Vižinada

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Vižinada
Visinada
Wappen von VižinadaVisinada
Vižinada (Kroatien)
Paris plan pointer b jms.svg
45.34588888888913.77040555555640Koordinaten: 45° 20′ 45″ N, 13° 46′ 13″ O
Basisdaten
Staat: Kroatische Flagge Kroatien
Gespanschaft: Flagge der Gespanschaft Istrien Istrien
Höhe: 40 m. i. J.
Einwohner: 1.158 (2011)
Telefonvorwahl: (+385) 052
Postleitzahl: 52463
Kfz-Kennzeichen: PU
Struktur und Verwaltung
(Stand: 2013, vgl.)
Gemeindeart: Gemeinde
Bürgermeister: Marko Ferenac (SDP)
Website:

Vižinada (italienisch Visinada) ist ein Dorf und ein Stadtbezirk in der Gespanschaft Istrien, Kroatien.

Die Gemeinde Vižinada besteht aus 23 Ortsteilen mit insgesamt 1158 Einwohnern (gemäß Volkszählung 2011).[1] Der eigentliche historische Ortsteil Vižinada zählte 279 Einwohner.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits in der Zeitepoche der Antike befand sich unterhalb des heutigen Vižinada im Mirna-Tal die Siedlung Ružar, welche vermutlich bis zum 15. Jahrhundert besiedelt war, bevor sich dessen Bewohner in Vižinada niederließen. Vižinada selber wird erstmals im Jahr 1177 in einer Urkunde des Bischofs von Poreč erwähnt, dessen Gründung liegt jedoch noch weitere Jahrzehnte zurück.

Vižinada fiel im Jahr 1523 unter die Herrschaft der Venezianer und wurde von der Familie Grimani bis zum Zerfall des venezianischen Reichs gegen Ende des 18. Jahrhunderts beherrscht und verwaltet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Pfarrkirche des Heiligen Hieronymus
Kirche des Heiligen Barnabas

Im 11. Jahrhundert wurde auf dem westlich von Vižinada gelegenen Božje-Feld (dem heutigen Friedhof), erstmals eine Kirche erbaut. Im Jahre 1119 haben dort die Templer ein Kloster gegründet. Bis zur gewaltsamen Auflösung des Templer-Ordens zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurde das Kloster zum Zentrum der Tempelritter Istriens. Das Kloster wurde folgend vom Malteserorden und im Jahre 1526 von Franziskanern des Dritten Ordens übernommen. Die heute noch bestehende Kirche der Seligen Jungfrau Maria stammt etwa aus dem 15. Jahrhundert. Die Decke im Altarraum wie auch grössere Teile der Wände sind mit Evangelisten-Symbolen, mit Engeln und Apostelndarstellungen ausgemalt. Auf der Fassade oberhalb des Kirchentors befindet sich ein steinerner Kopf, welcher Attila, den König der Hunnen, darstellen soll.

Der Ortskern wird von der nach heutigem Aussehen 1827 erbauten Hieronymus-Kirche (Župna crkva Sv. Jeronima), und dem aus dem 17. Jahrhundert erstellten 25 Meter hohen freistehenden Glockenturm des vorgängigen Kirchenbaus aus dem 16. Jahrhundert geprägt. Der Hochaltar wird von den zwei Marmorstatuen des Heiligen Hieronymus und Heiligen Barnabas geschmückt. Das Marienbild hinter dem Altar wurde von Zorzi Ventura gefertigt.

Im westlichen Ortsteil steht die Kirche des Heiligen Barnaba (Crkva Sv. Barnabe), ein Sakralbau aus dem 13. Jahrhundert. Dessen Wände und Apsis wurden zur Mitte des 15. Jahrhunderts mit Fresken ausgeschmückt. Diese Kunstwerke verschwanden zu Beginn des 18. Jahrhunderts unter einer aufgetragenen Mörtelschicht und wurden erst wieder nach Renovationsarbeiten vor einigen Jahrzehnten freigegeben.

Im östlichen Ortsteil steht die Kirche des Heiligen Johannes (Crkva Sv. Ivana Krstitelja), erbaut im Jahr 1579 (und nicht, wie beim Tor vermerkt, im Jahr 1593).

Die Kirche Heiligen Rochus (Crkva Sv. Roka), erbaut 1593 und 1989 restauriert, steht an der ehemaligen Bahnstrecke der Parenza-Eisenbahn.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vižinada – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Croatian Bureau of Statistics: Census 2011 Bevölkerung Volkszählung 2011.