Brunn am Gebirge

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Wappen Karte
Wappen von Brunn am Gebirge
Brunn am Gebirge (Österreich)
DEC
Brunn am Gebirge
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Bundesland Niederösterreich
Politischer Bezirk Mödling (MD)
Fläche 7,26 km²
Koordinaten 48° 6′ N, 16° 17′ O48.116.283333333333221Koordinaten: 48° 6′ 0″ N, 16° 17′ 0″ O
Höhe 221 m ü. A.
Einwohner 10 817 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 1490 Einwohner je km²
Postleitzahl 2345
Vorwahlen 0 22 36
Gemeindekennziffer 3 17 04
AT127
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Franz Anderle Platz 1
2345 Brunn am Gebirge
Offizielle Website
Politik
Bürgermeisterin Helga Markowitsch (SPÖ)
Gemeinderat (2005)
(33 Mitglieder)
15 SPÖ, 13 ÖVP, 4 Grüne, 1 FPÖ
Lage der Marktgemeinde Brunn am Gebirge
Karte

Brunn am Gebirge ist eine Marktgemeinde im Bezirk Mödling in Niederösterreich.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Der Ort liegt an der Thermenlinie, direkt an der Wiener Stadtgrenze und an der Südbahn, sodass ein Teil des Ortes am Abhang des Wienerwaldes und der andere Teil schon im Wiener Becken ist. Die Grenze stellt ungefähr die Südbahn.

Perchtoldsdorf Vösendorf
Gießhübl Nachbargemeinden Wiener Neudorf
Maria Enzersdorf

[Bearbeiten] Geschichte

Ausgrabungen aus der Jungsteinzeit belegen, dass das Gebiet bereits 6000 v. Chr. bewohnt war und Brunn damit die älteste bekannte bäuerliche Siedlung Österreichs darstellt. Auch Awarengräber, die in Mödling gefunden wurden, lassen darauf schließen, dass zu dieser Zeit das Gebiet bereits bewohnt war. Aufgrund von Ausgrabungen nimmt man an, dass es zur Römerzeit hier eine Veteranensiedlung gab.

Etwa um 1000 dürfte das heutige Ortszentrum entstanden sein und nannte sich Prun oder Brun, das soviel wie Brunnen bedeutet. Urkundlich wurde Prunni im 12. Jahrhundert in einer Schenkungsurkunde erstmals erwähnt. Um 1500 stand Brunn eine Mauer rund um den Ort, die 300 Jahre lang hielt.

Bevölkerungsentwicklung

Volkszählung Einwohner
2006 10.434
2001 9.422
1991 8.573
1981 7.975
1971 7.080

Quelle: Bevölkerungsentwicklung 1869 - 2007 der Statistik Austria

[Bearbeiten] Wirtschaft

Heute ist nur mehr ein kleiner Teil der Bevölkerung im Weinbau tätig, deren Weingärten an den Hängen des Wienerwaldes liegen. Der Großteil ist in Industriebetrieben und Handelsbetrieben, die sich in den letzten Jahrzehnten angesiedelt haben, und in Wien tätig.

[Bearbeiten] Verkehr

Zwischen Brunn und Perchtoldsdorf liegt die Wiener Außenringautobahn A 21. Auch zur Südautobahn gibt es eine günstige Verbindung. Bahnmäßig hat Brunn gemeinsam mit Maria Enzersdorf einen Bahnhof an der Südbahn.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Gliedererhof

Im sogenannten „Gliedererhof“ lebte Rudolf Steiner bis zu seiner Berufung nach Weimar als Herausgeber der Naturwissenschaftlichen Schriften Goethes in der Weimarer Ausgabe (Sophien-Ausgabe). Dort schrieb er auch die Einleitungen zu Goethes Naturwissenschaftlichen Schriften in Joseph Kürschners National-Literatur sowie die Grundlinien einer Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung.

[Bearbeiten] Kirche

Die Brunner Kirche hat einen bemerkenswerten Grundriss, der Ähnlichkeiten mit dem von Rudolf Steiner entworfenen ersten Goetheanum, einem monumentalen Holzbau in Dornach im Kanton Solothurn in der Schweiz, aufweist. Sie soll von den Baumeistern des Wiener Stephansdomes errichtet worden sein.

[Bearbeiten] Jugendstilreihenhäuser in der Franz Keim - Gasse

Jugendstil-Ensemble in der Franz Keim Gasse

Das einheitlichste Ensemble secessionistischer Baugesinnung in Niederösterreich verkörpert das Ensemble Franz Keim-Gasse in Brunn am Gebirge. Architekt war der Schüler und Freund Otto Wagners Sepp Hubatsch, der ab 1902 das Ensemble von Reihenhäusern errichtete. Die auf gleich breiten Parzellen erbauten Häusern sind für zwei Familien konzipiert. In allen Bauten stehen zwei Wohnetagen zur Verfügung. Durch Souterraingeschosse wird der Niveauunterschied der leicht ansteigenden Gasse ausgeglichen; die Häuser wirken dadurch gleich hoch. An Stelle eines Daches tritt ein weit vorkragendes Abschlussgesims, hinter dem sich das Flachdach verbirgt. Geometrische Motive, vegetabile Ornamente, wie Ranken, Blätter oder Blüten, schmücken die Fassaden. Der Dekor ist zumeist in Putzschnitttechnik ausgeführt.

Hubatschs Schöpfungen sind eine künstlerisch hochrangige Absage an den kleinstädtischen und dörflichen Wohnbau des Historismus. Die Brunner Häuserzeile kokettiert im schroffen Gegensatz zu unzähligen zeitgenössischen Hausbauten nicht mit der historistischen Burg-, Schloss- und Villenarchitektur. Unter Anlehnung an die Struktur und das Erscheinungsbild der Hauszeilen in den alten Städten an Inn und Salzach entwarf Hubatsch kunstgewerblich bereicherte Wohnobjekte, deren hohe künstlerische Individualität der klaren, alle Einzelelemente zusammenschließenden Rasterstruktur der gesamten Anlage eingefügt ist.

Brunn und seine Umgebung um 1872 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

[Bearbeiten] Partnergemeinde

[Bearbeiten] Söhne und Töchter des Marktes

  • Otto Mauer, (1907-1973), österreichischer Priester, Kunstsammler und Mäzen
  • Anton von Kenner, (1871-1951), Maler
  • Theo Braun, (1922-2006), österreichischer Maler und Grafiker
  • Hans Gál, (1890-1987), Komponist
  • Ernst Vlcek, (1941-2008), österreichischer Schriftsteller
  • Franz Keim (1840–1918), österreichischer Schriftsteller

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 33 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2005 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

  • 15 SPÖ – stellt die Bürgermeisterin (Helga Markowitsch)
  • 13 ÖVP
  • 4 Grüne - stellt die Vizebürgermeisterin (Monika Moser)
  • 1 Bürger Forum Brunn

[Bearbeiten] Weblinks

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