Wiesen-Flockenblume

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Wiesen-Flockenblume
Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)

Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Carduoideae
Tribus: Cynareae
Gattung: Flockenblumen (Centaurea)
Art: Wiesen-Flockenblume
Wissenschaftlicher Name
Centaurea jacea
L.

Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea), auch Gewöhnliche Flockenblume genannt, ist eine Pflanzenart, die zur Gattung der Flockenblumen (Centaurea) aus der Unterfamilie der Carduoideae in der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae) gehört.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Beschreibung

Die mehrjährige krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 30 bis 70 cm.

Die oberen Blätter sind ungeteilt und wechselständig. Die unteren Blätter sind buchtig-fiederspaltig. Die Blütenkörbe werden zwischen zwei und vier Zentimeter breit und bestehen nur aus violetten Röhrenblüten, von denen die randlichen stark vergrößert und steril sind.

Ein Pappus fehlt. Die Hüllblattanhängsel sind deutlich abgesetzt und überdecken die nachfolgenden Hüllblätter vollständig. Diese sind schwarzbraun bis weißlich, ganzrandig oder zerschlitzt gefranst und rundlich.

Die Pflanze enthält Gerbstoffe.

Sie blüht von Juni bis Oktober.

[Bearbeiten] Ökologie

Die Wiesen-Flockenblume ist ein ausdauernder Hemikryptophyt (Schaftpflanze). Es liegen Blüten vom „Körbchenblumen-Typ“ vor. Je Körbchen findet man 60-100 violette Einzelblüten. Die Pflanze ist dreihäusig (triözisch) d.h. neben Pflanzen mit Zwitterblüten, die durch stark vergrößerte Randblüten und verkümmerte Nektarien auffallen, gibt es auch rein männliche und rein weibliche Pflanzen. Es sind vielerlei Bestäuber zu beobachten, so zum Beispiel: Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Schwebfliegen. Der maximale Blütenbesuch findet um 15 Uhr statt. Angeblich soll Selbstbestäubung durch Krümmung der Griffel möglich sein. Die Achänen können auch ohne Pappus durch den Wind verbreitet werden, allerdings bestenfalls nur als Windstreuer. Hauptsächlich erfolgt Zufallsverbreitung durch Weidetiere neben Verbreitung durch Ameisen. Fruchtreife ist von August bis Oktober. Vegetative Vermehrung durch Wurzelsprosse ist möglich.

[Bearbeiten] Vorkommen

Die Art ist in Eurasien verbreitet, mit einem Verbreitungsschwerpunkt in den mittleren und südlichen Gebieten. Als Standort werden Halbtrockenrasen, Wiesen, Weiden und Wegränder mit lehmigen Böden bevorzugt.

[Bearbeiten] Verwendung

Die Wiesen-Flockenblume erträgt zweimaliges Mähen, sofern der 1. Schnitt nicht vor Anfang Juli erfolgt. Wegen ihres hohen Gehalts an Gerbstoffen ist sie allerdings eine schlechte Futterpflanze.

[Bearbeiten] Systematik

Die Art ist sehr variabel und gilt als unzureichend erforscht. Sie bildet Hybriden, besonders mit der Schwärzlichen Flockenblume (Centaurea nigrescens). Folgende Unterarten könnten solche Hybriden sein.

  • Kammschuppen-Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea subsp subjacea)
  • Fiederschuppen-Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea subsp macroptilon)
  • Hellschuppen-Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea subsp gaudinii)
  • Gewöhnliche Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea subsp jacea)

[Bearbeiten] Neubearbeitung der Centaurea-jacea-Gruppe in Deutschland

Für Deutschland wurde die formenreiche Art inzwischen völlig neu bearbeitet. Es zeigt sich, dass fertile Hybriden praktisch zwischen allen Arten der Centaurea-jacea-Gruppe auftreten, von denen einige als „stabilisiert“ angesehen werden können. Diesen wurde Artrang zugesprochen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche, undurchschaubare Hybridkomplexe, bei denen nicht mehr festgestellt werden kann, welche Arten im Einzelnen beteiligt waren. Die Sektion „Jacea“ innerhalb der Gattung Centaurea zerfällt nun in mehrere separate Arten (Quelle: Haeupler/Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands, Ulmer Verlag, Stuttgart, 2000, ISBN 3-8001-3364-4):

[Bearbeiten] Literatur

  • Kremer: Wildblumen, München 2001, ISBN 3-576-11456-4
  • Fischer, M. A., Adler, W. & Oswald K.: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol, Linz, 2005, ISBN 3-85474-140-5
  • R. Düll/ H. Kutzelnigg: Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands. 7. Auflage, Quelle & Meyer-Verlag, 2011, ISBN 978-3-494-01424-1
  • Margot Spohn/ Marianne Golte-Bechtle: Was Blüht den da? Enzyklopädie, Kosmosverlag, 2005

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Wiesen-Flockenblume – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
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