Vilde Frang

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Vilde Frang (2010)

Vilde Frang Bjærke (* 19. August 1986 in Oslo, Norwegen) ist eine norwegische Geigerin.

Ausbildung[Bearbeiten]

Vilde Frang wurde in Oslo geboren und begann mit dem Geigenspiel im Alter von 4 Jahren nach der Suzuki-Methode. Von 1993 bis 2002 widmete sich dem Geigenstudium am Barratt Due Musik-Institut in Oslo bei Stephan Barratt-Due, Alf Richard Kraggerud und Henning Kraggerud.

Ihr erstes öffentliches solistisches Konzert gab Frang mit 10 Jahren zusammen mit dem Norwegischen Rundfunk-Orchester. Im Jahr 1998 wurde sie Anne-Sophie Mutter vorgestellt, die ihre Mentorin wurde und ihr später ein Stipendium des Freundeskreis Anne-Sophie Mutter Stiftung ermöglichte.

Im Alter von 12 Jahren engagierte sie in 1999 Mariss Jansons als Solistin mit dem Oslo Philharmonisches Orchester.

Von 2003 – 2009 setzte Frang ihre Studien in Deutschland fort. Sie studierte an Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei Kolja Blacher und an der Kronberg Academy bei Ana Chumachenco.

Karriere[Bearbeiten]

Frangs Debut mit dem London Philharmonic Orchestra im Jahr 2007 führte zu einem erneuten Engagement in der darauffolgenden Saison, unter Vladimir Jurowski an der Royal Festival Hall.

Im Jahr 2008 unterschrieb Vilde Frang einen Exklusiv-Plattenvertrag bei EMI Classics. Ihr Debutalbum wurde 2009 veröffentlicht, woraufhin sie 2010 zur EMI Classics' Nachwuchskünstlerin des Jahres gekürt wurde. Ihre Aufnahmen für EMI / Warner Classics sind mit einem Classical BRIT, dem Deutscher Schallplattenpreis, dem ECHO Klassik, dem Edisson Klassiek Award, dem Diapason d'Or und mit dem "Editor's Choice" des Gramophone Magazins ausgezeichnet.

Frang gewann den Credit Suisse Young Artist Award 2012. Mit diesem Preis war ein Konzert verbunden mit den Wiener Philharmonikern unter Leitung von Bernard Haitink, während des Lucerne Festival.

2013 debütierte sie bei den London Proms zusammen mit den BBC Philharmonic Orchestra unter John Storgards in der Royal Albert Hall.

Frang gab Konzerte mit dem Mahler Chamber Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra, der Philharmonia, dem Liverpool Philharmonic, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Orchestre de Paris, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Tonhalle-Orchesters Zürich, den St. Petersburger Philharmonikern, dem Washington National Symphony, dem Seattle Symphony, dem Toronto Symphony, dem Sydney Symphony und dem NHK Symphony in Tokyo, unter Dirigenten wie Vladimir AshkenazyDaniel Harding, Krzysztof Urbański, Andres Orozco-EstradaPaavo JärviKent Nagano, Ivan FischerMariss Jansons, Neeme JärviDavid ZinmanEsa-Pekka Salonen und Yuri Temirkanov.

Als Solistin und im Recital mit ihrem Duopartner Michail Lifits trat sie in renommierten Sälen wie Concertgebouw Amsterdam, der Tonhalle Zürich, dem Wiener Musikverein, der Wigmore Hall London und der Carnegie Hall New York auf, sowie in der Salle Pleyel Paris, der Tchaikovsky Hall Moscow, und dem Palais des Beaux Arts in Brüssel.

Frang war Gast an Festivals in Salzburg, Verbier, Gstaad, Lucerne, Utrecht, Mecklenburg-Vorpommern, Rheingau, Lockenhaus, London Proms sowie beim Prague Spring Music Festival und dem George Enescu Festival in Bukarest.

Zu ihren musikalischen Partnern zählen Gidon KremerYuri BashmetMartha ArgerichLeif Ove AndsnesTruls MørkNicolas Altstaedt, Nils Mönkemeyer, Sol GabettaJanine Jansen, Julian Rachlin und Maxim Vengerov.

Frang ist Inhaber einer Professur an der Norwegische Musikhochschule. Sie spielt eine 1864 Jean-Baptiste Vuillaume Violine.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 2003: Leonie Sonnings Musikfonds
  • 2007: Preis der Ritter-Stiftung
  • 2007: Stipendium der Borletti-Buitoni Trust-Stiftung
  • 2007: Prins Eugens Kulturpris
  • 2008: Norsk Solistpris
  • 2010: Statoil talentstipend (Nachwuchspreis mit 1 Mio norwegischen Kronen dotiert)
  • 2011: ECHO Klassik - beste Nachwuchskünstlerin [1]
  • 2011: WEMAG-Solistenpreis
  • 2011: Newcomer Award beim Classic BRIT-Wettbewerb
  • 2012: Crédit Suisse Young Artist Award
  • 2013: ECHO Klassik Konzerteinspielung des Jahres[1]

Diskografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Echo - in Archiv nachschlagen abgerufen am 6. März 2015