Wikipedia:WikiProjekt Düsseldorf/Straßenbahnlinie 701 (Düsseldorf)

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Linie 1 (Düsseldorf)
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ISS-Dome (geplant)
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Wahlerstraße (geplant)
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Rath (S) S-bahn S6
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Rotdornstraße
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Rath Mitte (S) S-bahn S6
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Am Schein
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Haeselerstraße
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Heinrichstraße
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Derendorf (S) S-bahn S1, S6, S11
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Rather Straße
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Münsterplatz
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Dreieck
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Venloerstraße
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Marienhospital (seit 2013)
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Schloß Jägerhof (seit 2013)
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Nordstraße (U) S-bahn U78, U79
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Sternstraße
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ehem. Abzweig Hofgartenstraße
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Corneliusplatz (bis 1960)
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Jan-Wellem-Platz
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Heinrich-Heine-Allee (seit 2013)
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Benrather Straße (seit 2013)
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Steinstraße (bis 1960)
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Steinstraße (U) S-bahn U74, U75, U76, U77, U78, U79
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Graf-Adolf-Platz (bis 1960, seit 2013)
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Berliner Allee
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Elisabethstraße (bis 1960)
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Luisenstraße
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Corneliusstraße
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Morsestraße
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Färberstraße
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Bilk Bf (bis 1960) S-bahn Aachen-Iserlohn
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Karolingerplatz
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Auf’m Hennekamp
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Kopernikusstraße (ab 2015)
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Bilk-Am Steinberg (ab 2015)
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Uni-Klinik (bis 2015)
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Christophstraße (bis 2015)
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Südpark (bis 2015)
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Werstener Dorfstraße S-bahn U74, U77 (bis 2015)
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Opladener Straße S-bahn U74, U77 (bis 2015)
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Ickerswarder Straße S-bahn U74, U77 (bis 2015)
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Elbruchstraße S-bahn U74, U77 (bis 2015)
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Holthausen S-bahn U74, U77 (bis 2015)
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Niederheid S-bahn U74 bis 2015)
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Am Trippelsberg S-bahn U74 (bis 2015)
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Schöne Aussicht S-bahn U74 (bis 2015)
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Kappeler Straße S-bahn U74 (bis 2015)
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Schloss Benrath S-bahn U74 (bis 2015)
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Urdenbacher Allee S-bahn U74 (bis 2015)
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Benrath (S) (U) S-bahn U74Deutsche Bahn S-bahn S6 (bis 2015)
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Benrath Betriebshof S-bahn U74 (bis 2015
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Richtung Hilden (als Linie O bis Sohlingen Ohlings 1960)
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Richtung Hilden (als Linie V bis Wuppertal Vohwinkel 1960)
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Die Straßenbahnlinie 701 (bis 1980 Linie 1) (1980–2015 Linie 701) ist mit ihren 17,68 km die längste Linie im Straßenbahnnetz der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf. Die Zahl der Fahrgäste liegt bei rund 17 Millionen pro Jahr.[1] Im Verlauf ihres Bestehens, welches sich im Jahr 2008 zum einhundersten mal jährte, ist sie in Düsseldorf sowie deutschlandweit eine der wenigen Linien, deren Verlauf sich seit ihrer Eröffnung, bis auf eine kleine Streckenverlegung im Innenstadtbereich, nicht verändert hat. Die Linienbezeichnung lautete seit der Einführung von Liniennummern im Jahr 1906 bis zum Jahr 1979 Linie 1. Seit der Vereinheitlichung von Liniennummern im Großraum Rhein-Ruhr, durch die Gründung des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr im Jahr 1980, trägt sie die Bezeichnung Linie 701. Heute ist sie eine von 13 Straßenbahnlinien in Düsseldorf, welche von der Rheinbahn AG betrieben werden.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Vorgeschichte der heutigen Linie 701 begann am 20. Februar 1876. Die damalige Linie 3, vom Burgplatz zum ehemaligen Bahnhof der Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft, welche an diesem Tag eröffnet wurde, führte entlang der Königsallee, auf der die Linie 1 bis 1960 ebenfalls fuhr. Bis 1906 wurden dann einige weitere Streckenabschnitte der heutigen Linie 701 eröffnet. Schließlich wurde im Jahr 1906 die Linienbezeichnung Linie 1 eingeführt.

