Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock

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Filmdaten
Deutscher Titel Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock
Originaltitel Star Trek III: The Search for Spock
Star trek 3 de.svg
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1984
Länge 105 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Leonard Nimoy
Drehbuch Harve Bennett
Produktion Harve Bennett
Musik James Horner
Kamera Charles Correll
Schnitt Robert F. Shugrue
Besetzung

Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock ist der dritte Star-Trek-Kinofilm, der auf der Fernsehserie Raumschiff Enterprise basiert.

Mit Leonard Nimoy führte hier erstmals einer der Hauptdarsteller der Serie auch Regie – eine Neuerung, die in den folgenden Filmen fortgesetzt wurde.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film beginnt mit einer Wiederholung der letzten Szenen aus Star Trek II: Der Zorn des Khan, in denen Spock stirbt und auf dem durch die Explosion des Genesis-Projektils neu geschaffenen Planeten beigesetzt wird. Anschließend spricht Spock aus dem Off: „Der Weltraum: In seiner Unendlichkeit unsere letzte große Herausforderung. Immer wieder stößt das Raumschiff Enterprise auf seinen Flügen in bislang unbekannte Bereiche des Universums vor, um neue Lebensformen und neue Zivilisationen aufzuspüren und fremde Welten zu erforschen. Welten, die noch nie ein Mensch erblickt hat.“

Die beschädigte, aber teilweise schon wieder reparierte Enterprise befindet sich auf dem Weg zurück zur Erde. Bei der Ankunft im Orbitalstützpunkt bricht Dr. McCoy in Spocks einstiges Quartier auf der Enterprise ein, wo ihn Kirk desorientiert vorfindet. McCoy versucht wenig später, illegal zu dem unter Quarantäne gesetzten Genesis-Planeten zu gelangen, wird dabei jedoch aufgegriffen und in eine psychiatrische Anstalt der Sternenflotte gebracht. Kirk erkennt bei einem Besuch Sareks, Spocks Vater, dass Spock vor seinem Tod sein Katra, seinen Geist, in McCoy übertragen hat und nur sein Körper gestorben ist. Sarek macht Kirk klar, dass Spock gerettet werden kann, wenn McCoy und Spocks Körper nach Vulkan gebracht werden, um dort den Körper mit seinem Katra wieder zu vereinen. Kirk bittet die Sternenflotte, mit der Enterprise und McCoy nach Genesis zu fliegen, erhält jedoch eine Absage. Zusammen mit Uhura, Sulu, Chekov und Scott entführt er daraufhin McCoy und kapert die notdürftig reparierte Enterprise, mit der sie zum Genesis-Planeten fliegen. Den Warpantrieb des zur Verfolgung der Enterprise eingesetzten Raumschiffs U.S.S. Excelsior konnte Scott zuvor sabotieren.

Währenddessen sind Saavik und David an Bord der U.S.S. Grissom nach Genesis zurückgekehrt, um den neu entstandenen Planeten zu untersuchen. Sie stellen dabei fest, dass Spocks Sarg leer ist. Wenig später finden sie ein vulkanisches, rasch alterndes Kind, das Saavik als Spock identifiziert. David erklärt Spocks Zustand mit dem Genesis-Phänomen, das zur Regeneration von Spocks Körper führte. David erkennt außerdem, dass auch der Planet Genesis rapide altert, zunehmend eine Bedrohung wird und zu zerbrechen droht.

Als der klingonische Kommandant Kruge von dem Genesis-Projektil erfährt, beschließt er, die aus seiner Sicht „ultimative Waffe“ an sich zu bringen und deswegen nach Genesis zu fliegen. Dort trifft er auf die Grissom, die einer seiner Offiziere aufgrund eines Missverständnisses zerstört. Da sich noch Saavik und David auf dem Planeten befinden, lässt er sie von seinen Männern gefangennehmen, um von ihnen das Genesis-Projektil einzufordern.

Als die Enterprise im Genesis-Sektor eintrifft, wird sie vom klingonischen Schiff überrascht und funktionsunfähig geschossen. Kruge unterstreicht seine Forderung nach den Genesis-Unterlagen, indem er David töten lässt, Kirks Sohn. Geschockt von der Nachricht und dem Zustand der Enterprise entschließt sich Kirk, Kruge in einen Hinterhalt zu locken. Dazu bietet er Kruge die Kapitulation an, der daraufhin Truppen zum Entern auf die Enterprise schickt. Kirk und seine Mannschaft haben sich jedoch auf den Planeten gebeamt und zuvor die Selbstzerstörung aktiviert. Kurz darauf explodiert die Enterprise mitsamt den Klingonen.

Auf dem Genesis-Planeten, der nun kurz vor der Zerstörung steht, kann Kirk Kruge dazu überreden, seine Crew und Saavik auf das klingonische Schiff zu beamen. Weil es Kruge jedoch verweigert, auch Spock heraufbeamen zu lassen, kommt es zum Kampf zwischen Kruge und Kirk, bei dem Kirk Kruge besiegt. Zusammen mit Spocks Körper lässt er sich heraufbeamen, kurz bevor der Planet explodiert. Kirk, seine Crew und Spock begeben sich daraufhin mit dem Schiff nach Vulkan, um die Zeremonie zur Vereinigung von Spocks Körper und Geist durchführen zu lassen. Dort angelangt, entfernen einige Vulkanier Spocks Katra aus McCoy übertragen es auf Spocks Körper.

Vor dem Abspann wird die Ankündigung „… und das Abenteuer geht weiter …“ eingeblendet.

Hintergrund und Sonstiges[Bearbeiten]

Die Übernahme der Regie durch Leonard Nimoy nährte bereits Spekulationen, dass der von ihm dargestellte Charakter des Captain Spock in diesem Star-Trek-Film wieder ins Leben zurückkehren würde. Obwohl dies bei den Fans Zuspruch fand, wurde der Film von Fans und Kritikern nicht so positiv aufgenommen wie sein Vorgänger Star Trek II: Der Zorn des Khan, was zu der unter Fans verbreiteten Ansicht beitrug, dass Star-Trek-Filme mit ungerader Nummerierung schlechter seien als die mit gerader Nummerierung. Dieser Mythos wurde erst vom Misserfolg des zehnten Star-Trek-Films Star Trek: Nemesis widerlegt.

Die Zerstörung der Enterprise musste erneut gefilmt werden, da man der Meinung war, dass die ursprüngliche Version der Szene wenig emotionale Wirkung hatte und zu sehr dem Ende von George Lucas' Star-Wars-Film Die Rückkehr der Jedi-Ritter ähnelte. Der Plan von Produzent und Drehbuchautor Harve Bennett, vor der Uraufführung des Films die Zerstörung der Enterprise geheim zu halten, wurde von einer entsprechenden Enthüllung im Trailer zum Film zunichtegemacht. Der Trailer legte jedoch eine falsche Fährte, als er die Vermutung nahelegte, ein klingonischer Bird of Prey hätte die Enterprise zerstört.

Ursprünglich war der Bird of Prey als romulanisches Schiff geplant. Kruge sollte es den Romulanern stehlen und damit ins Gebiet der Föderation fliegen. Später wurde das Drehbuch geändert, aber die Modelle waren schon gefertigt. So wurde daraus schlicht ein klingonisches Schiff, das später immer wieder in den Serien Verwendung fand. Diese Konfusion zwischen dem romulanischen und dem klingonischen Volk wurde später fortgeführt, so dass das romulanische Prinzip der Ehre schließlich den Klingonen zugedacht wurde und die Klingonen für ihre Schiffe die romulanische Tarnvorrichtung übernahmen. Die Verzwickung beider Völker wurde als das Ergebnis einer Allianz zwischen Klingonen und Romulanern jedoch schon in der Folge Die unsichtbare Falle der Originalserie erklärt.

Das zweite Auftauchen der klingonischen Sprache (und das erste Mal, dass diese sich nach der von Marc Okrand erdachten Sprachstruktur richtet) geht in der deutschen Synchronfassung des Films verloren, da die klingonischen Dialoge des Films restlos ins Deutsche übersetzt wurden. In späteren Fernsehausstrahlungen waren die klingonischen Dialoge teilweise wieder vorhanden.

Für die Besetzung von Lt. Saavik sollte erneut Kirstie Alley verpflichtet werden. Da die Gagen-Forderungen seitens Alley jedoch unrealistisch hoch waren, sah man von einem weiteren Engagement ab. Der Charakter konnte jedoch nicht gestrichen werden, da Saaviks Rolle einen großen Handlungsraum in dem Film einnahm. So wurde der Part von Robin Curtis besetzt.

Kritiken[Bearbeiten]

„Aufwendiges Weltraumspektakel mit viel Ideologie und gegenüber den ersten Filmen der Serie verbesserter Tricktechnik.“

Lexikon des Internationalen Films[1]

„Durch den Tod von Mr. Spock hatte hier Leonard Nimoy viel Raum als Regisseur. George Lucas' Trick-Firma ‚Industrial Light & Magic‘ lieferte diesmal wesentlich bessere visuelle Spezial-Effekte als bei den beiden Vorgängern. So ist das Ganze trotz einiger Längen recht unterhaltsam.“

Prisma Online [2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock im Lexikon des Internationalen Films
  2. Kritik bei Prisma Online