Sarah Silverman

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Sarah Silverman (2007)

Sarah Kate Silverman (* 1. Dezember 1970 in Bedford, New Hampshire) ist eine amerikanische Komikerin, Schauspielerin und Schriftstellerin. Sie arbeitet häufig mit Tabus und Vorurteilen. So haben viele Pointen einen rassistischen, religiösen oder sexuellen Hintergrund, beispielsweise den Holocaust, Homosexualität oder die Diskriminierung von Minderheiten.

Leben[Bearbeiten]

Sie ist die Tochter der jüdischen Einwanderer Donald und Beth Ann Silverman und Schwester von Susan Silverman-Abramowitz (Rabbinerin und Autorin des Buches Jewish Family & Life: Traditions, Holidays, and Values for Today’s Parents and Children), Laura Silverman (ebenfalls Schauspielerin) und Jody Speyer (Drehbuchautorin). Sie trat vor allem in einer Vielzahl von Fernsehserien, unter anderem Seinfeld, Frasier, Monk oder Star Trek: Raumschiff Voyager, in einzelnen Episoden auf.

Sarah Silverman mit einer Papier-Anziehpuppe in Form eines Kruzifix

Sarah Silverman arbeitete 1993/1994 als Darstellerin und Autorin für Saturday Night Live. Allerdings wurde sie nach nur einer Staffel entlassen, da es nur einer ihrer Sketche in die Aufnahmeproben und kein einziger ins gesendete Programm schaffte. Diese Geschehnisse wurden 1996 in der Folge The New Writer/Der neue Autor der Larry Sanders Show, in der Silverman in einer Gastrolle eben jene neue Autorin spielt, parodiert. Für Sarah Silverman: Jesus Is Magic (Musical/Stand-Up-Komödie, USA 2005) verfasste sie das Drehbuch und spielte die Hauptrolle. Nebenrollen spielte sie unter anderem in den Filmen The Way of the Gun, Verrückt nach Mary, Liebe per Express, School of Rock, Evolution, Rent und Der Date Profi.

Mit der im Februar 2007 in den USA gestarteten Comedyserie The Sarah Silverman Program. hatte sie auf dem Sender Comedy Central bis 2010 eine eigene Sendung. Ebenfalls 2007 moderierte sie die MTV Movie Awards.

Ab 2002 war sie mit Jimmy Kimmel, einem amerikanischen Fernsehmoderator, liiert. Anfang 2008 sorgte Silvermans Musikvideo I'm fucking Matt Damon, das seitdem über elf Millionen mal aufgerufen wurde[1], für Aufsehen in der amerikanischen Comedy-Welt. Als Gast in der Late-Night-Show ihres Partners Jimmy Kimmel „gestand“ sie ihm ihr angebliches Verhältnis mit Matt Damon. Hintergrund des Schein-Seitensprungs war der Umstand, dass sich Kimmel in seiner Show seit langem über Matt Damon lustig machte, indem er jedes Mal zum Ende der Sendung bedauernd erklärte, wieder einmal keine Zeit für Matt Damon gehabt zu haben. Im Nachhinein revanchierte sich Jimmy Kimmel bei Sarah Silverman und Matt Damon mit einem eigenen Video mit dem Titel: I’m fucking Ben Affleck.[2] Das Paar trennte sich im Juli 2008.[3] Laut Aussagen des People Magazines versöhnten sie sich im Oktober, im März 2009 kam es jedoch zu einer erneuten Trennung.[4]

2008 engagierte sich Silverman im amerikanischen Präsidentenwahlkampf für die Demokraten, indem sie in einem Video jüdische junge Erwachsene dazu aufrief, ihre Großeltern in Florida zum Wählen von Barack Obama zu bewegen. Diese Aktion namens The Great Schlep sollte die große jüdische Wählerschaft im wichtigen Staat Florida sichern.[5] Am 20. April 2010 erschien in den USA Silvermans erstes Buch The Bedwetter.

Filmografie[Bearbeiten]

Filme[Bearbeiten]

Fernsehserien[Bearbeiten]

Auszeichnungen und Nominierungen[Bearbeiten]

Emmy Award
  • 2008: Outstanding Original Music And Lyrics für das Stück I’m F*** ing Matt Damon[6]
  • 2008: Nominierung: Outstanding Guest Actress In A Comedy Series für die Rolle der „Marci Maven“ in der Serie Monk[7]
  • 2009: Nominierung: Outstanding Lead Actress in a Comedy Series für The Sarah Silverman Program

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sarah Silverman – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Antje Hildebrandt, Uta Keseling: Silvermans öffentlicher Sex mit Matt Damon. In: Die Welt, 11. März 2008.
  2. Jürgen Schmieder: Wer schläft hier mit wem? In: Süddeutsche Zeitung, 17. Mai 2010.
  3. Mariano Glas: Jimmy Kimmel und Sarah Silverman haben sich getrennt. In: serienjunkies.de, 15. Juli 2008.
  4. Michelle Tan: Sarah Silverman and Jimmy Kimmel Call It Quits – Again. In: People, 7. März 2009, abgerufen am 29. Juni 2009 (englisch).
  5. Obama kennt das Geheimnis der Jugend. In: Spiegel Online, 15. Oktober 2008.
  6. Brian Orloff: Sarah Silverman Thanks Jimmy Kimmel at Creative Arts Emmys (englisch). In: People, 13. September 2008. Abgerufen am 14. September 2008. 
  7. Outstanding Guest Actress In A Comedy Series - 2008. In: emmys.com (englisch).