Lokalbahn Triest–Parenzo

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Triest–Parenzo [–Canfanaro] TPC
U.37 1995 als Denkmal in Koper
U.37 1995 als Denkmal in Koper
Strecke der Lokalbahn Triest–Parenzo
Parenzaner Bahn (Parenzana/Porečanka)
Streckenlänge: 122,88 km
Spurweite: 760 mm (Bosnische Spur)
Maximale Neigung: 31 
Minimaler Radius: 60 m
Höchstgeschwindigkeit: 35 km/h
BSicon .svgBSicon exKBHFa.svg
-0,8 Triest – St. Andrea (Campo Marzio) (ab 1906) 3 m
BSicon .svgBSicon exBHF.svg
0,0 Triest – St. Andrea (bis 1906) 3 m
BSicon .svgBSicon exBHF.svg
3,0 Triest – Holzhafen (Scalo Legnami) (nach 1918) 4 m
BSicon .svgBSicon exBHF.svg
3,8 Triest – Servola (nach 1918) 8 m
BSicon .svgBSicon exHST.svg
7,0 Monte Castiglione 4 m
BSicon .svgBSicon exWBRÜCKE2.svg
8,4 Rosandra 6 m
BSicon .svgBSicon exHST.svg
8,7 Zaule/Žavlje – Val Rosandra 7 m
BSicon .svgBSicon exHST.svg
10,7 Muggia/Milje 2 m
BSicon .svgBSicon xGRENZE.svg
12,9 heutige Grenze Italien/Slowenien
BSicon .svgBSicon exHST.svg
13,9 Spodnje Škofije/Scoffìe di Sotto 71 m
BSicon STRlg.svgBSicon exHST.svg
16,8 Dekani/Villa Decani 20 m
BSicon WBRÜCKE1.svgBSicon exSTR.svg
Rižana/Risana
BSicon ABZlg.svgBSicon exSTR.svg
Hafengebiet von Koper
BSicon DST.svgBSicon exSTR.svg
Koper Tovorna
BSicon ABZl+l.svgBSicon xKRZ.svg
ca. 50 km von/nach Divača
BSicon WBRÜCKE2.svgBSicon exWBRÜCKE1.svg
17,8 Razbremenilnik und Rižana/Risana 5 m
BSicon STR.svgBSicon exHST.svg
19,1 Lazzaretto Risano (ab 1909) 4 m
BSicon WBRÜCKE.svgBSicon exSTR.svg
Škocjanski zatok (Vogelschutzsumpfgebiet)
BSicon KBHFe.svgBSicon exBHF.svg
22,3 Koper Bhf. (neu + hist.) 3 m
BSicon .svgBSicon exHST.svg
24,1 Semedella 2 m
BSicon .svgBSicon exWBRÜCKE2.svg
28,2 Morar 5 m
BSicon .svgBSicon exHST.svg
29,1 Izola/Isola d'Istria 6 m
BSicon .svgBSicon exTUNNEL1.svg
31,9 Šalet/Saletto – 213,5 m lang[1] 64 m
BSicon .svgBSicon exHST.svg
34,4 Strunjan/Madonna di Strugnàno 7 m
BSicon .svgBSicon exWBRÜCKE2.svg
34,6 Castrolago 7 m
BSicon .svgBSicon exTUNNEL1.svg
35,4 Valeta (Lucan/Monte Luzzan) – 544 m lang[1] 54 m
BSicon .svgBSicon exHST.svg
36,6 Portorož/Portorose (ab 1904) 36 m
BSicon exLSTRq.svgBSicon exABZrf.svg
36,7 Anschluss an Straßenbahn nach Piran/Pirano
(keine Gleisverbindung)
36 m
BSicon .svgBSicon exSBRÜCKE.svg
37,0 alte Steinbrücke 45 m
BSicon .svgBSicon exBHF.svg
38,2 Lucija/Santa Lucia di Portorose 3 m
BSicon .svgBSicon exHST.svg
39,5 Paderno/San Bortolo di Portorose 25 m
BSicon .svgBSicon exBHF.svg
42,1 Sečovlje/Sicciole 5 m
BSicon .svgBSicon exWBRÜCKE1.svg
43,5 Stara Dragonja 5 m
BSicon .svgBSicon xGRENZE+WBRÜCKE.svg
44,5 Dragonja, Grenzfluss Slowenien/Kroatien 5 m
BSicon .svgBSicon exHST.svg
47,9 Savudrija/Salvore 101 m
BSicon extCONTr.svgBSicon exSTR.svg
, projektierter Anschluss von/nach Umag/Umago
BSicon .svgBSicon exHST.svg
52,1 Markovac/Mazzoria San Marco 116 m
BSicon .svgBSicon exHST.svg
53,9 Kaldanija/Caldania 126 m
BSicon .svgBSicon exBHF.svg
58,6 Buje/Buie 173 m
BSicon .svgBSicon exHST.svg
61,9 Triban/Tribano 223 m
BSicon .svgBSicon exTUNNEL2.svg
65,0 Villa Romana – ~50 m lang 277 m
BSicon .svgBSicon exBHF.svg
65,1 Grožnjan/Grisignana 285 m
BSicon .svgBSicon exTUNNEL2.svg
65,9 Grožnjan (Kalcini/Monte Calcini) – 179 m lang 293 m
BSicon .svgBSicon exHST.svg
69,8 Kostanjica/Castagna 252 m
BSicon .svgBSicon exTUNNEL2.svg
70,5 Kostanjica – 70 m lang 240 m
BSicon .svgBSicon exHST.svg
72,7 Završje/Piemonte d'Istria 176 m
BSicon .svgBSicon exTUNNEL2.svg
72,9 Završje III  – 35 m lang 161 m
BSicon .svgBSicon exTUNNEL2.svg
73,1 Završje II  – 28 m lang 161 m
BSicon .svgBSicon exBRÜCKE.svg
73,3 Završje-Viadukt – 62 m lang, 20 m hoch 176 m
BSicon .svgBSicon exBRÜCKE.svg
74,6 Antonci-Viadukt – 80 m lang, 25 m hoch 185 m
BSicon .svgBSicon exBRÜCKE.svg
76,1 Freski-Viadukt – 68,5 m lang, 30 m hoch 174 m
BSicon .svgBSicon exTUNNEL2.svg
77,1 Freski – 146 m lang 155 m
BSicon .svgBSicon exHST.svg
77,8 Oprtalj/Pòrtole d'Istria 160 m
BSicon .svgBSicon exBRÜCKE.svg
78,1 Oprtalj-Viadukt – 75 m lang, 25 m hoch 158 m
BSicon .svgBSicon exBHF.svg
85,1 Livade/Bagni San Stefano Levade 13 m
BSicon .svgBSicon exWBRÜCKE1.svg
87,5 Mirna/Quieto 13 m
BSicon .svgBSicon exBHF.svg
89,7 Motovun/Montona 114 m
BSicon .svgBSicon exTUNNEL2.svg
90,0 Motovun – 222 m lang 120 m
BSicon .svgBSicon exHST.svg
94,1 Karojba/Caroiba 194 m
BSicon .svgBSicon extSTRrf.svg
BSicon extCONTr.svgBSicon exSTR.svg
, proj. Anschluss von/nach Pazin/Pisino (Mitterburg)
BSicon .svgBSicon exWBRÜCKE.svg
94,2 Kvar-Viadukt – 94 m lang, 15 m hoch, Cervaro ? m
BSicon .svgBSicon exHST.svg
97,0 Rakotule/Raccotole 209 m
BSicon .svgBSicon exBRÜCKE.svg
98,6 Rakotule-Viadukt – 64 m lang, 20 m hoch ? m
BSicon .svgBSicon exBHF.svg
102,0 Vižinada/Visinada[2] 269 m
BSicon .svgBSicon exBHF.svg
105,0 Baldaši/Baldassi (nach 1918) 273 m
BSicon .svgBSicon exBHF.svg
108,5 Labinci–Markovac/Santa Domenica 201 m
BSicon .svgBSicon exBHF.svg
111,0 Višnjan/Visignano 175 m
BSicon .svgBSicon exHST.svg
115,2 Nova Vas/Villanova di Parenzo 130 m
BSicon .svgBSicon exKBHFe.svg
122,2 Poreč/Parenzo 4 m
BSicon .svgBSicon extCONTf.svg
projektierte Fortführung bis Kanfanar/Canfanaro

Die Lokalbahn Triest–Parenzo (ital. Parenzana, slow./kroat. Porečanka, deutsch auch Parenzaner Bahn) war eine Schmalspurbahn in 760 mm Spurweite im heutigen Italien, Slowenien und Kroatien. Sie verlief von Triest über Koper/Capodistria, Izola/Isola, Portorož/Portorose sowie Buje/Buie bis Poreč/Parenzo und war im Endausbau geplant bis nach Kanfanar/Canfanaro. Heutige Nutzung der Trasse als Weg der Gesundheit und Freundschaft – ein multinationaler Radwanderweg.

Geschichte[Bearbeiten]

Zuggarnitur der Parenzaner Bahn im Bahnhof Koper (1905)

Die Konzession für den Bau und Betrieb einer schmalspurigen Localbahn von Triest nach Parenzo, eventuell nach Canfanaro (mit Anschluss an die Zweigstrecke Divača-Pula als „Istrianische Staatsbahn“ an die historische Südbahn Wien–Triest), wurde am 15. April 1899 erteilt.[3]

Die Bahnstrecke wurde von einer lokalen Aktiengesellschaft initiiert und ab dem 1. April 1902 von den k.k. Staatsbahnen (kkStB) betrieben. Aus Protest gegen die zweisprachige Beschilderung entlang der Strecke boykottierten die italienischen Würdenträger die offizielle Einweihungsfeier und blieben ihr fern.

Der Bahnhof Triest - St. Andrae (ital. Trieste – St. Andrea) war nur von 1902 bis 1906 Ausgangsbahnhof der Parenzana (Km 0,0). Am 23. Juli 1906 wurde der neue Staatsbahnhof Triest (offizielle Bezeichnung Triest k. k. St. B.) in Betrieb genommen und gleichzeitig der bisherige alte Bhf. St. Andrae aufgelassen. Auch die Strecke der Schmalspurbahn wurde bis zum neuen Staatsbahnhof verlängert und begann im km -0,792 (0-Punkt blieb unverändert, daher negative Kilometrierung!). Erst ab 1919 taufte die FS den Staatsbahnhof in St.-Andrea um, bis ab 1923 der auch heute noch gebräuchliche Name Campo Marzio eingeführt wurde.

Nach dem Zerfall Österreich-Ungarns (1918) übernahm die Italienische Staatsbahn (FS) den Betrieb, legte die Bahnstrecke aber mit dem 31. August 1935 still. Ein kleiner Teil des Materials wurde auf anderen süditalienischen Schmalspurstrecken weiter verwandt.

Da die Bahnstrecke (für den Eventualfall) bis nach Kanfanar/Canfanaro konzessioniert worden war,[3] trugen die Hektometersteine die Abkürzung TPC (für Triest–Parenzo–Canfanaro).

Ein schweres Unglück mit drei Todesopfern sowie mehreren Verletzten ereilte die Bahn am Nachmittag des 31. März 1910. Es herrschte der starke nordöstliche Wind Bora mit Böen von über 160 km/h. Der aus sieben Waggons bestehende, mit etwa 180 Personen besetzte Zug wurde kurz nach der Abfahrt in Triest in der Nähe der Station Muggia von einer besonders starken Böe erfasst. Die Lokomotive blieb bis auf die Räder der Vorderachse in den Schienen stehen, während die Wagen umgeworfen bzw. übereinandergeschoben wurden.[4]

Ein weiterer Unfall ereignete sich während des Ersten Weltkrieges, als ein Militärzug entgleiste und die beiden Lokomotiven U-21 und U-22 sowie alle Waggons umgeworfen wurden. Zwei Lokomotivführer verloren ihr Leben. Als Ursache wird Sabotage durch russische Kriegsgefangene vermutet.

