s.Oliver

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s.Oliver Bernd Freier GmbH & Co. KG
S.Oliver.svg
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1969
Sitz Rottendorf DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung Bernd Freier
Mitarbeiter weltweit 7.872, Deutschland 5.292[1]
Umsatz 1,54 Mrd. € (2012)
Branche Textil
Website soliver.com
S.Oliver - Laden in München

s.Oliver (vollständig: s.Oliver Bernd Freier GmbH & Co. KG) ist ein deutscher Bekleidungshersteller und Handelskettenbetreiber mit Sitz im unterfränkischen Rottendorf, der 1969 gegründet wurde. Der Umsatz betrug 2012 ungefähr 1,54 Milliarden Euro.[2]

Gliederung[Bearbeiten]

Die Unternehmenszentrale befindet sich in Rottendorf im Landkreis Würzburg. Dort finden sich neben der Unternehmensleitung die Abteilungen Design, Personal, Marketing, Vertrieb und Logistik. In Rottendorf arbeiten etwa 1.800 Mitarbeiter. Auf dem Firmengelände gibt es 70.900 m² Lagerfläche.

Insgesamt betreibt das Unternehmen 262 eigene Läden, 332 Läden mit Partnern, außerdem 2.724 sogenannte „Shops“ mit 3.394 Teilflächen innerhalb anderer Geschäfte wie etwa Kaufhäusern. s.Oliver-Produkte werden in gut 20 Ländern angeboten, z. B. in Österreich, Schweiz, Niederlande, Belgien, Polen, Kroatien, Italien und Indien.[3]

Das Unternehmen produziert in Asien und Europa. In Asien wird von Hongkong aus organisiert; Produktionsstätten gibt es in China (Hongkong, Hangzhou), Indien (Chennai), Indonesien (Bogor) und der Türkei (Istanbul). Weltweit verfügt das Unternehmen über mehr als 7.000 Mitarbeiter.

Geschichte[Bearbeiten]

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Das erste Einzelhandelsgeschäft „Sir Oliver“ in Würzburg wurde 1969 eröffnet.[4] Aufgrund von Rechtsstreitigkeiten wurde neun Jahre nach der Gründung, 1978, Sir Oliver in s.Oliver umbenannt. 1979 wurde die Marke s.Oliver beim deutschen Patent- und Markenamt in München eingetragen. Seit 1987 wird die Marke KNOCKOUT verkauft. Die Chaloc Textilhandels GmbH wurde 1993 gegründet und im gleichen Jahr war Start der Handelsmark Chaloc. Im nächsten Jahr wurde die Q.S. Textilhandels gegründet, sowie die Marke QS in den Verkauf aufgenommen.

  • 2001: Übernahme der Marke comma
  • 2004: Start des s.Oliver-Online-Shops
  • 2006: Kollektion „Anastacia by s.Oliver“
  • 2008: Eröffnung und Einweihung des neuen s.Oliver-Gebäudes in Rottendorf sowie des eigenen Betriebskindergartens „s.Oliver Mini Club“ am Firmenstandort[5]
  • 2009: Feier des 40-jährigen Jubiläums.[6] Start der Marke „TRIANGLE by s.Oliver“ für große Größen [7] s.Oliver wird zum "freundlichsten Arbeitgeber Mainfrankens" gekürt;[8]
  • 2010: Neustart des Onlineshops auf Basis von Demandware
  • 2011: Eröffnung der ersten s.Oliver Stores in Schweden und Finnland.[9]
  • 2011: Investor bei Liebeskind Berlin
  • 2012: launch der Kampagne „Festival of Colors“[1]

Produkte[Bearbeiten]

s.Oliver gliedert sein Sortiment in drei Segmente (Lifestylewelten genannt), die auf unterschiedliche Käufertypen abzielen.

  • s.Oliver Casual – Freizeitkleidung; das größte Segment
  • QS by s.Oliver – Jugendmode
  • Sir Oliver - konservative stilvolle Mode, ersetzt künftig SELECTION by s.Oliver [10]

Neben diesen drei Hauptelementen bietet s.Oliver noch weitere Produktlinien wie s.Oliver Bodywear (Tag- und Nachtwäsche sowie Badebekleidung), s.Oliver Junior (Kleidung für Babys und Kinder), TRIANGLE by s.Oliver (Kleidung in Übergrößen) sowie s.Oliver AccessOries (Taschen, Gürtel und Lederwaren). Zusammen mit unterschiedlichen Lizenzpartnern vertreibt das Unternehmen zudem zwölf Lizenzlinien, u. a. s.Oliver Shoes (Schuhe), s.Oliver Eyewear (Brillen), s.Oliver Time (Uhren), s.Oliver Jewel (Schmuck), s.Oliver Home, s.Oliver Fragrances (Parfüme), s.Oliver Umbrellas (Schirme), s.Oliver Garden sowie s.Oliver Baby. Die s.Oliver-Duftkollektion (s.Oliver Fragrances) wird in Lizenz bei Mäurer & Wirtz hergestellt.

