The Transporter

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Filmdaten
Deutscher Titel The Transporter
Originaltitel Le Transporteur
The transporter.svg
Produktionsland Frankreich, USA
Originalsprache Englisch, Französisch
Erscheinungsjahr 2002
Länge 92 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Louis Leterrier,
Corey Yuen
Drehbuch Luc Besson,
Robert Mark Kamen
Produktion Luc Besson,
Steve Chasman
Musik Stanley Clarke
Kamera Pierre Morel
Schnitt Nicolas Trembasiewicz
Besetzung

The Transporter (Le Transporteur) ist ein französisch-US-amerikanischer Actionfilm aus dem Jahre 2002. Als Drehbuchautor und Produzent beteiligt war Luc Besson, während der Franzose Louis Leterrier sein Regiedebüt gab. Der Film fand 2005 in Transporter – The Mission eine Fortsetzung. 2008 wurde der dritte Teil gedreht, der unter dem Namen Transporter 3 Anfang 2009 in die deutschen Kinos kam.

Handlung[Bearbeiten]

Frank Martin, ehemaliger Elitesoldat des Special Air Service, hat sich zur Ruhe gesetzt und bei Fréjus an der südfranzösischen Mittelmeerküste ein Haus gekauft. Dort lebt er ein nach außen hin beschauliches Leben. Hinter der Kulisse betreibt Frank ein lukratives Transportgeschäft für zwielichtige Kunden. Bei diesem Geschäft gibt es drei Regeln:

  1. An einer getroffenen Vereinbarung wird nichts verändert oder nachverhandelt.
  2. Es werden keine Namen genannt.
  3. Es wird niemals das Paket geöffnet.

Bei einem seiner Transporte muss er wegen einer Reifenpanne das Ersatzrad aus dem Kofferraum holen. Dabei bemerkt er, dass sich die Tasche, die er transportieren soll, bewegt. Er öffnet das Paket und in der Tasche liegt geknebelt und gefesselt die junge Asiatin Lai. Das Öffnen des Pakets ist ein Verstoß gegen seine selbst aufgestellte Regel. Trotzdem liefert er das Paket bei seinem Auftraggeber ab. Dieser bittet ihn, gleich einen weiteren Transport durchzuführen.

Auf dem Rückweg hält Frank an einer Tankstelle, um einen Imbiss einzunehmen, und entkommt dadurch einem Sprengstoffanschlag nur knapp. Sein Auftraggeber wollte Frank mit Hilfe einer Kofferbombe töten.

Frank kehrt zum Anwesen des Auftraggebers zurück und beginnt eine Schlägerei mit dessen Leibwächtern. In der allgemeinen Verwirrung kann die im Keller des Anwesens gefangene Lai fliehen.

Wieder auf dem Heimweg, bemerkt Frank Lai auf dem Rücksitz des Autos, das er aus der Garage des Auftraggebers gestohlen hat. Gegen seine eigenen Regeln verstoßend, nimmt er die ihm unbekannte Frau bei sich auf, versorgt sie und lässt sie etwas schlafen. Am nächsten Morgen wird Frank von Inspektor Tarconi aufgesucht, der ihn schon länger im Verdacht hat, nicht nur der harmlose Ruheständler zu sein, für den er sich ausgibt. Der Polizist konfrontiert Frank mit dem am Ort der Explosion vorgefundenen Nummernschild seines BMW. Lai bestätigt Franks Aussage, der zufolge diesem der BMW gestohlen worden sei und gibt ihm ein Alibi. Der Kommissar nimmt ihnen die Geschichte nicht ab und lädt sie für den Nachmittag in sein Büro vor.

Schon kurz darauf wird Frank von den Leibwächtern seines ehemaligen Auftraggebers aufgespürt, die sein Haus mit großkalibriger Munition unter Beschuss nehmen. Frank und seine Schutzbefohlene wider Willen können durch einen Tunnel zum Meer aus dem Haus entkommen, bevor es explodiert. Die beiden flüchten in ein weiteres Domizil Franks, wo aus ihnen ein Liebespaar wird.

Anlässlich der Aussage im Kommissariat nutzt Lai eine kurze Abwesenheit des Inspektors, um im Polizeicomputer die Identität von Franks Auftraggeber herauszufinden, wird dabei jedoch gestört und schafft es nicht mehr, die Startseite aufzurufen, um ihre spontane Recherche dem Kommissar gegenüber zu verschleiern.

Als Frank und Lai dem Auftraggeber in dessen Büro auflauern, stellt sich heraus, dass sein ehemaliger Auftraggeber und Lais – aus diesem Grund verhasster – Vater gemeinsam Menschenhandel betreiben. Die nächste Lieferung steht bereits unmittelbar bevor. Ein Schiff, beladen mit zwei Containern und etwa 400 Menschen in deren Innerem, ist bereits auf dem Weg.

Frank wird bei dem Besuch im Büro seines Auftraggebers von dessen Männern überwältigt und soll ermordet werden, als der Inspektor, der Lais Zugriff auf seinen Computer rekonstruiert hat, plötzlich auftaucht. Der Auftraggeber stellt die Situation so dar, als sei Frank widerrechtlich in sein Büro eingebrochen, woraufhin Frank in Untersuchungshaft genommen wird. Frank zieht den Inspektor ins Vertrauen, der sich angesichts erheblicher bürokratischer Hindernisse jedoch außerstande sieht, die Flüchtlinge im Container zu retten, im Gegensatz zu Frank, der sich an keinerlei bürokratische Vorgaben gebunden sieht. Mit einer fingierten Geiselnahme ermöglicht der Inspektor Frank die Flucht.

In der kommenden Nacht sucht Frank den Hafen nach den Containern mit Flüchtlingen ab und beobachtet dabei das Verladen der Container auf Lastkraftwagen. Die Schergen seines ehemaligen Auftraggebers versuchen erfolglos, Frank daran zu hindern, sich an einen der LKWs zu hängen. In einer dramatischen Verfolgungsjagd – unter anderem mit einem Agrarflugzeug und anschließendem Fallschirmsprung – gelingt es Frank, die LKWs mit den Containern einzuholen, und er erlangt schließlich die Kontrolle über eines der Fahrzeuge, wobei er seinen ehemaligen Auftraggeber überrollt.

Als Frank zum Stehen kommt, wird er von Lais Vater mit einer Waffe bedroht. Lai erschießt jedoch ihren Vater, bevor dieser Frank töten kann. Im selben Moment taucht auch der Inspektor wieder auf, und die Flüchtlinge können befreit werden.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film wurde in Frankreich in der Hauptstadt Paris, der Hafenstadt Marseille, der nahegelegenen Universitätsstadt Aix-en-Provence sowie den entlang der Côte d’Azur befindlichen Küstenstädten Cassis, Saint-Tropez, Cannes, Villefranche-sur-Mer, Nizza und Èze gedreht.[1] Das Budget des Films wurde auf rund 21 Millionen US-Dollar geschätzt.[2] Am 2. Oktober 2002 feierte der Film in den USA seine Premiere und war ab dem 11. Oktober 2002 in den US-amerikanischen Kinos zu sehen.[3] Im Produktionsland Frankreich hatte der Film am 23. Oktober 2002 seinen Kinostart.[3] In Deutschland lief der Film am 8. Mai 2003 in den Kinos an, in Österreich einen Tag später.[3] In den USA wurden knapp 25,3 Millionen US-Dollar eingespielt, davon entfielen Einnahmen in Höhe von über 9,1 Millionen US-Dollar auf das Eröffnungswochenende.[2] An den deutschen Kinokassen wurden knapp 770.000 Euro eingenommen und über 104.000 Besucher gezählt.[2] In Frankreich wurde der Film in den Kinos von über 540.000 Zuschauern gesehen.[2]

In der Szene, in der Lai einen Karton mit Erinnerungsstücken von Frank durchstöbert, entdeckt sie ein Foto, das einen kleinen Jungen mit einem Affen zeigt. Bei diesem Bild, auf dem tatsächlich Jason Statham zu sehen ist, handelt es sich um ein authentisches Foto aus seiner Kindheit.[4] In einer späteren Szene, in der Lai den Polizeicomputer nutzt, um den Ganoven namens „Wall Street“, der laut Ausdruck von D.A.T.A.P.O.L. auf den bürgerlichen Namen Darren Bettencourt hört, zu finden, werden am Computerbildschirm die Bilder einiger anderer Personen angezeigt.[4] Hierbei handelt es sich um Mitglieder der Filmcrew, wobei die nebenstehenden Namen aus Wortspielen wie „Gordon Zola“, „Luke Yluck“, „Klaus Trauphob“, „Tobbie Hornottobi“, „Albert Muda“ und „Christiane Isme“ bestehen.[4] In einer der finalen Kampfszenen, in der Frank es mit unzähligen Gegnern in einem Busdepot aufnimmt und dabei drei Wannen mit Altöl auf dem Boden ausgießt, kam – laut Stathams Aussage aus dem Bonusmaterial der DVD – anstatt Altöl tatsächlich Melassesirup zum Einsatz.[4]

