1356

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Staatsoberhäupter · Nekrolog

1356
Trierer Exemplar der Goldenen Bulle inklusive des Siegels mit dem Bildnis Karls IV.
Kaiser Karl IV. verkündet die Goldene Bulle.
1356 in anderen Kalendern
Armenischer Kalender 804/805 (Jahreswechsel Juli)
Äthiopischer Kalender 1348/49
Azteken-Kalender 6. Rohre – Chicuace Acatl (bis Ende Januar/Anfang Februar 5. Kaninchen – Macuilli Tochtli)
Buddhistische Zeitrechnung 1899/1900 (südlicher Buddhismus); 1898/99 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana)
Chinesischer Kalender 67. (68.) Zyklus

Jahr des Feuer-Affen 丙申 (am Beginn des Jahres Holz-Schaf 乙未)

Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 718/719 (Jahreswechsel April)
Iranischer Kalender 734/735
Islamischer Kalender 756/757/758 (Jahreswechsel 4./5. Januar // 24./25. Dezember)
Jüdischer Kalender 5116/17 (26./27. August)
Koptischer Kalender 1072/73
Malayalam-Kalender 531/532
Seleukidische Ära Babylon: 1666/67 (Jahreswechsel April)

Syrien: 1667/68 (Jahreswechsel Oktober)

Spanische Ära 1394
Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1412/13

Ereignisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik und Weltgeschehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldene Bulle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 10. Januar: Die ersten 23 Kapitel der Goldenen Bulle, das sogenannte Nürnberger Gesetzbuch, werden auf dem Reichstag in Nürnberg von Kaiser Karl IV. verkündet. Die Bulle gilt als das erste verfassungsähnliche Dokument Deutschlands und bleibt bis 1806 maßgebend. Bestimmt werden u. a. die Königswahl (in Frankfurt am Main), das Bündnisverbot für Städte sowie die Vergabe von Regalien.
  • 17. November: Der Metzer Hoftag beginnt.
  • 25. Dezember: In Metz verkündet Kaiser Karl IV. die letzten Kapitel der Goldenen Bulle, das Metzer Gesetzbuch.

Hundertjähriger Krieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Darstellung der Schlacht von Maupertuis um 1400

Die Schlacht von Maupertuis am 19. September bringt einen bedeutenden Sieg für England im Hundertjährigen Krieg. Der Schwarze Prinz, Sohn des englischen Königs Edward III., nimmt den französischen König Johann II. gefangen. Sein Sohn, der Dauphin Karl, verlässt auf Anweisung seines Vaters das Schlachtfeld vor dem Ende und erntet dafür Hohn vom französischen Adel. Am 29. September zieht Karl in Paris ein und übernimmt die Regierungsgeschäfte in Frankreich. Für den 17. Oktober werden die Stände Nordfrankreichs zusammengerufen, von denen sich Karl die Bewilligung neuer Steuern zur Finanzierung des Krieges erhofft. Stattdessen wird er allerdings mit einer Adelsfronde um Bischof Robert le Coq konfrontiert, die sich offen für König Karl II. von Navarra als Regenten ausspricht. Karl stützte sich daraufhin stärker auf den bürgerlichen Stand um den Vorsteher der Pariser Handelsgilde Étienne Marcel, der zwar weitreichende Reformen des königlichen Staates verlangt, aber Karls Statthalterschaft unterstützt. Im Winter reist Karl nach Metz, wo er sich mit seinem Onkel, Kaiser Karl IV., trifft. Der Kaiser befindet sich seit 1348 in einer Offensivallianz mit England gegen Frankreich, die allerdings bis dahin noch nicht aktiv geworden ist. Um auch weiterhin ein Stillhalten des Kaisers zu garantieren, leistet Karl ihm am Weihnachtsfeiertag den Lehnseid für die Dauphiné sowie, als Stellvertreter seines unmündigen Bruders Philipp des Kühnen, für die Freigrafschaft Burgund.

Seerepubliken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Giovanni Dolfins
  • 13. August: Fünf Tage nach dem Tod von Giovanni Gradenigo wird Giovanni Dolfin in Abwesenheit zu seinem Nachfolger als Doge von Venedig gewählt, wenn auch Bedenken bestehen, ob der auf einem Auge Blinde für das Amt geeignet wäre. Zum Zeitpunkt seiner Wahl befindet sich Dolfin in der von ungarischen Truppen belagerten Stadt Treviso, aus der er sich mit einem tollkühnen Handstreich befreit, als er von seiner Wahl erfährt.

Byzantinisches Reich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Ereignisse in Europa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Asien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • China: Dem Rebellenführer und späteren Kaiser Hongwu gelingt es, die Stadt Nanjing/Nanking zu erobern.

Urkundliche Ersterwähnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wissenschaft und Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Gesellschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katastrophen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Basler Erdbeben, Illustration aus Münsters Cosmographia

Geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geburtsdatum gesichert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Genaues Geburtsdatum unbekannt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Samsaenthai, König des Reiches Lan Xang (Laos) († 1416/1417)
  • Thomas III., Markgraf von Saluzzo, Autor († 1416)

Gestorben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstes Halbjahr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anfang des Jahres: Preljub, serbischer Woiwode und Provinzgouverneur in Thessalien (* 1312)
  • 21. Januar: Johann Windlock, Bischof von Konstanz
  • 8. Juni: Elizabeth de Badlesmere, englische Adelige (* um 1313)
  • 21. Juni: Bolko II., Herzog von Oppeln (* um 1300)
  • 23. Juni: Margarethe I., römisch-deutsche Königin und Kaiserin, Gräfin von Holland, Zeeland und Friesland, als Margarethe II. auch Gräfin von Hennegau (* um 1307/1310)

Zweites Halbjahr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 19. September: Geoffroy de Charny, französischer Ritter und Autor (* um 1300)
  • 19. September: Jean de Clermont, Herr von Chantilly und Marschall von Frankreich
  • 19. September: Pierre I. de Bourbon, Herzog von Bourbon (* 1311)
  • 19. September: Walter VI., Graf von Brienne, Conversano und Lecce, Titularherzog von Athen und Connétable von Frankreich (* um 1304)
  • 19. Oktober: Joan de Geneville, englische Adelige (* 1286)
  • Oktober: Richard Talbot, englischer Adeliger, Richter und Militär (* um 1306)
  • 9. November: Friedrich, Graf von Freiburg und Landgraf im Breisgau (* 1316)

Genaues Todesdatum unbekannt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: 1356 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien