Brent Spiner

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Brent Spiner (2012)

Brent Jay Spiner (* 2. Februar 1949 in Houston, Texas) ist ein US-amerikanischer Schauspieler und Sänger. Seine bekannteste Rolle ist die des Androiden Data in der Science-Fiction-Serie Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert.

Biografie[Bearbeiten]

Nach dem Tod seines Vaters Jack Spiner (1949) lebte Spiner zuerst mit seiner Mutter, die das Möbelgeschäft des Vaters weiterführte, und seinem älteren Bruder allein. Dann lernte seine Mutter einige Jahre später Sol Mintz kennen. Spiner wurde von dem zweiten Ehemann seiner Mutter Sylvia adoptiert. Er benutzte in der Zeit von 1955 bis 1975 dessen Nachnamen. Im Nachhinein beschrieb er die erste Zeit mit dem neuen Ehemann seiner Mutter als äußerst unglücklich für sich und seinen Bruder.

Spiner besuchte die Bellaire High School in Bellaire, wo er von Schauspiellehrer Cecil Pickett beeinflusst wurde. Dieser hat unter anderem auch Cindy Pickett, Randy Quaid, Dennis Quaid, Trey Wilson, Robert Wuhl und Thomas Schlamme ausgebildet. Spiner begann seine Karriere als Theaterschauspieler in Houston. Als junger Mann zog er nach New York und nahm dort Schauspielunterricht in der bekannten Lee Strasberg-Acting School. Um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren, fuhr er Taxi.

Ende der 70er Jahre wirkte er in New York in diversen Musicals mit (unter anderem in Sunday In The Park With George). Während dieser Zeit hatte er auch eine kleine Rolle im Woody-Allen-Film Stardust Memories. 1984 zog er nach Los Angeles, wo er in mehreren Fernsehfilmen und Serien auftrat, vor allem in Night Court. Von 1987 bis 1994 verkörperte er in der erfolgreichen Star-Trek-Serie The Next Generation den Androiden Data. Hinter dessen bisweilen naiv erscheinendem Bemühen, menschlich zu sein, verbirgt sich ein Individuum mit großen geistigen und ethischen Qualitäten. Im Verlauf der Serie verkörperte er auch mehrfach Datas „bösen Bruder“ Lore sowie deren greisen Erschaffer Dr. Noonien Soong. Hinzu kommt die Rolle des Data-Prototypen B-4 im Kinofilm Star Trek: Nemesis (2002). In der 2004 produzierten Nachfolgeserie Star Trek: Enterprise verkörperte er während drei Episoden den Charakter des Dr. Arik Soong, einen Vorfahren von Noonien Soong.

Nach seinem Erfolg bei The Next Generation erhielt Spiner mehrere Filmrollen, unter anderem in Independence Day und The Aviator. Im Jahr 1991 nahm er die CD Ol' Yellow Eyes Is Back auf, auf der er Titel verschiedener Künstler aus den 1930er und 1940er Jahren singt. Weiterhin hatte er Gastauftritte in mehreren Serien, darunter Criminal Intent – Verbrechen im Visier, Friends, Deadly Games, Verrückt nach Dir, Star Trek: Enterprise, Frasier, Joey und Outer Limits. 2000 spielte er in dem Film Ey Mann, wo is’ mein Auto? einen leicht verrückten Straußenzüchter. 2005 spielte er in einer neuen Science-Fiction-Serie namens Nemesis – Der Angriff mit, die am 23. November 2005 abgesetzt wurde. Er hatte außerdem 2011 einen Gastauftritt bei The Big Bang Theory in der er sich zusammen mit Wil Wheaton selbst spielte. Weiterhin war er in mehreren Theaterstücken zu sehen, wie zum Beispiel in Man Of La Mancha, wo er Miguel de Cervantes/Don Quixote spielte. Aktuell ist Spiner in Fresh Hell zu sehen, einer Webserie auf Youtube, in der er sich selbst nach einem Skandal spielt, der ihn Job und Familie gekostet hat. Fresh Hell zeigt den Kampf Spiners aus dieser Misere heraus.

Spiner lebt heute in Los Angeles, zusammen mit seiner Lebensgefährtin Loree McBride und seinem Sohn. Sein Privatleben schirmt er weitgehend von der Öffentlichkeit ab. Aus diesem Grund gibt es keine gesicherten Angaben darüber, ob er mit Loree verheiratet ist oder nicht. Er bezeichnet sich selbst als Vegetarier.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Diskographie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1991: Ol' Yellow Eyes Is Back
  • 1997: 1776 (Musical)
  • 2008: Dreamland CD

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Brent Spiner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien