Mariupol

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Mariupol
(Маріуполь)
Wappen von Mariupol Mariupol in der Ukraine
Basisdaten
Oblast: Oblast Donezk
Rajon: Kreisfreie Stadt
Höhe: keine Angabe
Fläche: 244 km²
Einwohner: 484.201 (1. Januar 2004)
Bevölkerungsdichte: 1.984 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 87500
Vorwahl: +380 629
Geographische Lage: 47° 6′ N, 37° 33′ O47.137.55Koordinaten: 47° 6′ 0″ N, 37° 33′ 0″ O
KOATUU: 1412300000
Verwaltungsgliederung: 4 Stadtrajone, 3 Siedlungen städtischen Typs, 1 Dorf, 1 Siedlung
Bürgermeister: Jurij Chotlubey
Adresse: пр. Леніна 70
87500 м. Маріуполь
Statistische Informationen
Ortseingang von Mariupol
Der Metallurge- Symbol der Stadt
Stadtverwaltung Mariupol
Blick auf das Stahlwerk Azovstal
Eingang zum Stahlwerk Illichstal
Industrie-Hafen von Mariupol
Maschinenbauunternehmen Azovmash

Mariupol (ukrainisch Маріуполь; russisch Мариуполь/Mariupol, griechisch Μαριούπολη/Marioýpoli) ist eine Stadt in der Oblast Donezk in der Ukraine mit 484.201 Einwohnern (Stand 1. Januar 2004), davon viele griechischer Abstammung. Sie befindet sich am Ufer des Asowschen Meeres an der Mündung des Kalmius.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Administrative Gliederung

Karte mit der administrativen Unterteilung Mariupols

Mariupol gliedert sich in die vier Stadtrajone Rajon Schowtnewe, Rajon Illitsch, Rajon Ordschonikidse und Rajon Prymorske, wobei der Rajon Illitsch noch in 3 Siedlungen städtischen Typs (Sartana/Сартана, Staryj Krym/Старий Крим, Talakiwka/Талаківка), 1 Dorf (Hnutowe/Гнутове) und eine Siedlung (Lomakyne/Ломакине) unterteilt wird.

[Bearbeiten] Geschichte

Die Stadt wurde 1789 gegründet. Zwischen 1948 und 1989 hieß die Stadt dem sowjetischen Funktionär Andrei Alexandrowitsch Schdanow zu Ehren Schdanow (russisch Жданов). Die Stadt ist außerdem Heimat des berühmten Malers Archip Iwanowitsch Kuindschi.

Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion ab 22. Juni 1941 war die Stadt zwischen Oktober 1942 und September 1943 von deutschen Truppen besetzt. Zu Beginn der Besatzung zählte man etwa 241.000 Einwohner, Ende 1943 lebten nur noch 85.000 Maripoler in der Stadt, was einen Rückgang auf 35 % bedeutete. Viele Mariupoler wurden 1942 zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt und kehrten erst 1945 zurück. Ab 1942 war Mariupol ein Hauptoperationsgebiet sowjetischer Partisanen. Die 1933 eröffnete Straßenbahn Mariupol fährt bis heute.

[Bearbeiten] Wirtschaft

Mariupol ist ein bedeutendes Industriezentrum und internationaler Seehafen am Asowschen Meer. Die hier angesiedelten Metallurgiekombinate (u.a. Asowstal und Illich Iron & Steel Works) tragen einen wichtigen Teil zu den Exportgütern der Ukraine bei. Zu den großen Arbeitgebern zählt ferner das Maschinenbauunternehmen Asowmasch. Von Bedeutung ist ferner der Handelshafen. Im kleineren Rahmen gibt es hier auch eine Solarindustrie.

[Bearbeiten] Bildung

Technische Universität, Fremdsprachen Universität, Humanitäre Hochschule, Berufsschulen.

[Bearbeiten] Kultur

mehrere Musikschulen, Heimatkundemuseum, Kuindshi-Ausstellung, Russisches Stadttheater,

[Bearbeiten] Bevölkerung

Im Jahre 2002 setzte sich die Bevölkerung wie folgt zusammen:

  • Ukrainer 248.683 (48,7 %)
  • Russen 226.848 (44,4 %)
  • Griechen 21.923 (4,3 %)
  • Weißrussen 3.858 (0,8 %)
  • Armenier 1.205 (0,2 %)
  • Juden 1.176 (0,2 %)
  • Bulgaren 1.082 (0,2 %)
  • andere: 6.060 (1,2 %)

Zensus : 1882 (14.980 Einwohner)

  • Griechen (60 %)
  • Juden (28 %)
  • Russen (10 %)
  • Ukrainer (2 %)

Sprachen: Griechisch (52 %), Russisch (35 %), Jiddisch (12 %), Ukrainisch (weniger als 1 %)

89 % der Bewohner Maripuols gaben 2001 Russisch als Muttersprache an, nur 9 % haben Ukrainisch als Muttersprache. Jiddisch war früher neben Russisch Hauptsprache von Mariupol. Heute wird es nur noch von einer kleinen Minderheit der Juden gesprochen. Viele überlebende des Holocaust sind nach Israel oder USA ausgewandert. Griechisch wird ebenfalls kaum noch gesprochen. Historisch stellten die Griechen eine hohen Bevölkerungsanteil in Mariupol, gingen mit der Zeit jedoch in der slawischen Bevölkerung auf. Zudem wanderten viele verbliebene Griechen nach dem Zerfall der Sowjetunion in den 90er Jahren nach Griechenland aus.

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Mariupol – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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