Kanfanar

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Kanfanar
Wappen von Kanfanar
Kanfanar (Kroatien)
DEC
45.12224166666713.837083333333281Koordinaten: 45° 7′ 20″ N, 13° 50′ 13″ O
Basisdaten
Staat: Kroatische Flagge Kroatien
Gespanschaft: Flagge der Gespanschaft Istrien Istrien
Höhe: 281 m ü. A.
Fläche: 58 km²
Einwohner: 1457 (2001)
Bevölkerungsdichte: 25 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+385) 052
Postleitzahl: 52352
Kfz-Kennzeichen: PU
Struktur und Verwaltung
Gemeindeart: Stadt
Bürgermeister: Anton Modesto
Webpräsenz:

Kanfanar (italienisch Canfanaro) ist eine Stadt und eine Gemeinde in der Gespanschaft Istrien, Kroatien. Die Zahl der Einwohner der Stadt liegt bei 1457. Kanfanar liegt 20 km nordöstlich von Rovinj auf 281 m.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Dvigrad im Vordergrund und Kanfanar im Hintergrund

Die heutige Stadt Kanfanar ging aus den zwei kleineren Ortschaften Parentino und Moncastello hervor. Parention hat illyrische Wurzeln, ist aber später aufgegeben worden. Moncastello, später Duecastello (heute Dvigrad) genannt, verlor im Jahre 1631 wegen seuchenartigen Erkrankungen seine Einwohner und als deren neue Siedlung entstand das heutige Kanfanar. Als Baumaterial nutzte man u.a. die heutigen Ruinen von Dvigrad.
Die Kirche St. Silvester (1696) in Kanfanar verwahrt die erhalten gebliebenen liturgischen Gegenstände aus der Kirche von Dvigrad.

[Bearbeiten] Wirtschaft

Die wirtschaftliche Grundlage der Stadt besteht hauptsächlich in Kleingewerbe und touristischen Aktivitäten. Am Westrand der Stadt arbeitet ein großer Kalksteinbruch, der ein hellbeiges Gestein aus der Kreideformation für Bau- und Dekorationszwecke liefert. Dieser Werkstein mit dem gleichen Namen wie seine Stadt ist überregional bekannt.

Kanfanar verfügt über einen Autobahnanschluß an der in Nord-Süd-Richtung führenden neuen istrischen Magistrale A 9. Ferner besteht ein Eisenbahnanschluß an der um 1876 gebauten Linie R101 zwischen Pazin und Pula. Ein Anschluß der im Jahre 1900 begonnenen schmalspurigen Parenzobahn unterblieb, weil der dritte Streckenabschnitt Parenzo-Kanfanar nicht gebaut wurde.

[Bearbeiten] Bedeutende Söhne und Töchter der Stadt

  • Giovanni Glavinìch/Franjo Glavinić (* 23. Juni 1585, † 6. Dezember 1652 in Trsat/Tersatto - Ortsteil von Rijeka), Franziskaner, Theologe, Literat, Geschichtsschreiber
  • Gregorio Franisovich († 1810 in Capodistria), Offizier und Teilnehmer an den Türkenkriegen auf dem Balkan

[Bearbeiten] Weblinks

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