Altenahr

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Altenahr
Altenahr
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Altenahr hervorgehoben
50.51756.9886111111111170Koordinaten: 50° 31′ N, 6° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Ahrweiler
Verbandsgemeinde: Altenahr
Höhe: 170 m ü. NN
Fläche: 14,84 km²
Einwohner:

1648 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 111 Einwohner je km²
Postleitzahl: 53505
Vorwahl: 02643
Kfz-Kennzeichen: AW
Gemeindeschlüssel: 07 1 31 003
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Roßberg 3
53505 Altenahr
Webpräsenz: www.altenahr-ahr.de
Ortsbürgermeister: Albrecht Kreiten (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Altenahr im Landkreis Ahrweiler
Remagen Grafschaft (Rheinland) Bad Neuenahr-Ahrweiler Sinzig Bad Breisig Brohl-Lützing Gönnersdorf bei Bad Breisig Waldorf (Rheinland-Pfalz) Burgbrohl Wassenach Glees Niederzissen Wehr (Eifel) Galenberg Oberzissen Brenk Königsfeld (Eifel) Schalkenbach Dedenbach Niederdürenbach Oberdürenbach Weibern (Eifel) Kempenich Hohenleimbach Spessart (Brohltal) Heckenbach Kesseling Kalenborn (bei Altenahr) Berg (bei Ahrweiler) Kirchsahr Lind (bei Altenahr) Rech Dernau Mayschoß Altenahr Ahrbrück Hönningen Kaltenborn Adenau Herschbroich Meuspath Leimbach (bei Adenau) Dümpelfeld Nürburg (Gemeinde) Müllenbach (bei Adenau) Quiddelbach Hümmel Ohlenhard Wershofen Aremberg Wiesemscheid Kottenborn Wimbach Honerath Bauler (Landkreis Ahrweiler) Senscheid Pomster Dankerath Trierscheid Barweiler Reifferscheid Sierscheid Harscheid (bei Adenau) Dorsel Hoffeld (Eifel) Wirft Rodder Müsch Eichenbach Antweiler Fuchshofen Winnerath Insul Schuld (Ahr) Nordrhein-Westfalen Landkreis Neuwied Landkreis Vulkaneifel Landkreis Mayen-KoblenzKarte
Über dieses Bild

Altenahr ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Ahrweiler im nördlichen Rheinland-Pfalz. Sie ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde, der sie auch angehört. Altenahr ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort und gemäß Landesplanung als Grundzentrum eingestuft.[2]

Inhaltsverzeichnis

Geographie [Bearbeiten]

Geographische Lage [Bearbeiten]

Altenahr liegt im Ahrtal am Nordostrand des Ahrgebirges, etwa 35 km südwestlich von Bonn.

Gemeindegliederung [Bearbeiten]

Die Ortsgemeinde Altenahr besteht aus folgenden Ortsteilen: Altenahr, Altenburg, Kreuzberg und Reimerzhoven.

Nachbargemeinden [Bearbeiten]

Die Ortsgemeinde Altenahr grenzt im Uhrzeigersinn an folgende Gemeinden, beginnend im Norden: Kalenborn, Grafschaft, Mayschoß, Ahrbrück, Lind und Berg.

Klima [Bearbeiten]

Der Jahresniederschlag beträgt 668 mm. Die Niederschläge liegen im mittleren Drittel der in Deutschland erfassten Werte. An 34 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monate ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im Juli. Im Juli fallen 1,6-mal mehr Niederschläge als im Februar. Die Niederschläge variieren kaum und sind gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 13 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Geschichte [Bearbeiten]

Altenahr um 1900
Blick auf die Burg

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 893 im Prümer Urbar.