Die Linie führte von Derendorf zum Karolingerplatz in Bilk. Nach mehreren Verlängerungen in Richtung Rath und Benrath führte die Linie 1 von Rath zum Benrather Betriebshof.

Beschriftung zum hundertjährigen Jubiläum der Linie 1 am Tag der offenen Tür am Benrather Betriebshof

Somit wurde im Jahr 1934 die noch heute fast identisch so existierende Strecke in Betrieb genommen. In den folgenden Jahren wurden viele Streckenabschnitte zweigleisig ausgebaut, um eine höhere Taktdichte zu ermöglichen.

Seit jeher gehört die Linie 1 (heute 701) zu den wichtigsten Straßenbahnlinien in Düsseldorf und gilt als Rückgrat im Düsseldorfer Nahverkehr. So werden traditionell die neuesten Straßenbahntypen auf der Linie 1 getestet und eingesetzt (z. B. der Typ GT6 von Düwag).

Der Zweite Weltkrieg brachte viele bauliche Schäden in der Düsseldorfer Innenstadt mit sich. Diese wurden vom damaligen Dezernenten für Stadtplanung Friedrich Tamms genutzt, den Verkehr in der Innenstadt neu zu organisieren. Zu diesem Zweck wurde mit der Berliner Allee eine neue Straße durch die bisherige Baustruktur gelegt. Sie sollte den motorisierten Individualverkehr durch die Innenstadt führen und die Königsallee vor diesem bewahren, um deren ruhigen Charakter zu erhalten. Von eben dieser wurde jedoch nicht nur der Autoverkehr, sondern 1960 auch die Straßenbahn auf die Berliner Allee verlagert. Damit wechselte die Linie 1 zum ersten und bislang auch einzigen Mal grundlegend ihren Fahrweg. Nun führte sie nicht mehr über die Elisabethstraße, den Graf-Adolf-Platz querend über die Königsallee zum Corneliusplatz sondern parallel zu dieser Strecke entlang der Corneliusstraße gemeinsam mit dem Autoverkehr über die Berliner Allee, wobei sie bei beiden Straßen nun einen eigenen Gleiskörper erhielt, der sie vom umgebenden Verkehr unabhängig machte. Der Abschied von der Königsallee und der Umsteigepunkt am Corneliusplatz wurde mit einer Abschiedsfahrt in historischen Wagen am Vorabend der Eröffnung der neuen Trasse begangen.

Zwanzig Jahre später gab es die nächste einschneidende Veränderung auf der Linie 1. Die Linie erhielt am 1. Januar 1980 eine neue Nummerierung. An diesem Tag wurde der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr gegründet, welcher sich über Verkehrsbetriebe von Düsseldorf bis nach Dortmund erstreckt. Da die beteiligten Verkehrsbetriebe zum übergroßen Teil gleichlautende Nummern für ihre Bus- und Straßenbahnlinien führten, hatte dies eine neue Nummerierung aller Verkehrslinien im Verbundgebiet zur Folge. So wurden der Geltungsbereich des VRR in einzelne Organisationsheinheiten unterteilt und diesen dreistellige Zahlen zugewiesen. Der Raum Düsseldorf erhielt die Anfangsziffern 7 und 8. Die Straßenbahnlinien wurde alle unter der 700er Reihe eingeordnet. So wurde aus der Linie 1 zum Stichtag die Linie 701.