Der Sounddesigner Vincent Tulli hat einen Cameo-Auftritt als Müllmann.[4] Corey Yuen war neben seiner Regietätigkeit auch als Choreograph für alle Actionszenen zuständig. Jason Statham führte die meisten der im Film zu sehenden Stunts selbst aus.[4]

Im Trailer des Films ist Jason Statham in der Rolle des Frank Martin zu sehen, wie er eine auf sein Haus abgefeuerte Rakete mit Hilfe eines Tabletts ablenkt. Im späteren Film ist diese Szene auf Wunsch von Statham entfallen, da er befürchtete, dies würde vom Publikum als unglaubwürdig empfunden werden.[4] Es wird vermutet, dass Jason Stathams Charakter Frank auch in dem Film „Collateral“ mitspielt, da in der Anfangsszene dem Auftragsmörder Vincent, der von Tom Cruise gespielt wird, ein Paket von einem Transporter – gespielt von Jason Statham – überreicht wird.

Unter den im Film verwendeten Waffen finden sich Waffen des Typs Steyr StG 77 AUG, M-4, HK G36 sowie SIG 552.[4]

Das Fahrzeug, mit dem Frank seine Transportfahrten absolviert, ist ein unscheinbarer schwarzer BMW 735i mit Schaltgetriebe. Obwohl der Wagen im Film als Baujahr 1999 beschrieben wird, ist es – laut Aussage von Jason Statham in „Making of The Transporter“ – tatsächlich ein auf Handschaltung umgerüsteter 750i des Baujahres 1998 – das einzige Fahrzeug, dieses Modells, das jemals mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe, welches aus einem BMW 850CSi E31 entlehnt war, ausgestattet wurde.[4] Der Wagen lässt sich erst nach Eingabe des vierstelligen Zündcodes 1732 starten.[4] Des Weiteren ist ein Nummernschildwechsler eingebaut, mit dessen Hilfe man auf Knopfdruck zwischen drei Kennzeichen wechseln kann. Nachdem Franks Fahrzeug von der Kofferbombe zerstört wurde, übernimmt er den Wagen des Auftraggebers, der ihm den Sprengstoff untergeschoben hat. Dabei handelt es sich um eine schwarze Mercedes-Benz S-Klasse der Baureihe W 140. Gegen Ende des Films kommen noch andere Fahrzeuge zum Einsatz, unter anderem ein Renault 5 sowie mehrere Renault-AE-Trucks. Die französische Polizei benutzt im Film fast ausschließlich Peugeot 307, nur der Kommissar fährt einen alten Saab 900. In einer Verfolgungsszene verfolgt ein ziviler Peugeot 607 mit Fahnderblaulicht Frank Martin.

Kritik[Bearbeiten]

Die Redaktion der Kino News sah ein „ebenso unterhaltsames und spannendes Action-Feuerwerk“[5]

Das Lexikon des internationalen Films urteilt: „Der in Südfrankreich angesiedelte Actionfilm will westliche Erfolgsmuster kopieren und diese zugleich mit Versatzstücken des kommerziellen Hongkong-Kinos anreichern. Das Ergebnis ist eine inhaltsleere Mixtur voller handwerklicher Mängel, die hektische Schnitte mit Rasanz verwechselt und logische Brüche billigend in Kauf nimmt.“[6]

Hubert Carl von kino.de resümiert: „‚The Transporter‘ ist eine hochkarätige, explosive Mixtur aus europäischem, amerikanischem und asiatischem Action-Kino. Ein Leckerbissen für Fans brillant choreographierter Autojagden und Feuerwechsel. Die eigentliche Sensation des Films aber ist Hauptdarsteller Jason Statham. Sein cooler Charme erinnert an den guten alten ‚Stirb LangsamBruce Willis – und seine Kampftechnik an die Kunst von Jackie Chan. Die Geburt eines neuen Actionstars.“[7]

Fortsetzung[Bearbeiten]

2005 erschien mit Transporter – The Mission die Fortsetzung des Films. Ein dritter Teil, Transporter 3, wurde 2008 produziert. 2012 startete mit Transporter: Die Serie eine Fernsehserie, die an die Filme anknüpft, in der allerdings Chris Vance die Hauptrolle übernahm.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Drehorte laut Internet Movie Database
  2. a b c d Budget und Einspielergebnisse laut Internet Movie Database
  3. a b c Starttermine laut Internet Movie Database
  4. a b c d e f g h i j Hintergrundinformationen laut Internet Movie Database
  5. Filmkritik, Kino News 05/2003
  6. The Transporter im Lexikon des Internationalen Films, abgerufen am 22. November 2012.
  7. Filmkritik, Hubert Carl

Weblinks[Bearbeiten]