Die dritte Episode ist sehr trauriger Natur. Eine Gruppe von Faschisten (Istrien gehörte damals zu Italien) kam von einer wenig erfolgreichen Veranstaltung zurück. In Strujano/Strugnano spielten Kinder in der Nähe des Geleises und wurden von den Faschisten aus keinem ersichtlichen Grund beschossen. Zwei Kinder verloren ihr Leben, eines blieb aufgrund der erlittenen sieben Schusswunden lebenslänglich behindert und weitere Kinder erlitten Verletzungen. Eine Untersuchung wurde nicht eingeleitet.

Während der Planung der Eisenbahnlinie hatte man offenbar vor, die Strecke noch über Kanfanar hinaus bis Rovinj zu verlängern. Im dortigen Areal des ehemaligen Vollspur-Bahnhofs gibt es noch Bauten, die in Stil und Proportionen stark den Bauten der Parenzana ähneln.

Streckenbeschreibung[Bearbeiten]

Die Strecke nahm am Triester Staatsbahnhof (Stazione dello Stato, seit 1923 Campo Marzio (dt.: Marsfeld), auch bekannt als: St. Andrea bzw. Sant'Andrea) ihren Ausgang und führte über Muggia/Milje, Koper/Capodistria, Portorož/Portorose, Buje/Buie, Motovun/Montona bis nach Poreč/Parenzo. Ein Charakteristikum war die ausgesprochen steigungsreiche Streckenführung, welche lange Schleifenbildungen zur Höhengewinnung und demgemäß wenig attraktive Reisezeiten mit sich brachte. Vorrangige Aufgabe war also offensichtlich der Gütertransport.

Am Bahnhof Portorož/Portorose existierte eine Gleisverbindung zu der ebenfalls 760-mm-spurigen, am 30. Juni 1912 konzessionierten Straßenbahn nach Piran/Pirano (1912–1953).[5] Zuvor bestand 1909–1912 Anschluss an die gleislose Bahn Pirano–Portorose.

Lokomotiven[Bearbeiten]

Dampflokomotive Baureihe P der Parenzana

Wie auf den meisten altösterreichischen Schmalspurbahnen setzten die k.k. Staatsbahnen anfangs die Baureihe U ein. Aus Leistungsgründen bestellte das Unternehmen bei der Lokomotivfabrik Krauss/Linz nach wenigen Betriebsjahren die Baureihe P, bei der der Anfangsbuchstabe von Parenzo namensgebend war. 1903 wurde für die verkehrsschwachen Zeiten der Triebwagen KkStB 1/s.0 der Maschinenfabrik Komarek beschafft. Dieser soll aber auf der steigungsreichen Strecke überfordert gewesen sein und wurde deshalb 1906 an die Pinzgauer Lokalbahn weitergegeben.[6]

Von den für die Parenzana gebauten Lokomotiven sind zwei Exemplare der Baureihe U noch erhalten, davon die U.37 in Koper/Capodistria. Im Technikmuseum von Mailand befindet sich die von der Italienischen Staatsbahn bestellte P.7. Die im slowenischen Izola/Isola als Denkmal aufgestellte P.3 ist keine Originalmaschine der Parenzana, sondern stammt aus einem Nachbaulos der Österreichischen Bundesbahnen.

Nach Einstellung der Strecke wurden die vorhandenen Lokomotiven der Baureihe U verschrottet, die Lokomotiven der Baureihe P wurden teilweise auf die italienische Schmalspurweite von 950 mm umgespurt und auf süditalienische Schmalspurstrecken umstationiert.

