Wienerwald (Gemeinde)

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Wienerwald
Wappen von Wienerwald
Wienerwald (Gemeinde) (Österreich)
Wienerwald (Gemeinde)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Mödling
Kfz-Kennzeichen: MD
Hauptort: Sulz im Wienerwald
Fläche: 48,54 km²
Koordinaten: 48° 6′ N, 16° 8′ O48.116.133333333333649Koordinaten: 48° 6′ 0″ N, 16° 8′ 0″ O
Höhe: 649 m ü. A.
Einwohner: 2.509 (1. Jän. 2014)
Postleitzahl: 2392
Vorwahl: 02238
Gemeindekennziffer: 3 17 26
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchenplatz 7
2392 Wienerwald
Website: www.gemeinde-wienerwald.at
Politik
Bürgermeister: Michael Krischke (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(21 Mitglieder)
9 ÖVP, 6 SPÖ, 4 WWA, 2 GBL
Lage der Gemeinde Wienerwald im Bezirk Mödling
Achau Biedermannsdorf Breitenfurt bei Wien Brunn am Gebirge Gaaden Gießhübl Gumpoldskirchen Guntramsdorf Hennersdorf Hinterbrühl Kaltenleutgeben Laab im Walde Laxenburg Maria Enzersdorf Mödling Münchendorf Perchtoldsdorf Vösendorf Wiener Neudorf Wienerwald NiederösterreichLage der Gemeinde Wienerwald (Gemeinde) im Bezirk Mödling (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Die Gemeinde Wienerwald liegt im nördlichen Teil des gleichnamigen Alpenausläufers (Wienerwald), im Bezirk Mödling. Die Gemeinde mit 2509 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) entstand erst 1972 im Zuge der Gemeindereform durch die Zusammenlegung der vier Gemeinden (Dornbach, Grub, Sittendorf und Sulz im Wienerwald) und ist die flächenmäßig größte im Bezirk Mödling.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

f1Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten der Gemeinde: OSM, Google oder Bing


Die Entwicklung der ehemaligen Gemeinden:

  • Dornbach [220 Ew.] (ident mit der Katastralgemeinde Dornbach) besteht aus dem Ort Dornbach, der Rotte Lindenhof, einem kleinen Teil von Buchelbach sowie der Rotte Festleiten, die an der Hauptstraße in Sulz liegt. Der Dornbach wird 1136 im Stiftungsbuch des Stiftes Heiligenkreuz erwähnt, der Ort selbst erstmals 1236.
  • Sittendorf [427 Ew.] (ident mit der Katastralgemeinde Sittendorf) besteht aus dem Ort Sittendorf und der Rotte Wildegg (mit dem gleichnamigen Schloss) und einem Teil von Neuweg. 1114 erstmals in einem Klosterneuburger Codes erwähnt. Von 1849 bis 1920 sind Dornbach und Sittendorf in einer Gemeinde vereinigt, danach von 1920 bis 1938 und wieder ab 1954 sind sie eigenständige Gemeinden.
  • Grub [479 Ew.] (ident mit der Katastralgemeinde Grub) besteht aus dem Ort Grub, den Rotten Ameisbühel (mit Grub zusammengewachsen), der Rotte Gföhler und einem Teil von Buchelbach. Erstmals wird der Ort 1254 in einer Urkunde des Stiftes Heiligenkreuz erwähnt. 1849 bis 1938 und wieder ab 1954 ist Grub eine eigenständige Gemeinde.
  • Sulz im Wienerwald [1283 Ew.] Seit der Gründung von Gemeinden im Jahre 1849 bis 1934 waren die Katastralgemeinden Sulz und Stangau gemeinsam als Gemeinde ´Sulz-Stangau´ eigenständig. 1934 trennte sich die Katastralgemeinde Stangau von Sulz. Eine Umbenennung der Gemeinde Stangau in ´Wöglerin´ wurde wegen zu hoher Kosten wieder fallengelassen. Sulz wurde in ´Sulz im Wienerwald´ umbenannt. 1954 wieder vereinigt mit Stangau als Gemeinde ´Sulz im Wienerwald´ eigenständig. Die mit Abstand flächen- und einwohnergrößte Gemeinde.
    • Stangau [487 Ew.] besteht aus dem mit Sulz zusammengewachsenen Ortsteil Stangau sowie den Ortsteilen Wöglerin, Gruberau und Buchelbach. Im äußersten Nordwesten liegt der höchste Berg der Gemeinde (Steinplattl, 649 m).
    • Sulz im Wienerwald [796 Ew.] besteht aus dem Ort Sulz im Wienerwald und der Rotte Rohrberg. Erste Siedlungsfunde aus dem 4. Jahrhundert v. Chr., erstmals erwähnt 1135 im Stiftungsbuch des Stiftes Heiligenkreuz. Im Jahr 1477 bei der Besetzung Niederösterreichs durch Matthias Corvinus vollständig zerstört. Erst 1590 wieder besiedelt, bei der Zweite Türkenbelagerung 1683 aber neuerlich zerstört.