Kritik[Bearbeiten]

Der Konzern kam im August 2010 in die Kritik, als die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) berichtete, dass den Mitarbeitern in den Filialen ein Stundenlohn von teilweise nur 6,50 € brutto (5,22 € netto) gezahlt werde.[11] Ein geregeltes Einkommen gäbe es nicht, da die Angestellten nach Arbeitsaufkommen und damit auf Abruf eingesetzt würden. Je nach Berufserfahrung läge der Stundenlohn für Mitarbeiter im Einzelhandel zwischen 6,50 € und 10,00 € (brutto).

Einen Betriebsrat gibt es nicht, trotz der inzwischen über 2000 Mitarbeiter.

Sportsponsoring, Werbe-Kooperationen und Sozialsponsoring[Bearbeiten]

Auch s.Oliver nutzt den Bekanntheitsgrad prominenter Musiker, Sportler und Sport-Mannschaften, um selbst bekannter zu werden bzw. um Präsenz zu zeigen. Darüber hinaus engagiert sich das Unternehmen bei wohltätigen Aktionen, um öffentlich in Erscheinung zu treten.

Sportsponsoring[Bearbeiten]

Seit den 1990er Jahren engagiert sich s.Oliver im Sportsponsoring. Unter Vertrag waren oder sind Ivan Lendl (Tennis, 1990er Jahre), Dirk Nowitzki (Basketball, 1990er Jahre), Borussia Dortmund (Fußball, 1997–1999), Ralf Schumacher (Formel 1), Timo Scheider (Formel 3, 1999–),[12] Lech Posen (Fußball, 2010–),[13] S.Oliver Baskets (eig. Würzburg Baskets, Basketball, 2010–),[14] FC Bayern München (Fußball, 2011–2014)[15]

Werbe-Kooperation mit Musikern[Bearbeiten]

Neben dem Sportsponsoring wählt s.Oliver auch Werbepartner aus der Musikbranche, z. B. Dieter Bohlen (Musiker, 2003),[16] Anastacia (Sängerin, 2006) oder David Garrett (Geiger, 2009).

Sozialsponsoring[Bearbeiten]

Das Unternehmen s.Oliver betreibt regelmäßig Sozialsponsoring, d.h. es werden Geld und Sachen gespendet für bestimmte Zwecke.

In der Vergangenheit engagierte sich s.Oliver für Special Olympics Deutschland e.V. (offizieller Partner, seit 1998, Geld und Bekleidung),[17] Opfern der Flutkatastrophe in Südindien nach dem Erdbeben im Indischen Ozean 2004 (Geld), das jährliche Africa Festival in Würzburg (Geld), den Kampf gegen Aids in Südafrika 2005 (Verhütungsmittel),[18] Opfer des Zyklons Nargis aus Bangladesch 2008 (Geld, über die Diakonie-Katastrophenhilfe), Cotton made in Africa (2008),[19] Erdbebenopfer nach dem Erdbeben in Haiti 2010 (Geld, zusammen mit David Garrett),[20] ein Berufsbildungsprojekt namens “Work2Learn Advanced” zur Unterstützung benachteiligter Arbeitskräfte in Bangladesch 2011 (Gründung zusammen mit der Kinderrechtsorganisation Save the Children)[21], Schlaganfall-Opfer (Geld), den Verein „Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V.“ (Geld) und das Togo-Projekt der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) (Geld).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Das deutsche Modeunternehmen S.Oliver Abgerufen am 28. Januar 2013.
  2. s.Oliver Group erneut mit sattem Umsatzplus
  3. Informationen zum Unternehmen
  4. s.Oliver History (PDF)
  5. IHK Würzburg – Wettbewerb Familienfreundlichster Arbeitgeber Mainfranken
  6. Textilwirtschaft – S.Oliver startet Jubiläumskampagne „Together we are 40“
  7. Textilwirtschaft – s.Oliver kommt mit Großen Größen
  8. Mainpost – s.Oliver hat eigenen Kindergarten
  9. "Eintritt von s.Oliver in den skandinavischen Markt"
  10. http://www.fashionunited.de/News/Columns/Sir_Oliver_kehrt_zur%FCck_2013072614477/
  11. Der Westen.de – Arbeit auf Abruf
  12. S. Oliver-Marke Knock Out sponsert Formel 3-Fahrer
  13. s.Oliver official General Sponsor of KKS Lech Poznań
  14. Mainpost – s. Oliver steigt bei den Würzburg Baskets ein
  15. s.Oliver Website – s.Oliver ist offizieller Fashionpartner des FC Bayern München
  16. Stern-Artikel: Bohlens neue Kleider
  17. Special Olympics Deutschland – Premium Partner
  18. 1.000.000 Kondome für das südliche Afrika
  19. Pressemitteilung von s.Oliver – November 2008
  20. s.Oliver und David Garrett spenden für Haiti
  21. s.Oliver Website – s.Oliver startet Berufsbildungsprojekt in Bangladesch

Weblinks[Bearbeiten]