Technische Daten[Bearbeiten]

  • Zahl der Bahnhöfe und Haltestellen: 36
  • Tiefster Punkt: 2 m über dem Meeresspiegel (in Muggia und Koper)
  • Höchster Punkt: 293 m über dem Meeresspiegel (nahe Grožnjan/Grisignana)
  • Zahl der Kurven: 604
  • Zahl der Tunnel: 9, Gesamtlänge 1530 m
  • Zahl der Brücken: 11
  • Zahl der Viadukte: 6
  • Fahrzeit Triest (Bahnhof St. Andrea) – Parenzo: 6 h 55 min
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 21,9 km/h

Artefakte[Bearbeiten]

Trotz der langen Stilllegungsdauer finden sich in den slowenischen und kroatischen Abschnitten der ehemaligen Parenzana noch ungewöhnlich viele bauliche Reste (Artefakte), darunter Bahnhofsgebäude, Tunnel und Viadukte. Einer jüngeren Erhebung zufolge sollen noch 94 % der Anlagen im kroatischen Abschnitt völlig intakt sein. Fast alle ehemaligen Bahnhöfe an der Strecke sind noch vorhanden, zumeist als Wohnbauten genutzt, z. B. in Poreč, Motovun, Livade, Grožnjan, Buje (hier Nutzung als Autoreparaturwerkstatt). Mit geübtem Auge kann der Eisenbahnfreund diese ehemaligen Bahnhöfe gut erkennen, die einheitliche Bauweise ist markant.

Eine Kuriosität fällt an der ehemaligen Haltestelle bei Završje/Piemonte d'Istria auf: bei einem Umbau des Gebäudes zu einer Scheune hat man reichlich Kilometersteine und Hektometersteine mit TPC-Gravur (s. o.) aus z. T. weit entfernten Streckenabschnitten eingemauert. Auch noch gut zu erkennen und zu finden sind ehemalige Tunnel der Strecke, so bei Završje, wo durch die beiden kurzen Tunnel ein Feldweg verläuft. Andere Tunnel waren zeitweise (s. u.) vermauert (bei Grožnjan und bei Motovun), wo offenbar Pilzzuchten betrieben wurden. Ebenfalls bei Završje: ein geschwungenes Viadukt über eine tiefe Schlucht. Einschnitte und andere Kunstbauten sind im Gelände sehr gut zu erkennen.

Projekt Weg der Gesundheit und Freundschaft[Bearbeiten]

Ein Wiederaufbauprojekt als multinationaler Radwanderweg der Architekturfakultät der Universität Zagreb erhielt zwar einige mediale Aufmerksamkeit, über Medienberichte hinaus waren aber zunächst kaum Aktivitäten erkennbar.

Über einen Teil des heute in Kroatien liegenden Abschnittes führt die Route des Parenzana-Marathons, eines jährlich stattfindenden Mountainbikerennens.

Erst im Februar 2008 wurde mit dem Ausbau des Parenzana-Planums als Rad- und Wanderweg D-8 begonnen, maßgeblich gefördert mit Tourismus-Entwicklungsgeldern der EU.[7] Die bisher gesperrten Tunnel bei Grožnjan und Motovun sind beräumt und können durchwandert bzw. durchfahren werden. Der Tunnel bei Freski hat Beleuchtung erhalten. Die schönen Viadukte zwischen Završje und Livade wurden mit neuen verzinkten Geländern versehen, indem diese an die alten Laschen aus dem Jahr 1902 angeschraubt wurden.

Am Wochenende vom 10. zum 11. Mai 2008 fand zur Eröffnung ein „Radwandertag“ zwischen Grožnjan und Livade mit offiziellen Vertretern aus Kroatien und Italien statt.

Aktuelle Situation[Bearbeiten]

Die als Parenzana-Radwanderweg ausgewiesene Strecke ist 2011 noch unvollständig. Auf den ersten knapp 13 Kilometern sind in Italien vom Ausgangspunkt, dem ehemaligen Staatsbahnhof Campo Marzio (beherbergt heute ein Eisenbahnmuseum), bis zur slowenischen Grenze für Ortsfremde keinerlei Hinweise auf den genauen Streckenverlauf aufgestellt.