Eingemeindungen [Bearbeiten]

Am 7. Juni 1969 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Kreuzberg mit 560 Einwohnern nach Altenahr eingemeindet.[3]

Verbandsgemeinde [Bearbeiten]

Die Verbandsgemeinde Altenahr ging 1968 im Rahmen der kommunalen Neuordnung aus dem Amt Altenahr hervor und wuchs am 16. März 1974 um die Ortsgemeinde Kalenborn an, welche bis dahin zur gleichzeitig aufgelösten Verbandsgemeinde Ringen gehörte.[3][4]

Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

  • 1815 – 0 893
  • 1835 – 1.066
  • 1871 – 1.140
  • 1905 – 1.305
  • 1939 – 1.737
  • 1950 – 1.915
  • 1961 – 2.032
  • 1970 – 2.088
  • 1987 – 1.758
  • 2005 – 1.668

Politik [Bearbeiten]

Gemeinderat [Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Altenahr besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:[5]

  SPD CDU FWG Gesamt
2009 4 9 3 16 Sitze
2004 3 11 2 16 Sitze
Altenahr, Pfarrkirche Mariä Verkündigung

Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

Bauwerke [Bearbeiten]

  • Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist die gewaltige Ruine der Burg Are aus dem 12. Jahrhundert. Im Ortskern befindet sich die romanische Pfarrkirche aus dem 13. Jahrhundert.


  • Über dem Ortsteil Kreuzberg erhebt sich die heute noch bewohnte Burg Kreuzberg.
  • Des Weiteren befindet sich im Ortsteil Kreuzberg das bis 2004 denkmalgeschützte ehemalige Bahnbetriebswerk (Bw) Kreuzberg (Ahr), welches von einem Museumsverein unterhalten wurde. Der weitere Erhalt ist jedoch u. a. durch geplante Baumaßnahmen stark gefährdet.
  • Ein 350 m langer Sessellift verbindet den Ort mit einem der umliegenden Berge. Er überwindet hierbei einen Höhenunterschied von 164 m.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Altenahr

Naturschutzgebiet [Bearbeiten]

Sport und Freizeitaktivitäten [Bearbeiten]

In den Bergen rund um Altenahr bieten sich Möglichkeiten für ausgedehnte Wanderungen durch Wälder und Weinberge.

Regelmäßige Veranstaltungen [Bearbeiten]

  • Altenahrer Weinsommer, letztes Wochenende im Juni
  • Altenahrer Burgenfest, erstes Wochenende im August
  • Altenahrer Weinfest, jedes Wochenende im Oktober
  • Erntedankfest (Maatelsjass), zweites oder drittes Wochenende im November

Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]

Weinbau [Bearbeiten]

Altenahr gehört zum Weinbaubereich Walporzheim im Anbaugebiet Ahr. Im Ort sind fünf Weinbaubetriebe tätig, die bestockte Rebfläche beträgt 10 Hektar. Etwa 66 % des angebauten Weins sind Rotweinrebsorten (Stand 2007). Im Jahre 1979 waren noch acht Betriebe tätig, die damalige Rebfläche betrug 8 Hektar.[2]

Weinlagen

Verkehr [Bearbeiten]

  • Altenahr liegt am Endpunkt der B 267, die hier in die B 257 einmündet. Die B 257 n ist die 1998 eröffnete Ortsumgehung von Altenahr und führt durch den Ditschhardt- und Übigstunnel[6] um sich nahe dem Ortsteil Kreuzberg wieder mit der alten Bundesstraße zu vereinen. In Kreuzberg mündet die Landstraße L 76, die aus dem Sahrbachtal kommt, in die B 257. Seit 2007 ist der Lingenbergtunnel, eine kurze Erweiterung der B 257 n, eröffnet. Er ersetzt einen Schlenker um den Lingenberg am Ahrufer entlang, der dringend hätte saniert werden müssen. Die alte Straße ist nun gesperrt und soll abgerissen werden.

Persönlichkeiten [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Altenahr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2011 (PDF; 755 kB) (Hilfe dazu)
  2. a b c Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz - Infothek
  3. a b Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Seiten 168, 177 (PDF; 2,1 MB)
  4. Offizielle Internetseite der Verbandsgemeinde Altenahr
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Kreis Ahrweiler Online, 1999