist ein Zentrum der skoltsamischen Kultur. Der Fluss Neidenelv mit dem Wasserfall Skoltefossen ist lachsreich. Sehenswert im Ort ist die russisch-orthodoxe St.-Georgs-Kapelle, welche 1565 erbaut worden sein soll.

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung: In Gold und Rot mit rechtsschräger großer Flammenteilung.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistics Norway – Population and quarterly changes, Q1 2013

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sør-Varanger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien