Wiktor Iwanowitsch Tschukarin

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Wiktor Iwanowitsch Tschukarin (ukrainisch Віктор Чукарін, russisch Виктор Иванович Чукарин; in der deutschsprachigen Presse auch als Viktor Schukarin bezeichnet[1]; * 9. November 1921 in Mariupol; † 25. August 1984 in Lemberg, Ukraine) war ein sowjetischer Kunstturner. Er war mehrere Jahre als sowjetischer Kriegsgefangener im Stammlager X B bei Sandbostel interniert.[2]

Bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki, den ersten, an denen die Sowjetunion teilnahm und 1956 in Melbourne wurde er jeweils erfolgreichster männlicher Teilnehmer, mit 30 und 35 Jahren, als einziger Soviet gewann er zweimal den Zwölfkampf ( die beiden anderen Doppelsieger im Zwölfkampf sind der Italiener Alberto Braglia 1908 und 1912 sowie der erfolgreichste Turner überhaupt Sawao Kato 1968 und 1972 ) und wurde insbesondere nach seinen Kriegserlebnissen eine Symbolfigur.

Insgesamt gewann Tschukarin bei Olympia siebenmal Gold, dreimal Silber und einmal Bronze (elf Medaillen). Damit steht er in der ewigen Bestenliste aller Teilnehmer beiderlei Geschlechts auf Platz 15 (nur Männer: Platz 12), bei den sowjetischen Turnern kurz hinter zwei Landsleuten, die ebenfalls 7 Gold aber mehr sonstige Medaillen gewannen, Nikolai Jefimowitsch Andrianow und Boris Anfijanowitsch Schachlin.

1954 wurde er auch noch Weltmeister im Zwölfkampf und am Barren. 2009 wurde Wiktor Tschukarin in die International Gymnastics Hall of Fame aufgenommen.

Olympische Bilanz [Bearbeiten]

1952

  • Gold Zwölfkampf
  • Gold Pferdsprung
  • Gold Seitpferd
  • Gold Mannschaft
  • Silber Ringe
  • Silber Barren

1956

  • Gold Zwölfkampf
  • Gold Mannschaft
  • Gold Barren
  • Silber Boden
  • Bronze Seitpferd

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. "Das große Olympia Lexikon", Sport-Bild vom 19. Juni 1996, S.46
  2. Lagerbericht

Weblinks [Bearbeiten]