Ab dem Grenzübergang ist die Parenzana-Strecke in Slowenien als „D-8“ ausgeschildert und überwiegend asphaltiert. In Izola (Weblink siehe unten) gibt es seit 2000 ein Eisenbahnmuseum mit dem Schwerpunkt Parenzana – es wird auch deutsch gesprochen. Ein weiteres kleines Museum zu und an dieser Strecke findet sich seit dem 4. November 2007 in Livade (Kroatien), dort werden also nicht nur Trüffel gesucht, wofür der Ort bekannt ist. Der Wegeausbau auf kroatischer Seite ist noch nicht sehr weit vorangeschritten: für die Kies- oder Schotterwege empfiehlt sich besser die Mitnahme eines Mountainbikes.

Ein Lokmodell (der Lokomotive U20, die tatsächlich auf der Parenzaner Strecke fuhr) steht im Maßstab 1:1 in Vižinada/Visinada. Vorläufig endet dort die Ausschilderung der Wegstrecke etwa bei Kilometer 102, noch gut 20 km von Poreč/Parenzo entfernt – dies soll sich mit dem Ausbau in Phase II, die 2013 vollendet war, ändern.[8]

Literatur[Bearbeiten]

  • Giulio Roselli: La ferrovia Trieste–Parenzo. (italienisch). 1967.
  • Giulio Roselli: Parenzana. (italienisch). 2. Auflage, 1972.
  • Giulio Roselli: Cara Parenzana!. (italienisch). Edition Fachin, Trieste 1987.
  • Franca Chersicla, Massimo Medeot (Red.): I cent’anni della Parenzana. SE „Vincenzo de Castro“ Pirano. (italienisch). Pigraf, Pirano 2002, OVB.
  • Franz Gemeinböck: Die Reihe P. In: Schmalspur, Nr. 4/2003, ZDB-ID 2102646-4. Verein Schmalspur, Wien 2003.
  • Gerhard Sammer, Josef Flack: Geliebte Parenzana! Eine Reise in die Vergangenheit mit der Schmalspurbahn Triest–Poreč (Parenzo). (deutsch, slowenisch). In: Signal. Jahresschrift des Pavelhaus, Ausgabe Winter 2006/07, ZDB-ID 2180795-4. Pavelhaus, Graz 2007.
  • Janko Ferk, Sandra Agnoli (Fotogr.): Die Parenzana. Gehen. Genießen. Rad fahren. Von Triest nach Poreč. Verlagsgruppe Styria, Wien/Graz/Klagenfurt 2013, ISBN 978-3-7012-0127-3.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Parenzana – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b http://www.eisenbahn-tunnelportale.de/lb/inhalt/eisenbahn-slowenien.html#parenzana
  2. vorläufiges Ende des ausgewiesenen Radwanderweges Parenzana - „Weg der Gesundheit und Freundschaft“
  3. a b RGBl 1899/77. In: Reichsgesetzblatt für die im Reichsrath vertretenen Königreiche und Länder, Jahrgang 1899, S. 137–142. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/rgb.
  4. Tagesneuigkeiten. (…) Schnee und Stürme. In: Agramer Zeitung, Nr. 74/1910 (LXXXV. Jahrgang), 1. April 1910, S. 4, Mitte oben (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/apz sowie
    Tagesneuigkeiten. (…) Das Eisenbahnunglück von Muggia. In: Agramer Zeitung, Nr. 75/1910 (LXXXV. Jahrgang), 2. April 1910, S. 3 Mitte. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/apz.
  5. RGBl 1912/132. In: Reichsgesetzblatt für die im Reichsrath vertretenen Königreiche und Länder, Jahrgang 1912, S. 621 ff. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/rgb.
  6. Beschreibung des Komarek - Triebwagens
  7. Parenzana offiziell als Weg der Gesundheit und Freundschaft
  8. Mit der Bora im Rücken in FAZ vom 11. Juli 2013, Seite R2