SMS Carola

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Kaiserliche Kriegsflagge (1892).png
SMS Carola.jpg
Schiffsdaten
Baubezeichnung: Glattdeckskorvette E
Schiffstyp Kreuzerkorvette
Schiffsklasse Carola-Klasse
Bauwerft: A.G. Vulcan in Stettin
Kiellegung: 1879
Stapellauf: 29. Juli 1880
Indienststellung: September 1881
Besatzung: 270 Mann
Schwesterschiffe: SMS Olga
SMS Marie
SMS Sophie
Technische Daten
Wasserverdrängung: Konstruktion: 2.147 t
Maximal: 2.424 t
Länge: KWL: 70,6 m
über alles: 76,35 m
Breite: 14 m
Tiefgang: 5,80 m
Maschinenanlage:
Anzahl der Schrauben: 1 zweiflügelig (Ø 5,02 m)
Leistung: 2367 PSi
Höchstgeschwindigkeit: 12 kn
Reichweite: 3420 sm bei 10 kn
Brennstoffvorrat: 218 t
Bewaffnung
Ursprünglich:
  • 10 Rk - 15 cm L/22
    1000 Schuss, 50 hm
  • 2 Rk - 8,7 cm L/24
    200 Schuss
  • 6 Rev – 3,7 cm
als Schulschiff:
  • 6 Rk - 15 cm L/22
  • 2 Sk - 10,5 cm L/35
  • 8 Sk - 8,8 cm L/30
  • 2 Sk - 5 cm L/40

Die SMS Carola, benannt nach gleichnamiger Königin von Sachsen, war ein Kriegsschiff der ehemaligen Kaiserlichen Marine und war das erste von vier Schiffen der Carola-Klasse. Sie gehörte zum Schiffstyp der Glattdeckkorvette (ab 1884: Kreuzerkorvette).

Die SMS Carola wurde bei der Vulcan-Werft in Stettin gebaut und lief am 29. Juli 1880 vom Stapel. Die Indienststellung erfolgte im September 1881. Sie war 75 m lang, 14 m breit und hatte einen Tiefgang von 5,80 m. Sie erreichte eine maximale Geschwindigkeit von 12 kn. Die ursprüngliche Bewaffnung der SMS Carola ist nicht bekannt. Kurz vor ihrer Außerdienststellung war mit insgesamt 16 Kanonen mit einem Kaliber von 5 bis 15 cm bewaffnet.

Die SMS Carola wurde zunächst in der Südsee eingesetzt. Der spätere Admiral Guido Karcher diente zu dieser Zeit als ihr erster Kommandant. 1890 war die SMS Carola an der Küste Ostafrikas stationiert, ein Landungscorps nahm an der Niederschlagung des so genannten Araberaufstands in Deutsch-Ostafrika teil. Ab 1893 diente sie als Artillerie-Schulschiff.

Am 4. Oktober 1905 wurde die SMS Carola als Artillerie-Schulschiff aus der Liste der Kriegsschiffe gestrichen und 1906 durch den Kleinen Kreuzer SMS Undine abgelöst, verkauft und kurz darauf in Hamburg abgewrackt.

Hans Boetticher, alias "Ringelnatz" diente auf diesem Schiff 1904 als Einjaehrig-Freiwilliger.

Kommandanten[Bearbeiten]

September 1881 - November 1883 KK/KzS Karcher
Mai 1886 - Juni 1888 KK Aschmann
Juni 1888 - März 1889 KK v. Raven
März 1889 - April 1891 KK/KzS Valette
März - Mai 1893 KK Brinkmann
Mai - Juli 1893 KzS Valette
Juli - Oktober 1893 KK da Fonseca-Wollheim
Oktober 1893 - April 1894 KK Hellhoff
April - September 1894 KK Goetz
April 1894 - März 1896 KK v. Halfern
März 1896 - Januar 1897 KK Palmgrên
Januar - März 1897 KL v. Burski
März 1897 - Mai 1898 KK/FK Walther
Mai 1898 - März 1899 KK Gerstung
März 1899 - September 1901 KK/FK Engel
September 1901 - April 1902 KK v. Burski
Mai - September 1902 KL Pindter
September 1902 - September 1904 KK/FK Koch
Oktober 1904 - Januar 1905 KK Scheidt

Literatur[Bearbeiten]

  • Hildebrand, Hans/Albert Röhr/Hans-Otto Steinmetz: Die deutschen Kriegsschiffe. Ein Spiegel der Marinegeschichte von 1815 bis zur Gegenwart. Biographien, Band 2. Hamburg 1985.