Sozialräumliche Struktur

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Begründung: Überschneidungen mit Sozialraumanalyse? --Axolotl Nr.733 (Diskussion) 18:25, 16. Sep. 2014 (CEST)

Die sozialräumliche Struktur (auch: sozialräumliche Gliederung) stellt sich dar als Überlagerung von Sozialstruktur und Raumstruktur. Die Sozialstruktur bezeichnet die sich aus der jeweiligen Gesellschaftsform ergebende Anordnung oder Schichtung ihrer Mitglieder z. B. nach Beschäftigung, Einkommen, Vermögen und/oder funktionaler Stellung. Die Raumstruktur ergibt sich aus der Anordnung von Objekten zueinander. Deren Räumlichkeit ist unmittelbar linear wahrnehmbar als ihre relative Entfernung zueinander bzw. als ihre grundsätzliche zeitliche Getrenntheit.

Besondere Interesse gilt hierbei der Gesamtheit jener räumlichen Merkmale, durch die die Anordnung der sozial vorstrukturierten Gesellschaftsgruppen im Raum erfolgt, also die "gebaute Umwelt" (engl: built environment).

Die sozialräumliche Struktur ergibt sich in westlichen Städten durch die Verteilung der (sozial vorstrukturierten) Bewohner auf den (räumlich vorstrukturierten) Wohnungsbestand. Beides ist nicht statisch, sondern ein Produkt sozio-ökonomischer Prozesse. Bei der Steuerung des Wohnungsbaus spielt die Wohnungspolitik eine wichtige Rolle.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Derek Gregory, John Urry (Hrsg.): Social Relations and Spatial Structures. Palgrave Macmillan, Basingstoke 1985, ISBN 0-333-35404-4.
  • Jörg Gutberger: Volk, Raum und Sozialstruktur. Sozialstruktur- und Sozialraumforschung im „Dritten Reich“, Münster: LIT ²1999, ISBN 3-8258-2852-2
  •  Hartmut Häußermann: Sozialräumliche Struktur und der Prozeß der Ausgrenzung: Quartierseffekte. In: Nachrichtenblatt zur Stadt-und Regionalsoziologie. 14, Nr. 1, 1999, S. 7–18.

Links[Bearbeiten]

  • sozialraum.de Online-Journal mit zwei Ausgaben jährlich, ISSN 1868-2596