Zak McKracken and the Alien Mindbenders

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Zak McKracken
Zak McKracken Logo.png
Studio Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lucasfilm Games
Publisher Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lucasfilm Games
DeutschlandDeutschland Softgold
Erstveröffent-
lichung
1988
Plattform Amiga, Apple II, Atari ST, C64, FM Towns, PC (MS-DOS) und viele weitere mit ScummVM
Genre Adventure
Spielmodus Einzelspieler
Steuerung Maus, Joystick oder Tastatur
Medium unterschiedlich,
min. 1 5,25″-DD-Diskette
Sprache Deutsch
Altersfreigabe
USK ab 12 freigegeben

Zak McKracken and the Alien Mindbenders ist ein 1988 erschienenes Point-and-Click-Adventure.[1][2] Es ist nach Maniac Mansion das zweite Spiel dieser Art der Firma Lucasfilm Games (später LucasArts).

Inhalt und Handlung[Bearbeiten]

Der Spieler übernimmt die Rolle von Zak McKracken, einem frustrierten Boulevardreporter aus San Francisco. Im Vorspann des Spiels erscheinen ihm in einem Traum Außerirdische, eine uralte Karte der Erde, ein merkwürdiges Gerät sowie eine ihm unbekannte Frau, die er am nächsten Morgen in einer Fernsehsendung wieder sieht. Im Verlauf der Handlung wird klar, dass Zak McKracken die Erde vor einer Invasion durch Außerirdische retten muss, die die Menschheit verdummen wollen. Unterstützung erhält er dabei von der Archäologin Annie, die ihm im Traum erschienen ist und ebenfalls in San Francisco wohnt, sowie ihren beiden Freundinnen Melissa und Leslie, die mit einem umgebauten VW-Bus auf den Mars geflogen sind. Ziel des Spieles ist es, das sogenannte Skolarische Gerät zusammenzubauen, dessen Einzelteile aus Artefakten bestehen, die auf der ganzen Welt verteilt sind.

Die Handlung des Spiels verwendet in geschickter Weise verschiedene populärwissenschaftlich ausgeweidete vermeintliche Rätsel der Menschheit. Neben dem großen Kapitel Prä-Astronautik, das den Rahmen für die Geschichte bildet, werden u. a. auch die Hochkultur der Inka, das Rätsel der Pyramiden und der Sphinx in Ägypten, El Astronauto, die ungeklärte Funktion von Stonehenge, das Mysterium des Bermudadreiecks, der Mythos Atlantis und das vermeintliche Marsgesicht aufgegriffen. Entsprechend dieser Vielzahl von Einflüssen werden im Spiel zahlreiche Orte auf allen Kontinenten und auf dem Mars aufgesucht. Aufgegriffen und vermeintlich erklärt wird auch das Brummton-Phänomen: Die "Caponier"-Aliens benutzen es, um die Menschheit zu verdummen und schließlich zu versklaven.

Im Spiel, dessen gesamte Handlung im Jahr 1997, also neun Jahre in der Zukunft des Jahres 1988, angesiedelt ist, werden einige Aussagen hinsichtlich zukünftiger Techniktrends getroffen. Beispiele sind das ausschließliche Bezahlen mit einer sogenannten CashCard und die Verwendung von DAT-Kassetten. Ersteres hat heute eine reale Entsprechung beim bargeldlosen Zahlungsverkehr mit Kreditkarte und Geldkarte, während sich letztere nie wirklich durchsetzen konnten und heute weitestgehend durch CDs verdrängt wurden.

Systeme und Versionen[Bearbeiten]

Das Spiel erschien 1988 für C64, MS-DOS mit EGA-Grafik, Amiga, Atari ST und Apple II, später auch für den FM Towns mit 256-farbigen Grafiken und verändertem Soundtrack. Entgegen der späteren Praxis wurde die technisch erheblich verbesserte FM-Towns-Version aber nicht mehr für MS-DOS rückportiert.

Technik und Steuerung[Bearbeiten]

Technisch basiert der Titel abhängig von der Plattform auf Version eins, zwei oder drei von LucasArts' SCUMM-Sprache. Das heißt, der Bildschirm ist dreigeteilt in einen Bereich für Aktionsverben, ein darunter angeordnetes, aus Worten bestehendes Inventar der Spielfigur und den Spielbildschirm, der den größten Teil des Bildes einnimmt. Trotz der verschiedenen verwendeten Versionen ergibt sich für alle Systeme ein zu Maniac Mansion identischer Look and Feel.

