Brunn am Gebirge
| Brunn am Gebirge | ||
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Niederösterreich | |
| Politischer Bezirk: | Mödling | |
| Kfz-Kennzeichen: | MD | |
| Fläche: | 7,26 km² | |
| Koordinaten: | 48° 6′ N, 16° 17′ O48.116.283333333333221Koordinaten: 48° 6′ 0″ N, 16° 17′ 0″ O | |
| Höhe: | 221 m ü. A. | |
| Einwohner: | 11.348 (1. Jän. 2012) | |
| Bevölkerungsdichte: | 1.563 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 2345 | |
| Vorwahl: | 0 22 36 | |
| Gemeindekennziffer: | 3 17 04 | |
| NUTS-Region | AT127 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Franz Anderle Platz 1 2345 Brunn am Gebirge |
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| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister | Andreas Linhart (SPÖ) | |
| Gemeinderat: (2010) (33 Mitglieder) |
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| Lage der Marktgemeinde Brunn am Gebirge im Bezirk Mödling | ||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Brunn am Gebirge ist eine Marktgemeinde mit 11.348 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Bezirk Mödling in Niederösterreich.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Der Ort liegt an den östlichsten Ausläufern der nördlichen Kalkalpen sowie an dem Staffelbruch des Wiener Beckens (Thermenlinie), direkt an der Wiener Stadtgrenze und an der Südbahn, sodass ein Teil des Ortes am Abhang des Wienerwaldes und der andere Teil schon im Wiener Becken ist. Die Grenze stellt ungefähr die Südbahn.
| Perchtoldsdorf | Wien | Vösendorf |
| Gießhübl | Wiener Neudorf | |
| Maria Enzersdorf |
Geschichte [Bearbeiten]
Ausgrabungen aus der Jungsteinzeit (Neolithikum) belegen, dass das Gebiet bereits 6000 v. Chr. bewohnt war und Brunn damit die älteste bekannte bäuerliche Siedlung Österreichs darstellt. Die Datierung des Neolithikums im zentral alpinen Raum erfolgte aufgrund der Anfang der 1990 Jahre im nördlichen Gemeindegebiet gefundenen Siedlungsüberreste.
Auch Awarengräber, die in Mödling gefunden wurden, lassen darauf schließen, dass zu dieser Zeit das Gebiet bereits bewohnt war. Aufgrund von Ausgrabungen nimmt man an, dass es zur Römerzeit hier eine Veteranensiedlung gab.
Etwa um 1000 dürfte das heutige Ortszentrum entstanden sein und nannte sich Prun oder Brun, das so viel wie Brunnen bedeutet. Urkundlich wurde Prunni im 12. Jahrhundert in einer Schenkungsurkunde erstmals erwähnt. Um 1500 stand Brunn eine Mauer rund um den Ort, die 300 Jahre lang hielt.
Bevölkerungsentwicklung
| Volkszählung | Einwohner |
|---|---|
| 2011 | 11.196 |
| 2001 | 9.422 |
| 1991 | 8.573 |
| 1981 | 7.975 |
| 1971 | 7.080 |
Quelle: Bevölkerungsentwicklung der Statistik Austria
Biertradition [Bearbeiten]
Die Brautradition in Brunn am Gebirge begann bereits 1790 in Form einer Kleinbrauerei. 1847 wurde die 19 ha große "Brunner-Brauerei-Aktien-Gesellschaft" gegründet, die zu einer der größten der damaligen Monarchie aufstieg. Über 200 Beschäftigte brauten mehr als 200.000 hl pro Jahr in den verschiedensten Sorten. 1929 wurde die Brunner Brauerei an die Liesinger Brauerei verkauft und hörte auf, als eigenes Unternehmen zu existieren. Ein paar Versatzstücke im Brauereimuseum im Brunner Heimathaus zeugen noch aus dieser Zeit. Seit dem Jahre 2012 wird die Brunner Biertradition wieder gelebt. Am Gelände des Business Park Campus21 findet Niederösterreichs größtes Oktoberfest statt.
Wirtschaft [Bearbeiten]
Heute ist nur mehr ein kleiner Teil der Bevölkerung im Weinbau tätig, deren Weingärten an den Hängen des Wienerwaldes liegen. Der Großteil ist in Industriebetrieben und Handelsbetrieben, die sich im Industriegebiet, sowie im Campus 21 angesiedelt haben, sowie in Wien tätig. Im Osten von Brunn haben Gewerbebetriebe ihre Standort so die Kranfirma Prangl, die Pumpenfirma Flow Serve. Auch die österreichische Niederlassung von Scania ist in Brunn ansässig.
Fernwärme [Bearbeiten]
Brunn ist im dicht verbauten Gebiet fast vollständig mit biogener Fernwärme, welche im Biomasseheizkraftwerk Mödling erzeugt wird, aufgeschlossen. Sowohl die öffentlichen Gebäude, wie Schulen und Ämter, Gewerbe und Industriebetriebe, als auch großvolumige Wohnbauten werden mit dieser Fernwärme versorgt.
Verkehr [Bearbeiten]
Zwischen Brunn und Perchtoldsdorf liegt die Wiener Außenringautobahn A 21. Auch zur Südautobahn gibt es eine günstige Verbindung.
Brunn hat gemeinsam mit Maria Enzersdorf eine Haltestelle an der Südbahn, die auf Brunner Gemeindegebiet liegt aber den Namen Brunn-Maria Enzersdorf (Brunn-Ma. Enzersdorf) trägt. Im Jahr 1998 wurde der vorhandene Bahnhof in eine unbesetzte Haltestelle der ÖBB umgewandelt. Der aus dem Jahr 1862 stammende Bau, dem der Abriss drohte, wurde von der Gemeinde Brunn erworben und revitalisiert.[1]
Infrastruktur [Bearbeiten]
Die Versorgung der Marktgemeinde Brunn am Gebirge mit Strom erfolgt durch die Wien Energie. Die Gasversorgung der Marktgemeinde erfolgt durch die EVN. Aufgrund des geringen Anteils der Eigenversogung mit Trinkwasser (ca. 2-5 %) liefern der Wasser Leitungs Verband der Triestingtal- und Südbahngemeinden sowie die EVN Wasser an die Gemeinde zusätzliches Trinkwasser.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Gliedererhof [Bearbeiten]
Im sogenannten „Gliedererhof“ lebte Rudolf Steiner bis zu seiner Berufung nach Weimar als Herausgeber der Naturwissenschaftlichen Schriften Goethes in der Weimarer Ausgabe (Sophien-Ausgabe). Dort schrieb er auch die Einleitungen zu Goethes Naturwissenschaftlichen Schriften in Joseph Kürschners National-Literatur sowie die Grundlinien einer Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung.
Kirche [Bearbeiten]
Die Brunner Kirche hat einen bemerkenswerten Grundriss, der Ähnlichkeiten mit dem von Rudolf Steiner entworfenen ersten Goetheanum, einem monumentalen Holzbau in Dornach im Kanton Solothurn in der Schweiz, aufweist. Sie soll von den Baumeistern des Wiener Stephansdomes errichtet worden sein.
Jugendstilreihenhäuser [Bearbeiten]
Die Jugendstilreihenhäuser in Brunn gelten als das einheitlichste Ensemble im Stil der Wiener Secession.
Söhne der Marktgemeinde [Bearbeiten]
- Franz Keim (1840–1918), österreichischer Schriftsteller
- Anton von Kenner (1871–1951), Maler
- Hans Gál (1890–1987), Komponist
- Franz Ruhm (1896-1966), österreichischer Fernsehkoch beim ORF
- Otto Mauer (1907–1973), österreichischer Priester, Kunstsammler und Mäzen
- Albert Huttary (1908–1978), österreichischer Kommunist und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus
- Jakob Fuchs (1911–1944), österreichischer Kommunist und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus
- Theo Braun (1922–2006), österreichischer Maler und Grafiker
- Ernst Vlcek (1941–2008), österreichischer Schriftsteller
Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
Der Gemeinderat besteht aus 33 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2010 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:
- 16 SPÖ – stellt den Bürgermeister (Andreas Linhart)- stellt den 1. Vizebürgermeister (Matthias Müller)
- 12 L.ÖVP - stellt einen Vizebürgermeister
- 2 Grüne
- 2 FPÖ
- 1 Bürger Forum Brunn
Partnergemeinde [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Ein Bahnhof mit neuer Nutzung in der Broschüre NÖ gestalten - Ausgabe 112 abgerufen am 24. Oktober 2012
Weblinks [Bearbeiten]
Achau | Biedermannsdorf | Breitenfurt bei Wien | Brunn am Gebirge | Gaaden | Gießhübl | Gumpoldskirchen | Guntramsdorf | Hennersdorf | Hinterbrühl | Kaltenleutgeben | Laab im Walde | Laxenburg | Maria Enzersdorf | Mödling | Münchendorf | Perchtoldsdorf | Vösendorf | Wiener Neudorf | Wienerwald