Die Umbenennung der Linie 1 war die letzte große Veränderung für diese traditionsreiche Straßenbahnstrecke. Einzelne Maßnahmen zur Gleiserneuerung waren die einzigen Baumaßnahmen im Streckenverlauf. Erweiterungen wurden weder in Rath noch in Benrath realisiert. In den 2000er Jahren erhielten die Haltestellen im Zentrumsbereich von Benrath und an mehreren Haltestellen in der Innenstadt jedoch Anzeigetafeln zur dynamischen Fahrgastinformation. Diese Tafeln nutzen ein bereits vorhandenes System, welches den aktuellen Standort der Fahrzeuge an die Zentrale übermittelt, wo aus diesem und der noch bestehenden Distanz zur jeweiligen Haltestelle die voraussichtliche Fahrzeit berechnet wird.

Verlauf[Bearbeiten]

Süd[Bearbeiten]

Schloss Benrath

Von Benrath Betriebshof kommend beginnt die Linie unmittelbar am Busbetriebshof Benrath. Anschließend unterfährt sie die Eisenbahnstrecke von Duisburg nach Köln und passiert den Bahnhof Düsseldorf-Benrath. Dieser ist ein Knotenpunkt für den Nahverkehr im Düsseldorf Süden. So besteht hier die Möglichkeit in zwei Linien des Regional-Express umzusteigen. Dies wären der sogenannte NRW-Express (RE 1), der bedeutendste Nahverkehrszug in Nordrhein-Westfalen und der Rhein-Express (RE 5). Dazu kommt die Linie 6 der S-Bahn sowie fünf weitere Buslinien. Nach diesem Halt erreicht die Strecke den historischen Ortskern von Benrath, direkt dahinter das Schloss Benrath sowie an der Schönen Aussicht den Rhein. Nach den Haltestellen Am Trippelsberg und Niederheid trifft die Linie 701 auf die Stadtbahnlinien U74 (seit 2009 fährt diese Stadtbahn tagsüber ebenfalls bis Benrath Betriebshof wodurch jede zweite Fahrt der Linie 701 in Holthausen beginnt und endet) und U77 und damit den Beginn der Stammstrecke 1 der Düsseldorfer Stadtbahn.

Ab der dortigen Haltestelle Holthausen befährt die Straßenbahn einen gemeinsamen Gleiskörper mit den Linien der Stadtbahn. Seit den 1990er Jahren ist dieser auch baulich von der Fahrbahn für den Individualverkehr abgetrennt. Die Strecke führt entlang der Kölner Landstraße durch die Stadtteile Holthausen und Wersten. Am nördlichen Rand des letztgenannten Stadtteils stößt sie auf die hier im Tunnel Wersten geführte Bundesautobahn 46. Sie überquert diese jedoch nicht, sondern schwenkt nach Westen Richtung Heinrich-Heine-Universität.

Im weiteren Verlauf passiert sie einen Abzweig zu dieser an der Haltestelle Südpark. Hier besteht außerdem die Zugänglichkeit zum Gelände der Bundesgartenschau 1987 welche im nahegelegenen Südpark und Volksgarten ausgerichtet wurde. Richtung Süden befindet sich außerdem der Botanische Garten der Universität. Dahinter folgen das Universitätsklinikum Düsseldorf sowie das Technische Rathaus. Ab der dortigen Haltestelle Auf'm Hennekamp verlässt die Straßenbahn wieder den bis dahin vorhandenen eigenen Gleiskörper.

Innenstadt[Bearbeiten]

Die Berliner Allee als Sitz der Finanzwirtschaft

Während ihrer Fahrt durch den Stadtteil Bilk teilt sich die Straßenbahn ihren Fahrbereich wieder mit dem Individualverkehr. Die Strecke führt unterhalb der Bahnstrecke Mönchengladbach–Düsseldorf hindurch auf die Corneliusstraße in den Stadtteil Friedrichstadt. Am Südenende der Berliner Allee befindet sich die gleichnamige Haltestelle. Sie bietet die Möglichkeit in fünf andere Straßenbahnlinien sowie in mehrere Buslinien umzusteigen. Dadurch bestehen Umsteigebziehungen zum Düsseldorfer Hauptbahnhof und nach Neuss sowie vielen innerstädtischen Zielen. Ab hier befährt die Linie 701 wieder einen eigenen Gleiskörper, was besonders bei Staus auf dieser Nord-Süd-Verbindung im Düsseldorf Straßennetz zum Vorteil wird.

