Lech Posen

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Lech Posen
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Voller Name KKS Lech Poznań
Gegründet 19. März 1922
Vereinsfarben blau-weiß
Stadion Stadion Miejski
Plätze 43.090
Präsident PolenPolen Karol Klimczak
Trainer PolenPolen Mariusz Rumak
Homepage lechpoznan.pl
Liga Ekstraklasa
2013/14 2. Platz
Heim
Auswärts
Lech Posen 2010/2011

Lech Posen (offiziell: KKS Lech Poznań) ist ein polnischer Fußballverein.

Geschichte[Bearbeiten]

Der am 19. März 1922 gegründete Verein ist benannt nach Lech, dem angeblichen Gründer Polens. Er feierte seine größten Erfolge in den Jahren von 1982 bis 1993, in denen die Mannschaft fünfmal polnischer Meister wurde und dreimal den polnischen Pokalwettbewerb gewann. Im Jahr 2004 knüpften die Posener erstmals wieder an diese erfolgreiche Zeit an, als sie den Pokal zum vierten Mal gewannen. Nach der Fusion des Teams im Sommer 2006 mit Amica Wronki, konnte sich Lech Posen erstmals wieder auf den vorderen Rängen der Ekstraklasa festsetzen.[1]./ Am 19. Mai 2009 gelang der Mannschaft nach einem 1:0-Sieg gegen Ruch Chorzów im Stadion Śląski der insgesamt fünfte Pokalsieg. Nach der Saison 2008/09 trat Jacek Zieliński das Erbe von Franciszek Smuda als Cheftrainer an. Vor der Saison 2009/10 konnte Zieliński schließlich nach Elfmeterschießen gegen Wisła Krakau mit dem Superpuchar Polski seinen ersten Titel mit Lech Posen holen. Nach 17 Jahren konnte der Verein, dessen Beiname Kolejorz lautet, wieder den Gewinn der polnischen Meisterschaft feiern und kann somit in der Saison 2010/2011 an der Qualifikation zur UEFA Champions League 2010/11 teilnehmen.

Europapokal[Bearbeiten]

Weniger erfolgreich verliefen die Auftritte der Posener in der UEFA Champions League (bis 1991 Europapokal der Landesmeister) und im Europapokal der Pokalsieger, in denen Lech Posen spätestens im Achtelfinale regelmäßig scheiterte. Das bitterste Aus kam für die Mannschaft am 9. November 1988, als sie gegen den FC Barcelona, der letztendlich auch den Europapokal gewann, zum zweiten Mal ein 1:1 erkämpfen konnten und vor heimischer Kulisse erst mit 4:5 im Elfmeterschießen scheiterten. 2008 qualifizierte sich Lech Posen nach langer Abstinenz wieder für die UEFA Europa League und erreichte nach dem Qualifikationsspiel gegen Chazar Lenkoran und dem Erstrundenspiel gegen Austria Wien die Gruppenphase. Dort traf man auf ZSKA Moskau, Feyenoord Rotterdam, Deportivo La Coruña sowie den AS Nancy und konnte als Gruppendritter ins Finale der letzten 32 Mannschaften einziehen. Endstation war in der Zwischenrunde, als man gegen Udinese Calcio ausschied und somit das Achtelfinale verpasste.

Nach der Meisterschaft in der polnischen Liga 2009/10 nahm Lech Posen bei der Qualifikation zur UEFA Champions League 2010/11 teil und traf dort in der zweiten Runde auf den azerbaidschanischen Vertreter İnter Baku. Dort konnte nach einem Elfmeterschießen die dritte Runde erreicht werden, wo man jedoch an Sparta Prag scheiterte (0:1 und 0:1). Durch einen 0:1-Auswärtssieg und ein torloses Remis vor heimischem Publikum in den Play-Offs der UEFA Europa League 2010/11 gegen den ukrainischen Vertreter Dnipro Dnipropetrowsk schaffte Lech Posen den Einzug in die Gruppenphase der Europa League. Nachdem man nach vier Spieltagen durch Siege gegen den FC Red Bull Salzburg und Manchester City die Tabelle anführte, sicherte sich Lech Posen mit einem 1:1 im eigenen Stadion gegen Juventus Turin den vorzeitigen Einzug in das Sechzehntelfinale. Dort konnte man zwar im Hinspiel im heimischen Stadion den portugiesischen Vertreter Sporting Braga mit 1:0 besiegen, verlor aber das Rückspiel in Braga mit 0:2 und schied somit aus dem Turnier aus.

Stadion[Bearbeiten]

Heimspielstätte von Lech Posen ist das knapp 45.000 Zuschauer fassende Stadion Miejski. Das 1980 erbaute Stadion wurde 2010 für die UEFA Europameisterschaft 2012 stark ausgebaut. In der Saison 2012/2013 lag die Durchschnittliche Zuschauerzahl in der Ekstraklasa bei 22.640 Zuschauern. Wo bei das Topspiel gegen den Erzrivalen Legia Warschau mit Abstand die meisten Fans anzog (40.632 Zuschauer).

Erfolge[Bearbeiten]

Auf nationaler Ebene[Bearbeiten]

Im Superpokal stehen sich der Meister und Pokalsieger des jeweiligen Spieljahres gegenüber.

Auf internationaler Ebene[Bearbeiten]

Kader 2013/14[Bearbeiten]

(Stand: 5. Oktober 2013)

Nr. Position Name
1 Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina TW Jasmin Burić
3 SchottlandSchottland AB Barry Douglas
4 PolenPolen AB Tomasz Kędziora
5 KolumbienKolumbien AB Manuel Arboleda
6 PolenPolen MF Łukasz Trałka
7 PolenPolen MF Karol Linetty
8 PolenPolen MF Szymon Pawłowski
10 PolenPolen ST Łukasz Teodorczyk
11 UngarnUngarn ST Gergő Lovrencsics
13 PolenPolen ST Patryk Wolski
14 SerbienSerbien ST Vojo Ubiparip
15 PolenPolen MF Kamil Drygas
16 PolenPolen MF Rafał Murawski
17 PolenPolen MF Szymon Drewniak
18 PolenPolen ST Bartosz Ślusarski
19 FinnlandFinnland MF Kasper Hämäläinen
Nr. Position Name
20 PolenPolen AB Hubert Wołąkiewicz
21 GambiaGambia AB Kebba Ceesay
22 SudafrikaSüdafrika MF Daylon Claasen
24 PolenPolen ST Dawid Kownacki
25 PanamaPanama AB Luis Henríquez
27 PolenPolen TW Krzysztof Kotorowski
28 PolenPolen ST Dariusz Formella
31 SerbienSerbien MF Dimitrije Injac
32 PolenPolen MF Mateusz Możdżeń
33 PolenPolen TW Maciej Gostomski
35 PolenPolen AB Marcin Kamiński
37 PolenPolen AB Wiktor Witt
38 PolenPolen MF Michał Jakóbowski
39 PolenPolen AB Tomasz Dejewski
40 PolenPolen AB Jan Bednarek

Bekannte Spieler[Bearbeiten]

Fanfreundschaften[Bearbeiten]

Fanfreundschaften existieren mit Arka Gdynia und Cracovia Krakau, zusammen bekannt als „Wielka Triada“(Große Triade). Darüber hinaus gibt es ebenfalls eine Freundschaft zwischen dem KKS Lech Posen und KSZO Ostrowiec Świętokrzyski.

Rivalitäten[Bearbeiten]

Der größte Rivale von Lech Posen in sportlicher Hinsicht, wie auch im Sinne der Fankultur, ist ohne Zweifel Legia Warschau. Deutlich wird dies besonders, wenn beide Mannschaften aufeinander treffen.

Basketballabteilung[Bearbeiten]

Die Basketballabteilung von Lech Posen gewann elfmal die polnische Meisterschaft, zuletzt 1990. Aus finanziellen Gründen wurde die Abteilung 1997 allerdings aufgelöst.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sport.pl: Amica przejmuje Lecha Poznan