In speziellen Situationen kann es im Spiel vorkommen, dass die Aktionsverben nach und nach ausgeblendet werden. Dies soll eine Verdummung des Spielers darstellen, die aber mit der Zeit wieder voll reversibel ist.

Entwickler[Bearbeiten]

  • Entwurf: David Fox, Ron Gilbert, Matthew Kane, David Spangler
  • Programmierung: David Fox, Ron Gilbert, Matthew Kane
  • Grafik/Animation: Basilio Amaro, Martin Cameron, Mark J. Ferrari, Gary Winnick
  • Musik: Matthew Kane

Pressespiegel[Bearbeiten]

Bewertungen in Spielezeitschriften[Bearbeiten]

Auszeichnungen von Spielezeitschriften[Bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten]

Im Spiel finden sich abhängig von der Version zahlreiche Querverweise auf andere LucasArts-Spiele. Beispiele sind u. a.:

  • ein Kanister Kettensägenbenzin, der in Maniac Mansion fehlt
  • ein Fahndungsplakat nach dem Meteor aus Maniac Mansion
  • ein Baum aus Loom
  • diverse Poster
  • Chuck die Pflanze, ein in mehreren Spielen von LucasArts beliebter Running Gag
  • McKracken soll am Anfang des Spiels eine Telefonrechnung von 1138$ bezahlen, eine Zahl, die immer wieder im Lucas-Universum auftaucht. Diese bezieht sich auf George Lucas’ ersten Spielfilm THX 1138.

Die Namen der drei Begleiterinnen von Zak sind die Namen der damaligen Freundinnen der Hauptprogrammierer. David Fox ist mittlerweile mit Annie verheiratet. Der Gag, dass Leslie beim Ausziehen ihres Helmes immer eine andere Haarfarbe hat, ist darauf zurückzuführen, dass die als Vorbild fungierende reale Leslie sich zur Zeit der Entwicklung von Zak McKracken oft die Haare gefärbt hat.

Der Flughafen von Miami war zwar als Reiseziel nicht nutzlos, doch über den Flughafen hinaus kam man nie, da ein Schild an der Flughafentür erklärte, dass Miami wegen Renovierungsarbeiten geschlossen sei.

Der Nachname McKracken wurde vom Programmiererteam zufällig aus einem Telefonbuch ausgesucht.

Die Titelmelodie des Spiels ist aufgrund zahlreicher Remixes und Coverversionen mittlerweile zu einiger Berühmtheit gelangt.

Der Monolith auf dem Mars, der als Fahrkartenautomat dient, ist eine Anspielung auf die Monolithen im Film 2001: Odyssee im Weltraum, die sich an verschiedenen Orten im Sonnensystem (Erde, Mond, Jupiter) befinden.

Der Name der Boulevardzeitung, bei der Zak arbeitet, The National Inquisitor, ist eine Anspielung auf die reale Zeitung The National Enquirer.

Inoffizielle Nachfolger[Bearbeiten]

Da LucasArts, anders als bei Maniac Mansion, nie einen zweiten Teil veröffentlicht hat, entstanden inzwischen mehrere Fanprojekte. Fertiggestellt sind dabei mittlerweile die folgenden Spiele:

  • Mit Zak McKracken – Between Time and Space existiert ein Projekt, das mit aufgewerteter, handgezeichneter Grafik versehen wurde. Dieser inoffizielle Nachfolger wurde am 19. April 2008 veröffentlicht, 20 Jahre nach dem Erscheinen des Originals.
  • Die neuen Abenteuer des Zak McKracken erinnert mit der ursprünglichen, grobpixeligen VGA-Grafik sehr an den Vorgänger und enthält viele humorvolle Anspielungen auf LucasArts im Allgemeinen und die Vorgänger Zak McKracken und Maniac Mansion im Besonderen.

Ein weiteres Fanprojekt, das auf Basis des FM-Towns-Spieles eine 256-Farben-Version für PCs erstellen wollte, ist mittlerweile zugunsten einer Unterstützung in ScummVM eingestellt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The Making Of: Zak McKracken And The Alien Mindbenders. In: Edge. Future plc. 19. Mai 2013. Abgerufen am 8. Februar 2014.
  2. Clayton Chan: Zak McKracken and the Alien Mindbenders - Commodore 64 Review. In: Netjak. 25. Januar 2005. Archiviert vom Original am 25. Mai 2009. Abgerufen am 8. Februar 2014.