Da nach Fertigstellung der Wehrhahn-Linie die parallel zur Berliner Allee verlaufende oberirdische Straßenbahnstrecke durch die Stadtteile Carlstadt und Altstadt stillgelegt werden soll, werden ab 2014 auch die Linien 706 und 715 die Strecke der 701 befahren. Derzeit ist dies lediglich bei der Linie 711 der Fall.

Haltestelle Jan-Wellem-Platz

In Höhe der Steinstraße befindet sich die gleichnamige Haltestelle. Hier besteht durch den U-Bahnhof Steinstraße/Königsallee eine direkte Verknüpfung mit dem Stadtbahnnetz zu allen bisher verkehrenden Linien. Am nördlichen Ende der Berliner Allee passiert sie die Gebäude wichtiger Unternehmen der Düsseldorfer Finanzwirtschaft. So befindet sich hier die Zentrale der Stadtsparkasse Düsseldorf, die NRW-Niederlassung der Bundesbank sowie die Düsseldorfer Börse. Ab hier wird die Straßenbahntrasse teilweise parallel, teilweise unterhalb des Tausendfüßlers geführt. So erreicht sie die Haltestelle Jan-Wellem-Platz, deren Bahnsteige, zumindest in südlicher Fahrtrichtung, durch diesen überdacht werden. Der Jan-Wellem-Platz stellte seit den 1960er Jahren und bis zum Bau der Düsseldorfer Stadtbahn den wichtigsten Knotenpunkt im Netz des Düsseldorfer Nahverkehrs dar. Seitdem ist die Frequentierung dieses Umsteigepunktes jedoch zurückgegangen. Dennoch besteht die Möglichkeit hier weiterhin in sechs weitere Straßenbahn- und weitere Buslinien umzusteigen. In den nächsten Jahren wird sich die Umgebung jedoch verändern, welches in den Baujahren auch Einfluss auf die Gleisstrecke haben wird. So entsteht auf der heutigen Platzfläche und dem Haltestellenbereich des Jan-Wellem-Platzes der sogenannte Kö-Bogen und durch den Bau der dritten Stammstrecke der Stadtbahn, der sogenannten Wehrhahn-Linie wird die bislang in Ost-West-Richtung Querende Straßenbahnstrecke unter die Erde verlegt. Damit wird der Umstieg in diese Linie in Zukunft über den U-Bahnhof Schadowstraße abgewickelt werden.

Nord[Bearbeiten]

Das ARAG-Hochhaus am Mörsenbroicher Ei

Die Strecke führt die 701 nun durch den Hofgarten vorbei am Theatermuseum. Nach der Haltestelle Sternstraße erreicht die Straßenbahn wieder einen Umstieg zur Stadtbahn. In Höhe des ehemaligen Standortes der Düsseldorfer Stadthalle schwenken die Gleise in die Nordstraße ein und halten am gleichnamigen U-Bahnhof. Über die hier verkehrenden Linien U78 und U79 können die nördlich gelegene Messe Düsseldorf, die ESPRIT arena sowie die Stadt Duisburg erreicht werden.

Die nun von der 701 durchquerte Nordstraße stellt die Haupteinkaufsstraße des Stadtteiles Pempelfort dar. Dementsprechend ist die Frequentierung der folgenden Haltestellen Venloer Straße und Dreieck vergleichsweise hoch. Die Straßenbahngleise teilen sich hier gemeinsam mit dem motorisierten Individualverkehr den Straßenraum. Dieser geht im Anschluss an die letztgenannte Haltestelle in die Münsterstraße über. Dort ist zum letzten Mal das Umsteigen in die Straßenbahnlinien 707 und 715 möglich. Diese beiden Linien zweigen hier nach Unterrath bzw. Richtung Stadtmitte ab. Hier passiert die Strecke die 1902 errichtete Münster-Therme, welches mit seiner wiederhergestellten orginalgetreuen Ausstattung zu den herausragenden öffentlichen Einrichtungen des Stadtteils zählt.

Die darauf folgenden Haltestellen bieten weitere Umsteigemöglichkeiten. So hält an der Rather Straße ebenfalls die Linie 704 und verkehrt in Nord-Süd-Richtung. Im Anschluss besteht an der Haltestelle Derendorf (S) eine Verknüpfung mit dem S-Bahnnetz Rhein-Ruhr. Am Haltepunkt Düsseldorf-Derendorf verkehren die S-Bahnlinien S1, S6 und S11 auf der Eisenbahnstrecke Duisburg–Köln. Diese stellen Verbindungen nach Dortmund, Essen, Köln, Solingen und zum Düsseldorfer Flughafen her.

Am Mörsenbroicher Ei führt die Straßenbahn am Hochhaus der ARAG Versicherung vorbei und hält an der Haltestelle Heinrichstraße. Neben der hier endenden Straßenbahnlinie 708 kreuzen auch mehrere Buslinien den Platz. So bestehen auch hier vielfältige Umsteigebeziehungen, zu einer weiteren Straßenbahnlinie zum letzten Mal.

Die Strecke führt die Linie 701 nun überwiegend an Wohnbebauung vorbei durch die Münster- und Westfalenstraße. Nach dem Passieren der Haltestellen Haeselerstraße und Am Schein erreicht sie den Haltepunkt Düsseldorf-Rath Mitte. Dort bestehen wieder Umsteigebeziehungen zur S-Bahn, in diesem Fall zur S-Bahnlinie 6, welche Essen, über den Baldeneysee, mit dem Düsseldorfer Hauptbahnhof verbindet. Die gleiche Umstiegsmöglichkeit bietet sich nach der Durchfahrung des Rather Zentrums, der Westfalenstraße, und dem zwischenzeitlichen Halt Rotdornstraße. Denn die Linie 701 endet am Bahnhof Düsseldorf-Rath in einer eingleisigen Wendeschleife.

Takt und Fahrzeuge[Bearbeiten]

Von Montag bis Freitag wird die heutige Linie 701 von 6 bis 20 Uhr im 10-Minuten-Takt bedient, samstags zwischen 6 Uhr und 16 Uhr ebenfalls. Zwischen diesen Zeiten wird ein eher unregelmäßiger Takt zwischen 20 und 30 Minuten angeboten, an Sonntagen ein 15-Minuten-Takt. Wobei von Montag bis Freitag zu den Tageszeiten die Linie 701 von Rath aus kommend alle 20 Minuten in Holthausen endet und jede zweite Bahn bis zur Endhaltestelle Benrath Betriebshof geführt wird. In den Morgen- und Abendstunden sowie Samstags und Sonntags fahen alle Züge der Linie 701 bis Benrath Betriebshof.

Seit 2008 werden auf der Linie 701 ausschließlich Niederflurwagen mit niedriger Einstiegskantenhöhe eingesetzt.

Planungen[Bearbeiten]

Der Ausbau des Düsseldorfer Straßenbahnnetzes ist in den letzten Jahren lediglich auf Planungsebene forciert worden. Die Umsetzung dieser Planungen scheiterte an der Prioritätensetzung der Düsseldorfer Politik. Im Bereich der Linie 701 gibt es dennoch mehrere Überlegungen zum Aubau der Strecke. Diese sind zum Teil im Nahverkehrsplan der Landeshauptstadt Düsseldorf festgeschrieben.[2]

Verlängerung Nord[Bearbeiten]

Der ISS Dome ist die Spielstätte der DEG Metro Stars und Ort vieler weiterer Veranstaltungen

Der Bau der neuen Veranstaltungsstätte ISS-Dome im Stadtteil Rath führte zu einer Diskussion über dessen Erschließung durch den ÖPNV. Dabei wurde zuerst eine Verlängerung von Westen durch die bisher in Unterrath endende Linie 707 angestrebt. Durch diese Maßnahme wäre der dort gelegene S-Bahnhof zum zentralen Umsteigpunkt für die Anbindung bei Veranstaltungen geworden. Die Stadtverwaltung legte jedoch in den folgenden Monaten eine geänderte Planung vor. Nun war eine Erschließung von Osten durch die Linie 701 vorgesehen. Da diese bisher am S-Bahnhof Rath endet kann auch hier eine Verknüpfung mit der S-Bahn sichergestellt werden. Nach den ursprünglichen Planungen sollten die dafür erforderlichen Baumaßnahmen bereits im Jahr 2006 abgeschlossen sein. Die aufgetretenen Schwierigkeiten beim Erwerb der dafür erforderlichen Grundstücke und daraus folgende Veränderungen in den Bauplänen führten zu einer deutlichen Verzögerung der Bauarbeiten. Aktuell weiß man noch nicht wann die Verlängerung der Strecke mit zwei neuen Haltestellen in Betrieb genommen werden kann.

Darüber hinaus führt der Nahverkehrsplan eine weitere Verlängerung zum Bahnhof Düsseldorf Flughafen aus. Zur Anbindung dieses Fernbahnhofes existieren mehrere Varianten, die sich über verschiedene Straßenbahnlinien auch zur Stadtbahn erstrecken. Bisher erfolgt die Einbindung dieses Bahnhofs lediglich über den Busverkehr. Eine Anbindung über den Schienenverkehr erscheint damit schlüssig und notwendig, was die Aufnahme der Verlängerung Linie 701 zeigt. Jedoch wird diese Variante aktuell nicht in der Düsseldorfer Politik diskutiert und wurde noch nicht zur Förderung durch das Land NRW und den Bund angemeldet.

Der bislang anvisierte Endpunkt am Flughafen-Bahnhof ist für die Politiker und Planer der benachbarten Stadt Ratingen Ausgangspunkt für eine weitere mögliche Verlängerung in den dortigen Stadtteil West.[3] Eine solche würde die Anbindung Ratingens an den Fernverkehr der Deutschen Bahn und den Düsseldorfer Flughafen herstellen, welche bislang lediglich über Buslinien abgewickelt wird. Eine schnelle Realisierung ist jedoch wie auch die erste Verlängerung zum Flughafenbahnhof auf Düsseldorfer Seite nicht mit hoher Priorität versehen.

Verlängerung Ost[Bearbeiten]

Wendeschleife der Haltestelle Benrath Bth. Bis 1962 fuhren die Linie O und V hier weiter in Richtung Hilden

Am südlichen Ende der Linie 701 gibt es weiter Überlegungen die Strecke über den Betriebshof hinaus Richtung Osten zu verlängern. Die Planungen basieren dabei auf der ehemaligen Linie O. Diese verkehrte zwischen 1898 bzw. 1899 und bis zu ihrer Stilllegung 1962, zwischen Benrath und Hilden, sowie weiter nach Ohligs. Die Wiederinbetriebnahme der gesamten Strecke wird nicht angestrebt, jedoch ist eine Anbindung der Nachbarstadt Hilden weiterhin gewünscht. Die zu diesem Zweck geführten Gespräche und Diskussionen führten jedoch zu der Erkenntnis, das seitens der Stadt Hilden eine Wendeschleife in der dortigen Innenstadt nicht erwünscht wird.

Eine Anbindung von Hilden erscheint damit erst nach der Inbetriebnahme der Wehrhahn-Linie möglich. Die dort nach bisheriger Planung zum Einsatz kommenden Fahrzeuge des Typs NF8U sind zwar pro Wagen nur für eine Fahrtrichtung ausgelegt, werden aber im Betrieb entgegengesetzt gekuppelt und würden durch die beidseitigen Türen keine Wendeschleife benötigen.

Ausbau Benrath[Bearbeiten]

Der Nahverkehrsplan 2002–2007 sieht ebenfalls eine Verlängerung der Stadtbahnlinie U77 vor. Bisher endet diese im Stadtteil Holthausen gemeinsam mit der Linie U74. Nach den Planungen der Rheinbahn soll U77 zum Benrather Betriebshof verlängert werden. Dadurch würde eine engere Verknüpfung der Stadtbahn mit dem S-Bahnnetz erreicht und der Bahnhof Benrath in seiner Funktion als Umstiegspunkt gestärkt. Um die dann erhöhte Nutzung der Wendeschleife am Betriebshof Benrath zu gewährleisten ist ein Ausbau der bisher zweigleisig ausgeführten Anlage auf drei Gleise erforderlich.

Weiterführende Informationen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Herbert Dörnemann:100 Jahre Rheinbahn / Im Rheinbahnland. DuMont Verlag, Köln 1996, ISBN 3-7701-3705-1
  • Dieter Höltge: Straßen- und Stadtbahnen in Deutschland Band 4: Ruhrgebiet von Dortmund bis Duisburg, EK-Verlag, 1994, ISBN 3-88255-334-0
  • Landeshauptstadt Düsseldorf Amt für Verkehrsmanagement: Nahverkehrsplan 2002–2007. Veröffentlichung, Düsseldorf 2003
  • Reinhard Manter:100 Jahre Rheinbahn / Unter dem Flügelrad. DuMont Verlag, Köln 1996, ISBN 3-7701-3705-1
  • Hans G. Nolden: Die Düsseldorfer Straßenbahn. GeraMond Verlag, München 1998, ISBN 3-932785-02-9
  • Rheinische Bahngesellschaft: Kleine Chronik des Düsseldorfer Nahverkehrs. Rheinische Bahngesellschaft AG, Düsseldorf 1956
  • Axel Schild, Dieter Waltking: Die Rheinbahn Stadtverkehr in und um Düsseldorf. alba, Düsseldorf 1981, ISBN 3-87094-327-0
  • Axel Schild, Dieter Waltking: Die Rheinbahn Stadtverkehr in und um Düsseldorf. alba, Düsseldorf 1985, 2. Auflage, ISBN 3-87094-331-9
  • Axel Schild, Dieter Waltking: Die Rheinbahn Stadtverkehr in und um Düsseldorf. alba, Düsseldorf 1996, 3. Auflage, ISBN 3-87094-355-6
  • Richard Jacobi, Dieter Zeh: Die Geschichte der Düsseldorfer Straßenbahn Von der Pferdetram zur Stadtbahn. EK-Verlag, Freiburg 1986, ISBN 3-88255-401-0
  • Richard Jacobi, Dieter Zeh: Die Geschichte der Düsseldorfer Straßenbahn Von der Pferdetram zur Stadtbahn. EK-Verlag, Freiburg 1995, 2. Auflage, ISBN 3-88255-401-0

Weblinks[Bearbeiten]

Quellenangaben[Bearbeiten]

  1. Rheinbahn AG 100 Jahre Linie 701, Stand: 23. Juni 2008
  2. Amt für Verkehrsmanagement – Landeshauptstadt Düsseldorf: Nahverkehrsplan 2002–2007, Düsseldorf 2003
  3. RP-Online: Linie 701: Endstation West?, 31. Oktober 2007

Kategorie:Straßenbahn Düsseldorf