Vom 15. Oktober 1938 bis 31. August 1954 waren alle Katastralgemeinden Teil des 24. Bezirkes von Groß-Wien. Am 1. Jänner 1972 wurden alle Katastralgemeinden zur Gemeinde Wienerwald vereinigt.

Angrenzende Gemeinden[Bearbeiten]

Wolfsgraben Breitenfurt bei Wien
Klausen-Leopoldsdorf Nachbargemeinden Kaltenleutgeben, Hinterbrühl
Alland Heiligenkreuz Gaaden

Geschichte[Bearbeiten]

Am 6. August 1981 stürzte ein Düsenflugzeug des Bundesheeres vom Typ Saab 105Ö (Lfz GI-19 S.Nr.:105419) in der Katastralgemeinde Grub ab. Der Jet stürzte auf das Wohnhaus von Karl Musil, Solotänzer an der Wiener Staatsoper. Der Künstler, seine Frau und seine zwei Kinder erlitten schwere Verbrennungen. Die beiden Piloten Major Alois Strahner und Leutnant Gerhard Wiesinger kamen ums Leben.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die hauptsächlich von der Landwirtschaft lebende Bevölkerung hat auf die Pferdezucht und -haltung umgestellt. Dadurch ist auch ein Fremdenverkehr entstanden. Auch sehr viele Zweitwohnbesitzer aus Wien haben sich hier angesiedelt.

Das Gemeindegebiet um das Jahr 1872 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Verkehr[Bearbeiten]

Verkehrsmäßig ist es nur auf der Straße mit dem öffentlichen Autobus von Mödling und von Wien-Liesing erreichbar, wobei jedoch ab dem frühen Abend nur noch eingeschränkte Verbindungen bestehen. Die Linien sind im VOR. Die Wiener Außenringautobahn A 21 ist auch sehr nahe in Sittendorf und hat eine Auffahrt gemeinsam mit Heiligenkreuz.

Tourismus[Bearbeiten]

Jedes Jahr finden in Sittendorf nationale Läufe von Moto Cross statt. Früher wurden Weltmeisterschaftsläufe durchgeführt. Auch zum Wandern bietet die kleine Gemeinde eine Vielzahl an Wegen an und in jedem Dorf finden sich mehrere Gastronomiebetriebe. Als Sehenswürdigkeit ist die Burg Wildegg zu erwähnen.

Im Wienerwald gibt es nur zwei Berge mit Gipfelkreuz und Gipfelbuch, beide befinden sich in der Gemeinde Wienerwald. Es sind dies das Steinplattl (649 m, höchste Erhebung der Gemeinde im äußersten Nordwesten der Gemeinde (KG Stangau)) sowie der Rossgipfel (633 m, KG Grub). Beide Berge sind nicht über markierte Wege zu erreichen und bieten keine Aussicht, da sie bewaldet sind.

Sulz und Sittendorf (Mitte) um das Jahr 1780 (Josephinische Landesaufnahme)

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Volkszählung Einwohner
2011 2479
2001 2409
1991 1996
1981 1553
1971 1381

Quelle: Bevölkerungsentwicklung der Statistik Austria

Bilder[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gemeinde Wienerwald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien