Vadsø

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Wappen Karte
Wappen der Kommune Vadsø
Vadsø (Norwegen)
Vadsø
Vadsø
Basisdaten
Kommunennummer: 2003 (auf Statistik Norwegen)
Provinz (fylke): Finnmark
Koordinaten: 70° 4′ N, 29° 46′ O70.07111111111129.768888888889Koordinaten: 70° 4′ N, 29° 46′ O
Fläche: 1.258 km²
Einwohner:

6183 (31. Mär. 2013)[1]

Bevölkerungsdichte: 5 Einwohner je km²
Sprachform: Bokmål
Webpräsenz:
Politik
Bürgermeister: Svein Dragnes (Ap) (2007)
Lage in der Provinz Finnmark
Lage der Kommune in der Provinz Finnmark

'?/i (samisch Čáhcesuolu, kvenisch: Vesisaari, Вадсё) ist eine Stadt und eine Kommune in Nord-Norwegen. Die Stadt ist, obwohl nach Alta, Hammerfest (und Sør-Varanger) nur die drittgrößte Stadt, Hauptstadt der norwegischen Provinz (Fylke) Finnmark.

Lage und Fakten[Bearbeiten]

Die Stadt liegt im nordöstlichen Teil von Norwegen in der Nähe von Kirkenes am Varangerfjord. Die geografische Lage ist 29°46'8" O, 70°4'16" N. Vadsø hat 6183 Einwohner (Stand 31. März 2013).

Vadsø war im April 2006 Austragungsort der Snowkite Weltmeisterschaften.

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung: In Rot ein silberner Rentierkopf mit gleichgefärbten Geweih.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort Vadsø wurde im 15. Jahrhundert von Fischern zuerst auf der Insel und ab dem 17. Jahrhundert auf dem Festland besiedelt. Die in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in der Finnmark durchgeführten Hexenprozesse führten auch in Vadsø zum Tod zahlreicher Frauen. Der Ort entwickelte sich zu einem Handels- und Verwaltungsort und erhielt im Jahre 1833 Stadtrechte.

Im 19. Jahrhundert hat es eine große Einwanderungswelle aus Finnland gegeben. Im Jahr 1875 waren 2/3 der Einwohner finnischsprachig. Auch heute wird deswegen an den Schulen noch Finnisch gelehrt.

In Vadsø legten die Luftschiffe Norge (Amundsen, Ellsworth, Nobile 1926) und Italia (Nobile 1928) jeweils einen Zwischenstopp ein, bevor sie von Ny-Ålesund aus zum Nordpol starteten. Der Ankermast ist bis heute erhalten.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Vadsø von den deutschen Besatzern zur Festung ausgebaut. Diese war ein Hauptstützpunkt für den 'Unterabschnitt Nord-Varanger'. Auf der unmittelbar vor der Stadt liegenden Insel Store Vadsøya wurden Geschützstellungen und Bunker errichtet, die noch heute als Ruinen erhalten sind. Die Insel wurde in dieser Zeit erstmals über eine Holzbrücke mit dem Festland verbunden. Bei Kämpfen mit den Alliierten wurde Vadsø fast vollständig zerstört. Nur wenige Häuser blieben erhalten. Eines davon beherbergt heute das Museum.

Im Jahr 1977 wurde das Einwanderungsdenkmal von Präsident Urho Kekkonen (Finnland), König Olav V. (Norwegen) und König Carl Gustav (Schweden) eingeweiht.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Haupterwerbszweige sind der Fischfang, die Verwaltung, das Baugewerbe sowie das Dienstleistungsgewerbe.

Verkehr[Bearbeiten]

Vadsø ist die vorletzte Anlegestelle der Hurtigruten in Richtung Norden.

Vom 3,7 km in östlicher Richtung liegenden Flughafen Vadsø starten regelmäßig Maschinen nach Alta, Berlevåg, Båtsfjord, Hammerfest, Hasvik, Honningsvåg, Kirkenes, Mehamn, Sørkjosen, Tromsø und Vardø.

Ab Oslo erreicht man Vadsø über die Europastraße 6 bis Varangerbotn, oder via Finnland über die Europastraße 75, welche durch Vadsø führt.

Vadsø kann über mehrere Buslinien erreicht werden, die von Veolia Transport betrieben werden:

Namensgebung[Bearbeiten]

Der urnordische Name lautete Vatnsøy, der erste Teil ist der Genitiv von vatn (Wasser) und der zweite Teil kommt von øy (Insel). Der Name bedeutet 'Insel mit Trinkwasser'.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Partnerstädte[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vadsø – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistics Norway – Population and quarterly changes, Q1 2013